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Darum sollten Sie die Trittschalldämmung bei der Bodenverlegung nicht vergessen

Anika Wegner
Anika Wegner
12. Februar 2021

Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt verschiedene Arten, die als Platten sowie als Rollenware erhältlich sind.
  • Je härter der Bodenbelag, desto stärker muss die Trittschalldämmung sein.
  • Nicht alle Arten eignen sich für die Verlegung über einer Fußbodenheizung.
  • Es gibt auch Bodenbeläge, die keine Trittschalldämmung benötigen.

Eine Trittschalldämmung kostet gar nicht so viel Geld, kann Ihnen aber Streitigkeiten mit den Nachbarn ersparen. Der entstehende Geräuschpegel, den vor allem harte Bodenbeläge wie Parkett und Laminat verursachen, sollte nicht unterschätzt werden. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen die Vor- und Nachteile der verschiedenen Arten und für welche Bodenbeläge sich diese eignen.

Die verschiedenen Arten im Vergleich

Nicht nur beim Bodenbelag, auch bei der Trittschalldämmung haben Sie die Qual der Wahl. Es gibt verschiedene Arten zur Auswahl, die alle ihre Vor- und Nachteile haben.

Trittschalldämmung Tabelle Eigenschaften Arten

PE-Schaum

Die Trittschalldämmung aus PE-Schaum (Polyethylenschaum), der aus Kunststoff hergestellt wird, ist ein absoluter Allrounder. Sie kann unter allen gängigen Bodenbelägen verlegt werden und ist dabei auch eine der preiswertesten Arten. Achten Sie aber unbedingt auf eine gute Qualität, damit die Dämmung auch lange hält.

Auch für Fußbodenheizungen ist PE-Schaum gut geeignet, da er die Wärme sehr gut leiten kann. Zudem gibt es Varianten, die bereits eine Dampfsperre integriert haben und Ihnen so einen Arbeitsschritt beim Verlegen ersparen können.

EPS-Schaum

Eine weitere Kunststoff-Art sind Dämmplatten aus EPS-Schaum (Polystyrolschaum), die den Schall noch besser dämmen. Allerdings sind diese nicht für die Verlegung über einer Fußbodenheizung nur bedingt geeignet. Achten Sie daher beim Kauf unbedingt auf die Angaben des Herstellers.

Wellpappe

Eine nicht so weit verbreitete, aber ebenso günstige Trittschalldämmung ist die Wellpappe. Das liegt hauptsächlich daran, dass sie sich nur für trockene Untergründe eignet. Achten Sie beim Kauf auf eine gute Qualität und einen imprägnierten Schimmelschutz, damit die Trittschalldämmung lange hält.

Kork

Wenn Sie lieber ein Naturprodukt für die Trittschalldämmung möchten, ist Kork eine gute Wahl. Er wird aus der nachwachsenden Rinde der Korkeiche gefertigt und ist zudem recycelbar. Kork dämmt nicht nur hervorragend den Schall, sondern auch Wärme. Dadurch ist er aber nur bedingt für eine Fußbodenheizung geeignet. Als Trittschalldämmung ist Kork sowohl als Rollenware sowie als Dämmplatten erhältlich.

Holzfaser

Eine weitere ökologische Variante der Trittschalldämmung sind Holzfaserplatten. Diese werden aus dem entrindeten Restholz hergestellt, das zu feinen Holzfasern zerrieben, erhitzt und zu Platten gepresst wird. Ähnlich wie Kork dämmen Holzfaserplatten Schall und Wärme sehr gut ein und wirken zudem feuchtigkeitsregulierend. Allerdings sind die Platten nur bedingt für eine Fußbodenheizung geeignet. Entscheidend ist, wie hoch der jeweilige Wärmedurchlasswiderstand ist, der je nach Hersteller sehr unterschiedlich ausfallen kann.

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Kosten & Preise für eine Trittschalldämmung

Unsere Preistabelle gibt Ihnen eine erste Übersicht, wie die Preise für eine Trittschalldämmung aussehen können. Beim PE- und EPS-Schaum kann es größere Qualitätsunterschiede geben, welche sich im Preis wiederspiegeln. Bei Kork und Holzfaser beeinflusst eher die gewünschte Dicke den Preis.

Was ist Tritt- und was ist Gehschall?

Trittschall ist der Schall, der in anderen Räumen wahrgenommen wird, etwa wenn der Nachbar über Ihnen über sein Parkett läuft. Gehschall ist dagegen der Schall, der in denselben Raum wahrgenommen wird, in dem man sich befindet.

Wirkung einer Trittschalldämmung

Welche Trittschalldämmung eignet sich für welchen Bodenbelag?

Es gibt zwar viele Arten von Trittschalldämmungen, aber nicht jede eignet sich auch für alle Bodenbeläge. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei der Auswahl achten müssen.

Parkett & Laminat

Für das Parkett oder Laminat können Sie grundsätzlich jede Trittschalldämmung verwenden. Je härter aber das Holz ist, desto stärker sollte die Dämmung sein, um den Schall auch effektiv dämpfen zu können. Hier sollten Sie besser zu Platten aus Polystyrolschaum oder Holzfaser greifen.

Verlegung Laminat mit Trittschalldämmung
Unter harten Bodenbelägen wie Laminat sollte immer eine Trittschalldämmung verlegt werden.

Vinyl- & Designböden

Diese Bodenbeläge sind in der Regel weich und sorgen bereits aufgrund dessen für einen Trittschallschutz. Eine dünne Dämmung, wie beispielsweise aus PE-Schaum oder Kork, ist hier meist ausreichend. Manche Vinyl- und PVC-Böden haben sogar eine bereits integrierte Trittschalldämmung. Ein Fachmann kann Sie hierzu ausführlich beraten.

Bei welchem Bodenbelag ist keine Dämmung nötig?

Nicht immer muss eine Trittschalldämmung unter einem Bodenbelag verlegt werden. Wir zeigen Ihnen, wann gar keine zusätzliche Dämmung nötig ist.

Teppich

Ein Teppichboden schluckt bereits eine große Menge an Geh- sowie Trittschall. In der Regel ist eine zusätzliche Trittschalldämmung nicht mehr nötig. Wenn Sie dennoch eine verlegen möchten, sollten Sie eine Dämmung wählen, die Sie fixieren können. Eine lose Trittschalldämmung unter einem Teppichboden kann mit der Zeit Wellen schlagen.

Verlegung Teppich mit Trittschalldämmung
Eine Trittschalldämmung unter einem Teppich ist in der Regel nicht nötig.

Fliesen

Bodenfliesen, die auf schwimmenden Estrich verlegt werden, brauchen keine zusätzliche Trittschalldämmung, da diese bereits fest in den Estrich verarbeitet wurde. Sollte dies aber nicht der Fall sein, eignet sich vor allem eine Trittschalldämmung in Plattenform. Diese sorgt für eine gute Stabilität und wirkt zudem wärmeisolierend.

Darf eine Trittschalldämmung über die Fußbodenheizung?

Eine Trittschalldämmung über die Fußbodenheizung zu verlegen ist durchaus möglich. Entscheidend hierfür ist allerdings der Wärmedurchlasswiderstand der verwendeten Dämmung, damit die Wärmeleitung nicht blockiert wird. Dieser sollte dementsprechend höchstens 0,15 m²K/W betragen – je kleiner, desto besser!

Trittschalldämmung Berechnung

Um den korrekten Wärmedurchlasswiderstand zu berechnen, müssen die Widerstände der Trittschalldämmung und auch des Bodenbelags berücksichtigt werden. Beispielsweise ein PVC-Bodenbelag und eine Trittschalldämmung aus PE-Schaum haben beide einen Widerstand von 0,010 m²K/W. Der Wärmedurchlasswiderstand, der sich daraus ergibt, beträgt 0,020 m²K/W und leitet somit die Wärme der Fußbodenheizung besonders gut.

Unser Tipp:

Für den Einbau einer Fußbodenheizung inklusive der Verlegung eines Bodenbelages und einer Trittschalldämmung können Sie staatliche Fördermittel erhalten. Mit dem KfW-Programm 261 werden außerdem zinsgünstige Kredite für eine Komplettsanierung vergeben.