Aroundhome Logo
Themenwelt
Energieeffizientes Wohnen
NEU
Alle Hausprojekte
Hinterlüftete Fassade
Fokus

Das kostet Sie eine Wärmedämmung

Claudia Mühlbauer
28. Oktober 2022

Eine gute Wärmedämmung erspart Ihnen einige Heizkosten, denn über schlecht gedämmte Bauteile wie die Fassade oder das Dach können Sie viel Wärme verlieren. Informieren Sie sich über die Anschaffungskosten einer Wärmedämmung und welche Möglichkeiten der Förderung es gibt.

Brauchen Sie direkt Empfehlungen für Fachfirmen?

Jetzt Fachfirmen in der Nähe suchen

Verschiedene Methoden zur Wärmedämmung

Bei der Wärmedämmung wird zwischen der Außendämmung, der Innendämmung und der Kern- bzw. Einblasdämmung unterschieden. Die Dämmstoffe werden je nach Variante als Dämmplatten oder -matten angebracht oder in Form loser Fasern oder Granulate eingebracht. Dämmmatten sind flexibler, wodurch sie individuell an die Gegebenheiten angepasst werden können und so für eine optimale Wärmedämmung sorgen. Dämmplatten hingegen lassen sich schneller verbauen und werden vermehrt beim Trockenbau eingesetzt. Faserstoffe und Granulate werden genutzt, wenn eine Einblasdämmung erfolgen soll.

Die verschiedenen Dämmarten lassen sich an verschiedenen infragekommenden Bauteilen ausführen. Dazu zählen die Fassade, das Dach und die Geschossdecken.

Kosten verschiedener Dämmungen

Die Kosten Ihrer Dämmung unterscheiden sich in erster Linie anhand der gewählten Dämmmethode.

Außendämmung

Beliebte Möglichkeiten zum Dämmen der Fassade sind Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) und vorgehängte hinterlüftete Fassaden (VHF). Letztere sind in ihrer Konstruktion komplizierter aufgebaut und bringen daher auch höhere Kosten mit sich. Rechnen Sie etwa mit 250 Euro pro Quadratmeter. Ein WDVS ist mit etwa 120 Euro pro Quadratmeter etwas erschwinglicher.

Bei einem Dach gehört die Aufsparrendämmung zu dieser Kategorie. Dafür sollten Sie mit etwa 100 Euro pro Quadratmeter Dachfläche rechnen.

Kerndämmung

Eine Kerndämmung kann sowohl im Alt- als auch im Neubau erfolgen. Sie eignet sich für Fassaden, Kellerdecken und Geschossdecken. In Altbauten mit zweischaligem Mauerwerk kommt nur eine Einblasdämmung infrage. Je nach Aufwand und Dämmstoff werden etwa 25 bis 50 Euro je Quadratmeter für eine Kerndämmung fällig. Ein Dachstuhl kann in Form einer Zwischensparrendämmung kerngedämmt werden. Dafür fallen etwa Kosten von 50 Euro pro Quadratmeter an.

Innendämmung

Je nach Material und handwerklichem Aufwand variieren die Preise für eine Innendämmung der Fassade. Durchschnittlich liegen sie etwa bei 100 Euro pro Quadratmeter. Bei einem Dachstuhl ist die Innendämmung die Untersparrendämmung. Sie kostet etwa 50 Euro pro Quadratmeter. Sie wird allerdings meist in Kombination mit einer Zwischensparrendämmung ausgeführt, da die gesetzlich vorgegebenen Dämmwerte in der Regel nicht mit ihr allein erreicht werden können.

Kosten der Dämmstoffe im Detail

Dämmstoffe können aus mineralischen, ökologischen und synthetischen Materialien bestehen. Jedes Material hat andere Eigenschaften und weist unterschiedliche Wärmeleitfähigkeiten auf. Unsere Tabellen geben Ihnen einen ersten Einblick bezüglich der Eigenschaften und Preise der Dämmstoffe. Alle Kosten dienen als Orientierungswerte und können unter Umständen abweichen. Grundsätzlich gilt: Je geringer die Wärmeleitfähigkeit, desto besser dämmt das Material und desto dünner können die Platten beziehungsweise Matten ausfallen.

Mineralische Dämmstoffe

Die bekanntesten mineralischen Wärmedämmstoffe sind Glaswolle mit etwa 15 Euro pro Quadratmeter und Steinwolle mit etwa 15 bis 30 Euro pro Quadratmeter. Schaumglas und Calciumsilikat zählen zu den effizientesten Dämmstoffen. Sie sind mit einem Preis von 110 Euro bzw. 30 bis 80 Euro pro Quadratmeter im oberen Preissegment angesiedelt.

Organische Dämmstoffe

Organische Dämmstoffe werden aus natürlichen Rohstoffen hergestellt und haben eine sehr gute Ökobilanz. Manche der Materialien werden durch künstliche Zusätze aufgewertet, um beispielsweise einen höheren Brandschutz oder eine bessere Imprägnierung zu erreichen. Für eine gute Stabilität werden oft auch künstliche Fasern hinzugefügt. Die Preisspanne beträgt im Schnitt 20 bis 30 Euro pro Quadratmeter.

Synthetische Dämmstoffe

Synthetisch hergestellte Dämmstoffe werden aufgrund ihrer guten Dämmeigenschaften gern beim Hausbau verwendet, sind allerdings nicht immer umweltfreundlich. Polyurethan beispielsweise ist nahezu optimal geeignet, um das Haus innen und außen zu dämmen. Es kostet nur 5 bis 30 Euro pro Quadratmeter und gehört somit zu den günstigen Dämmstoffen. Ein großer Nachteil allerdings ist, dass das Material aus Erdöl gewonnen wird und unverrottbar ist.

Förderungen für Wärmedämmungen

Eine gute Wärmedämmung kann schnell kostspielig werden. Jedoch fördert der Staat Ihre Wärmedämmung, wenn Sie dadurch eine bessere Energiebilanz für Ihr Eigenheim erreichen. Beachten Sie, dass Fördermittel immer vor dem Bau beantragt und genehmigt werden müssen.

Die Fördergelder werden über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) vergeben. Zu beantragen sind sie im Fall einer Komplettsanierung zum Effizienzhaus bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) - in diesem Fall ist die Wärmedämmung nur eine Komponente von mehreren. Dafür können Sie einen zinsgünstigen Kredit erhalten.

Wollen Sie die Wärmedämmung als Einzelmaßnahme durchführen, können Sie einen Zuschuss beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen.

Fachfirmen für Wärmedämmung finden

Haben Sie bereits konkrete Vorstellungen zu Ihrem Dämmungsprojekt? Dann füllen Sie unseren kurzen Fragebogen aus, um passende Fachfirmen für Wärmedämmung in Ihrer Nähe zu finden!

Häufig gestellte Fragen

Welches Material wird zur Wärmedämmung eingesetzt?

Expandiertes Polystyrol (EPS) und Steinwolle gehören zu den gängigsten Dämmstoffen für die Wärmedämmung. Es gibt jedoch zahlreiche weitere Materialien, zum Beispiel Hanf, Holzfaser und Kork.

Welche Arten von Dämmstoffen gibt es?

Bei den Dämmstoffen wird zwischen mineralischen, organischen und synthetischen Materialien unterschieden.

Was kosten die unterschiedlichen Dämmstoffe?

Je nach Material sollten Sie mit stark variierenden Preisen kalkulieren. Während Stroh mit 5 Euro pro Quadratmeter einer der günstigsten Dämstoffe ist, kann Blähton bis zu 250 Euro kosten.