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Undine Tackmann
26. Februar 2020

Der Preis für eine Photovoltaikanlage hängt zu einem großen Teil von den verwendeten Solarmodulen ab. Je nach Modultyp ergeben sich hier teils erhebliche Preisunterschiede. Damit Sie ein gutes Angebot für Ihre Solaranlage finden, informieren Sie sich jetzt, mit welchen Modulpreisen Sie rechnen müssen.

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In den letzten Jahren sind die Preise für Solarmodule stetig gefallen. Grund für die sinkende Preisentwicklung ist die steigende Nachfrage nach Solarstrom und der parallel dazu wachsende Markt für Solarzellen. Immer mehr Hersteller steigen in das Geschäft ein und je mehr Solarmodule produziert werden, desto günstiger ist die Produktion und damit auch der Endpreis für einzelne Solarzellen. Beim Kostenvergleich sollten Sie Module immer anhand ihrer maximalen Leistung, also der Leistung Watt Peak (Wp) oder Kilowatt Peak (kWp) vergleichen. Aufgrund der unterschiedlichen Modultypen sind Vergleiche anhand der Modulfläche in Quadratmetern nicht aussagekräftig.

Dach mit Solaranlage
Beachten Sie bei der Auswahl Ihre zur Verfügung stehende Dachfläche.

Preise verschiedener Solarmodule

Unabhängig vom konkreten Modulpreis sagt auch der jeweilige Modultyp etwas über die Preisklasse aus. Es gibt drei Arten von Solarmodulen für Ihr Photovoltaik, die sich in unterschiedliche Preisklassen unterteilen lassen:

Kostenübersicht Solarmodule

Die verschiedenen Preise der Solarmodule gehen mit unterschiedlicher Leistung einher:

Dünnschichtmodule

Dünnschichtmodul

Sogenannte Dünnschichtmodule sind die preisgünstigste Modulvariante. Sie überzeugen durch eine umweltfreundliche und einfache Herstellung. Der Halbleiter, welcher das Sonnenlicht absorbiert und in elektrischen Strom umwandelt, wird direkt auf den Träger aufgedampft. Sie werden vielfach eingesetzt, da sie kaum anfällig gegen Verschattung oder hohe Temperaturunterschiede sind. Mit einem Wirkungsgrad von durchschnittlich 7 Prozent muss eine relativ große Dachfläche zur Verfügung stehen, um die Ertragsunterschiede zu anderen Solarmodulen auszugleichen. Mit einem Dünnschichtmodul ausgestattete Anlagen kosten momentan je nach Anbieter ungefähr zwischen 750 und 1.250 Euro pro kWp.

Polykristalline Solarmodule

Polykristallines Photovoltaikmodul

Die meisten Solarmodule nutzen Silizium zur Stromerzeugung. Bei Modulen mit polykristalliner Bauweise werden mehrere kleine Siliziumkristalle in einer Solarzelle genutzt. Sie bewegen sich deswegen im mittleren Preissegment der Solarzellen. Ihre Leistung ist mit etwa 15 Prozent höher als die von günstigen Dünnschichtmodulen, aber geringer als die von monokristallinen Modulen. Viele Kunden entscheiden sich wegen des Preisvorteils für die polykristallinen Module. Der verminderte Wirkungsgrad zu monokristallinen Solarzellen muss allerdings durch eine größere Dachfläche ausgeglichen werden. Generell haben polykristalline Solarmodule ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Monokristalline Solarmodule

Monokristallines Modul

Diese Solarzellen sind die teuerste Variante. Sie besitzen mit etwa 19 Prozent allerdings auch den höchsten Wirkungsgrad. Die Module sind besonders hochwertig, da sie aus einem sogenannten Einkristall aus Silizium gefertigt werden. Im Vergleich zu einem polykristallinen Modul gibt es keine Kristallgrenzen, an denen Wirkungseinbußen entstehen können. Je nachdem, ob die Module in polykristalliner oder monokristalliner Bauweise gefertigt sind, belaufen sich die Kosten auf 1.150 bis 1.700 Euro pro kWp.

Neue Technologie

Noch relativ neu ist die Idee sogenannter organischer Solarfolien, welche theoretisch nicht nur aufs Dach, sondern auch an Wände, Fenster, Autos oder auch auf Sonnenschirme geklebt werden könnten. Dabei soll der kristalline Halbleiter herkömmlicher Solarmodule durch eine organische Alternative bestehend aus Kohlenstoffmolekülen ersetzt werden. Momentan ist der Ertrag jener dünnen PV-Folien jedoch noch sehr gering.

Unser Tipp:

Sollten Sie mit Ihrer Solaranlage mehr Strom produzieren, als Sie selbst verbrauchen, können Sie die überschüssigen Erträge ins öffentliche Netz einspeisen und vom Staat eine Einspeisevergütung erhalten. Der Vergütungssatz beträgt momentan etwa 0,10 Euro pro eingespeiste kWh.

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Was beeinflusst den Preis der Solarmodule?

Die Preisentwicklung Ihrer Solarmodule wird neben der Modulart von weiteren Faktoren beeinflusst wie beispielsweise die Größe und Form Ihres Solardaches. Grundsätzlich wird der Preis eines Solarmoduls bestimmt durch:

  1. Solarmodul-Typ: Handelt es sich um ein hochwertiges monokristallines Modul oder um die preisgünstigere Alternative der Solarzelle?
  2. Fläche: Eine große Dachfläche bedeutet nicht zwangsläufig ein hoher Endpreis. Wenn Sie beispielsweise ein kleines Dach haben, aber viel Strom erzeugen wollen, müssen Sie preisintensivere Module mit einem hohen Wirkungsgrad auswählen.
  3. Maximale Leistung: Der Preis steigt normalerweise mit dem Wirkungsgrad eines Solarmoduls.
  4. Hersteller: Durch die steigende Nachfrage werden Solarmodule mittlerweile auch vergleichsweise günstig in anderen Ländern produziert. Eine Solarzelle aus China kann beispielsweise günstiger sein als ein Modul eines deutschen Herstellers.
  5. Abnahmemenge: Manche Hersteller geben einen Preisnachlass pro Modul, wenn Sie sich für die vom Anbieter festgelegte Mindestabnahmemenge für Solarzellen entscheiden.
  6. Optik: Auch die Optik gewinnt zunehmend an Bedeutung. Beispielsweise ist ein Photovoltaik mit einer schwarzen Rückseitenfolie nicht so auffällig auf Ihrem Dach, dafür aber etwas teurer.
Hausdach mit Solarthermieanlage
Wählen Sie die farblich passende Rückseitenfolie für Ihr Dach aus.

Wie Sie einen guten Preis finden

Der Preis ist unter anderem von Ihrer gewählten Solarmodulform abhängig. Außerdem wird die Preisentwicklung von individuellen Gegebenheiten wie die Dachgröße und Ihren persönlichen Anforderungen an Ihre Solaranlage, beispielsweise die gewünschte Stromerzeugung, beeinflusst.

Welche Anforderungen haben Sie an Ihre Solaranlage?

Vor dem Modulkauf sollten Sie sich umfassend über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Solarmodule informieren. Aufschluss gibt ein direkter Vergleich der Photovoltaikmodule. Überlegen Sie darüber hinaus, welche besonderen Anforderungen Sie an Ihre Solaranlage haben:

  • Wie groß wird Ihre Solaranlage insgesamt?
  • Wie viel Geld sind Sie bereit für Ihre Photovoltaikanlage, zu investieren?
  • Wie viel Strom wollen Sie mit Ihrem Photovoltaik produzieren?

Ein Fachmann berät Sie gern zu Ihren individuellen Bedürfnissen und hilft Ihnen bei der Entscheidung, welches Solarmodul für Ihre Photovoltaikanlage am besten geeignet ist.

Welchen Wirkungsgrad benötigen Sie?

Als Eigenheimbesitzer sollten Sie Ihre Entscheidung für ein bestimmtes Solarmodul nicht allein nach dem günstigsten Preis treffen. Der Wirkungsgrad ist der Faktor, welcher die Auswahl maßgeblich bestimmen sollte. Günstige Dünnschichtmodule eignen sich beispielsweise nur für Kaufinteressenten, denen eine sehr große Fläche für die Installation des Solardaches zur Verfügung steht. Besitzer von kleinen Flächen sollten hingegen in Module mit einem hohen Wirkungsgrad wie monokristalline Solarmodule für Ihre Photovoltaikanlage investieren.

Dachfläche mit Solarthermieanlage
Wählen Sie die farblich passende Rückseitenfolie für Ihr Dach aus.

Wie sind die individuellen Gegebenheiten?

Die Erträge Ihres Photovoltaik sind nicht nur von der gewählten Modulart, sondern auch von der Umgebung abhängig. Aus diesem Grund sollten Sie auch die Dachausrichtung und Dachneigung berücksichtigen. Auch die Verschattung bzw. Sonnenstunden auf Ihrer Solaranlage spielen eine wichtige Rolle. Dünnschichtmodule sind beispielsweise kaum anfällig für Verschattungen und trotzdem relativ günstig. Sie benötigen jedoch eine vergleichsweise große Dachfläche, um die gleiche Leistung wie andere Solarmodule zu erbringen.

Unser Tipp:

Bei einem besonders schattigen Dach ist ein Modulwechselrichter von Vorteil. Dieser Wechselrichter wird fest in jedes Modul integriert und ist dadurch toleranter gegenüber Schatten oder Verschmutzungen.

Informieren Sie sich regelmäßig über die Preisentwicklung der Solarmodule. Beobachten Sie dazu auch den Spotmarkt. Kurzfristige Stromhandelsgeschäfte werden an Börsen über den Spotmarkt abgewickelt. Holen Sie auch bei unterschiedlichen Fachfirmen verschiedene Angebote ein, bevor Sie sich entscheiden.

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