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Preiswerte Alternative zur Garage:

Darum könnte ein Carport für Sie interessant sein

Anika Wegner
Anika Wegner
6. November 2020

Das Wichtigste in Kürze

  • Carports gibt es für ein oder mehrere Autos, Motorräder oder andere Fahrzeuge.
  • Sie lassen sich mit Seitenwänden oder einem abschließbaren Schuppen erweitern.
  • Carports gibt es in vielen Ausführungen, wobei das beliebteste und billigste Material Holz ist.
  • Sie können an die Hauswand montiert oder frei auf Grundstück platziert werden.

Ein Carport ist ideal geeignet, um das Auto vor Wind und Wetter zu schützen. So ist das Auto gegen Sturm, Hagel oder zu starker Sonneneinstrahlung gewappnet. Ein Carport erspart Ihnen außerdem, das Auto im Winter von Schnee zu befreien. Wir informieren Sie über die gängigen Modelle und Preise, verwendbare Materialien und Dachformen. Außerdem klären wir die Frage, ob Sie für einen Carport eine Baugenehmigung benötigen.

Was ist ein Carport?

Ein Carport ist eine kostengünstige Alternative zur Garage und soll Ihren Pkw in erster Linie vor Witterungsverhältnissen wie beispielsweise einer Schneelast schützen. Carports bestehen in der Regel aus mehreren Pfosten, einem Dach und offenen Seiten. Sie können mit Bauelementen aus Aluminium, Holz oder Metall konstruiert werden. Carports können zudem mit einer Rück- oder Seitenwand ausgestattet werden, welche zusätzlichen Schutz vor Niederschlag oder Schäden durch herabfallendes Geäst bieten kann.

Die Carport-Typen im Vergleich

Carports sind in ganz unterschiedlichen Ausführungen und Größen erhältlich. Längen und Breiten können Sie in der Regel nach Belieben wählen. Sie können für ein oder mehrere Autos ausgelegt sein. In allen Fällen kann optional ein Abstellraum integriert werden.

Einzelcarport

Einzelcarport aus Holz in grau
Ein Einzelcarport bietet Platz für ein Auto.

Ein Einzelcarport ist ein Unterstand für ein Auto, Motorrad oder andere Fahrzeuge. Dies ist die beliebteste Variante, da sie sich bei noch so geringen Platzverhältnissen gut auf das Grundstück integrieren lässt.

Die gängigen Maße für ein Einzelcarport sind:

Doppelcarport

Doppelcarport aus Holzpaletten
Auch ein Doppelcarport kann genau auf die Architektur des Eigenheims abgestimmt werden.

Ein Doppelcarport ist so dimensioniert, dass hier zwei Autos abgestellt werden können. Mit dieser Variante sind auch Reihencarports möglich, bei denen mehrere Doppelcarports nebeneinander gestellt werden. So können sich z. B. mehrere Nachbarn die Carports teilen. Die Abmessungen des Carports sollten so gewählt werden, dass die Autotüren sich voll öffnen lassen, wenn beide Autos unter dem Carport stehen.

Die Maße für ein Doppelcarport sind in der Regel:

Sondergrößen

Neben den Carports in Standardgrößen gibt es natürlich auch Sondergrößen. Diese kommen in der Regel zum Einsatz, wenn Sie eingeschränkten Platz auf Ihrem Grundstück haben und eine bestimmte Größe benötigen, oder wenn Ihr Fahrzeug eine ungewöhnliche Größe hat. Besonders oft werden Sondergrößen für Wohnmobile oder Wohnwagen genutzt.

Beliebte Materialien und ihre Besonderheiten

Carports können aus unterschiedlichen Materialien angefertigt werden. Für welche Variante Sie sich entscheiden, hängt von mehreren Faktoren ab. Zum einen sollte der Carport zum Design des Hauses passen. Zum anderen spielen Aspekte wie Budget und Pflegeaufwand eine Rolle.

Holz

Carport Doppelcarport Material Holz

Der Klassiker ist der Carport aus Holz. Dieser ist die günstigste Variante, denn Sie bekommen ein Holzcarport schon für gerade mal 200 Euro. Dabei handelt es sich jedoch um sehr einfache Modelle. Je nach Ausfertigung und ausgewähltem Holz können Carports aus Holz deutlich mehr kosten. Dies trifft insbesondere auf Sonderanfertigungen zu, für die sich Holz sehr gut eignet.

Aluminium

Carport Doppelcarport Material Aluminium

Moderne Carports werden häufig aus Aluminium gefertigt, da sie deutlich witterungsbeständiger als Holz sind, da sie nicht rosten können. Das zeigt sich allerdings auch im Preis: Für einen Einzelcarport aus Aluminium müssen Sie mit Kosten von mindestens 900 Euro rechnen.

Metall

Carport Doppelcarport Material Metall

Metallcaports sind ebenfalls sehr witterungsbeständig und zudem auch sehr stabil. Carports aus Metall sind in der Regel teurer als Aluminiumvarianten, haben aber nicht mehr Vorteile, wodurch Metallcarports heutzutage kaum noch angeboten werden. Für einen einfachen Einzelcarport aus Metall müssen Sie mit mind. 1.000 Euro rechnen.

Diese Bauweisen sind möglich

Generell können Sie Ihr ein Caport frei auf Ihrem Grundstück errichten. Die unterschiedlichen Bauweisen machen es möglich:

freistehend

Freistehende Carports haben den Vorteil, dass sie sich völlig frei auf dem Grundstück integrieren lassen, sofern genügend Platz vorhanden ist. Sie lassen sich zudem gut mit einem abschließbaren Schuppen erweitern. Zudem sind auch zusätzliche Wände für mehr Witterungsschutz möglich.

Garage Carport Freistehend
Freistehende Carportmodelle (mit oder ohne Schuppen) lassen sich einfach auf dem Grunstück integrieren.

angebaut

Carports können auch mit einer sogenannten Wandpfette an bestehende Gebäude angebaut werden. Diese Variante ist nicht sonderlich teurer als ein freistehender Carport, da die Stützen und Fundamente auf einer Seite eingespart werden. Zudem wird auch so die entsprechende Wand vor Witterung geschützt.

Garage Carport Angebaut
Carports (mit oder ohne Schuppen) können auch an bestehende Gebäude angebaut werden.

Achtung bei Wärmebrücken!

Bei isolierten Außenwänden sollten Sie Vorsicht walten lassen. Durch das Anbringen des Carports an der Wand können Wärmebrücken entstehen. Informieren Sie sich über die Dämmschichten Ihrer Hauswand und sprechen Sie den Carportanbau mit einer Fachfirma ab.

Dachtypen und Dacheindeckungen

Genauso wie für Häuser gibt es auch unterschiedliche Dachtypen für Carports. Welcher Dachtyp sich für Ihren Carport eignet, ist eine Frage des Geschmacks sowie des Budgets. Zudem sollten Sie darauf achten, dass die Dachform zu der Optik Ihres Hauses passt. Auch die Art der Dacheindeckung hängt in der Regel von Ihrem persönlichen Geschmack ab. Besonders beliebt sind die folgenden Materialien für die Dacheindeckung eines Caports:

  • Bitumenbahnen
  • Bitumendachschindeln
  • Holzschindeln
  • Kunststoffwellplatten
  • Glasdachplatten
Carport mit Dach aus Glas
Ein Glasdach wirkt besonders modern, allerdings kann es im Sommer darunter recht warm werden.

Flachdach

Carport Flachdach

Der Klassiker unter den Dachformen bei einem Carport ist das Flachdach. Da das Regenwasser hier nur langsam abfließen kann, ist eine gründliche Abdichtung unbedingt notwendig. Hierfür eignen sich besonders Bitumenbahnen, die einfach miteinander verschweißt werden.

Walmdach

Carport Walmdach

Diese Dachform wirkt besonders edel und ist daher gut für hochwertige Carports geeignet. Hierbei gibt es auf jeder Seite eine Dachfläche, die so weniger Angriffsfläche für Wind und Wetter bieten. Oftmals werden für diese Dachform Dachschindeln verwendet, die in der Optik Dachziegeln ähneln.

Satteldach

Carport Satteldach

Das Satteldach besitzt auf den Traufseiten Dachneigungen. Es zählt nach dem Flachdach zu den beliebtesten Dachformen bei Carports, denn es verleiht dem Carport ein hausartiges Aussehen und lässt sich auch gut an die Optik des Wohnhauses anpassen.

Kosten & Preise eines Carports

Die Preise von Carports unterscheiden sich je nach Material, Größe und Ausführung. Carports aus Holz sind am günstigsten, am hochwertigsten und entsprechend teurer sind Carports aus Aluminium.

In unserer Kostentabelle finden Sie Beispielpreise von einfachen Carport-Bausätzen zur Orientierung. Je nachdem, welche Dachform und welches Material Sie wählen, können die Preise zusätzlich variieren.

Die Lieferkosten betragen in der Regel um die 40 Euro, können aber auch im Preis enthalten sein. Wenn Sie den Aufbau nicht selbst übernehmen möchten, müssen Sie mit Montagekosten in Höhe von 700 bis 900 Euro rechnen. In der Regel erhalten Sie auch eine Garantie für die professionelle Montage durch Carportbauer.

Ist für ein Carport eine Baugenehmigung erforderlich?

Ein Carport ist schnell und einfach zu errichten. Da der Bau eines Carports aber eine bauliche Veränderung darstellt, ist eigentlich eine Genehmigung erforderlich. Bis zu einer bestimmten Größe ist allerdings eine Bauanzeige für Carports ausreichend.

Die Regelungen hierzu sind in Deutschland nicht einheitlich – jedes Bundesland hat eine eigene Landesbauordnung und kann die genehmigungsfreien Größen selbst festsetzen. In unserem Artikel Baugenehmigung für Carports" finden Sie alle Details zu den Auflagen.

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