Grundstückspreise 2026: Aktuelle Quadratmeterpreise, Entwicklung und regionale Unterschiede
Die Grundstückspreise sind im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich um 0,4 Prozent gefallen. Wie hoch sind die Quadratmeterpreise für Grundstücke aktuell und anhand welcher Faktoren können Sie den Preis festmachen?
Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für ein Grundstück liegt in Deutschland aktuell bei 253 €/m².
Unter allen Bundesländern gibt es in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt die geringsten durchschnittlichen Grundstückspreise.
Berlin, Hamburg und Bremen sind die Bundesländer mit den höchsten Preisen für Baugrundstücke.
Was kostet ein Quadratmeter Grundstück in Deutschland aktuell?
Aktuelle Grundstückspreise in den Bundesländern
Der aktuelle Quadratmeterpreis für ein Grundstück in Deutschland liegt durchschnittlich zwischen 203 und 304 Euro pro Quadratmeter. In unserer Tabelle zeigen wir Ihnen anhand von Angebotspreisen der letzten 24 Monate die durchschnittlichen Kosten und die Preisspannen für den Kauf eines Grundstücks in den Bundesländern:
* Quelle: aktuelle-grundstueckspreise.de (Stand: 04/2026)
Durchschnittlich sind die Quadratmeterpreise bei Grundstücken bis 250 Quadratmeter am höchsten, am niedrigsten sind sie bei Grundstücken über 5.000 Quadratmeter. Liegt bereits eine Baugenehmigung vor, ist der Durchschnittspreis etwa 26 Prozent höher als bei einem Grundstück, für das erst noch eine Baugenehmigung eingeholt werden muss. Erschlossene Grundstücke kosten aktuell etwa 25 Prozent mehr als teilerschlossene und 61 Prozent mehr als unerschlossene Grundstücke.
Was kostet ein Grundstück pro Quadratmeter in den größten Städten?
Grundstückspreise unterscheiden sich je nach Postleitzahl stark. Welche durchschnittlichen Grundstückspreise aktuell in den 30 größten Städten Deutschlands anfallen, sehen Sie in folgender Tabelle:
* Quelle: aktuelle-grundstueckspreise.de (Stand: 04/2026)
Grundstückspreisentwicklung 2026: Was bringt die Zukunft?
Für 2026 wird bei den Grundstückspreisen bundesweit überwiegend eine Seitwärtsbewegung mit leichten Anstiegen in besonders gefragten Lagen erwartet. Dazu zählen etwa Metropolregionen und Universitätsstädte. In ländlicheren oder infrastrukturschwächeren Regionen bleibt dagegen ein gewisser Preisdruck bestehen. Zwar bleibt die Nachfrage grundsätzlich hoch, wird jedoch durch hohe Baukosten und strenge Finanzierungsbedingungen gebremst.
Anders sieht es bei der Immobilienpreisentwicklung aus: Mehrere Expert:innen prognostizieren für 2026 einen Preisanstieg von etwa 2 bis 4 Prozent. Die Entwicklung dürfte jedoch stark davon abhängen, wie sich die Lage im Nahen Osten entwickelt und wie lange der Konflikt anhält. Denn auch die Zinsen und die Inflation werden dadurch beeinflusst, was sich wiederum auf die Nachfrage nach Immobilien auswirkt.
Welche Faktoren beeinflussen Grundstückspreise?
Der Preis eines Grundstücks wird durch mehrere Faktoren bestimmt. Wenn Sie Ihr Grundstück verkaufen möchten, können Ihnen Makler:innen aus Ihrer Region eine Einschätzung zum Wert geben und Ihnen professionell beim Verkauf helfen. Vergleichen Sie mehrere Angebote, um das optimale Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden. Zuvor können Sie den Wert Ihres Grundstücks bereits selbst grob einordnen. Neben den durchschnittlichen Preisen in Ihrer Region sollten Sie dabei vor allem folgende Punkte beachten:
Lage: In ländlichen Gebieten kosten Grundstücke weniger als in Großstädten. Entscheidend ist auch das Image der Gegend. Wertsteigernd wirken sich eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sowie Kultur- und Bildungseinrichtungen in der Nähe aus.
Einwohnerzahl: Mit einem Grundstück in einer Stadt mit einer hohen Kaufkraft, wie zum Beispiel München oder Stuttgart, können Sie Spitzenpreise erzielen. Im Gegensatz dazu sinken die Grundstückspreise in Gegenden, aus denen mehr Menschen wegziehen.
Bodenbeschaffenheit: Grundstücke, auf denen ohne Weiteres ein Bau beginnen kann, sind teurer als solche, auf denen erst vorbereitende Arbeiten durchgeführt werden müssen. Erfordert der Boden aufwendigere Erdarbeiten, erhöht das die Baukosten einer Immobilie und wirkt sich auch auf den Grundstückspreis aus.
Grundstück: Auch die Eigenschaften des Grundstücks selbst beeinflussen den Preis. Dieser kann je nach Größe und Schnitt des Grundstücks stark schwanken. Ein verwinkeltes Grundstück, auf dem es wenig Möglichkeiten für einen Immobilienbau gibt, ist entsprechend günstig.
Wie werden Grundstückspreise ermittelt?
Sowohl beim Grundstücksverkauf als auch beim Kauf ist die Wertermittlung ein zentraler, erster Schritt. Dafür kommen verschiedene Verfahren infrage:
Vergleichswertverfahren: Dabei dienen die Verkaufspreise vergleichbarer Grundstücke in der Umgebung als Grundlage, um einen realistischen Vergleichswert zu bilden. Die herangezogenen Vergleichspreise sollten möglichst aktuell sein, um die aktuelle Marktsituation korrekt abzubilden.
Bodenrichtwertverfahren: Es bietet eine Alternative, wenn das Vergleichswertverfahren nicht angewendet werden kann. Der Grundstückswert wird hierbei anhand der amtlichen Bodenrichtwerte ermittelt. Damit die Bewertung möglichst genau ausfällt, muss das Vergleichsgrundstück, auf dem der Bodenrichtwert basiert, dem zu bewertenden Grundstück in wichtigen Punkten wie Lage, Nutzung und Größe ähneln.
Ertragswertverfahren: Dieses Verfahren kommt vor allem für Grundstücke infrage, die vermietet oder verpachtet werden, beispielsweise Gewerbegrundstücke, Wald- oder Wiesengrundstücke. Der Wert ergibt sich aus dem erwarteten Ertrag, der in Kombination mit dem Bodenrichtwert den Grundstückswert bestimmt.
Sachwertverfahren: Bei bebauten Grundstücken wird das Sachwertverfahren eingesetzt. Der Wert berechnet sich aus dem Bodenrichtwert sowie den Herstellungskosten der Gebäude und Außenanlagen, die sich darauf befinden.
Der Grundstückspreis ist dagegen der tatsächliche Betrag, der beim Kauf eines Grundstücks gezahlt wird. Er kann vom ermittelten Grundstückswert abweichen, da er zusätzlich durch Angebot und Nachfrage, Verhandlungsergebnisse und individuelle Eigenschaften des Grundstücks beeinflusst wird. Auch Faktoren wie Sonderausstattungen, geplante Bebauung, persönliche Kaufinteressen oder die aktuelle Marktsituation wirken sich auf den Preis aus, der letztlich erzielt wird.
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Häufig gestellte Fragen
Was kostet ein 400 qm Grundstück?
Der Preis für ein 400 qm großes Grundstück variiert stark je nach Lage und Region. Im Durchschnitt kostet ein Quadratmeter bei einer Grundstücksgröße zwischen 250 und 500 qm etwa 315 Euro, was für 400 qm einen Preis von 126.000 Euro ergibt.
Wie kann ich den Wert meines Grundstücks berechnen?
Der Wert eines Grundstücks kann mithilfe verschiedener Bewertungsverfahren wie dem Vergleichs-, Bodenrichtwert-, Ertragswert- oder Sachwertverfahren ermittelt werden. Eine genaue Einschätzung erhalten Sie durch ein Gutachten durch eine Fachperson.
Werden die Grundstückspreise wieder sinken?
Die Prognosen für die Entwicklung der Grundstückspreise in Deutschland deuten aktuell auf keine deutlichen Preisrückgänge hin. Mehrheitlich wird von einer Seitwärtsbewegung der Preise ausgegangen. Je nach Region kann die Grundstückspreisentwicklung jedoch auch leicht positiv ausfallen.
Wann steigt der Wert eines Grundstücks?
Der Wert eines Grundstücks steigt, wenn die Lage an Attraktivität gewinnt, etwa durch neue Infrastruktur, gute Verkehrsanbindung oder wirtschaftliches Wachstum in der Region. Auch bauliche Erschließung und steigende Nachfrage nach Wohnraum können den Grundstückswert erhöhen.
Was mindert den Wert eines Grundstücks?
Den Wert eines Grundstücks mindern Faktoren wie Lärmbelastung oder eine ungünstige Lage, etwa an stark befahrenen Straßen. Negativ wirken sich auch eingeschränkte Bebauungsmöglichkeiten laut Bebauungsplan aus. Weitere Faktoren können fehlende Erschließung, eine sinkende Nachfrage in der Region und Altlasten im Boden sein.
Können Grundstücke an Wert verlieren?
Ja, Grundstücke können an Wert verlieren. Ursachen dafür sind zum Beispiel nachlassende Nachfrage, wirtschaftlicher Abschwung, Einschränkungen durch Bebauungspläne oder Umweltbelastungen.
Wie berechnet man den Grundstückswert ohne Gutachten?
Den Grundstückswert können Sie selbst grob berechnen, indem Sie die Grundstücksgröße mit dem aktuellen Bodenrichtwert Ihrer Region multiplizieren. Den Bodenrichtwert können Sie kostenlos über das BORIS-Portal oder lokale Bodenrichtwertkarten abrufen.
Unerschlossenes vs. erschlossenes Grundstück: Wie hoch ist der Preisunterschied?
Im Durchschnitt kosten erschlossene Grundstücke etwa 25 Prozent als teilerschlossene und rund 61 Prozent mehr als unerschlossene Grundstücke.