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Warum Hausbesitzer gerade jetzt auf Wärmepumpen setzen

Lesezeit: 2 min Claudia Mühlbauer

Die Wärmepumpe ist die meistverkaufte Heizungsart in Deutschland. Sinkende Anschaffungskosten und attraktive Förderungen treiben die Nachfrage.

Zwei Luftwärmepumpen auf kleiner Rasenfläche vor Haus mit Holzvertäfelung an der Fassade

Erstmals überholt die Wärmepumpe die Gasheizung als meistverkaufte Heiztechnik in Deutschland. Für 2025 rechnen Expert:innen mit rund 284.000 verkauften Wärmepumpen. Das wäre ein Anstieg von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 193.000 Einheiten. Gasheizungen fielen dagegen deutlich von 410.000 auf 230.000 verkaufte Geräte zurück.

Bestätigte Absatzzahlen liegen derzeit für das erste Halbjahr 2025 vor. Bereits hier wurden laut Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) mehr Wärmepumpen als Gasheizungen verkauft. Zwei Jahre Turbulenzen am Heizungsmarkt scheinen damit überwunden. Der Trend hin zu effizienten elektrischen Heizsystemen etabliert sich.

Mehrere Gründe für den Wärmepumpen-Boom

Ein entscheidender Faktor für die hohe Nachfrage ist die bessere Verfügbarkeit von Fachfirmen: Laut co2online kennen sich Installationsbetriebe zunehmend mit Wärmepumpen aus, berechnen die passende Konfiguration und können die Betriebskosten realistisch einschätzen. „Installationsbetriebe bewerten Wärmepumpen drei Mal so häufig positiv wie Gasheizungen, Schulungen sind stark nachgefragt, Kapazitäten wurden ausgebaut“, so die Expert:innen der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft.

Hinzu kommt der Kostenvorteil im Betrieb: Moderne Wärmepumpen sind effizienter und günstiger als Gasheizungen. Ein durchschnittlicher Haushalt spart mehrere hundert Euro pro Jahr, auch weil die CO₂-Kosten für fossile Energien weiter steigen. Nach der Preisspitze von 2022 bis 2024 sinken zudem die Anschaffungskosten. Hersteller erwarten mittelfristig Einsparungen von bis zu 40 Prozent.

Derzeit noch hohe Wärmepumpenförderung 

Ein weiterer Anreiz ist die Heizungsförderung. Die Antragstellung war seit dem 27. Februar 2024 je nach Nutzergruppe gestaffelt möglich und stand erst ab August 2024 allen Eigentümergruppen offen. Das Jahr 2025 war daher das erste Jahr mit uneingeschränktem Zugang für alle Gruppen, was den Wärmepumpen-Boom maßgeblich antrieb.

Derzeit gilt für den Heizungstausch noch ein Grundfördersatz von 30 und ein maximaler Fördersatz von 70 Prozent. Teile der Regierungskoalition sprechen sich dafür aus, das auch als Heizungsgesetz bekannte Gebäudeenergiegesetz (GEG) abzuschaffen. Andere Vertreter:innen erwarten kaum signifikante Änderungen. Wie sich das Ergebnis der Diskussionen auf die Höhe der Fördergelder auswirken wird, ist derzeit noch unklar. Viele Expert:innen erwarten Stabilität bis 2028, aber mögliche Kürzungen bei Koalitionskompromissen. Die Eckpunkte des neuen Gesetzes sollen in Kürze bekanntgegeben werden.

Handwerker bei der Montage einer Wärmepumpe an Hauswand.
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