Kosten für einen Fassadenanstrich 2026
Die Kosten für einen neuen Fassadenanstrich pro Quadratmeter variieren je nach Art des Anstrichs, dem Zustand der Fassade, der Größe des Gebäudes und der Region, in der Sie leben. Im Durchschnitt liegen die Preise zwischen 31 bis 72 Euro pro Quadratmeter. Wir zeigen Ihnen, welche Faktoren den Preis beeinflussen und welche Fördermöglichkeiten es für einen Fassadenanstrich gibt.
Was kostet ein neuer Fassadenanstrich für das Haus?
Für ein Einfamilienhaus zahlen Sie ungefähr 6.200 bis 14.400 Euro. Ausgehend von zwei Vollgeschossen und rund 200 m² Fassadenfläche.
Ein professioneller Fassadenanstrich kostet im Schnitt 31 bis 72 Euro pro m², inklusive Gerüst, Reinigung, Grundierung und zweifachem Anstrich. Die genaue Höhe hängt vom Zustand des Untergrunds, der gewählten Farbe und der Region ab.
Was kostet es, die Fassade zu streichen pro Quadratmeter?
Für das Streichen der Fassade zahlen Sie inklusive Gerüst ungefähr 31 bis 72 Euro pro Quadratmeter.
* Preise sind Richtwerte; Stand: 2026. Die tatsächlichen Kosten hängen von Untergrundqualität, Farbsystem und Region ab.
Kostenbeispiel: 200 m² Fassade streichen
Für einen Fassadenanstrich von 200 m² Fassadenfläche zahlen Sie ungefähr 6.200 bis 14.400 Euro. Diese Größe ist typisch für ein freistehendes Einfamilienhaus mit zwei Vollgeschossen.
* Preise sind Richtwerte; Stand: 2026. Die tatsächlichen Kosten hängen von Untergrundqualität, Farbsystem und Region ab.
Kostenbeispiel: Außenfassade streichen und Dämmung mit erneuern
Die Kosten für das Streichen der Außenfassade und das gleichzeitige Erneuern der Dämmung liegen zwischen 50 und 460 Euro pro Quadratmeter. Die endgültigen Kosten sind abhängig vom gewählten Dämmsystem. Erneuern Sie im Zuge eines Fassadenanstriches auch gleich die Fassadendämmung, können Sie auch Fördergelder für Ihr Projekt erhalten. In unserer Preistabelle finden Sie die verschiedenen Dämmsystemarten mit Kostenbeispielen aufgeschlüsselt.
*Preise sind Richtwerte; Stand: 2026. Die tatsächlichen Kosten hängen von Untergrundqualität, Farbsystem und Region ab.
Wie setzen sich die Kosten für das Streichen der Fassade zusammen?
Die Gesamtkosten eines Fassadenanstrichs setzen sich aus
Vorbereitung,
Material,
Arbeitsleistung und
Gerüstbau zusammen.
Je nach Zustand der Fassade und Umfang der Vorarbeiten variiert das Gewicht der einzelnen Posten erheblich.
Vorbereitung beim Fassadenanstrich
Vorarbeiten sind der unsicherste Kostenposten. Ihr Umfang lässt sich erst nach einer Vor-Ort-Besichtigung zuverlässig einschätzen.
Zu den Kosten der Vorbereitung zählen:
Hochdruckreinigung: 2 – 5 Euro pro m²
Algensanierung / Fungizidbehandlung: 5 – 15 Euro pro m²
Kleine Risse spachteln: 3 – 8 Euro pro m² (Zusatz)
Putzabplatzungen ausbessern: 15 – 30 Euro pro m² (je nach Tiefe)
Großflächige Putzerneuerung: 25 – 60 Euro pro m²
Material beim Fassadenanstrich
Die Materialkosten für einen Fassadenanstrich liegen insgesamt bei rund 22 bis 40 Euro pro m², inklusive Farbe, Grundierung, Putz und Schutzmaterial. Der größte Einzelposten ist dabei die Fassadenfarbe mit ca. 10 bis 20 Euro pro m².
Arbeitsleistung beim Fassadenanstrich
Der durchschnittliche Stundensatz eines Malers liegt bei 40 bis 60 Euro. Für den reinen Fassadenanstrich sollten Sie mit 20 bis 40 Euro pro Quadratmeter für die Arbeitsleistung rechnen. In Ballungsräumen liegen die Stundensätze oft über dem ländlichen Durchschnitt.
Gerüstbau beim Fassadeanstrich
Ein Gerüst kostet bei 4 Wochen Standzeit rund 1.600 bis 3.200 Euro. Das entspricht 8 bis 16 Euro pro m² für ein typisches Einfamilienhaus mit 200 m² Fassadenfläche.
Kosten: 8 – 16 Euro pro m² Fassadenfläche
Standzeit: In der Regel 4 Wochen; längere Standzeiten erhöhen Mietkosten
Sonderkosten: Schwer zugängliche Gebäude, große Höhen oder Gerüst auf Gehweg (Sondernutzungserlaubnis der Gemeinde nötig) können Mehrkosten verursachen.
Organisation: Malerbetrieb organisiert Gerüstbau; prüfen Sie, ob dies im Angebot enthalten ist
Was kostet eine Fassadenreinigung?
Eine professionelle Reinigung der Fassade kostet 8 bis 25 Euro pro Quadratmeter, je nach Reinigungsverfahren, Verschmutzungsgrad und Gebäudehöhe. Wird die Reinigung im Rahmen eines Gesamtauftrags mit Fassadenanstrich beauftragt, sind günstigere Pauschalpreise von 2 bis 5 Euro pro m² möglich. Bei einer reinen Einzelbeauftragung sollten Sie mit den oben genannten höheren Werten kalkulieren.
* Kosten sind Richtwerte zur Orientierung; Stand: 2026. Preise hängen von Fassadenmaterial, Zugänglichkeit und Region ab.
Welche Förderungen gibt es für Fassadenanstriche?
Eine reine Fassadenbeschichtung, wie beispielsweise ein Anstrich oder Verputz, ist nicht förderfähig. Wenn jedoch gleichzeitig ein Wärmedämmverbundsystem installiert wird, kann eine Förderung über das Programm „Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen“ (BEG EM) gewährt werden.
Förderung bei kombinierter Dämmung und Anstrich
Steuerliche Absetzbarkeit der Malerkosten
Unabhängig von Förderprogrammen können die Arbeitskosten eines Fassadenanstrichs als Handwerkerleistung nach § 35a EStG steuerlich geltend gemacht werden.
Dabei gilt:
Selbstgenutztes Eigenheim: 20 Prozent der Lohnkosten sind absetzbar (nicht die Materialkosten), die maximale Steuerersparnis beträgt 1.200 Euro pro Jahr.
Vermietetes Objekt: Alle Kosten sind vollständig als Werbungskosten absetzbar.
Voraussetzungen: Zahlung per Banküberweisung mit Rechnung und ausgewiesener Trennung von Lohn- und Materialkosten.
Achtung: Innerhalb von drei Jahren nach Kauf oder Bau gilt die Maßnahme als „anschaffungsnah“. Das bedeutet, dass keine direkte Absetzbarkeit möglich ist, sondern die Abschreibung über mehrere Jahre erfolgt.
Gesetzliche Vorgaben: Wann löst der Fassadenanstrich eine Dämmpflicht aus?
Ein reiner Fassadenanstrich löst keine Dämmpflicht aus. Sobald jedoch mehr als 10 Prozent der gesamten Außenwandfläche neu verputzt oder abgeschlagen werden, kann eine Dämmpflicht nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) erforderlich werden.
Die 10-Prozent-Regel nach § 48 GEG
Werden mehr als 10 Prozent der gesamten Außenwandfläche erneuert, gelten die energetischen Mindestanforderungen des Gesetzes. Hier die wichtigsten Regelungen nach § 48 GEG im Überblick:
Reiner Farbanstrich: Es gibt keine energetischen Pflichten, unabhängig von der Größe der Fassade.
Putzarbeiten über 10 Prozent der Außenwandfläche: Wenn mehr als 10 Prozent der gesamten Fassadenfläche neu verputzt, abgeschlagen oder mit Riemchen verkleidet werden, greift die gesetzliche Dämmpflicht.
U-Wert-Vorgabe: Die Außenwand muss dann einen maximalen Wärmedurchgangskoeffizienten von 0,24 W/(m²K) aufweisen.
Bagatellgrenze unterschritten: Kleinere Ausbesserungen, wie das Spachteln einzelner Risse vor dem Anstrich, bleiben dämmpflichtfrei, solange sich die energetische Qualität des Gebäudes nicht verschlechtert.
Welche Konsequenzen drohen, wenn die Dämmpflicht ignoriert wird?
Wer die Bagatellgrenze überschreitet und keine Dämmung einbaut, riskiert:
Nachforderungen durch Baubehörden
Verlust von Förderansprüchen, wenn die Maßnahme nicht regelkonform ausgeführt wurde
Höhere Folgekosten, da eine nachträgliche Dämmung teurer ist als eine kombinierte Durchführung
Sind größere Putzarbeiten geplant, lassen Sie vorab prüfen, ob die 10-Prozent-Grenze überschritten wird. Zertifizierte Energieberatende können das verbindlich einschätzen und gleichzeitig prüfen, ob Fördergelder beantragt werden können.
Fazit: Den Fassadenanstrich langfristig wirtschaftlich planen
Ein Fassadenanstrich ist nicht nur eine Kostenstelle, sondern schützt auch die Bausubstanz und erhält den Wert der Immobilie langfristig. Wer bei den Vorarbeiten oder dem Farbsystem spart, muss aufgrund kürzerer Renovierungsintervalle letztlich mehr zahlen.
Hochwertige Farben rechnen sich: Silikonharz- oder Silikatfarben sind zwar teurer in der Anschaffung, halten aber 15 bis 20 Jahre. Günstige Dispersionsfarben hingegen nur 5 bis 8 Jahre.
Vorarbeiten nicht unterschätzen: Eine gründliche Untergrundvorbereitung ist kein optionaler Schritt. Schlechte Haftung führt zu vorzeitigen Abplatzungen und erfordert einen ungeplanten Neuanstrich.
Gesamtangebote vergleichen: Fordern Sie mindestens drei Angebote an, in denen alle Leistungsposten explizit aufgeführt sind: Gerüst, Reinigung, Grundierung, Vorarbeiten und Anstrich getrennt.
Timing strategisch wählen: Frühjahr und Herbst bieten oft bessere Verarbeitungsbedingungen und Verfügbarkeit als die Hochsaison im Sommer.
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Häufig gestellte Fragen
Was kostet es, ein Haus streichen zu lassen?
Die Kosten für die Fassadengestaltung eines freistehenden Einfamilienhauses mit ca. 200 m² Fassadenfläche liegen im Durchschnitt zwischen 6.200 und 14.400 Euro. In diesem Preis sind Gerüst, Reinigung, Grundierung und zweifacher Anstrich enthalten.
Wie oft muss man ein Haus streichen?
Das hängt von der verwendeten Farbe ab. Mit hochwertigen Silikonharz- oder Silikatfarben reicht ein Anstrich für 15 bis 20 Jahre. Günstigere Dispersionsfarben hingegen müssen bereits nach fünf bis acht Jahren erneuert werden.
Was kostet ein Fassadenanstrich pro Quadratmeter?
Ein professioneller Fassadenanstrich inklusive Gerüst, Reinigung, Grundierung und zweifachem Anstrich kostet 35 bis 65 Euro pro m². Der genaue Preis hängt vom Zustand des Untergrunds, der gewählten Farbe sowie der Region ab.
Welche Fassadenfarbe hält am längsten?
Silikonharz- und Silikatfarben sind die langlebigsten – sie halten bis zu 15 bis 20 Jahre. Zwar sind sie teurer in der Anschaffung (ca. 8–18 € pro m²), doch rechnen sie sich langfristig durch längere Renovierungsintervalle.
Gibt es eine Förderung für das Streichen der Fassade?
Ein reiner Fassadenanstrich ist nicht förderfähig. Wenn jedoch gleichzeitig eine Dämmung, zum Beispiel ein WDVS, installiert wird, kann eine Förderung über das BAFA-Programm „Einzelmaßnahmen Gebäudehülle” oder den KfW-Kredit 261 beantragt werden. Darüber hinaus sind die Arbeitskosten gemäß § 35a EStG mit bis zu 1.200 € Steuerersparnis pro Jahr absetzbar.