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Finanzierungsratgeber

Solaranlage mieten oder leasen: Vorteile, Kosten & Tipps

Claudia Mühlbauer
28. März 2022

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim Mieten einer Solaranlage entfallen die hohen Investitionskosten – die Mietraten werden monatlich bezahlt.

  • Den Mietvertrag schließen Sie direkt mit einer Solarfachfirma oder über einen Energieversorger.

  • Wenn Sie eine Solaranlage mieten, erhalten Sie umfangreiche Serviceleistungen.

Die Investition in eine Solaranlage auf dem eigenen Dach ist vielen Menschen zu teuer. Eine Alternative zum Kauf stellt das Mieten einer Anlage dar. Wir zeigen Ihnen, wie dieses Finanzierungsmodell funktioniert, welche Vorteile es mit sich bringt, mit welchen Kosten Sie rechnen sollten und wie sich die Miete vom Leasing unterscheidet.

Warum eine Solaranlage mieten?

Solarenergie ist auf dem Vormarsch. Photovoltaikanlagen werden auf der ganzen Welt zur Stromerzeugung eingesetzt. Auch in Deutschland lohnt sich der Erwerb einer Solaranlage für Privatpersonen. Die durchschnittlichen Anschaffungskosten einer Photovoltaikanlage mit 5 bis 15 kWp Leistung liegen aktuell etwa zwischen 2.400 und 3.200 Euro/kWp. Hinzu kommen laufende Zusatzkosten für Versicherungen und die Wartung.

Obwohl die Kosten in den letzten Jahren stark gesunken sind, möchte oder kann nicht jeder eine Anlage selbst finanzieren. In solchen Fällen kann es eine Alternative sein, eine Solaranlage zu mieten bzw. zu pachten.

Wie funktioniert die Miete einer Solaranlage?

Wollen Sie eine Solar- bzw. Photovoltaikanlage mieten, bestimmen Sie mit dem Anbieter zunächst die Größe und Leistung der passenden Anlage. Während der Planungsphase arbeiten Sie eng mit der Solarfirma zusammen, um das System zu finden, das am besten zu Ihren Ansprüchen passt.

Sind alle Punkte geklärt, lassen Sie die Solaranlage auf Ihrem Dach installieren und zahlen an den Versorger monatlich eine zuvor vereinbarte, feste Mietgebühr. Den gewonnenen Solarstrom können sie selbst nutzen und bei Überschuss ins öffentliche Netz einspeisen. Dafür erhalten Sie die entsprechende Einspeisevergütung.

Im Vertrag wird außerdem die Mietdauer festgelegt. Meist liegt sie zwischen 10 und 20 Jahren. Nach Ende des Mietvertrags können Sie entscheiden, ob Sie die Anlage abbauen oder weiterhin mieten möchten. Mitunter ist auch ein Kauf möglich, allerdings ist das nicht die Regel.

Solaranlage wird auf dem Dach montiert
Eine Solaranlage auf dem Dach ist auch ohne hohe Investitionskosten vor der Inbetriebnahme möglich.

Vor- und Nachteile der Solaranlagen-Miete

Eine Solaranlage zu mieten, ist im Vergleich zum Kauf zunächst günstiger, weil die Finanzierung nicht über eine große Einmalzahlung, sondern in Raten erfolgt. Auch wer sich nicht langfristig an einen Kredit binden will, sieht in der Solaranlagen-Miete über einen speziellen Anbieter möglicherweise einen Vorteil.

Im Vergleich zum Kauf gibt es einen weiteren positiven Punkt: Mit der Miete haben Sie die Möglichkeit, Photovoltaik erst einmal auszuprobieren, ohne sich dauerhaft an eine Anlage zu binden. Die Vorteile und eventuelle Nachteile des Mietmodells haben wir für Sie in einer Tabelle zusammengetragen:

Serviceleistungen für die gesamte Mietzeit

Entscheiden Sie sich dazu, ein Photovoltaik-System zu mieten, gewährt der Anbieter Ihnen über die gesamte Vertragszeit einen umfangreichen Service. Meist sind dabei folgende Leistungen inbegriffen:

  • Planung der Anlage

  • Montage und Installation

  • Übernahme von Investitions- und Betriebsführungskosten

  • regelmäßige Wartung

  • kleine Reparaturen und Ersatz von defekten Anlagenteilen

  • Versicherungsschutz, z. B. Montage-, Diebstahl- und Schadensversicherung

  • Kundenservice

Wie hoch sind die Mietgebühren?

Die Höhe des Mietbetrags hängt vor allem von den Vertragsbedingungen und der Größe der Anlage ab. So liegen die Kosten für eine Dachanlage auf einem Einfamilienhaus mit 6 bis 7 kWp Leistung bei etwa 130 Euro pro Monat. Eine Übersicht der durchschnittlichen Kosten für Anlagen bis zu 9,5 kWp finden Sie im Folgenden:

Achtung:

Für gewöhnlich sparen Sie mit dem Mietmodell nicht mehr Geld als mit einer gekauften Anlage. Vielmehr bietet die Miete den Vorteil, nicht viel Geld auf einmal investieren zu müssen und trotzdem eigenen Solarstrom produzieren zu können.

Darauf sollten Sie beim Mietvertrag achten

Das Mietmodell stellt dank des Rundum-Services meist nur geringe Anforderungen an Sie. Vor der Vertragsunterzeichnung sollten Sie allerdings folgende Fragen beantworten können:

  • Rentiert sich die Anmietung der Anlage wirtschaftlich?

  • Wer übernimmt die Kosten für anfallende Reparaturarbeiten an Ihrem Dach?

  • Was geschieht nach Ablauf des Mietvertrags?

  • Was geschieht im Falle von baulichen Veränderungen am Gebäude?

  • Was passiert, wenn Sie die Miete nicht mehr bezahlen können?

  • Ist der Pachtvertrag für Ihr Dach inbegriffen? Zwar mieten Sie die Solaranlage, doch die Dachfläche verpachten Sie wiederum an den Versorger. Es muss daher ein doppelter Pachtvertrag ausgearbeitet werden.

  • Fordert der Versorger eine Eintragung des Dach-Nutzungsrechtes („Dienstbarkeit“) ins Grundbuch? Bedenken Sie, dass Sie dann im Falle des Verkaufs, der Zwangsversteigerung oder der Vererbung des Hauses an die Abbezahlung der Anlage gebunden sind.

Bei Unsicherheiten sollten Sie sich durch Ihr Steuerbüro beraten lassen oder eine Anwaltskanzlei kontaktieren, um den Vertrag prüfen zu lassen.

Photovoltaikanlage auf Dach
Prüfen Sie das Kleingedruckte im Vertrag, bevor Sie die Anlage mieten und montieren lassen.

Unser Tipp:

Sie wollen eine Solaranlage kaufen oder mieten? Der beste Anbieter ist vielleicht ganz in Ihrer Nähe! Füllen Sie unser Online-Formular aus und beschreiben Sie Ihre Anforderungen an Ihre neue Solaranlage. Anschließend vermitteln wir Ihnen kostenlos und unverbindlich passende Solarfirmen, von denen Sie individuelle Angebote für die neue Anlage erhalten.* Für Sie heißt es dann nur noch: Angebote vergleichen und das passende auswählen.

Solaranlagen-Leasing als Alternative

Bei dieser Option kauft eine Leasinggesellschaft eine von Ihnen ausgewählte Photovoltaikanlage und überlässt Ihnen diese gegen Zahlung eines monatlichen Entgelts zur freien Nutzung. Wie bei der Miete ist ein großer Vorteil dieser Finanzierungsform die Möglichkeit, sämtliche Kosten vor Abschluss des Leasingvertrags exakt kalkulieren zu können. Wollen Sie eine Solaranlage leasen, müssen Sie einige Voraussetzungen erfüllen:

  • Aufgeständerte Anlage: Bei der Anlage muss es sich um eine selbstständige Betriebseinrichtung handeln. Das ist nur bei einer aufgeständerten Solaranlage auf dem Dach der Fall. In die Fassade integrierte Anlagen erfüllen die Voraussetzung nicht.

  • Wirtschaftlichkeit: Bevor ein Leasingvertrag abgeschlossen wird, führt die Leasinggesellschaft eine Wirtschaftlichkeitsprüfung durch. Dabei werden Ihre Kreditwürdigkeit sowie der Standort, die Eckdaten und die Details der Anlage geprüft.

  • Vertragsende: Zum Ende des Leasingvertrags besteht meist die Möglichkeit, die Photovoltaikanlage zu übernehmen, den Vertrag neu auszuhandeln, ihn zu verlängern oder die Anlage zurückzugeben. Informieren Sie sich diesbezüglich vor Vertragsabschluss bei Ihrem Leasinganbieter.

Kosten beim Leasing

Entschließen Sie sich dazu eine Solaranlage zu leasen, werden die Kosten hierfür meist individuell ausgehandelt. Üblich ist eine Finanzierung mit fester Zinsbindungsdauer über mehrere Jahre. Betreiben Sie die Anlage, fallen während der Vertragslaufzeit neben den festgelegten Leasingraten auch Kosten für die Versicherung und die Wartung an. Diese können Sie jedoch steuerlich geltend machen.

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