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Das kostet Sie eine Wärmedämmung

Claudia Mühlbauer
5. Februar 2024

Eine gute Wärmedämmung erspart Ihnen einige Heizkosten, denn über schlecht gedämmte Bauteile wie die Fassade oder das Dach können Sie viel Wärme verlieren. Während Kerndämmungen schon ab 15 Euro pro Quadratmeter durchzuführen sind, kosten Außendämmungen bis zu 300 Euro. Wir zeigen Ihnen mehr zu den Anschaffungskosten einer Wärmedämmung und den Möglichkeiten der Förderung.

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Kosten verschiedener Dämmungen

Die Kosten Ihrer Dämmung unterscheiden sich in erster Linie anhand der gewählten Dämmmethode. Hier haben Sie jedoch nicht immer freie Wahl, da beispielsweise die preiswerte Kerndämmung nicht bei allen Fassaden möglich ist.

Außendämmung

Eine beliebte Möglichkeit zum Dämmen der Fassade von außen sind Wärmedämmverbundsysteme (WDVS), die etwa zwischen 90 und 200 Euro pro Quadratmeter kosten. Vorgehängte hinterlüftete Fassaden (VHF) sind in ihrer Konstruktion komplizierter aufgebaut und bringen daher auch höhere Kosten mit sich. Rechnen Sie etwa mit 150 bis 300 Euro pro Quadratmeter. Bei einem Dach wird eine Außendämmung in Form einer Aufsparrendämmung durchgeführt. Dafür sollten Sie etwa 130 bis 200 Euro pro Quadratmeter Dachfläche einkalkulieren.

Kerndämmung

Eine Kern- oder Einblasdämmung kann sowohl in Altbauten mit zweischaligem Mauerwerk als auch im Neubau erfolgen. Sie eignet sich für Fassaden, Kellerdecken und Geschossdecken. Je nach Gebäudeteil, Aufwand und Dämmstoff sollten Sie mit 15 bis 60 Euro je Quadratmeter für eine Kerndämmung rechnen. Ein Dachstuhl kann in Form einer Zwischensparrendämmung kerngedämmt werden. Dafür fallen etwa Kosten von 50 bis 80 Euro pro Quadratmeter an.

Innendämmung

Eine Innendämmung der Fassade kommt beispielsweise bei denkmalgeschützten Häusern infrage. Je nach Material und handwerklichem Aufwand variieren die Preise etwa zwischen 50 und 100 Euro pro Quadratmeter. Die Untersparrendämmung ist eine Form der Innendämmung, die bei Dachstühlen angewandt wird. Sie kostet meist zwischen 30 und 80 Euro pro Quadratmeter. Allerdings wird sie meist in Kombination mit einer Zwischensparrendämmung ausgeführt, da die gesetzlich vorgegebenen Dämmwerte in der Regel nicht allein mit einer Untersparrendämmung erreicht werden können.

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Kosten der Dämmstoffe im Detail

Dämmstoffe können aus mineralischen, ökologischen und synthetischen Materialien bestehen. Jedes Material hat andere Eigenschaften und weist unterschiedliche Wärmeleitfähigkeiten auf. Unsere Tabellen geben Ihnen einen ersten Einblick bezüglich der Eigenschaften und Preise der Dämmstoffe. Alle Kosten dienen als Orientierungswerte und können unter Umständen abweichen. Grundsätzlich gilt: Je geringer die Wärmeleitfähigkeit, desto besser dämmt das Material und desto dünner können die Platten beziehungsweise Matten ausfallen.

Mineralische Dämmstoffe

Die bekanntesten mineralischen Wärmedämmstoffe sind Glaswolle mit etwa 15 Euro pro Quadratmeter und Steinwolle mit etwa 15 bis 30 Euro pro Quadratmeter. Schaumglas und Calciumsilikat zählen zu den effizientesten Dämmstoffen. Sie sind mit einem Preis von 110 Euro bzw. 30 bis 80 Euro pro Quadratmeter im oberen Preissegment angesiedelt.

Organische Dämmstoffe

Organische Dämmstoffe werden aus natürlichen Rohstoffen hergestellt und haben eine sehr gute Ökobilanz. Manche der Materialien werden durch künstliche Zusätze aufgewertet, um beispielsweise einen höheren Brandschutz oder eine bessere Imprägnierung zu erreichen. Für eine gute Stabilität werden oft auch künstliche Fasern hinzugefügt. Die Preisspanne liegt im Schnitt bei 20 bis 30 Euro pro Quadratmeter.

Synthetische Dämmstoffe

Synthetisch hergestellte Dämmstoffe werden aufgrund ihrer guten Dämmeigenschaften gern beim Hausbau verwendet, sind allerdings nicht immer umweltfreundlich. Polyurethan beispielsweise ist nahezu optimal geeignet, um das Haus innen und außen zu dämmen. Es kostet nur 5 bis 30 Euro pro Quadratmeter und gehört somit zu den günstigen Dämmstoffen. Ein großer Nachteil allerdings ist, dass das Material aus Erdöl gewonnen wird und unverrottbar ist.

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Förderungen für Wärmedämmungen

Eine gute Wärmedämmung kann schnell kostspielig werden. Jedoch fördert der Staat Ihre Wärmedämmung, wenn Sie dadurch eine bessere Energiebilanz für Ihr Eigenheim erreichen. Beachten Sie, dass Fördermittel immer vor dem Bau beantragt und genehmigt werden müssen.

Die Fördergelder werden über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) vergeben. Zu beantragen sind sie im Fall einer Komplettsanierung zum Effizienzhaus bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) - in diesem Fall ist die Wärmedämmung nur eine Komponente von mehreren. Dafür können Sie einen zinsgünstigen Kredit erhalten.

Wollen Sie die Wärmedämmung als Einzelmaßnahme durchführen, können Sie einen Zuschuss beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen.

Verschiedene Methoden zur Wärmedämmung

Bei der Wärmedämmung wird zwischen der Außendämmung, der Innendämmung und der Kern- bzw. Einblasdämmung unterschieden. Die Dämmstoffe werden je nach Variante als Dämmplatten oder -matten angebracht oder in Form loser Fasern oder Granulate eingebracht. Dämmmatten sind flexibler, wodurch sie individuell an die Gegebenheiten angepasst werden können und so für eine optimale Wärmedämmung sorgen. Dämmplatten hingegen lassen sich schneller verbauen und werden vermehrt beim Trockenbau eingesetzt. Faserstoffe und Granulate werden genutzt, wenn eine Einblasdämmung erfolgen soll.

Die verschiedenen Dämmarten lassen sich an verschiedenen infragekommenden Bauteilen ausführen. Dazu zählen die Fassade, das Dach und die Geschossdecken.

Fachfirmen für Wärmedämmung in Ihrer Region finden

Haben Sie bereits konkrete Vorstellungen zu Ihrem Dämmungsprojekt? Dann füllen Sie unseren kurzen Fragebogen aus, um passende Fachfirmen für Wärmedämmung in Ihrer Nähe zu finden!

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Häufig gestellte Fragen

Welches Material wird zur Wärmedämmung eingesetzt?

Expandiertes Polystyrol (EPS) und Steinwolle gehören zu den gängigsten Dämmstoffen für die Wärmedämmung. Es gibt jedoch zahlreiche weitere Materialien, zum Beispiel Hanf, Holzfaser und Zellulose.

Welche Arten von Dämmstoffen gibt es?

Bei den Dämmstoffen wird zwischen mineralischen, organischen und synthetischen Materialien unterschieden. Zu den mineralischen Dämmmaterialien gehören zum Beispiel Glaswolle und Mineralschaum. Bekannte organische Dämmstoffe sind Zellulose und Holzwolle. Zu den synthethisch hergestellten Dämmstoffen gehören beispielsweise Polyurethan (PUR) und Extrudiertes Polystyrol (XPS).

Wie teuer ist Dämmmaterial?

Je nach Material sollten Sie mit stark variierenden Preisen kalkulieren. Während Stroh beispielsweise schon ab 5 Euro pro Quadratmeter erhältlich ist, kann Blähton bis zu 250 Euro kosten. Allerdings unterscheiden sich die unterschiedlichen Dämmstoffe auch stark in ihren Eigenschaften und in ihrer Dämmwirkung und sollten daher am besten passend zu Ihrer Situation von einem Fachbetrieb ausgewählt werden.

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