Bereit zum Entspannen

Ihre Terrasse: So gestalten Sie das Wohnzimmer im Freien

Wer möchte bei sommerlichen Temperaturen die Abende schon in der Wohnung verbringen, wenn es auch draußen so gemütlich sein kann? Mit einer Terrasse schaffen Sie den idealen Ort, um den Sommer über im Garten zu verweilen. Damit Sie die Sonnenstunden auf Ihrer Terrasse in vollen Zügen genießen können, ist vorab eine gute Planung notwendig. Wir haben einige Inspirationen für Sie gesammelt, die Ihnen bei der Gestaltung helfen können. So wird Ihre Terrasse schnell zur Oase der Ruhe und Entspannung.

Welchen Stil soll Ihre Terrasse haben?

Mit einer Terrasse im passenden Stil und großen Tür- und Fensterflächen lassen Sie die Grenzen des Wohnraums verschwimmen. Das Zimmer wirkt geräumiger und der Wohnbereich geht nahezu fließend in den Außenbereich über. Von außen betrachtet sollte die Terrasse zur Architektur des Hauses passen und sich harmonisch in die Gartengestaltung einfügen. Besonders beliebt sind folgende Terrassentypen:

  Moderne Terrassen: Klare Linien und gezielt gesetzte Akzente

Mit modernen Bodenbelägen und darauf abgestimmten Gartenmöbeln wird die Terrasse schnell zum Hingucker.

Die moderne Terrassengestaltung setzt auf ein puristisches Design mit definierten Linien und klar abgegrenzten Bereichen. Verschiedene Materialien werden gekonnt kombiniert, um eine stimmige Gesamtkomposition zu schaffen. Dabei ist Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Wie wäre es mit einem warmen Holzdielenboden in Kombination mit in Beton gefassten Beeten, in denen einzelne Büsche, Ziergras und Kies Akzente setzen? Ebenso schick ist ein Bodenbelag aus großformatigen Betonplatten mit einem Pavillon aus Edelstahl, einem Sonnensegel aus Tuch und zusätzlichen Blumenkübeln als auflockernde Zierde. Für moderne Terrassen eignen sich besonders dezente Wasserspiele oder stilvolles Wasserbecken anstelle eines traditionellen Blumenbeets zur Begrenzung.

  Mediterrane Terrassen: Das Flair des Mittelmeerraums im eigenen Garten

Wie sie Ihre meditierrane Terrasse gestalten bleibt ganz Ihnen überlassen. Orange als Akzentfarbe ist kein Muss.

Typisch für eine Terrasse im südländischen Stil sind Terrassenbeläge aus Naturstein und Begrenzungen aus Bruchsteinmauern oder Metallzäunen. Richten Sie sich bei der Farbgestaltung von Zäunen und Terrassenmöbeln ebenfalls nach den mediterranen Vorbildern: Typische Farben sind Rot und Orange, aber auch ein helles Blau oder die Farbe von Sand. Wenn Ihnen das zu farbenfroh ist, bieten Ocker und Terrakotta authentische und erdige Alternativen. Verschnörkelte, gusseiserne Terrassenmöbel sind ebenfalls typisch für die Region. Große Terrakottakübel mit typischer Bepflanzung wie Agaven, Zitrusfrüchten und Kräutern sowie Weinreben an der Mauer runden die Gestaltung ab.

  Terrassen im Landhausstil: Nostalgisch, ländlich und voller Blütenpracht

Auch eine kleine Terrasse können Sie im Landhausstil gestalten. Meist helfen schon ein paar schäbig wirkende Blumentöpfe, um den Look zu erzielen. 

Eine Terrasse im Landhausstil wirkt romantisch und verspielt. Bei Ihrer Gestaltung stehen Ihnen viele Möglichkeiten offen: Ob der Boden mit Holz, Naturstein, Plastersteinen, Terrassenplatten oder Kies gelegt wird, verbleibt ganz Ihrem persönlichen Geschmack. Den besonderen Charme des Landhausstils erzeugen Sie mit alten Haushaltsutensilien – dem berühmten Shabby Chic. Zinkwannen, Eimer, Schüsseln und Krüge aus Emaille sowie verspielte Glasvasen eignen sich perfekt als Vasen für Ihre Pflanzen. Bei den Gartenmöbeln können Sie zu verschnörkelten Tischen und Stühlen aus Gusseisen mit Holz greifen – oder schlichte, in Pastelltönen lackierte Holzmöbel. Orientieren Sie sich bei der Bepflanzung an einem alten Bauerngarten: Üppig blühende Hortensien werden mit winterharten Kräutern kombiniert, Kletterrosen und duftendem Flieder. Als Begrenzung für Ihre Terrasse kommen gleichermaßen ein Zaun aus Metall oder Weidengeflecht, eine Natursteinmauer oder eine nicht zu streng geschnittene Buchsbaumhecke infrage.

Größe und Form der Terrasse wählen

Die optimale Größe einer Terrasse hängt nicht nur von den Möglichkeiten vor Ort ab, es kommt auch stark auf die geplante Nutzung an. Denn wenn Sie zum Beispiel die Terrasse meist nur zu zweit benutzen, wirkt eine zu große Terrasse schnell ungemütlich. Hier ist viel Geschick bei der Gestaltung gefragt, um ein angenehmes Raumgefühl zu schaffen. Eine L-förmige Terrasse lässt sich leicht in verschiedene Bereiche einteilen und nutzt den Sonnenstand optimal aus. Rechteckige Lösungen sind der Klassiker, wohingegen geschwungene Terrassen sich besonders harmonisch in den heimischen Garten einfügen.

  Unser Tipp: 
Wenn Sie nur selten mehr Platz benötigen, planen Sie den Rasenanschluss so, dass Sie bei Bedarf nahtlos in den Garten übergehen können.

Der richtige Terrassenbelag

Die Wahl des Terrassenbodens ist eine wichtige Entscheidung. Bei einem modernen Haus sorgt beispielsweise eine Terrasse aus Holz für eine behagliche Note, während Beton den kühlen Charakter der Architektur unterstreicht. An einer älteren Immobilie fügt sich Naturstein meist direkt harmonisch ein, während Holz ohne Verwitterungsspuren wie ein Fremdkörper wirken kann. Wir stellen Ihnen verschiedene Bodenbeläge für Ihre Terrasse vor:

  Terrassenplatten

Terrassenplatten mit groben Muster geben Ihnen mehr Halt und Stabilität und verringern das Sturzrisiko.

Terrassenplatten sind ein echter Klassiker. Bevorzugen Sie bei der Auswahl nicht zu glatte oder gar glasierte Modelle, wenn Sie die Terrasse auch bei Nässe betreten, andernfalls besteht starke Rutschgefahr. Folgende Materialien stehen zur Wahl:

  • Naturstein: Terrassenplatten aus echtem Stein wirken edel und natürlich. Von antik anmutender Oberfläche bis hin zu mediterraner Optik ist alles möglich. Natursteinplatten sind pflegeleicht und äußerst robust.
  • Beton: Terrassenplatten aus Beton sind günstig und schaffen eine optisch gleichmäßige Oberfläche. Betonplatten erhalten Sie mit und ohne Oberflächenveredelung. Unversiegelte Platten sollten imprägniert werden, um Fleckenbildung zu verhindern.
  • Feinsteinzeug: Für die Terrasse geeignete Fliesen aus Feinsteinzeug sind in Holz- oder Steinoptik erhältlich. Mit ihnen können Sie den Innenbereich nahtlos in den Außenbereich übergehen lassen.

  Terrassendielen

Dielen aus Holz eignen sich perfekt für einen etwas rustikaleren Look auf Ihrer Terrasse.

Dielen aus Holz geben der Terrasse eine warme und natürliche Ausstrahlung. Außerdem sind sie ideal, um darauf barfuß zu laufen. Sie haben grundsätzlich die Wahl zwischen:

  • Echtholzdielen
  • WPC-Dielen
  • Kunststoffdielen

Bei Echtholzdielen sind Harthölzer empfehlenswert, die witterungsbeständig sind. Generell gilt, dass heimische Hölzer eine bessere Umweltbilanz aufweisen als Tropenholz. Möglich sind folgende Holzarten: Bambus, Bangkirai, Douglasie, Esche, Kiefer, Lärche oder Kempas.

WPC steht für „wooden polymer composite“ und bezeichnet einen Holz-Kunststoffwerkstoff. Holzspäne und Kunstharz werden gemischt und in die gewünschte Form gepresst. Das Material ist äußerst widerstandsfähig und sieht sehr natürlich aus. Dafür ist WPC allerdings ein wenig teurer als Echtholz.

  Pflastersteine

Auch eine aus Pflastersteinen verlegte Terrasse kann einen gewissen Charme haben. 

Pflastersteine aus Beton oder Naturstein ergeben eine stabile und auch bei Nässe rutschfeste Terrasse. Das Regenwasser versickert durch die Fugen, was der Bodenqualität im Garten zugutekommt.

  • Künstlich angefertigte Pflastersteine sind gleichmäßig geformt und gefärbt und sehr leicht zu verlegen. Durch verschiedene Größen und Farben lassen sich attraktive Muster erzeugen.
  • Natursteine weisen eine eher unregelmäßige Form auf, was das Verlegen aufwendiger und teurer macht. Dafür sorgen die Kanten für eine natürliche Verkeilung der Steine, was die Stabilität noch einmal erhöht.
  Unser Tipp:
Lassen Sie keine Ameisen unter dem Pflaster oder unter lose verlegten Terrassenplatten nisten. Die entstehenden Hohlräume sorgen für unebene Kanten.

  Kies

Meist wird Kies eher als kleineres Dekoelement verwendet, aber auch als ganzheitlicher Fußboden kann es eine schöne Terrasse gestalten.

Zierkies und Ziersplitt sind moderne Lösungen für den Boden auf der Terrasse. Wichtig ist eine solide Unterkonstruktion, damit der Kies nicht verrutscht. Dazu dienen spezielle Matten mit der Struktur von Honigwaben. Die einzelnen Röhren werden mit Kies oder Splitt verfüllt, so erhält das bewegliche Material den nötigen Halt und der Untergrund bewegt sich beim Begehen oder dem Aufstellen von Gartenmöbeln nicht. Eine äußere Begrenzung aus Beton oder Stein, auch als Mähkante für den Rasen gestaltbar, hält die Terrasse zusätzlich in Form.

  Unser Tipp:

Sie können verschiedene Bodenbeläge für Ihre Terrasse kombinieren und so die Optik besonders interessant gestalten oder einzelne Funktionsbereiche hervorheben.

Ideen zur Terrassengestaltung

Mit pfiffigen Ideen zur Gestaltung ist eine Terrasse weit mehr als ein befestigter Platz, auf dem Sie Ihre Gartenmöbel gruppieren. Lassen Sie sich von folgenden Möglichkeiten inspirieren:

  • Eine stegartige Terrasse aus Holz, an die sich ein Schwimmteich anschließt.
  • EineTerrassenüberdachung aus Glas, die die Nutzung auch bei Regen ermöglicht.
  • EinePergola mit grünen Ranken, die im Sommer Schatten spenden und ein angenehmes Klima auf der Terrasse schaffen.
  • Ein gespanntes Sonnensegel anstelle eines klassischen Sonnenschirms.
  • Solarleuchten, die ein stimmiges Ambiente bei Dunkelheit schaffen und keine Stromleitung benötigen.
  • Lounge-Möbel, die aus der Terrasse ein gemütliches Freiluft-Wohnzimmer machen.
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Terrassenüberdachung als Sonnenschutz

Damit Sie auf der Terrasse nicht unangenehm stark der Sonne ausgesetzt sind, ist ein guter Sonnenschutz wichtig. Der Sonnenschirm ist hierbei der Klassiker. Allerdings sind ausreichend große Schirme schwer, und nicht immer passt das Design zur Gestaltung der Terrasse. Eine schicke Alternative sind Sonnensegel, die zwischen der Hauswand und einem Baum oder einem Pfosten gespannt werden. Wenn Sie eine großformatigere und dauerhaftere Lösung suchen, bieten sich Markisen an. Ebenfalls praktisch ist eine feste Terrassenüberdachung. Sie hält die Sonne und den Regen fern.

Geschützt vor Wind und neugierigen Blicken

Zu viel Sonne ist ebenso unangenehm wie das Sitzen in anhaltender Zugluft. Planen Sie deshalb bereits zu Beginn den passenden Sonnen- und Windschutz für Ihre Terrasse ein. Unter Umständen benötigen Sie auch einen Sichtschutz, um vor neugierigen Nachbarn oder Passanten geschützt zu sein. Diese Ansprüche lassen sich durchaus in einer Lösung kombinieren.

  Unser Tipp:
Sitzen Sie an den möglichen Stellen für Ihre neue Terrasse mehrfach zu verschiedenen Tageszeiten Probe. So erkennen Sie leicht, ob und welchen Schutz vor Wind und Sonne Sie benötigen.

Terrassenmöbel: Lieber klassisch oder modern?

Terrasse Teaser
Mit Kissen und Dekoelementen schaffen Sie gleich mehr Gemütlichkeit – egal, für welche Möbel Sie sich entscheiden. 

Die Auswahl an Stühlen, Tischen und Bänken für die Terrasse ist enorm. Moderne Gartenmöbel bestehen aus folgenden Materialien:

  • Holz
  • Aluminium
  • Kunststoff
  • Polyrattan

Überlegen Sie vor der Anschaffung, für wie viele Personen Sie einen Sitzplatz benötigen und wie Sie Ihre Möbel überwiegend nutzen möchten.

  • Klassische Sets aus Tisch und Stühlen eignen sich besonders, wenn Sie komplette Mahlzeiten auf der Terrasse einnehmen oder dort arbeiten möchten.
  • Eine höhere Sitzhöhe und Armlehnen erleichtern das Aufstehen.
  • Loungemöbel sind die richtige Wahl für gemütliche Stunden; auch eine Grillparty mit Freunden kann hier ab und zu stattfinden. Für regelmäßige Mahlzeiten ist dieses Konzept weniger geeignet.

Stimmungsvolle Terrassenbeleuchtung

Eine indirekte Bodenbeleuchtung lässt die Terrasse vorallem bei Nacht sehr romantisch wirken.

Mit einer gut geplanten Terrassenbeleuchtung sorgen Sie für eine stimmungsvolle Atmosphäre an lauschigen Sommerabenden und verringern zugleich die Stolpergefahr. Grundsätzlich ist es sinnvoll, die Beleuchtung mehrstufig aufzubauen.

  • Helle Grundausleuchtung: Eine helle Wandleuchte ermöglicht es Ihnen, die Terrasse gründlich auszuleuchten. Mit einem Bewegungsmelder versehen, schreckt eine solche Leuchte zudem Einbrecher ab.
  • Stimmungsvolle Hintergrundbeleuchtung: Setzen Sie einzelne Pflanzen gezielt in Szene oder schaffen Sie eine passende Lichtstimmung für gemütliche Abende. Hier bieten sich vor allem Solarleuchten an.
  • Arbeitsbereiche ausleuchten: Möchten Sie auch im Dunkeln grillen oder entspannt lesen, denken Sie an die passende punktuelle Beleuchtung.

Terrassenplanung leicht gemacht

Der wichtigste Punkt bei der Terrassenplanung ist Zeit. Überlegen Sie in Ruhe, welche Anforderungen Sie an Ihren Sitzplatz im Grünen stellen. Besonders folgende Fragen sollten Sie beantworten:

  • Wie viele Personen nutzen die Terrasse?
  • Welche Aktivitäten sind geplant, zum Beispiel Grillpartys mit Freunden, Kaffeeklatsch, Spielgelegenheit für Kinder, Frühstück, Mittagessen oder Arbeit im grünen Homeoffice?
  • Wo ist der geeignete Ort für die Terrasse?
  • Wie viel Platz steht zur Verfügung?
  • Geben äußere Bedingungen die Form vor?
  • Wie möchten Sie Ihre Terrasse gestalten?
  • Sollen bestimmte Materialien unbedingt verwendet werden?

Fördermöglichkeiten für Ihre Terrasse

Nicht immer müssen Sie alle Kosten für Ihre neue Terrasse selbst tragen. Spezielle Fördermittel stellt der Staat für dieses Projekt nicht zur Verfügung. Wenn Sie allerdings beim Bau der Terrasse Barrieren abbauen oder den Einbruchsschutz verbessern, ist eine Förderung durchaus möglich. Das Programm „Altersgerecht Umbauen“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau bietet beispielsweise Zuschüsse für den barrierefreien Zugang zu Terrasse und Garten.

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