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Richtig sanieren

Welche Heizung eignet sich für den Altbau?

Redaktionsbild von der Autorin
Undine Tackmann
15. November 2021

Das Wichtigste in Kürze

  • Häufig werden Brennwertheizungen mit Öl oder Gas in Altbauten eingebaut.
  • Eine neue Heizung kostet Sie im Schnitt zwischen 6.000 bis 30.000 Euro.
  • Um die optimale Heizung zu finden, ist es empfehlenswert, eine Energiefachberatung durchführen zu lassen. Diese wird vom Staat sogar bezuschusst.

Sie sanieren eine alte Immobilie oder sind in einen Altbau gezogen? Dann stehen Sie vermutlich früher oder später vor der Entscheidung, eine neue Heizung einbauen zu lassen. Wir informieren Sie, welche Heizungen für den Altbau durchaus vorteilhaft sein können und wie hoch die Kosten für eine Heizungssanierung ausfallen.

Wann sollten Sie überhaupt eine neue Heizung in Betracht ziehen?

Eine neue Heizung ist nicht gerade kostengünstig. Erst ein plausibler Grund ist überzeugend, um Geld in eine neue Anlage zu investieren. In einem Altbau sind häufige Gründe für eine moderne Heizung:

  • Beschädigter Heizkessel: Egal wie alt Ihre Heizung ist, sobald der Heizkessel irreparabel beschädigt ist, sollten Sie über einen Austausch nachdenken.
  • Fehlende oder überteuerte Ersatzteile: Häufig sind teure Ersatzteile bei der Reparatur ein Indiz dafür, dass ein Heizungstausch angebracht sein könnte. Für in die Jahre gekommene Heizungen sind Ersatzteile manchmal auch gar nicht mehr oder nur sehr schwer zu finden.
  • Die Heizung heizt nicht mehr richtig: Sie haben das Gefühl, Ihre Heizung kann die Räume nicht mehr richtig aufheizen oder funktioniert nur noch im Dauerbetrieb? Auch hier kann ein Heizungstausch naheliegend sein.
  • Neue gesetzliche Vorschriften: Ist Ihre Heizung im Altbau älter als 30 Jahre, sind Sie sogar gesetzlich dazu verpflichtet, diese gegen ein modernes Modell auszutauschen.

Achtung

Nach dem GEG (Gebäudeenergiegesetz) § 72 müssen alle Ölheizungen und Gasheizungen ab einem Alter von 30 Jahren ausgetauscht werden. Ausnahmen greifen in bestimmten Einzelfällen, müssen aber sorgsam geprüft werden. Überschreitet Ihre Heizung diese Grenze demnächst, sollten Sie auf jeden Fall über eine baldige Modernisierung nachdenken.

Heizungsbauer installiert Heizung im Haus
Moderne Heizungen sind oftmals energiesparender.

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Gas- oder Ölbrennwertheizungen

Häufig werden in einem Altbau Brennwertheizungen, die mit Öl oder Gas heizen, eingebaut. Grund dafür ist, dass moderne Brennwertheizungen einfach an bestehende Schornsteine angeschlossen werden können.

Auch in Altbauwohnungen lassen sich wandhängende Gasbrennwertthermen vergleichsweise einfach und kostengünstig realisieren. Sie ermöglichen das Heizen einzelner Wohneinheiten und nehmen wenig Platz weg.

Wärmepumpe, Pelletkessel oder Solarthermie

Wenn Sie sich etwas Umweltfreundlicheres als mit Gas oder Öl zu heizen wünschen, lassen sich in einem Altbau auch Wärmepumpen, Pelletkessel oder Solarthermie einsetzen. Hierbei müssen jedoch bestimmte bauliche Voraussetzungen erfüllt werden. Eine Solarthermieanlage beispielsweise dürfen Sie nicht immer auf einem denkmalgeschützten Dach installieren. Eine Pelletheizung hingegen kann sich bei alten Landhäusern oder für die Modernisierung eines Bauernhofes anbieten. Hier haben Sie häufig ausreichend Platz für das Pelletlager.

Unser Tipp

Ob Wohnung oder Haus, die Gegebenheiten in einem Altbau können sehr unterschiedlich sein. Ebenso individuell sind optimale Heizlösungen. Aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen, mehrere Angebote einzuholen, verschiedene Heizungen zu vergleichen und sich von einer Fachfirma beraten zu lassen. Schnell und einfach können Sie regionale Heizungsfirmen über unser Online-Formular finden. Anhand Ihrer Angaben empfehlen wir Ihnen bis zu drei passende Firmen, welche Sie anschließend unverbindlich und kostenlos* vergleichen können.

Was muss bei einer Heizungssanierung im Altbau gemacht werden?

Wie umfangreich die Baumaßnahmen für eine neue Heizung ausfallen, hängt von Baualtersstufen und der Geschichte des Altbaus ab. Im Einzelfall sind ganz verschiedene Umbauten nötig, folgende Arbeiten können jedoch anfallen:

  • Sanierung der Räumlichkeiten
  • Sanierung der Abgasanlage sowie des Schornsteins
  • Erneuerung der Wärmedämmung

Was kostet eine neue Heizung für den Altbau?

Im Schnitt können Sie für eine neue Heizung zwischen 6.000 bis 30.000 Euro rechnen. Dabei gehören Öl- und Gasheizungen zu den günstigsten Modellen, unterliegen mittlerweile aber auch strengeren Auflagen. Zudem erhalten Sie für moderne und umweltfreundlichere Heizsysteme wie eine Wärmepumpe beispielsweise staatliche Zuschüsse. Hinzu kommen ggf. Kosten für weitere Umbaumaßnahmen wie die Sanierung von Schornstein, Abgasleitungen und der Räumlichkeiten bzw. Dämmung.

Nicht vergessen

Auch die Betriebskosten sollten Sie bei der Heizungsauswahl berücksichtigen. Eine Ölheizung ist in der Anschaffung zwar kostengünstig, die Ölpreise steigen jedoch jährlich. Derzeit zahlen Sie für ein Einfamilienhaus durchschnittlich 105 bis 145 Euro pro Monat an Betriebskosten. Mit einer Solarthermieanlage könnten Sie zumindest im Frühling und Herbst einiges an Betriebs- und teuren Heizkosten einsparen.

Sparschwein auf einer Heizung
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Tipp: Sichern Sie sich staatliche Förderungen

Im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 werden unterschiedliche Fördermaßnahmen für den Einbau und Austausch von Heizungen angeboten. Vor allem wenn Sie einen Altbau sanieren, können Sie verschiedene Förderprogramme vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Anspruch nehmen. Weitere Informationen dazu können Sie unserer Übersicht zu Förderungen für Heizungen entnehmen.

Darum kann sich eine Energiefachberatung lohnen

Vor allem wenn Sie in einem Altbau wohnen, empfiehlt es sich, eine Energiefachberatung durchführen zu lassen. Häufig entsprechen ältere Bestandsimmobilien nicht den aktuellen Baumaßstäben und bringen ihre ein oder anderen Tücken mit sich. Ein Energieexperte kommt zu Ihnen nach Hause, mach sich ein Bild von der Lage und kann anhand dessen die für Sie optimale Heizungslösung anbieten.

Unser Tipp:

Das Beste ist: Eine Energieberatung wird von der KfW bzw. der BAFA mit bis zu 80 Prozent max. 1.300 Euro pro Einfamilienhaus, bezuschusst!

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