Mehr als nur Deko

Der Gartenzaun als Begrenzungselement und Teil der Gartengestaltung

Der Gartenzaun umgibt das eigene Grundstück: Er wird verwendet, um sich von der Straße und von den Nachbarn abzugrenzen und dient dem Schutz vor Einbrechern. Ein Gartenzaun kann aber auch ein gestaltendes Element sein, das Ihren Garten besonders hervorstechen lässt. Welcher Zaun für Sie der passende ist, hängt also von der gewünschten Funktion ab.

Zauntypen – Überblick über Modellarten

Um sich für einen passenden Zaun zu entscheiden, ist neben rein optischen Beweggründen der Verwendungszweck ausschlaggebend. Planen Sie einen rein dekorativen Zaun, der zum Beispiel Ihren Vorgarten in Szene setzt? Oder ist es Ihnen vorrangig wichtig, dass Ihr Grundstück bestmöglich geschützt ist? Je nach Vorhaben stehen Ihnen verschiedene Zaunarten zur Wahl – hier die drei gängigsten:

  Gabionenzaun

Ein Gabionenzaun ist nicht nur preiswertig, sondern lässt sich auch vielfältig gestalten.

Bei einem Gabionenzaun handelt es sich eine Konstruktion aus Drahtkäfigen, die mit Steinen oder anderen Materialien befüllt werden. Die Käfige sind in zahlreichen unterschiedlichen Formen und Größen erhältlich, sodass dieser Zauntyp optimal an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden kann. Der Gabionenzaun eignet sich sowohl als Sichtschutz als auch als Zierzaun. Für die Füllung werden insbesondere frostsichere Steine wie Granit, Kalkstein und Marmor verwendet. Zudem lässt er sich zur Hangbefestigung und als Sitzgelegenheit einsetzen. Ein weiterer Vorteil des Gabionenzauns ist seine Fähigkeit, Sonnenstrahlen und damit Wärme zu speichern. In den Abendstunden wird die Wärme dann wieder abgegeben. Daher herrscht auf Terrassen, die sich direkt an einem Gabionenzaunelement befinden, an Sommerabenden oft ein angenehmes Klima.

  Staketenzaun

Ein Staketenzaun eignet sich vor allem für Liebhaber eines rustikalen Looks.

Der Staketenzaun ist ein Vorläufer des Lattenzauns: Anstelle der Latten werden beim Staketenzaun längliche Holzstangen an dem Querbalken befestigt. Für die Befestigung der Staketen an dem Querbalken kommt ein verzinkter Draht zur Anwendung. Daher lässt sich der Zaun leicht aufrollen und so gut transportieren. Zudem kann der Staketenzaun auch in unebenem Gelände eingesetzt werden, da er sich aufgrund seiner Konstruktionsweise dem Untergrund anpasst.

Für den Staketenzaun wird meist Kastanien- oder Robinienholz verwendet. Beide Holzarten haben einen hohen Gerbsäureanteil, was das Holz haltbar macht. Zäune dieser Machart können daher bis zu 20 Jahre im Außenbereich eingesetzt werden. Zudem erweist sich die Montage eines Staketenzauns als einfach.

  Einstab-/Doppelstabmattenzaun

Die Einstab- oder Doppelstabmappenzäune können auch mit einem Sichtschutz kombiniert werden.

Stabmattenzäune bestehen aus waagerechten und senkrechten Stäben aus verzinktem Stahl. Dieser ist mit einer Kunststoffschicht bezogen, die den Zaun besonders pflegeleicht macht. Die Stäbe sind miteinander verschweißt, sodass ein stabiles Gitternetz entsteht. Der Unterschied zwischen dem Einstabmattenzaun und dem Doppelstabmattenzaun besteht in der Anzahl der senkrechten Stäbe, die verbaut werden. Beide Zaunarten haben spezifische Vorteile: Der Einstabmattenzaun federt leichter, sodass ein Überklettern schwierig ist. Daher bietet dieser Zaun einen vergleichsweise guten Einbruchschutz. Der Doppelstabmattenzaun ist dafür besonders stabil. Beide Arten der Stabmattenzäune sind angenehm pflegeleicht. Um neugierige Blicke abzuhalten, lässt sich bei einem Stabmattenzaun ein Sichtschutz anbringen, der zudem als Designelement dienen kann.

Materialien und deren spezifische Eigenschaften

Je nach Material haben Zäune spezifische Eigenschaften und unterschiedliche Vorteile.

  Holzzaun

Da es sich bei Holz um ein natürliches Material handelt, passen sich Holzzäune optisch sehr gut in die meisten Gartenlandschaften ein. Zudem lässt sich der Holzzaun für Heimwerker meist gut bearbeiten. Allerdings ist Holzzaun nicht gleich Holzzaun: Zäune aus Weichholz wie Fichte oder Kiefer sind recht günstig. Allerdings müssen diese regelmäßig gereinigt und gestrichen werden. Zäune aus Hartholz, wozu Lärche und Eiche zählen, sind teurer in der Anschaffung, dafür jedoch deutlich pflegeleichter.

  Metallzaun

Metallzäune bestehen aus vorgefertigten Elementen, die auch vom Heimwerker gut montiert werden können. Sie zeichnen sich durch eine besondere Stabilität aus. Soll ein individueller Metallzaun errichtet werden, so ist Spezialwerkzeug notwendig. Die Montage erfolgt dann bestenfalls durch eine Fachfirma. Für die Fertigung von Metallzäunen können unterschiedliche Materialien verwendet werden:

  • Feuerverzinkter Stahl ist witterungsbeständig und pflegeleicht.
  • Zäune aus unverzinktem Stahl müssen regelmäßig mit Rostschutzgrundierung und Anstrich gepflegt werden.
  • Besonders edel sind Metallzäune aus Aluminium. Sie sind leicht, wartungsarm und sehen edel aus.

Zu den Metallzäunen gehören insbesondere auch der Maschendrahtzaun sowie der Gitterzaun. Der Maschendrahtzaun besteht aus einem rautenförmigen Drahtgeflecht, das zum Schutz vor Feuchtigkeit verzinkt oder mit einem Kunststoffmantel versehen ist. Dieser Zaun lässt sich besonders leicht transportieren, da er einfach auf eine Rolle aufgewickelt werden kann. Der Gittermattenzaun hingegen besteht aus dünnen Stahl- oder Aluminiumstreben, die zu einer Gitterstruktur verarbeitet sind. Diese Zaunart besticht durch ihre Stabilität.

  Kunststoffzaun

Zäune aus Kunststoff werden immer beliebter. Dies liegt an den vielen positiven Eigenschaften, die diese Zaunart auszeichnen: Kunststoffzäune sind äußerst pflegeleicht. Oft reicht es, die Zäune nach dem Winter zu reinigen – für denn Fall, dass Sie sehr verschmutzt sind. Da die Zaunelemente ein recht geringes Gewicht haben, lassen sie sich mühelos transportieren. Zudem sind Zäune aus Kunststoff sehr günstig. Allerdings muss man bei den preiswerten Varianten Abstriche bei der Optik sowie der Stabilität machen. Gefertigt werden Kunststoffzäune zum Beispiel aus PVC, Polyester oder dem Verbundstoff WPC .

  Betonzaun

Betonzäune sind sehr stabil, bieten einen hohen Einbruchschutz, sind langlebig und halten den Schall ab. Der Zaun aus Beton besteht aus Pfeilern, an denen die Zaunelemente befestigt werden. Aufgrund ihrer Konstruktionsweise bieten diese Zäune einen absoluten Sichtschutz, da sie wie eine Mauer wirken. Optisch überraschen Betonzäune mit einer erstaunlichen Vielseitigkeit: Die Oberflächenprägung kann den Look von Holz ebenso imitieren wie den von Stein. Zudem lassen sich Betonzäune ganz individuell anstreichen.

Zäune und deren Verwendungszwecke

Welcher Zauntyp und welches Material für Sie optimal sind, hängt vor allem vom Verwendungszweck ab. Denn Zäune übernehmen unterschiedliche Funktionen.

  Sichtschutzzaun

Ein Sichtschutzzaun schützt sie vor neugierigen Blicken in Ihren Garten. 

Wenn Ihr Garten von der Straße oder vom Nachbargrundstück aus leicht einsehbar ist, dann bietet ein Sichtschutzzaun Ihnen optimale Privatsphäre. Ein Sichtschutzzaun sollte mindestens 170 Zentimeter hoch sein, damit auch ein durchschnittlicher Erwachsener nicht einfach darüber schauen kann. Zudem sollten Sie darauf achten, dass der Zaun möglichst blickdicht ist. Wenn Sie sich für einen Metallzaun entscheiden, können Sie diesen mit einem spannbaren Sichtschutz blickdicht gestalten und so für die gewünschte Privatsphäre sorgen.

  Sicherheitszaun – Einbrüchen vorbeugen

In Anbetracht der hohen Einbruchszahlen erweist sich ein durchdachtes Sicherheitskonzept für das Haus als sinnvoll. Doch nicht nur Fenster und Türen sollten mithilfe einer Alarmanlage gesichert werden. Einbruchschutz beginnt bereits an der Grundstücksgrenze. Ausschlaggebend für den Einbruchschutz ist, dass der Sicherheitszaun schwer zu überwinden ist. Denn hierbei ist das Risiko für den Eindringling, entdeckt zu werden, sehr hoch. Zudem stellen Sicherheitszäune ein Hindernis beim Verlassen des Hauses dar, sodass der Fluchtweg für Einbrecher erschwert wird. Sicherheitszäune übernehmen eine weitere Aufgabe: Sie verhindern, dass Tiere, die auf dem Grundstück gehalten werden, sich unbeaufsichtigt entfernen.

  Schmuck- und Zierzaun

Schmuckzäune sind Teil der Gartengestaltung: Bei dieser Zaunart geht es nicht vorrangig um Aspekte wie Sicherheit oder Sichtschutz – wobei es durchaus auch Schmuckzäune gibt, die Sicherheit und Sichtschutz bieten. Der Zierzaun kann aus Stahl, Holz oder Aluminium gefertigt sein und besteht, wie jeder andere Zaun auch, aus Pfosten, Zaunfeldern und gegebenenfalls Toren oder Pforten. Bei der Planung eines Zierzauns ist es besonders wichtig, diesen auf den Stil des Hauses abzustimmen. Denn nur so ergibt sich ein stimmiges Gesamtkonzept.

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Zauntore und Gartentüren für Ihre Einfahrt

Zauntore und Gartentüren dienen dazu, dass der Garten auch von der Einfahrt oder der Straße aus zugänglich ist. Zugleich sollten Gartentüren und Zauntore so gestaltet sein, dass sie den unbefugten Zutritt zum Garten zumindest erschweren. Leben kleine Kinder oder Tiere im Haushalt, sollten Türen und Tore sie davon abhalten, das Grundstück zu verlassen. Zu den meisten Gartenzaun-Systemen gibt es passende Tor- und Türelemente, sodass eine harmonische Optik entsteht.

Bauvorschriften, die Sie beachten sollten

Der Gartenzaun soll Einbrecher fernhalten oder die neugierigen Blicke von Nachbarn oder Passanten abhalten. Obwohl sich der Zaun auf Ihrem Grundstück befindet, dürfen Sie nicht einfach einen Zaun nach Ihren Vorstellungen errichten. Insbesondere in Bezug auf die Höhe dieser Grenzbebauung ist das Baurecht zu berücksichtigen. Ob Sie eine Baugenehmigung benötigen, hängt in erster Linie vom Bundesland ab. Die genehmigungsfreie Zaunhöhe zum Nachbargrundstück beträgt je nach Bundesland zwischen 1,20 und 2 Metern. Ein Anruf bei der Behörde sorgt hier für Klarheit. Zudem empfiehlt es sich, das Bauvorhaben mit dem Nachbarn durchzusprechen. Das verringert das Risiko, dass der Zaun zum Zankapfel wird.

Kosten und Finanzierung

Je nach Grundstücksgröße und Art des Zaunes, für den Sie sich entscheiden, variieren die Kosten für einen Zaun erheblich. Daher ist es sinnvoll, Fördermöglichkeiten für das Bauvorhaben zu prüfen.

  Förderung

Über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) kann die Errichtung eines Gartenzauns unter bestimmten Voraussetzungen mit einem Zuschuss oder einem Kredit gefördert werden. Um in den Genuss der KfW-Förderung zu kommen, muss der Zaun dem Einbruchschutz dienen. Der Zuschuss kann zwischen 100 und 1.600 Euro betragen, wobei sowohl Materialkosten als auch Handwerksleistungen förderfähig sind. Wichtig ist, dass der Förderantrag vor Projektbeginn gestellt wird.

  Kosten

Die Kosten für einen Gartenzaun hängen insbesondere von der gewählten Zaunart ab. Allerdings variieren auch innerhalb einer Zaunart die Preise zum Teil erheblich – je nachdem, für welche Qualität Sie sich entscheiden. Die folgende Übersicht über die Kosten (reine Zaunelemente pro Meter) bietet eine erste Orientierung:

Sichtschutzzaun 12 - 20 Euro
Staketenzaun 3 - 5 Euro
Maschendrahtzaun 1 - 2 Euro
Ein- und Doppelstabzaun 20 - 40 Euro
Gabionenzaun

50 Euro (plus Steine)

Kunststoffzaun 60 - 100 Euro
Betonzaun 30 - 80 Euro