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Das kostet Sie eine Wärmedämmung

Redaktionsbild von der Autorin
Undine Tackmann
27. Oktober 2021

Das Wichtigste in Kürze

  • Was Sie für eine Dämmung bezahlen, hängt stark davon ab, welche Dämmmethode Sie wählen. Auch das Material sowie die Dicke des Stoffes sind entscheidend.
  • Eine neue Fassadendämmung kostet Sie ungefähr 14 bis 65 Euro pro m².
  • Eine Innendämmung ist günstiger. Sie kostet circa 5 bis 12 Euro pro m².

Eine gute Wärmedämmung erspart Ihnen einige Heizkosten, denn über eine schlecht gedämmte Fassade können Sie viel Wärme verlieren. Informieren Sie sich jetzt über die Anschaffungskosten einer Wärmedämmung und welche Möglichkeiten der Förderung es gibt.

Verschiedene Methoden zur Wärmedämmung

Bei der Wärmedämmung wird zwischen Dämmstoffen bzw. -matten und Dämmplatten unterschieden. Dämmstoffe sind flexibler, wodurch sie individuell an die Gegebenheiten angepasst werden können und so für eine optimale Wärmedämmung sorgen. Dämmplatten hingegen lassen sich schneller verbauen und werden vermehrt beim Trockenbau eingesetzt.

Innenausbau Dämmung
Die passende Dämmung sorgt für eine verbesserte Wärmeisolierung und guten Schallschutz.

Gebäudeenergiegesetz (GEG) beachten!

In dem GEG wird rechtlich geregelt, welche Anforderungen Sie bei der Wärmedämmung erfüllen müssen. Die Richtlinien unterscheiden zwischen Sanierungen von Altbauten, Renovierungen von neueren Bestandsimmobilien und neugebauten Immobilien. Alle aktuellen GEG-Anforderungen für Wärmedämmung finden Sie auf der Webseite der GEG-Info.

Kosten verschiedener Dämmungen

Die Kosten Ihrer Dämmung unterscheiden sich in erster Linie von der gewählten Dämmmethodik. Beliebte Möglichkeiten zu Dämmen sind Wärmedämmverbundsysteme (WDVS), Vorhangfassaden und Einblasdämmungen. Je nachdem, was Sie wählen, fallen Kosten von durchschnittlich 14 bis 65 Euro pro m² an.

Für eine Innendämmung können Sie in Abhängigkeit vom Dämmstoff und Kleber mit durchschnittlichen Kosten von 5 bis 12 Euro/m² rechnen. Hinzu kommen Kosten für den neuen Putz und die Farbe. Hier können Sie mit rund 10 bis 15 Euro kalkulieren.

Kosten der Dämmstoffe im Detail

Dämmstoffe können aus mineralischen, ökologischen/pflanzlichen und synthetischen Materialien bestehen. Jedes Material hat andere Eigenschaften und weist unterschiedliche Wärmeleitfähigkeiten auf. Unsere Tabellen geben Ihnen einen ersten Einblick bezüglich der Eigenschaften und Preise der Dämmstoffe. Alle Kosten dienen als Orientierungswerte und können unter Umständen abweichen.

Unser Tipp:

Grundsätzlich gilt: Je geringer die Wärmeleitfähigkeit, umso besser dämmt das Material und desto dünner können die Platten beziehungsweise Matten ausfallen.

Dämmstoffe in Form kleiner Häuser
Welches Dämmmaterial wählen Sie?

Mineralische Dämmstoffe

Die bekanntesten mineralischen Wärmedämmstoffe sind Glaswolle mit etwa 15 Euro pro qm und Steinwolle mit etwa 15 bis 30 Euro pro qm. Schaumglas und Calciumsilikat zählen zu den effizientesten Dämmstoffen. Sie sind mit einem Preis von 110 Euro bzw. 30 bis 80 Euro pro qm im oberen Preissegment angesiedelt.

Organische Dämmstoffe

Organische Dämmstoffe werden aus natürlichen Rohstoffen hergestellt und haben eine sehr gute Ökobilanz. Manche der Materialien werden durch künstliche Zusätze aufgewertet, um beispielsweise einen höheren Brandschutz oder eine bessere Imprägnierung zu erreichen. Für eine gute Stabilität werden oft auch künstliche Fasern hinzugefügt. Die Preisspanne beträgt im Schnitt 20 bis 30 Euro pro Quadratmeter.

Verschaffen Sie sich einen näheren Einblick bezüglich der Eigenschaften und Preise organischer Dämmstoffe mit unserer Tabelle:

Synthetische Dämmstoffe

Synthetisch hergestellte Dämmstoffe werden aufgrund ihrer guten Dämmeigenschaften gern beim Hausbau verwendet, sind allerdings nicht immer umweltfreundlich. Polyurethan beispielsweise ist nahezu optimal geeignet, um das Haus innen und außen zu dämmen. Es kostet nur 5 bis 30 Euro pro Quadratmeter und gehört somit zu den günstigen Dämmstoffen. Ein großer Nachteil allerdings ist, dass das Material aus Erdöl gewonnen wird und unverrottbar ist.

Trockenbau Dämmung
Verschaffen Sie sich einen Überblick!

Exkurs Baustoffklassen und Brandschutzeigenschaften

In der DIN 4102 werden verschiedene Baustoffklassen festgelegt, welche Materialien zur Wärmedämmung in brennbare und nicht brennbare Baustoffe unterteilt. Die Baustoffklassen reichen von A1 bis B3. Dabei sind A1 und A2 nicht brennbar, B1 ist schwer entflammbar, B2 normal und B3 leicht entflammbar.

Förderungen bei Wärmedämmungen

Eine gute Wärmedämmung kann schnell kostspielig werden. Jedoch fördert der Staat Ihre Wärmedämmung, wenn Sie dadurch eine bessere Energiebilanz für Ihr Eigenheim erreichen. Beachten Sie, dass Fördermittel immer vor dem Bau beantragt und genehmigt werden müssen. Folgende Födermittel stehen Ihnen zur Auswahl:

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