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Undine Tackmann
26. April 2022

Das Wichtigste in Kürze

  • Wegen der wirtschaftlichen und geopolitischen Situation steigen die Preise für PV-Module aktuell.

  • Dünnschichtmodule sind oft am günstigsten, monokristalline Module kosten am meisten.

  • Module mit hohem Wirkungsgrad sind zwar teurer, die benötigte Fläche verringert sich aber.

  • Je kWp Leistung fallen momentan Preise zwischen 950 und 2.200 Euro an.

Der Preis für eine Photovoltaikanlage hängt zu einem großen Teil von den verwendeten Solarmodulen ab. Je nach Modultyp ergeben sich hier teils erhebliche Preisunterschiede. Damit Sie ein gutes Angebot für Ihre Solaranlage finden, informieren Sie sich jetzt, mit welchen Modulpreisen Sie rechnen müssen.

Aktuelle Preisentwicklung

In den Jahren vor der Corona-Pandemie sind die Preise für Solarmodule stetig gefallen. Grund für die Preisentwicklung war die steigende Nachfrage nach Solarstrom und der parallel dazu wachsende Markt für Solarzellen. Immer mehr Hersteller stiegen in das Geschäft ein und je mehr Solarmodule produziert werden, desto günstiger ist die Produktion und damit auch der Endpreis für einzelne Solarzellen.

Dach mit Solaranlage
Die Preisentwicklung für Solarmodule ist aktuell ungewiss.

Seit etwa zwei Jahren und verstärkt seit zwei Monaten gibt es aber gegenteilige Entwicklungen. Die anhaltende Gesundheitskrise geht nach wie vor mit Materialmangel und Lieferengpässen einher. Durch die Situation in der Ukraine, die auch die internationalen Märkte beeinflusst, verschärft sich die Lage weiter. Nicht nur fehlen in Europa bis zu 100.000 Lkw-Fahrer:innen, auch die Transportkosten erhöhen sich durch die steigenden Kraftstoffpreise.

Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Photovoltaik stetig, weil die Unabhängigkeit von den Märkten für immer mehr Menschen an Bedeutung gewinnt. Auch die Klimaziele der Bundesregierung befördern diese Entwicklung. All diese Punkte führen dazu, dass die Preisentwicklung für Solarmodule im Jahr 2022 kaum absehbar ist.

Zuletzt haben sich die Preise stark nach oben korrigiert. Über das Jahr 2021 sind Standardmodule annähernd 22 Prozent teurer geworden. Seit Beginn des Jahres 2022 beträgt der Anstieg bereits weitere 7 Prozent.

Preise verschiedener Solarmodule

Die verschiedenen Solarmodule gehen mit unterschiedlicher Leistung und verschiedenen Kosten einher. Es gibt drei Arten von Solarmodulen für Ihr Photovoltaik, die sich in unterschiedliche Preisklassen unterteilen lassen:

Gut zu wissen:

Beim Kostenvergleich sollten Sie Module immer anhand ihrer maximalen Leistung, also der Leistung Watt Peak (Wp) oder Kilowatt Peak (kWp), vergleichen. Aufgrund der unterschiedlichen Modultypen sind Vergleiche anhand der Modulfläche in Quadratmetern nicht aussagekräftig.

Dünnschichtmodule

Dünnschichtmodul

Sogenannte Dünnschichtmodule sind oftmals die preisgünstigste Modulvariante. Sie überzeugen durch eine umweltfreundliche und einfache Herstellung. Der Halbleiter, welcher das Sonnenlicht absorbiert und in elektrischen Strom umwandelt, wird direkt auf den Träger aufgedampft. Sie werden vielfach eingesetzt, da sie kaum anfällig gegen Verschattung oder hohe Temperaturunterschiede sind.

Mit einem Wirkungsgrad von durchschnittlich 7 Prozent muss eine relativ große Dachfläche zur Verfügung stehen, um die Ertragsunterschiede zu anderen Solarmodulen auszugleichen. Mit einem Dünnschichtmodul ausgestattete Anlagen kosten momentan je nach Anbieter ungefähr zwischen 950 und 1.600 Euro pro kWp.

Polykristalline Solarmodule

Polykristallines Photovoltaikmodul

Die meisten Solarmodule nutzen Silizium zur Stromerzeugung. Bei Modulen mit polykristalliner Bauweise werden mehrere kleine Siliziumkristalle in einer Solarzelle genutzt. Sie bewegen sich deswegen im mittleren Preissegment der Solarzellen. Ihr Wirkungsgrad ist mit etwa 15 Prozent höher als der von günstigen Dünnschichtmodulen, aber geringer als der von monokristallinen Modulen.

Viele Kund:innen entscheiden sich wegen des Preisvorteils für die polykristallinen Module. Der verminderte Wirkungsgrad zu monokristallinen Solarzellen muss allerdings durch eine größere Dachfläche ausgeglichen werden. Polykristalline Solarmodule kosten aktuell zwischen 900 und 1.700 Euro pro kWp.

Monokristalline Solarmodule

Monokristallines Modul

Monokristalline Solarzellen sind die teuerste Variante. Sie besitzen mit etwa 19 Prozent allerdings auch den höchsten Wirkungsgrad. Die Module sind besonders hochwertig, da sie aus einem sogenannten Einkristall aus Silizium gefertigt werden.

Im Vergleich zu einem polykristallinen Modul gibt es keine Kristallgrenzen, an denen Wirkungseinbußen entstehen können. Werden die Module in monokristalliner Bauweise gefertigt, belaufen sich die Kosten in der aktuellen Marktsituation auf etwa 1.500 bis 2.200 Euro pro kWp.

Neue Technologie

Noch relativ neu ist die Idee sogenannter organischer Solarfolien, welche theoretisch nicht nur auf das Dach, sondern auch an Wände, Fenster oder auch auf Sonnenschirme geklebt werden könnten. Dabei soll der kristalline Halbleiter herkömmlicher Solarmodule durch eine organische Alternative bestehend aus Kohlenstoffmolekülen ersetzt werden. Momentan ist der Ertrag dieser dünnen PV-Folien jedoch noch sehr gering.

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Was beeinflusst den Preis der Solarmodule?

Die Preise Ihrer Solarmodule werden neben der Modulart von weiteren Faktoren beeinflusst - beispielsweise von der Größe und Form Ihres Solardaches. Grundsätzlich wird der Preis durch folgende Punkte bestimmt:

  1. Solarmodul-Typ: Handelt es sich um ein leistungsstarkes monokristallines Modul oder um eine preisgünstigere Alternative der Solarzelle?

  2. Fläche: Eine große Dachfläche bedeutet nicht zwangsläufig, dass der Endpreis hoch ist. Wenn Sie beispielsweise ein kleines Dach haben, aber viel Strom erzeugen wollen, müssen Sie preisintensivere Module mit einem hohen Wirkungsgrad auswählen.

  3. Maximale Leistung: Der Preis steigt normalerweise mit dem Wirkungsgrad eines Solarmoduls.

  4. Hersteller: Durch die steigende Nachfrage werden Solarmodule mittlerweile auch vergleichsweise günstig in anderen Ländern produziert. Eine Solarzelle aus China kann prinzipiell günstiger sein als ein Modul eines deutschen Herstellers. Durch die aktuelle Corona-Lage kann zumindest aktuell aber auch der gegenteilige Effekt eintreten.

  5. Abnahmemenge: Manche Hersteller geben einen Preisnachlass pro Modul, wenn Sie sich für die vom Anbieter festgelegte Mindestabnahmemenge für Solarzellen entscheiden.

  6. Optik: Auch die Optik gewinnt zunehmend an Bedeutung. Beispielsweise ist ein Photovoltaik mit einer schwarzen Rückseitenfolie nicht so auffällig auf Ihrem Dach, dafür aber etwas teurer.

Hausdach mit Solarthermieanlage
Farblich passende Rückseitenfolie kann den Preis etwas steigern, die Optik aber verbessern.

Unser Tipp:

Sollten Sie mit Ihrer Solaranlage mehr Strom produzieren, als Sie selbst verbrauchen, können Sie die überschüssigen Erträge ins öffentliche Netz einspeisen und vom Staat eine Einspeisevergütung erhalten. Der Vergütungssatz beträgt momentan 7 Cent pro eingespeiste kWh.

Wie Sie einen guten Preis finden

Der Preis ist unter anderem von Ihrer gewählten Solarmodulform abhängig. Außerdem wird die Preisentwicklung von individuellen Gegebenheiten wie der Dachgröße und Ihren persönlichen Anforderungen an Ihre Solaranlage, beispielsweise die gewünschte Stromerzeugung, beeinflusst.

Welche Anforderungen haben Sie an Ihre Solaranlage?

Vor dem Modulkauf sollten Sie sich umfassend über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Solarmodule informieren. Aufschluss gibt ein direkter Vergleich der Photovoltaikmodule. Überlegen Sie darüber hinaus, welche besonderen Anforderungen Sie an Ihre Solaranlage haben:

  • Wie groß wird Ihre Solaranlage insgesamt?
  • Wie viel Geld sind Sie bereit für Ihre Photovoltaikanlage zu investieren?
  • Wie viel Strom wollen Sie mit Photovoltaik produzieren?

Eine Fachfirma berät Sie gern zu Ihren individuellen Bedürfnissen und hilft Ihnen bei der Entscheidung, welches Solarmodul für Ihre Photovoltaikanlage am besten geeignet ist. Geben Sie einfach Ihre Wünsche in unserem Online-Formular ein und wir suchen kostenlos und unverbindlich* bis zu drei passende Anbieter aus Ihrer Region für Sie.

Welchen Wirkungsgrad benötigen Sie?

Als Eigenheimbesitzer:in sollten Sie Ihre Entscheidung für ein bestimmtes Solarmodul nicht allein nach dem günstigsten Preis treffen. Der Wirkungsgrad ist der Faktor, welcher die Auswahl maßgeblich bestimmen sollte. Günstige Dünnschichtmodule eignen sich beispielsweise nur für Sie, wenn eine sehr große Fläche für die Installation des Solardaches zur Verfügung steht. Kleine Flächen sollten mit Modulen mit einem hohen Wirkungsgrad ausgestattet werden, um ausreichenden Ertrag zu liefern.

Dachfläche mit Solarthermieanlage
Welche Modulart auf Ihr Dach passt, hängt auch von dessen Größe ab.

Wie sind die individuellen Gegebenheiten?

Die Erträge Ihres Photovoltaik sind nicht nur von der gewählten Modulart, sondern auch von der Umgebung abhängig. Aus diesem Grund sollten Sie die Dachausrichtung und Dachneigung berücksichtigen. Auch die Verschattung bzw. Sonnenstunden auf Ihrer Solaranlage spielen eine wichtige Rolle. Dünnschichtmodule sind beispielsweise kaum anfällig für Verschattungen und trotzdem relativ günstig. Sie benötigen jedoch eine vergleichsweise große Dachfläche, um die gleiche Leistung wie andere Solarmodule zu erbringen.

Unser Tipp:

Bei einem besonders schattigen Dach ist ein Modulwechselrichter von Vorteil. Dieser Wechselrichter wird fest in jedes Modul integriert und ist dadurch toleranter gegenüber Verschattung oder Verschmutzungen.

Informieren Sie sich regelmäßig über die Preisentwicklung der Solarmodule. Beobachten Sie dazu auch den Spotmarkt an den Börsen, über den kurzfristige Stromhandelsgeschäfte abgewickelt werden. Holen Sie außerdem bei unterschiedlichen Fachfirmen Angebote ein, bevor Sie sich für den Kauf entscheiden.

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