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2023: Immobilien verzeichnen stärksten Preisrückgang seit 60 Jahren

09.02.2024, 16:55 Uhr

2 min

Claudia Mühlbauer

Noch nie war der Preisverfall von Wohnimmobilien so stark wie im vergangenen Jahr. Mittlerweile stabilisieren sich die Immobilienpreise aber wieder.

Grünanlage vor einem modernen Mehrfamilienhaus in Deutschland bei Sonnenuntergang

Der Rückgang der Immobilienpreise war 2023 der stärkste seit Beginn der systematischen Immobilienpreiserfassung in den 1960er Jahren. Das teilte das Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel) mit und bezog sich dabei auf die neuesten Zahlen des German Real Estate Index (GREIX). Demnach ließ sich der historisch einmalige Preisverfall in Deutschland bei Ein- und Mehrfamilienhäusern ebenso wie bei Eigentumswohnungen beobachten.

Preisrückgang bei Häusern besonders stark

Über das gesamte Jahr 2023 hinweg verzeichneten Eigentumswohnungen im Vergleich zum Vorjahr einen Preisrückgang von 8,9 Prozent. Die Preise von Einfamilienhäusern sanken um 11,3 Prozent und die von Mehrfamilienhäusern sogar um 20,1 Prozent. Inflationsbereinigt, also unter Berücksichtigung der aktuellen Kaufkraft, ist die Wertminderung noch deutlicher und liegt etwa fünf Prozentpunkte höher. „Noch nie seit Beginn der Kaufpreissammlungen der Gutachterausschüsse in den 60er Jahren fielen Immobilienpreise so schnell so stark“, stellte das IfW Kiel fest.

Immobilienpreise stabilisieren sich

Vorausgegangen war dem Preisverfall ein ebenfalls historisch einmaliger Aufwärtstrend der Preise seit etwa 2009. Seitdem waren die Immobilienpreise um das Drei- bis Vierfache angestiegen – bis sich der Markt 2022 drehte. Die aktuellen Zahlen des Greix zeigen aber auch, dass sich die Preise zuletzt leicht stabilisiert haben. Die Geschwindigkeit des Preisrückgangs nahm im vierten Quartal vergangenen Jahres ab. Im Vergleich zum dritten Quartal 2023 gaben die Preise für Eigentumswohnungen nur noch um 0,6 Prozent nach. Die Preise für Einfamilienhäuser sanken um 1,2 Prozent. Bei Mehrfamilienhäusern ließ sich sogar ein gegenteiliger Effekt beobachten: Hier stiegen die Preise im Schnitt um 4,7 Prozent. Moritz Schularick, Präsident des IfW Kiel, äußerte sich zur allgemeinen Entwicklung:

„Möglicherweise zeigt sich gerade der Beginn einer Bodenbildung bei den Immobilienpreisen. Dies werden aber erst die kommenden Quartale zeigen. Zumindest das Verhalten der Zentralbanken spräche dafür, von denen keine weiteren Zinserhöhungen und in absehbarer Zeit Zinssenkungen zu erwarten sind. Somit dürfte auch die Immobilienfinanzierung wieder günstiger werden und damit die Nachfrage beleben.“

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Claudia Mühlbauer
Claudia Mühlbauer ist seit vier Jahren Editor bei Aroundhome und versorgt unsere Leser:innen mit hilfreichen News, Artikeln und Ratgebern zu den Themen Immobilienverkauf und Solaranlagen. Sie interessiert sich vor allem für Förderungen, die größere Projekte rund ums Haus erschwinglicher machen.
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