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Energiepreisentwicklung

Preisrückgang und schnellere Amortisation bei Solaranlagen

14.05.2024, 13:39 Uhr

2 min

Lina Strauss

Die Preise für Solaranlagen sind im letzten Halbjahr um durchschnittlich 5 Prozent gesunken. Auch die Amortisationszeit verkürzt sich.

Handwerker installiert Solarmodule auf dem Dach eines Einfamilienhauses

Private Solaranlagen sind in den letzten sechs Monaten um durchschnittlich 5 Prozent günstiger geworden. Das macht einen Preisrückgang von über 860 Euro aus. Gleichzeitig ist der Preis für konventionellen Strom nach wie vor auf einem hohen Niveau. Dadurch verkürzt sich die Amortisationszeit einer durchschnittlichen Photovoltaikanlage auf 14 Jahre. Das ergab eine Auswertung der Vergleichsportale Verivox und Selfmade Energy.

Solaranlagen werden günstiger, Strompreis bleibt hoch

Verglichen wurden über 100 Angebote von Solarfirmen für eine Solaranlage mit 11 Kilowattpeak Leistung. Das entspricht etwa 25 Solarmodulen auf dem Dach eines Einfamilienhauses. Der durchschnittliche Preis für so eine Anlage lag im Dezember 2023 bei 17.540 Euro, im Mai 2024 dagegen bei 16.676 Euro. Damit ergibt sich ein Preisnachlass von durchschnittlich 5 Prozent im letzten halben Jahr.

Gleichzeitig ist der Preis für Netzstrom nach wie vor hoch. Im Mai 2024 beläuft sich der durchschnittliche Preis für Haushaltsstrom auf 36,12 Cent pro Kilowattstunde. Zwar erreicht er nicht das Rekordniveau für Energiepreise aus dem Krisenjahr 2022, dennoch liegt die Verteuerung des Strompreises weit über der allgemeinen Inflationsrate. So hat sich der Strompreis in den letzten zwanzig Jahren mehr als verdoppelt. Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox, sagt dazu:

„Ob sich der Strompreis für Haushalte in den kommenden zwanzig Jahren noch einmal verdoppeln wird, kann aktuell noch niemand abschätzen. Angesichts der steigenden Kosten für den Umbau der Stromnetze, die auf alle Stromkunden umgelegt werden, gehen wir jedoch davon aus, dass die Strompreise auch in Zukunft stärker als die Inflationsrate steigen werden. Darum kann sich eine eigene Solaranlage schnell lohnen.“

Solaranlagen rentieren sich immer schneller

Muss ein Haushalt mehr für den Strom aus dem Netz zahlen, sinkt die Amortisationszeit der Solaranlage. Durch die günstigeren Photovoltaik-Preise und den vergleichsweise hohen Strompreis rechnet sich eine Solaranlage mit 11 Kilowattpeak Leistung bereits nach 14 Jahren. Das ergab eine Modellrechnung von Verivox für einen Haushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von 5.000 Kilowattstunden.

Zu einem ähnlich positiven Ergebnis gelangt der Bundesverband Photovoltaic (PV) Austria, wie PV Magazine berichtete. Nach Berechnungen des österreichischen Verbands rentiert sich eine Solaranlage bereits nach 10 Jahren. Durch die Nutzung einer Wärmepumpe kann sich die Amortisationszeit sogar auf sieben Jahre verkürzen. Wird die Wärmepumpe mit Solarstrom betrieben, können Haushalte bis zu 1.000 Euro bei der jährlichen Stromrechnung sparen.

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Lina Strauss, Online-Redakteurin
Lina Strauss
Lina Strauss ist seit über einem Jahr bei Aroundhome und hilft unseren Leser:innen mit ihren Artikeln dabei, die wichtigsten Infos zu allen Themen rund ums Haus auf einen Blick zu finden. Ihr Interesse liegt vor allem bei zukunftsweisenden Themen aus dem Energie- und Immobiliensektor.
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