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Clever investieren & von Solarstrom profitieren

Dachfläche mieten für Photovoltaikanlagen - So gehts

Redaktionsbild von der Autorin
Undine Tackmann
18. September 2020

Das Wichtigste in Kürze:

  • Manche Hauseigentümer vermieten ihre Dachflächen zum Bau von Solaranlagen.
  • Vermieter und Mieter handeln einen Vertrag aus, in dem Kosten und Bedingungen festgelegt sind.
  • Dachflächen mieten ist sinnvoll, wenn Sie den erzeugten Strom an den Hauseigentümer oder deren Nachbarn verkaufen können.

Kann man die Vorteile von Photovoltaik nutzen, auch wenn man kein entsprechendes Dach zur Verfügung hat? Mit der Miete einer Dachfläche ist das teilweise möglich. Finden Sie jetzt heraus, wie eine Dachflächenmiete funktioniert, welche Vorteile sich dadurch für Sie ergeben und wie Sie das passende Dach finden.

Wie funktioniert das Mieten von Dachflächen?

Das Prinzip der Dachmietung für Photovoltaik ist in der Regel ganz simpel: Der Besitzer einer geeigneten Dachfläche bietet sein Dach zur Miete für eine Solaranlage an. Ein Interessent mietet die Fläche, errichtet dort eine Solaranlage und speist den erzeugten Strom ins öffentliche Netz ein. Beide Parteien handeln dazu einen Miet- bzw. Pachtvertrag aus. Der Vermieter erhält die Miete für die Dachfläche. Der Anlagenbesitzer bekommt die staatliche Vergütung für den eingespeisten Solarstrom.

Wann ist die Dachmiete für Solaranlagen lohnenswert?

Die Dachmiete für Photovoltaikanlagen war vor allem in den Anfängen der Solarenergie für Investoren spannend. Durch sinkende Einspeisevergütungen und Anschaffungskosten für Solaranlagen ist eine Dachflächenmiete heute kaum noch ein ertragreiches Geschäft.

Damals - lohnenswerte Investition

Im Jahr 2007 kostete eine fertig installierte Solaranlage in Deutschland circa 4.250 Euro pro kWp. Im Vergleich dazu zahlen Interessenten zehn Jahre später nur noch 1.140 Euro pro kWp. Auch wenn viele Dachflächen für Solarenergie geeignet sind, konnten sich damals nur wenige Leute eine Solaranlage leisten.

In eine Photovoltaikanlage auf einem fremden Dach zu investieren, war damals dennoch ein sehr lohnenswertes Geschäft. Wer zu der Zeit seinen erzeugten Solarstrom ins öffentliche Netz einspeiste, der erhielt eine satte Einspeisevergütung vom Staat. Diese betrug 2007 durchschnittlich 52 Ct/kWh, aktuell liegt die Einspeisevergütung bei rund 9 Ct/kWh (Stand: 09.2020). Außerdem gilt der Vergütungssatz zum Zeitpunkt der Anmeldung für 20 Jahre. Somit profitieren im Jahr 2007 angemeldete Solaranlagenbetreiber noch bis 2027 von einer hohen Einspeisevergütung.

Heute - bei großen Flächen oder Verkauf rentabel

Aufgrund der monatlich sinkenden Einspeisevergütung ist das Mieten von Dachflächen aus der Sicht eines Investors heutzutage weniger rentabel. Hinzu kommt, dass die Anschaffungskosten für Solaranlagen stark gesunken sind. Solaranlagen sind dadurch auch für Privatverbraucher rentabel geworden und viele Eigenheimbesitzer nutzen somit ihre Dachflächen für eigene Solaranlagen.

Der Investor hat dennoch die Möglichkeit, den selbst produzierten Strom an den Gebäudeeigentümer, dessen Dach er angemietet hat oder an den unmittelbaren Nachbarn zu verkaufen. Der überschüssige Strom wird ins Netz eingespeist und vom Netzbetreiber vergütet. Der Anlageneigentümer wird somit zum Stromversorger für den Gebäudeeigentümer. Je mehr Strom dabei verkauft werden kann, desto höher ist die Eigenkapitalrendite für den Anlagenbesitzer. Der Dachbesitzer und Stromabnehmer profitiert ebenfalls: Er kann den Strom zu einem viel günstigeren Preis beziehen als vom Stromversorger.

Planen sie eine sehr großflächige Solaranlage von mehreren Hundert Quadratmetern, kann zudem die Dachmiete eines ländlichen Betriebs oder einer Gewerbehalle für Sie interessant sein.

Scheune mit einer Solaranlage auf dem Dach
Planen Sie eine größere Solaranlage, lohnt sich die Miete eines Scheunendaches oder Ähnliches.

Die richtigen Voraussetzungen

Nicht jedes Dach ist gleich gut geeignet, um darauf eine Photovoltaikanlage zu installieren. Ausrichtung, Neigung und vor allem die regionale Lage des Gebäudes bestimmen den Ertrag des Solardaches. Überprüfen Sie vor der Vertragsunterschrift, ob das Dach wirklich geeignet ist. Die folgenden Kriterien für angemietete Dächer sollten Sie auf jeden Fall bei der Auswahl beachten:

  • Südausrichtung
  • Dachneigung ca. 20–35°
  • möglichst wenig Verschattung
  • gute Einstrahlungswerte
  • gute Statik

Dach oder komplette Anlage mieten?

Eine Anmietung von Dachfläche ist eine gute Alternative, wenn Sie trotz fehlender Fläche in eine eigene Solaranlage investieren möchten. Durch die Miete einer Dachfläche behalten Sie weiterhin die Kontrolle über Ihre Anlage und müssen lediglich Miet- oder Pachtgebühren für den Standort bezahlen. Manche bieten aber auch die Dachfläche und eine darauf bereits vorhandene Solaranlage zur Miete an. In solchen Fällen sollten Sie die Kosten genau durchrechnen. Haben Sie das nötige Kleingeld, ist meist der eigene Kauf lohnenswerter.

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Mietkosten für Dachanlagen

Die Miet- oder Pachtkosten für eine Dachfläche können auf unterschiedliche Weise geregelt werden. Mieter und Vermieter einigen sich darauf, in welchem Rahmen die Leistungen zu erbringen sind. Die Preise hängen stark von der Qualität des Standorts und dem dadurch resultierenden Ertrag ab.

Folgende Regelungen sind gebräuchlich:

  • Miete je installiertem kWp
  • Miete nach verbauter Fläche
  • Miete als Anteil am Jahresertrag
  • einmalige Vorabzahlung

Dünnschichtmodule & kristalline Module unterscheiden

Aufgepasst bei dem Modell Miete pro Quadratmeter! Dünnschichtmodule haben im Vergleich zu kristallinen Modulen bei gleicher Leistung einen größeren Flächenbedarf. Wer mieten will, sollte hier besser nach installierten Kilowatt Peak abrechnen.

Zusatzkosten

Bei der Installation einer Solaranlage auf einem fremden Dach muss zusätzlich mit Kosten für den Betrieb der Anlage gerechnet werden, da der Mieter für alle Materialien sowie für die Montage und Wartung selbst zahlt. Dazu kommen die festgelegten Beträge für die Miete. Wer handwerklich geschickt ist, der kann seine Solaranlage eigenständig montieren. Dennoch muss die Anlage am Ende von einem Fachbetrieb abgenommen werden.

Was passiert bei Verkauf oder Zwangsversteigerung?

Die Pachtverträge für Dachflächen werden oft für 20 bis 25 Jahre abgeschlossen. In dieser Zeit kann natürlich viel passieren. Viele befürchten, beim Hausverkauf oder Eigentümerwechsel vor großen Schwierigkeiten mit neuen Besitzern zu stehen. Ein Eintrag ins Grundbuch schützt Sie vor Problemen dieser Art. Eine sogenannte dingliche Sicherung legt fest, dass die Anlage weiter betrieben werden darf und der Besitzer im Fall von technischen Problemen oder Reparaturbedarf auch das Recht hat, das Dach zu betreten. Probleme kann es jedoch geben, wenn bei einer Zwangsversteigerung im ersten Rang des Grundbuchs die finanzierende Bank eingetragen ist.

Statik und Bauzustand prüfen

Gerade Landwirte können mit ungenutzten Dächern von Scheunen und Hallen das Prinzip der Dachvermietung gewinnbringend nutzen. Diese Gebäude sind jedoch meist etwas älter und sollten deswegen auf Bauzustand und Statik überprüft werden.

So finden Sie den passenden Vermieter

Im Internet gibt es verschiedene Dachbörsen, die bei der Vermittlung passender Dachflächen helfen. Die Dachbörse übernimmt dabei auch die Pachtverhandlungen und überprüft im Vorfeld, ob sich die Dachfläche auch eignet, um gute Erträge zu erzielen. Zusammen mit einem Solarfachmann können Sie dann das passende Konzept ausarbeiten, um mit Ihrer Anlage möglichst effizient und ökologisch wirtschaften zu können.

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