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Effektiver Schutz vor Hitze & Kälte

Innendämmung: Die günstige Alternative, um Energie zu sparen

Christina Tobias
Christina Tobias
16. Mai 2022

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Innendämmung ist immer sinnvoll, wenn eine Fassadendämmung nicht möglich ist, weil es sich z. B. um eine denkmalgeschützte Fassade handelt.
  • Es können synthetische, mineralische oder organische Dämmstoffe genutzt werden.
  • Eine Innendämmung kostet (abhängig vom Aufwand und Material) zwischen 40 und 150 Euro pro Quadratmeter.
  • Energetische Maßnahmen zur Wärmedämmung werden mit Fördergeldern unterstützt.

Bei der Innendämmung handelt es sich um eine kostengünstige Option, mit der Sie ein Gebäude energieeffizienter gestalten können. Insbesondere, wenn Sie von außen keine Veränderungen an der Fassade vornehmen dürfen oder nicht das notwendige Budget für eine Außendämmung vorhanden ist, stellt die Innendämmung eine gute Alternative dar, die Ihnen hilft, Heiz- und Energiekosten zu sparen.

Was ist eine Innendämmung?

Durch Innendämmungen verlieren die Außenwände Ihrer Immobilie weniger Wärme nach außen hin. Die Wärme wird im Gebäude gehalten, Räume müssen weniger stark aufgeheizt werden und Sie können Heizkosten sparen. Dabei dienen Innendämmungen dem gleichen Zweck wie Wärmedämmungen von außen: Der Wärmedurchlasswiderstand der Außenwandkonstruktion wird erhöht und die raumseitigen Wandoberflächentemperaturen steigen dadurch. In Folge wird Ihr Heizenergiebedarf reduziert. Zusätzlich beugen Sie mit einer Innendämmung der Bildung von Schimmel vor.

 Innendämmung Aufbau

Innendämmung oder Fassadendämmung?

Die Entscheidung zwischen einer Innen- und Außendämmung sollte genau abgewogen werden, denn beide Varianten haben ihre eigenen Vor- und Nachteile. Die Fassadendämmung gilt als effizienter, kann bei Altbauten aber auch nicht überall uneingeschränkt durchgeführt werden. Die Innendämmung benötigt kein Gerüst und ist somit günstiger, allerdings wird durch sie auch die wertvolle Wohnfläche verringert. Fakt ist, dass Sie, egal welche Wärmedämmung Sie wählen, am Ende Energieverluste erheblich minimieren können.

Folgende Gründe sprechen für eine Innendämmung:

  • Das Gebäude verfügt über eine denkmalgeschützte Fassade oder eine Fachwerkhaus-Fassade und darf optisch nicht verändert werden.
  • Sie möchten mit der Innendämmung Geld sparen, weil kein Außengerüst notwendig ist.
  • Eine Außendämmung würde über Ihre Grundstücksgrenze hinausgehen.
  • Sie planen, Ihre Eigentumswohnung und nicht das gesamte Gebäude zu dämmen.
  • Sie dürfen Ihre Mietwohnung mit der Zusage des Vermieters dämmen.

Innendämmung im Keller

Nutzen Sie Ihren Keller als Partykeller, Gäste- oder Hobbyraum kann eine Innendämmung sinnvoll sein. Der Keller lässt sich schneller aufheizen und Sie schaffen eine gemütliche Wohnatmosphäre. Im Gegensatz zur Außendämmung des Kellers sind keine langen und aufwendigen Aushubarbeiten notwendig. Außerdem können Sie den Keller auch im Winter dämmen, was sich bei der Außendämmung wegen des gefrorenen Bodens als äußerst schwierig erweist.

Welches Dämmmaterial eignet sich für die Innendämmung?

Es gibt mehrere Arten von Dämmplatten, die aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über die Platten und ihre Eigenschaften:

Innenwand wird gedämmt
Die Dämmplatten können mit unterschiedlichen Methoden an der Wand angebracht werden.

Vorschriften

U-Wert: Für die Dämmung von Neu- und Altbauten verlangt die Energieeinsparverordnung (EnEV) bestimmte Anforderungen an den Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert):

- Außenwand, Dachschrägen und Steildächer: 0,24 W/(m²·K)
- Flachdächer: 0,20 W/(m²·K)
- Wände, Decken von unbeheizten Kellern und Bodenplatten: 0,30 W/(m²·K)

Brandschutz: Aus Sicherheitsgründen sollten Sie sich unbedingt über den Brandschutz des verwendeten Dämmmaterials informieren. Manchmal können schon ein Kurzschluss und ein Funke Brände und die Entwicklung von giftigen Brandgasen auslösen. Nicht brennbare Baustoffe gehören der Klasse A1 an. Brandgefährdete Baustoffe fallen in die Klassen B1 bis B3.

Wärmedämmung Innendämmung U Wert

Feuchtigkeitsschäden vermeiden

Bei der Innendämmung lassen sich Wärmebrücken und Feuchtigkeitsentwicklung leider nicht immer vermeiden. Diesem Effekt können Sie jedoch entgegenwirken: Diffusionsoffenes Dämmmaterial erweist sich als wirksam. Calciumsilikatplatten, die aus Kalk, Zellulose, Wasser und Sand gefertigt werden, absorbieren zum Beispiel eine Menge Wasserdampf. Mit Gipskartonplatten gestärkte Mineralschaumplatten sind eine ebenbürtige und ökologisch wertvolle Alternative. Dampfsperren und Dampfbremsen sorgen ebenfalls dafür, dass es nicht zu Feuchtigkeits- und Schimmelbildung kommt.

Dampfbremse

Die Dampfbremse ist wasserdampfdurchlässig. Das heißt, im Sommer kann ein gewisses Maß an Luftfeuchtigkeit in den Innenraum gelangen, welches Sie an kühleren Morgen- oder Abendstunden herauslüften müssen. Die Dampfbremse gibt im Winter allerdings auch Luftfeuchtigkeit aus dem Innenraum nach außen ab, aber nie so viel, dass es zu Schäden oder Schimmelbildung an der Außenwand kommt. Sie wird deswegen als feuchtevariabel bezeichnet. Nicht jede Dampfbremse eignet sich für jeden Dämmstoff. Achten Sie deswegen dringend darauf, dass Sie die passende Dampfbremse für das von Ihnen verwendete Dämmmaterial nutzen.

Dampfsperre

Eine Dampfsperre lässt dagegen überhaupt keine Feuchtigkeit durch. Deswegen findet sie beim Bau eines normalen Wohn- oder Bürogebäudes kaum noch Verwendung. Eine Dampfsperre nutzt Ihnen lediglich, wenn der Wasserdampf innen stets höher sein soll als außen (zum Beispiel in einem Dampfbad).

 Innendämmung Dampfsperre Dampfbremse

Was kostet eine Innendämmung?

Je nach Material und handwerklichem Aufwand kommen Preise zwischen 40 und 150 Euro pro Quadratmeter auf Sie zu. Damit sind Einbau und Verkleidung der Dämmung mit eingerechnet. Bei einer Innendämmung von etwa 100 Quadratmetern können Sie also mit Gesamtkosten von 4.000 bis 15.000 Euro rechnen.

Förderung

Wenn Sie sich für eine Innendämmung entscheiden, können Sie Fördermittel beantragen. Zusätzlich zu den staatlichen Fördergeldern bieten auch einzelne Bundesländer Fördermittel an. Informieren Sie sich dazu bei Ihrem zuständigen Landesbau- oder Gemeindeamt.

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