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Welche Dachausrichtung eignet sich am besten für eine Solaranlage?

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Die optimale Dachausrichtung für Ihre Photovoltaikanlage hängt davon ab, wie gut die Stromproduktion zu Ihrem Verbrauchsprofil passt. Neben Ausrichtung und Neigungswinkel spielen vor allem Systemintegration, Eigenverbrauch und intelligente Steuerung eine entscheidende Rolle. Erfahren Sie, welche Ausrichtung sich für Ihren Haushalt am besten eignet und wie Sie den maximalen Nutzen aus Ihrer Solaranlage herausholen.

Unsere Autorin Undine Tackmann  ist Senior Editor bei Aroundhome und Expertin auf dem Gebiet Energieeffizienz und für Solaranlagen
Undine Tackmann
Aktualisiert am
Hausdach mit Solaranlage drauf
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Welche Dachausrichtung ist optimal für Photovoltaik?

Die optimale Dachausrichtung richtet sich nach Ihrem Verbrauchsprofil und der geplanten Systemintegration, nicht nur nach dem maximalen Ertrag der Solaranlage. Eine reine Südausrichtung der Module mit 30 Grad Neigung liefert zwar den höchsten Gesamtertrag, ist aber nicht automatisch die wirtschaftlichste Lösung.

Insbesondere bei ungünstiger Lage des Hauses ist eine durchdachte Ausrichtung kombiniert mit intelligenter Steuerung wichtig. Eine Anpassung des Neigungswinkels oder die Installation nachgeführter Systeme, die den Sonnenstand nachverfolgen, helfen den Energieertrag zu maximieren.

Grafische Darstellung der Stromerträge je nach Dachausrichtung und Dachneigung.
Grafische Darstellung der Stromerträge je nach Dachausrichtung und Dachneigung in Deutschland.

Was ist der Azimutwinkel bei Photovoltaikanlagen?

Der Azimutwinkel gibt die Himmelsrichtung an, in die Ihre Solarpanels zeigen:

  • = Süden

  • +90° = Westen

  • -90° = Osten

  • ±45° = Südwesten bzw. Südosten

Der Azimutwinkel allein entscheidet nicht über den Ertrag. Die Kombination mit dem Neigungswinkel und Ihrem individuellen Verbrauchsverhalten ist ausschlaggebend.

So nutzen Sie ihre Solaranlage je nach Dachausrichtung optimal

Die Ausrichtung Ihres Daches bestimmt nicht nur den Ertrag, sondern auch, zu welchen Zeiten Sie Strom produzieren. Das ist entscheidend für Ihren Eigenverbrauch.

Eine nach Süden ausgerichtete Solaranlage optimal nutzen

Eine Südausrichtung liefert den höchsten Gesamtertrag mit einem ausgeprägten Mittags-Peak.

Vorteile:

  • Maximale Jahreserträge

  • Schnellere Amortisation bei optimalem Eigenverbrauch durch große Speicher oder flexible Großverbraucher.

Herausforderung:

  • Der Produktions-Peak liegt mittags zwischen 11 und 14 Uhr, wenn in vielen Haushalten der Stromverbrauch niedrig ist.

  • Ohne einen großen Speicher von ca. 10 kWh oder mehr wird viel Strom eingespeist, statt ihn selbst zu nutzen.

  • Eigenverbrauchsquote ohne Speicher liegt bei rund 30 prozent. Das bedeutet: 70 Prozent werden zu niedrigen Einspeisepreisen abgegeben.

Optimale Nutzung bei Süd-Ausrichtung:

  • Großer Batteriespeicher (10–15 kWh): Speichert den Mittags-Peak für die Abendstunden

  • Wärmepumpe mit Smart Grid Ready: Nutzt überschüssigen Strom mittags zum Aufheizen des Pufferspeichers

  • Flexible Verbraucher steuern: Waschmaschine, Trockner, Geschirrspüler mittags laufen lassen (manuell oder per Smart Home)

  • Elektroauto-Laden: Idealerweise zu Hause tagsüber, wenn möglich

Für wen geeignet:

  • Homeoffice, Rentner, Haushalte mit hoher Flexibilität oder automatisierter Steuerung.

Eine nach Südwesten oder Südosten ausgerichtete Solaranlage optimal nutzen

Diese Ausrichtungen erzielen im Vergleich zu einem Süd-Ertrag ca. 95 Prozent, verteilen die Produktion aber besser über den Tag.

Vorteile:

  • Südosten: Mehr Strom am Morgen von ca. 7 bis 11 Uhr

  • Südwesten: Mehr Strom am Nachmittags-/Abend von ca. 15 bis 19 Uhr

  • Eigenverbrauchsquote ohne Speicher: Rund 38 Prozent

Optimale Nutzung bei Südwest/Südost:

  • Mittlerer Batteriespeicher (6–8 kWh): Ausreichend, da die Produktion bereits besser zum Verbrauch passt

  • Wärmepumpe: Profitiert von der verlängerten Produktionszeit nachmittags bzw. morgens

  • Ohne Speicher: Deutlich höherer Eigenverbrauch als bei reiner Süd-Anlage, da Produktion und typischer Haushaltsbedarf besser übereinstimmen

  • Smart Meter: Visualisiert Verbrauch und Erzeugung in Echtzeit, um Verbrauch optimal anzupassen

Für wen geeignet:

  • Die meisten Haushalte, da bester Kompromiss zwischen Gesamtertrag und Eigenverbrauch

Eine nach Westen oder Osten ausgerichtete Solaranlage optimal nutzen

Bei einer reinen Ost- oder West-Ausrichtung bzw. einer Ost-West-Anlage, bei der beide Dachseiten belegt sind, sind 80 Prozent des Süd-Ertrags möglich.

Vorteile:

  • Deutlich geglättete Erzeugungskurve: Statt Mittags-Peak kontinuierliche Produktion von morgens bis abends

  • Volle Dachflächennutzung: Bei Ost-West-Dach können beide Seiten genutzt werden; höhere Gesamtleistung

  • Bessere Eigenverbrauchsquote ohne großen Speicher von rund 45 Prozent

  • Geringere Speicherkosten bei ähnlicher Wirtschaftlichkeit

Optimale Nutzung bei Ost-West-Ausrichtung:

  • Kleiner Speicher (4–6 kWh) oft ausreichend: Die gleichmäßige Produktion deckt Morgen- und Abendbedarf bereits gut ab

  • Ideal für Wärmepumpen-Haushalte: Wärmepumpe läuft typischerweise morgens (Aufheizen) und abends (Warmwasser)

  • Optimal für Berufstätige: Ost-Modul liefert Strom vor der Arbeit, West-Modul nach Feierabend

  • E-Auto-Laden: Flexibles Laden morgens oder abends möglich

  • Energiemanagement-System: Steuert automatisch Verbraucher je nach aktueller Erzeugung (Ost oder West

Für wen geeignet:

  • Berufstätige, Wärmepumpen-Haushalte, alle, die Speicherkosten minimieren wollen

Weitere Faktoren für die optimale PV-Nutzung

Heutzutage sind Solarmodule so effizient, dass eine optimale Ausrichtung zwar wichtig, aber nicht mehr zwingend notwendig ist. Damit Sie möglichst viel Solarstrom nutzen können, sind mittlerweile auch andere Faktoren entscheidend.

Systemintegration

  • Wärmepumpen, Batteriespeicher und intelligente Steuerung ermöglichen einen höheren Eigenverbrauch.

  • Ein Energiemanagementsystem (EMS) koordiniert alle Komponenten automatisch und maximiert den Eigenverbrauch, unabhängig von der Dachausrichtung.

  • Die Dimensionierung der PV-Anlage sollte diese zusätzlichen Verbraucher berücksichtigen.

Eigenverbrauch statt Einspeisung

  • Das größte Einsparpotenzial erzielen Sie, wenn Sie den erzeugten Strom selbst nutzen.

  • Selbst erzeugter PV-Strom kostet Sie etwa 8 Cent/kWh (Stromgestehungskosten), während Netzstrom 30 bis 35 Cent/kWh kostet. Eigenverbrauch spart also 22 bis 27 Cent pro Kilowattstunde.

  • Auch die Einspeisevergütung ist stark gesunken und liegt aktuell bei 7,78 Cent/kWh (Teileinspeisung, Stand April 2026).

Auswirkung auf die Planung

  • Größere PV-Anlagen können wirtschaftlich sinnvoll sein, wenn der Eigenverbrauch entsprechend hoch ist.

  • Bei Haushalten mit Wärmepumpe und Elektroauto können Anlagengrößen von 12 bis 15 kWp sinnvoll sein, auch wenn die Dachausrichtung nicht optimal ist.

  • Der Fokus liegt heute stärker auf Eigenverbrauchsoptimierung als auf maximaler Einspeisung.

Nahaufnahme von blauen Solarmodulen mit einem klaren Rastermuster, beleuchtet von hellem Sonnenlicht. Die Module gehören zu einer Solaranlage auf einem Wohnhaus und erzeugen erneuerbare Energie zur nachhaltigen Stromversorgung.
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Wie hängen Verbrauchsprofil und Ausrichtung zusammen?

Ihr Verbrauchsprofil – also wie viel Strom Sie jährlich verbrauchen und zu welchen Tageszeiten Ihr Bedarf am höchsten ist – bestimmt die optimale Ausrichtung Ihrer Solaranlage. So können Sie den selbst erzeugten Strom genau dann nutzen, wenn Sie ihn am meisten benötigen.

Verbraucherprofil

Empfohlene Ausrichtung*

Begründung*

Berufstätige (Verbrauch morgens/abends)

Ost-West

Morgen- und Abendproduktion deckt Bedarfsspitzen, geringerer Speicherbedarf

Homeoffice/Rentner (Verbrauch über den Tag)

Süd oder Südwest/Südost

Mittags-Peak kann direkt genutzt werden, hoher Gesamtertrag verwertbar

Wärmepumpen-Haushalt

Ost-West

Wärmepumpe läuft morgens (Aufheizen) und abends (Warmwasser), perfekte Synchronisation

Elektroauto-Nutzer (flexibles Laden)

Süd oder Südwest

Große Speicherkapazität (Auto-Akku) kann Mittags-Peak aufnehmen

Großer Haushalt (viele Verbraucher)

Südwest/Südost

Beste Balance zwischen Gesamtertrag und Eigenverbrauch über den Tag

Kleiner Haushalt (niedriger Verbrauch)

Süd

Maximaler Ertrag, Überschuss kann eingespeist werden

*Angaben sind Richtwerte zur Orientierung und hängen von Standort, Dachneigung, Verschattung und individuellem Verbrauchsverhalten ab.

Beispiel-Rechnungen zu Kosteneinsparungen je nach Dachausrichtung

In unserer Beispielrechnung vergleichen wir drei Ausrichtungsvarianten einer 10-kWp-Anlage bei einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh plus 3.500 kWh für die Wärmepumpe.

  • Die Süd-Anlage liefert zwar den höchsten Gesamtertrag, erfordert aber einen größeren Speicher für guten Eigenverbrauch.

  • Die Südwest/Südost-Anlage vereint hohen Gesamtertrag mit besserer Eigenverbrauchsquote, oft die beste Kompromisslösung.

  • Die Ost-West-Anlage zeigt: Trotz 20 Prozent weniger Gesamtertrag entstehen nur 7 Prozent weniger Ersparnis, dafür profitieren Sie von geringeren Speicherkosten und einer besseren Nutzung der gesamten Dachfläche.

Süd-Anlage

Südwest/Südost-Anlage

Ost-West-Anlage

Jahresertrag

10.000 kWh (100 %)

9.500 kWh (95 %)

8.000 kWh (80 %)

Eigenverbrauch ohne Speicher

30 % = 3.000 kWh

38 % = 3.610 kWh

45 % = 3.600 kWh

Eigenverbrauch mit 6-kWh-Speicher

60 % = 6.000 kWh

65 % = 6.175 kWh

70 % = 5.600 kWh

Eigenverbrauch mit 6-kWh-Speicher + Wärmepumpe

65 % = 6.500 kWh

70 % = 6.650 kWh

75 % = 6.000 kWh

Eingesparte Stromkosten (à 35 ct/kWh)

2.100 €

2.161 €

1.960 €

Eingesparte Stromkosten mit WP (à 35 ct/kWh)

2.275 €

2.328 €

2.100 €

*Angaben sind Richtwerte zur Orientierung. Berechnung: Jahresertrag basiert auf durchschnittlichen Ertragsverlusten je Ausrichtung (Süd = 100 %, Südwest/Südost = 95 %, Ost-West = 80 %). Eigenverbrauchsquote ohne Speicher: Süd 30 %, Südwest/Südost 38 %, Ost-West 45 % (aufgrund besserer Anpassung an typisches Verbrauchsprofil). Mit 6-kWh-Speicher steigt die Quote um ca. 30 Prozentpunkte. Mit Wärmepumpe (3.500 kWh/Jahr) steigt die Quote zusätzlich um 5–10 Prozentpunkte, besonders bei Ost-West-Anlagen. Tatsächliche Werte hängen von Standort, Dachneigung, Verschattung und individuellem Verbrauchsverhalten ab.

Welche Dachneigung braucht eine Photovoltaikanlage?

Die optimale Dachneigung liegt in Deutschland zwischen 30 und 38 Grad.

Für Anlagen, die das ganze Jahr über eine möglichst gleichmäßige Leistung erbringen sollen, wird oft ein Kompromiss hinsichtlich der Dachneigung gewählt. In einigen Fällen, insbesondere bei Anlagen mit der Möglichkeit zur Winkelverstellung, kann bei der Solar-Montage die Neigung saisonal angepasst werden.

Nachführsysteme optimieren automatisch die Ausrichtung einer Solaranlage

Ein Nachführsystem bei einer Solaranlage ist eine mechanische Vorrichtung, die die Solarmodule automatisch in die optimale Position zur Sonne ausrichtet. Durch diese kontinuierliche Anpassung können die Solarmodule das einfallende Sonnenlicht effizienter nutzen und somit den Energieertrag der Anlage erhöhen.

Wichtige Faktoren für die optimale Neigung

  • Als Faustregel gilt: Der optimale Neigungswinkel entspricht etwa dem Breitengrad des Standorts

  • In Deutschland: 30–38 Grad sind ein guter Kompromiss für ganzjährige Leistung

  • Norddeutschland: Leicht geringere Neigung 28–32° optimal

  • Süddeutschland: Näher am Breitengrad 32–38° optimal

  • Sommer: Flachere Neigung effizient

  • Winter: Steilere Neigung besser

  • Kompromiss bei 30–35° für ganzjährige Nutzung

Welcher Standort eignet sich für eine PV-Anlage?

Beachten Sie bei der Ausrichtung Ihrer Anlage auch den Standort Ihres Hauses sowie die Umgebung. Ist das Dach südlich ausgerichtet, aber Bäume, das Nachbarhaus oder Schornsteine werfen regelmäßig Schatten auf die Solarmodule, sollten Sie eventuell eine andere Himmelsrichtung auswählen.

Auch die PV-Anlage auf das Garagendach oder Schuppendach zu montieren oder ein Solaranlage auf dem Gartenhaus sind eine Überlegung wert.

Verschattungen vermeiden:

  • Bäume, Schornsteine, Nachbarhäuser

  • Selbst teilweise Verschattung kann durch Reihenschaltung größere Teile der Anlage beeinträchtigen

  • Lösung: Leistungsoptimierer oder Mikro-Wechselrichter minimieren Verschattungsverluste

Alternative Flächen prüfen:

  • Garagendach

  • Carport

  • Schuppendach

  • Gartenhaus

Verschattung zu bestimmten Tageszeiten?

  • Mittags verschattet: West-Ausrichtung wählen, um Nachmittagssonne zu nutzen

  • Nachmittags verschattet: Ost-Ausrichtung wählen, um Morgensonne zu nutzen

Solar-Standort auf Online-Plattform prüfen

Mithilfe eines Online-Solarkatasters lässt sich schnell und einfach feststellen, ob sich eine Solaranlage auf Ihrem Dach lohnt. Indem Sie Ihre Adresse und weitere Daten wie die Neigung Ihres Daches eingeben, erhalten Sie umgehend Informationen über das Potenzial für Solarenergie an Ihrem Standort.

Fazit: Warum lohnt sich eine Photovoltaikanlage?

Eine PV-Anlage aus wirtschaftlicher Sicht eine lohnenswerte Investition: Die Anschaffungskosten sinken stetig, während die Netzstrompreise steigen. Im Schnitt amortisiert sich eine Solaranlage nach 7 bis 13 Jahren. Entscheidend ist der Eigenverbrauch. Durch intelligente Steuerung, Wärmepumpen-Integration und passende Ausrichtung lässt sich dieser steigern, auch bei nicht perfekter Dachausrichtung.

Der wirtschaftliche Wert des Eigenverbrauch Ihres Solarstroms ist höher als die Einspeisung. Daher sollte Ihre Planung auf maximalen Eigenverbrauch ausgerichtet sein, nicht auf maximale Einspeisung.

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Häufig gestellte Fragen

Lohnt sich eine Photovoltaikanlage auch ohne perfekte Süd-Ausrichtung?

Ja, durch die intelligente Systemintegration von Speicher, Wärmepumpe und Energiemanagement können Ost-West-Anlagen wirtschaftlich sehr attraktiv sein.

Brauchen Sie einen Batteriespeicher?

Das hängt von Ihrer Dachausrichtung und Ihrem Verbrauchsprofil ab:

  • Süd-Anlage: Ein Speicher ist hier sehr sinnvoll, da die Hauptproduktion mittags stattfindet, wenn der Haushaltsverbrauch meist niedrig ist. Ohne Speicher liegt die Eigenverbrauchsquote oft nur bei 25 bis 35 Prozent, mit Speicher steigt sie auf 60 bis 70 Prozent.

  • Ost-West-Anlage: Hier ist auch ohne Speicher eine gute Eigenverbrauchsquote von 40 bis 50 Prozent möglich, da die Produktion sich über Morgen- und Abendstunden verteilt. Ein kleinerer Speicher von 4 bis 6 kWh kann dennoch sinnvoll sein, um die Eigenverbrauchsquote weiter zu optimieren.

  • Mit Wärmepumpe: Der Speicher ist oft weniger kritisch, da die Wärmepumpe überschüssigen Solarstrom direkt in Wärme umwandelt und im Pufferspeicher „thermisch speichert". So wird der Solarstrom indirekt gespeichert, ohne dass eine teure Batterie nötig ist.

Brauchen Sie bei einer Wärmepumpe eine größere PV-Anlage?

Ja, eine Wärmepumpe verbraucht zusätzlich 3.000 bis 5.000 kWh pro Jahr, weshalb 12 bis 15 kWp statt der üblichen 8–10 kWp empfohlen wird. Mit einem Energiemanagementsystem und einer Smart-Grid-Ready-Funktion können Sie den PV-Überschuss automatisch im Pufferspeicher thermisch speichern und so den Bedarf an teurem elektrischem Speicher reduzieren.

Was ist ein Energiemanagementsystem und brauchen Sie das?

Ein Energiemanagementsystem (EMS) steuert automatisch alle Verbraucher wie Wärmepumpe, E-Auto und Batteriespeicher, um Ihren PV-Strom optimal zu nutzen. Ohne EMS liegt die Eigenverbrauchsquote bei 30 bis 45 Prozent, mit EMS steigt sie auf 60 bis 80 Prozent.

Was ist eine Smart-Grid-Ready-Funktion?

Smart Grid Ready (SG-Ready) ist eine standardisierte Schnittstelle bei modernen Wärmepumpen, über die Ihre PV-Anlage der Wärmepumpe automatisch mitteilt, wenn viel Solarstrom verfügbar ist. Die Wärmepumpe heizt dann stärker und speichert die Wärme im Pufferspeicher für später. So nutzen Sie den Mittags-Peak thermisch statt teuer elektrisch. Das spart Speicherkosten und erhöht Ihren Eigenverbrauch.

Unsere Autorin Undine Tackmann  ist Senior Editor bei Aroundhome und Expertin auf dem Gebiet Energieeffizienz und für Solaranlagen
Undine Tackmann
Undine Tackmann hat sich bei Aroundhome auf den Energiebereich spezialisiert. Mit ihrer Expertise verfasst sie Artikel, die komplexe Energiethemen verständlich aufbereiten. Sie konzentriert sich auf nachhaltige Energielösungen und innovative Trends, um Leser:innen bei der Entscheidungsfindung für eine grünere Zukunft zu unterstützen.

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