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Trotz Unsicherheiten: Sanierungen stehen weiter hoch im Kurs

Lesezeit: 2 min Claudia Mühlbauer

Fast die Hälfte der Immobilieneigentümer:innen plant in den nächsten zwei Jahren Sanierungen – trotz wirtschaftlicher Unsicherheit und Handwerkermangel.

Haus mit Gerüst auf unbepflanztem Boden bei blauem Himmel

Etwa 48 Prozent der Eigentümer:innen wollen in den kommenden zwei Jahren ihre Immobilie sanieren. Dabei stehen vor allem Reparaturen und Maßnahmen zur Energieeinsparung im Fokus. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle, repräsentative Online Umfrage von Goldberger Market Analytics im Auftrag von ImmoScout24. 

Komplettsanierungen sind dabei eher selten: 70 Prozent der Befragten planen mit einem Budget von maximal 30.000 Euro. In der Realität kommt es jedoch häufig zu Abweichungen:

  • 37 Prozent derjenigen, die in den letzten fünf Jahren saniert haben, mussten mehr Geld ausgeben als ursprünglich vorgesehen.

  • 26 Prozent erhöhten das Budget leicht.

  • Bei 11 Prozent war eine deutliche Aufstockung nötig.

  • 24 Prozent schränkten ihre Pläne ein.

  • 8 Prozent verschoben die Sanierung aus Kostengründen.

Finanzierung: Eigenkapital dominiert

Bei der Finanzierung setzt fast die Hälfte der Eigentümer:innen auf Eigenkapital. Weitere 47 Prozent kombinieren einen Bankkredit und eine Förderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder nutzen eines der beiden Instrumente. Nur 8 Prozent kommen ganz ohne staatliche Unterstützung aus.

Viele Eigentümer:innen wünschen sich zudem eine bessere Übersicht über Fördermöglichkeiten: 47 Prozent möchten konkrete Informationen zum Thema, 43 Prozent vermissen Kosten-Nutzen-Vergleiche der möglichen Maßnahmen.

Die hohe Nachfrage nach Fördermitteln zeigen auch die Zahlen der KfW: Im ersten Halbjahr 2025 flossen insgesamt 7,1 Milliarden Euro für Energieeffizienz- und erneuerbare-Energien-Maßnahmen an Privatkunden – ein Plus von 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders die Bundesförderung für effiziente Gebäude, einschließlich Heizungsförderung, stieg deutlich von 3,2 auf 5,3 Milliarden Euro.

Wirtschaftliche Unsicherheit und Handwerkermangel bremsen Vorhaben

Neben finanziellen Einschränkungen beeinflussen auch wirtschaftliche Rahmenbedingungen die Sanierungspläne. 47 Prozent der Eigentümer:innen geben an, dass die aktuelle Wirtschaftslage ihr Budget begrenzt.

Hinzu kommt der Mangel an Fachkräften: 36 Prozent empfinden es als schwierig bis sehr schwierig, geeignete Handwerksfirmen zu finden. Dennoch setzen 64 Prozent der Befragten ausschließlich auf professionelle Handwerker:innen. Weitere 27 Prozent kombinieren Facharbeit mit Eigenleistung. Nur 7 Prozent erledigen die Arbeiten überwiegend selbst.

Unterschiedliche Prioritäten bei Frauen und Männern

Bei den Beweggründen für eine Sanierung gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern:

  • Frauen legen den Schwerpunkt stärker auf notwendige Reparaturen (64 Prozent) und gesteigerten Wohnkomfort (45 Prozent).

  • Männer gewichten Wertsteigerung und Energieeinsparungen (57 Prozent) stärker.

  • Gesetzliche Vorgaben spielen für Männer (25 Prozent) eine größere Rolle als für Frauen (8 Prozent).

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