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Aktuelle Förderungen für Brennstoffzellenheizungen

Redaktionsbild von der Autorin
Undine Tackmann
13. September 2021

Strom und Heizwärme mit einem Gerät erzeugen? Das können Sie mit einer Brennstoffzellenheizung. Häufig sind die Anschaffungskosten jedoch ziemlich hoch. Informieren Sie sich deswegen über aktuelle Förderungen und Finanzierungsmöglichkeiten.

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Aktuelle Förderungen für Brennstoffzellenheizungen

Förderung durch die BEG und KfW

Brennstoffzellenheizgeräte gelten als vergleichsweise umweltfreundlich und werden deswegen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bezuschusst. Die Förderung beantragen Sie über das Energieeffizient Bauen und Sanieren Zuschuss Brennstoffzelle 433. Sie erhalten dabei bis zu 34.300 Euro je Brennstoffzelle. Gefördert werden Geräte von den Leistungsklassen 0,25 bis 5,0 kW elektrischer Leistung.

Zu den förderfähigen Kosten zählen:

  • Brenn­stoff­zellen­systeme inklusive der Installation und Inbetrieb­nahme sowie erforderlicher Umfeld­maßnahmen
  • Bei integrierten Geräten: Kosten für einen weiteren Wärmeerzeuger
  • Ein fest vereinbarter Voll­wartungs­vertrag für die ersten 10 Jahre
  • Leistungen von Energie­effizienz-Expert:innen

Die Förderung ist so aufgebaut, dass es einen Fördergrundbetrag von 6.800 Euro gibt. Hinzu kommt ein leistungsabhängiger Betrag von 550 Euro je angefangene 100 Watt elektrische Leistung. Insgesamt ist die Förderhöhe auf 40 Prozent der förderfähigen Kosten gedeckelt.

Beispielrechnung für Ein- bis Zweifamilienhaus

In einem Ein- bis Zweifamilienhaus werden meist Geräte mit um die 500 - 1500 Watt elektrische Leistung eingebaut. Deswegen beziehen wir uns in unserer Beispielrechnung auf ein Gerät mit 750 Watt.

  • Förderungsgrundbetrag: 6.800€

  • leistungsabhängiger Betrag: 550€ * 8 = 4.400€

  • Gesamtförderbetrag: 11.200€

Regionale Förderungen

Neben der Inanspruchnahme staatlicher Förderungen empfehlen wir, dass Sie sich auch über regionale Förderungsmöglichkeiten für Brennstoffzellenheizungen informieren. Notwendige Informationen diesbezüglich erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Landesbauamt und auf den Webseiten der jeweiligen Bundesländer.

Beachten Sie

Fördergelder können Sie nur in Anspruch nehmen, wenn Sie den Zuschuss bereits vor dem Einbau der Anlage beantragen. Des Weiteren müssen Sie nachweisen können, dass Sie Energieeffizienz-Expert:innen im Vorfeld beraten haben.

Wie viel kostet eine Brennstoffzellenheizung?

Brennstoffzellenheizungen sind im Vergleich zu anderen Heizungen verhältnismäßig teuer, weswegen ein staatlicher Zuschuss in der Regel sehr attraktiv ist. Im Schnitt können Sie mit ca. 20.000 bis 40.000 Euro für eine Heizung mit Wasserstoff rechnen. Hinzu kommen Kosten für den Einbau, welche jedoch regional unterschiedlich ausfallen.

Ist eine Brennstoffzellenheizung lohnenswert?

Ob sich die Anschaffung einer Brennstoffzellenheizung für Sie überhaupt lohnt, hängt von verschiedenen Faktoren ab und lässt sich nicht pauschal bestimmen. Ein wesentlicher Pluspunkt ist in jedem Fall, dass Brennstoffzellen dank Ihres hohen Wirkungsgrades effizient und durch die Nutzung von Wasserstoff auch umweltfreundlich sind. Außerdem gilt: Umso mehr Strom Sie selbst verbrauchen, desto rentabler wird die Anlage für Sie. Hierbei ist wichtig, dass der Wärmebedarf und der Strombedarf in einem ähnlichen Verhältnis liegen, sodass die Anlage effizient arbeiten kann.

Beraten lassen und Fachfirmen für Heizungen finden

Sie wollen Ihre alte Heizung austauschen, wissen aber noch nicht, welche Anlage am besten für Ihr Eigenheim geeignet ist? Füllen Sie einfach unseren Online-Fragebogen aus und finden Sie passende Fachfirmen aus Ihrer Region, die Sie bei der Umsetzung Ihrer Projektideen unterstützen.

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist die Förderung für eine Brennstoffzelle?

Die KfW und die BEG fördern den Einbau von Brennstoffzellenheizungen mit einer Höhe von max. 34.300 Euro pro Brennstoffzelle.

Wann lohnt sich eine Brennstoffzellenheizung?

Sind Ihr Strom- und Wärmeverbrauch ungefähr gleich hoch, kann eine Brennstoffzellenheizung am effizientesten arbeiten. Außerdem sollten Sie den erzeugten Strom möglichst selbst verbrauchen oder in einem Pufferspeicher zwischenspeichern.

Wie viel kostet eine Brennstoffzellenheizung?

Rechnen Sie mit Kosten von ca. 10.000 bis 20.000 Euro für die Brennstoffzelle. Häufig kommen jedoch noch weitere Kosten für ein Gasbrennwertgerät zur Heizungsunterstützung dazu.