Aroundhome Logo
Themenwelt
Energieeffizientes Wohnen
NEU
Alle Hausprojekte
Übersicht

Mit einer Fassadendämmung zum angenehmen Raumklima

Christina Tobias
Christina Tobias
28. September 2022

Mit einer Fassadendämmung werden die Außenwände Ihres Gebäudes thermisch isoliert. So soll der Verlust der Heizwärme im Winter möglichst gering gehalten werden und auch im Sommer wirkt sich die Isolierung positiv aus, da Sie weniger Energie zur Kühlung der Räume benötigen. Wir zeigen Ihnen, welche Varianten der Fassadendämmung es gibt und wo die Unterschiede liegen.

Brauchen Sie direkt Empfehlungen für Fachfirmen?

Jetzt Fachfirmen in der Nähe suchen

Einschalige Fassaden

Vom Wärmedämmverbundsystem über den klassischen Putz bis hin zum Pfosten-Riegel-System zeichnen sich die Varianten für einschaligen Fassaden durch eine große Vielfalt aus. Die häufigste Variante ist das Wärmedämmverbundsystem (WDVS).

Wärmedämmverbundsystem (WDVS)

Beim Wärmedämmverbundsystem handelt es sich um eine Gebäudefassaden-Dämmtechnik. Sie kommt zum Einsatz, wenn ein Gebäude saniert wird, zum Beispiel im Rahmen einer energetischen Sanierung.

Darf es aus bestimmten Gründen nicht zu einer Änderung der Fassade kommen, können Sie diese Art der Dämmung nicht anwenden. Das heißt, für denkmalgeschützte Gebäude ist ein WDVS ungeeignet.

Fassadendämmung Wärmeverbundsystem

Mehrschalige Fassaden

Die mehrschaligen Fassaden zeichnen sich zwar durch weniger Vielfalt, aber dafür durch komplexere Konstruktionen aus, die für angenehme klimatische Verhältnisse und eine effektive Wärmedämmung ohne Feuchtigkeitsbildung sorgen.

Kerndämmung bzw. Einblasdämmung

Bei der Kerndämmung wird die Dämmung innerhalb eines zweischaligen Mauerwerks angebracht. Da viele Fassaden von Altbauten so aufgebaut sind, ist diese Variante besonders bei der Sanierung solcher Gebäude beliebt. Das liegt auch daran, dass die Optik der Fassade erhalten bleibt und das Verfahren recht kostengünstig ist.

Während bei Neubauten häufig mit Mineralschaum oder -wolle gearbeitet wird, wird bei Altbauten eine Einblasdämmung vorgenommen. Dabei werden Löcher in die Fassade gebohrt und rieselfähige Granulate oder Faserdämmstoffe in den Hohlraum geblasen, sodass sich eine kompakte Dämmschicht zwischen dem Mauerwerk und der Fassade bildet. Eine Alternative ist das Einspritzen von Schaum.

 Fassadendämmung Kerndämmung

Vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF)

Die vorgehängte hinterlüftete Fassade oder Vorhangfassade hat eine Fassadenverkleidung aus Holz, Schiefer, Stein, Zement oder einem anderen Werkstoff und schützt die Mauer dadurch vor Kälte, Regen, Wind und Sonne. Dahinter findet die sogenannte Hinterlüftung statt. Zwischen Fassade und Mauerwerk oder zwischen Fassade und Dämmung kann die Luft ungehindert von unten nach oben strömen.

Der Vorteil liegt darin, dass jegliche Feuchtigkeit vom Mauerwerk oder von der Dämmung wegtransportiert wird und dort keinen Schaden anrichten kann. Da die Warmluft ebenfalls abtransportiert wird, ist das Gebäude außerdem vor Überhitzung geschützt. Als Dämmmaterial kommen Mineralfasern wie Glas- und Steinwolle, Hartschaum (bestehend aus Polystyrol und Polyurethan), Holzfaser, Hanf, Jute, Schafwolle und Kork infrage.

Wärmedämmung Vorhangfassade

Wechsel- oder Hybridfassade

Mit der Hybridfassade lassen sich die Vorteile von einschaligen und mehrschaligen Fassaden miteinander kombinieren. Die beiden Konstruktionsarten werden hierbei abwechselnd angeordnet, um die Vorteile beider Systeme am besten nutzen zu können. In der kälteren Jahreszeit wärmt sich die Luft in den Zwischenräumen der mehrschaligen Fassade auf und versorgt den Innenraum mit warmer und frischer Luft. Auf diese Weise können Sie Heizkosten reduzieren. Durch den Einbau von Lüftungsklappen wird die erwärmte Luft im Sommer dagegen wieder ausgestoßen, damit sich die Innenräume nicht überhitzen.

Interessieren könnte Sie auch:

Kosten Entwicklung Heizung
So senken Sie Ihre Heizkosten dauerhaft
Artikel
Styroporplatten zur Dämmung
Fassadendämmung gewünscht?
Wir finden regionale Partner für Sie!

Welches Dämmmaterial ist das richtige?

Sobald Sie sich für eine Art der Fassadendämmung entschieden haben, geht es an die Wahl des passenden Materials. Jeder Dämmstoff weist unterschiedliche Vor- und Nachteile auf, die Sie in den Entscheidungsprozess einfließen lassen sollten.

Was kostet eine Fassadendämmung?

Die Kosten für die Dämmung Ihrer Fassade hängen von der bevorzugten Art der Dämmung und dem verwendeten Material ab. Die Kosten liegen zwischen 60 Euro und 250 Euro pro Quadratmeter, wenn ein günstiger Dämmstoff wie EPS verwendet wird. Hinzu kommen weitere Kosten für den Gerüstauf- und abbau und eventuell Entsorgungskosten für altes Dämmmaterial.

Förderungen zur Kostensenkung nutzen

Erhöhen Sie mit der Fassadendämmung die Energieeffizienz Ihres Hauses im Sinne der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), stehen Ihnen unterschiedliche Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zur Verfügung.

Bei der Fassadenförderung ist ein Zuschuss beantragbar, wenn Sie die Dämmung als Einzelmaßnahme durchführen. Einen zinsgünstigen Kredit können Sie erhalten, wenn die Fassadendämmung im Rahmen einer Komplettsanierung zum Effizienzhaus durchgeführt wird.

Bevor Sie Förderung beantragen, sollten Sie Ihr Gebäude von einem Energieberater oder einer Energieberaterin begutachten lassen. Auf diese Weise können Sie feststellen, welche Maßnahmen für Ihr Gebäude sinnvoll sind.

Fachfirmen für Fassadendämmung finden

Haben Sie bereits konkrete Vorstellungen zu Ihrem Dämmungsprojekt? Dann füllen Sie unseren kurzen Fragebogen aus, um passende Fachfirmen für Fassadendämmung in Ihrer Nähe zu finden!

Häufig gestellte Fragen

Lohnt es sich, die Fassade zu dämmen?

Dämmen lohnt sich! In alten Gebäuden kann durch ungedämmte Fassaden bis zu 20 Prozent der Wärme ungenutzt verloren gehen. Außerdem kann sich im Innenbereich Kondenswasser bilden, das langfristig Schimmelbildung begünstigt. Mit einer Außen- oder Kerndämmung sparen Sie dauerhaft Energiekosten und schützen Ihr Zuhause vor Feuchtigkeit.

Welcher Dämmstoff ermöglicht die beste Fassadendämmung?

Den einen perfekten Dämmstoff, der zu allen Fassaden passt, gibt es nicht. Vielmehr sollten der energetische Zustand des Gebäudes, das regionale Klima, die Beschaffenheit der Außenwände und das Sanierungsbudget in die Entscheidung miteinbezogen werden. Außerdem spielen Ihre persönlichen Präferenzen eine Rolle. Wünschen Sie beispielsweise einen besonders umweltfreundlichen Dämmstoff, ist ein nachwachsender Rohstoff wie Hanf, Kork oder Holzfaser eine deutlich bessere Wahl als Polystyrol-Hartschaum (EPS).

Welche Fassadendämmung eignet sich für den Altbau?

Altbauten verfügen in der Regel über ein zweischaliges Mauerwerk, das sich bestens für eine Kerndämmung eignet. Diese kann zwar auch im Neubau in Form von Dämmplatten realisiert werden, bei bestehenden Gebäuden ist aber die Einblasdämmung die geeignete Wahl.