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Die Alternative zu Gas und Öl:

Die Hackschnitzelheizung als kostengünstige Heizanlage für Ihr Eigenheim

Anika Wegner
Anika Wegner
19. März 2020

Ähnlich wie bei Pelletheizungen werden bei Hackschnitzelheizungen kleine Holzverschnitte, die sogenannten „Hackschnitzel“, im Brennraum verbrannt. Durch einen Wärmetauscher kann die entstandene Verbrennungswärme für das Heizen des Gebäudes genutzt werden. Bei der Kaufentscheidung für eine neue Heizung gilt es, eine Menge verschiedener Faktoren zu beachten. Anschaffungskosten, Platzverbrauch der Anlage und die Umweltverträglichkeit sind nur einige hiervon.

Aufbau und Funktion einer Hackschnitzelheizung

Das Grundprinzip der Hackschnitzelheizung ist dasselbe wie bei konventionellen Gas- oder Ölheizungen: Ein Brennstoff (in diesem Fall die Hackschnitzel) wird automatisiert in der Brennkammer verbrannt. Die dadurch freigesetzte Wärmeenergie kann anschließend für das Heizen des Hauses genutzt werden.

Aufbau Hackschnitzelheizung Neu
Der Aufbau einer Hackschnitzelheizung im Überblick

Die Hauptbestandteile der Hackschnitzelheizung

Vor- & Nachteile

Bei einer Hackschnitzelheizung kann kein pauschales Fazit ausgesprochen werden. Die Vor- und Nachteile hängen zu stark vom jeweiligen Verbraucher ab und sollten individuell gewichtet werden:

Preise & Betriebskosten

Bauartbedingt besteht die Hackschnitzelheizung aus mehr Anlagenkomponenten als vergleichsweise Öl- oder Gasheizungen. Dies äußert sich in einem hohen Anschaffungspreis und Platzbedarf. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus müssen für die Anlage mit Endmontage ca. 15.000 bis 30.000 Euro veranschlagt werden. Eine Gas- und Ölheizung schlägt im Gegensatz mit ungefähr der Hälfte der Kosten zu Buche.

Seitens der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) wurde für eine 30 kW-Anlage eine beispielhafte Kostenrechnung erstellt:

Das benötigte Brennmittel fällt beispielsweise in der Sägeindustrie als Restholz an und ist somit günstig und regional zu erwerben. Im Betrieb liegen so die laufenden Kosten bei rund zwei Cent pro kWh. Unter allen verfügbaren Heizsystemen ist dies derzeit die effizienteste und günstigste Energieausbeute:

Lediglich die Wartungskosten für das technisch aufwendige System fallen in der Regel höher aus als bei konventionellen Heizungen. Dazu sagt man diesen, durch den ungleichmäßig geformten Holzverschnitt, eine höhere Störanfälligkeit nach. Eine penible Instandhaltung muss dringend eingehalten werden.

Laut der FNR kommen jährlich folgende beispielhafte Verbrauchs- und Betriebskosten hinzu:

Durch diese Rahmenbedingungen amortisiert sich der hohe Investitionsaufwand in der späteren Nutzung durch die wesentlich niedrigeren laufenden Kosten. Unter Berücksichtigung aller Faktoren ergeben sich so laut des Technologie- und Förderzentrums im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (TFZ) kombinierte Gesamtkosten in Höhe von rund 13 Cent/kWh für eine 30 kW-Hackschnitzelheizung.

Amortisation hängt stark von der Anlagengröße ab

Die Wirtschaftlichkeit bemisst sich hauptsächlich an den zu beheizenden Räumlichkeiten und dem Verbraucher. Als Faustregel kommt diese Heizanlage erst ab einem Leistungsbedarf von etwa 20 Kilowatt infrage. Unter diesem Schwellwert übersteigen die hohen Anschaffungskosten die günstigen, aber wenig anfallenden laufenden Kosten. Daher ist diese besonders für größere Gebäude, die größere Wärmemengen benötigen, sinnvoll. Ein Beispiel hierfür wären schlecht gedämmte Altbauten. Das ist auf die geringen laufenden Kosten zurückzuführen. Als kleiner Nebeneffekt ist das große Volumen der Anlage dort tendenziell leichter unterzubringen.

Hackschnitzelheizung Heim
Eine Hackschnitzelheizung bringt günstige Wärme in Ihr Eigenheim

Staatliche Förderung für eine Hackschnitzelheizung

Im laufenden Betrieb setzt die Hackschnitzelheizung nur geringe Emissionen frei. Verbunden mit den kurzen Transportwegen und der CO2-armen Herstellung des Holzverschnitts werden diese Anlagen staatlich subventioniert. Dabei haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen staatlichen Förderungen wie beispielsweise über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

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