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Handwerker-Knigge: Das sollten Sie für Ihren Handwerkertermin wissen!

Redaktionsbild von der Autorin
Undine Tackmann
26. August 2020

Termine für Handwerker sind rar, doch nicht immer reicht das eigene Können aus, um anfallende Schäden im Eigenheim zu reparieren. Steht der Handwerker vor der Tür, ist die Unsicherheit oft groß. Gibt es etwas vorzubereiten? Sollten Sie Kaffee und Kekse anbieten? Und wird eigentlich ein Trinkgeld gezahlt? Damit Ihr Termin reibungslos verläuft, beantworten wir die häufigsten Fragen rund um den Handwerkerbesuch.

Wer muss Zuhause sein?

Ist der Termin gesetzt, überprüfen Sie als Allererstes, ob jemand an diesem Tag zu Hause sein kann. Das ist sehr wichtig, falls während der Reparatur Fragen aufkommen. So können diese direkt geklärt werden und der Handwerker muss kein zweites Mal vorbeikommen. Im besten Fall sind Sie selbst daheim. Denn nach Fertigstellung der Arbeit muss ein Abnahmeprotokoll unterschrieben werden. Bevor Sie dieses Dokument unterschreiben, überprüfen Sie die Reparaturarbeiten ganz genau und machen Sie ein paar Fotos.

Können Sie sich den Tag nicht freinehmen, fragen Sie Ihren Arbeitgeber, ob Sie von zu Hause arbeiten dürfen. Im Notfall kann sich ein Nachbar, Familienangehöriger oder Freund für den Tag einquartieren.

Unser Tipp:

Auf keinen Fall sollten Sie Ihren Handwerkstermin versäumen. Kommt der Handwerker bei Ihnen vorbei und niemand ist zu Hause, müssen Sie dennoch für die Anfahrtskosten aufkommen. Dies gilt auch für Wohnungsmieter!

Handwerkertermin
Überprüfen Sie immer erst die Handwerksarbeiten, bevor Sie ein Dokument unterschreiben!

Kann der Handwerker auch allein im Haus sein?

Im Idealfall ist immer jemand da, wenn Sie einen Handwerker erwarten. Kommt Ihnen spontan etwas dazwischen, ist es ärgerlich, den Termin abzusagen. In solchen Fällen rufen Sie den Fachbetrieb an und fragen, ob der Handwerker allein in der Wohnung arbeiten kann. Manche Firmen sind damit einverstanden, ein Versteck für den Schlüssel zu vereinbaren und eigenständig ins Haus zu gehen. Haben Sie Angst vor Diebstahl, räumen Sie zuvor alle Wertsachen weg und schließen Sie für den Handwerker unwichtige Räume ab. Nachdem der Handwerker fertig ist, kann er den Schlüssel in Ihren Briefkasten werfen.

Was können Sie vorbereiten?

Handwerker lassen sich meist pro Stunde bezahlen. Eine gute Vorbereitung kann Ihnen also einiges an Kosten ersparen. Damit der Fachbetrieb zügig mit der Arbeit beginnen kann, räumen Sie am besten den Weg von der Haustür bis zum Arbeitsplatz frei. Achten Sie auch darauf, um die Baustelle herum alles wegzuräumen. So kann der Fachmann seine Werkzeuge ausbreiten und ungehindert arbeiten. Vorbereitend können Sie auch umliegende Möbel mit alten Decken oder Folien abdecken. Sind Sie nicht sicher, ob der Handwerker das möchte, legen Sie die Decken einfach griffbereit hin.

Unser Tipp:

Handwerker dürfen aus Sicherheitsgründen nicht ihre Schuhe ausziehen. Möchten Sie verhindern, dass der Fußboden dreckig wird, sollten Sie diesen gut abdecken. Manche Handwerker haben auch Überziehschuhe dabei.

Handwerker Reparaturen
Sorgen Sie für ausreichend Platz, damit der Handwerker ungehindert arbeiten kann!

Sollen Kaffee und Kuchen angeboten werden?

Haben Sie Bauarbeiter über die Mittagszeit im Haus, sind Sie nicht dazu verpflichtet, etwas zu kochen. Genau wie jeder andere Arbeitnehmer hat ein Handwerker in der Regel seine eigene Verpflegung für die Mittagspause dabei. Möchten Sie Ihren Bauarbeitern dennoch etwas Gutes tun, freut sich jeder über eine Tasse Kaffee oder Tee sowie ein paar Kekse oder frisches Obst.

Ist Trinkgeld zahlen üblich?

Auch die Frage nach dem Trinkgeld ist für viele nicht klar. Im Gegensatz zum Restaurantbesuch gibt es für Trinkgelder bei Handwerkern keine gesellschaftlich vorgegebenen Empfehlungen. Je nachdem, wie zufrieden Sie mit der Leistung und auch der Umsichtigkeit des Handwerkers sind, können Sie ihm 10 bis 20 Euro zustecken. Fühlen Sie sich aber nicht verpflichtet, den Handwerkern Trinkgeld zu geben. Sie möchten nicht unhöflich sein oder gar knauserig erscheinen? Dann bieten Sie eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen an. Darüber freuen sich Handwerker immer.

Handwerkertermin
Zu einer Tasse Kaffee sagt keiner Nein.

Möchte sich der Handwerker unterhalten?

Sie sind nicht so gut im Small Talk? Nicht so schlimm! Nachdem Sie dem Handwerker das Problem erklärt und vielleicht etwas zu trinken angeboten haben, macht dieser sich direkt an die Arbeit. Ein kurzer Plausch zwischendurch ist okay, doch lange Dauergespräche lenken den Handwerker nur von der Arbeit ab. Sie müssen auch nicht die ganze Zeit im selben Raum bleiben. Braucht der Handwerker Ihre Hilfe, wird er sich schon bemerkbar machen. Wenn Ihnen die Stille zwischen dem Handwerker und Ihnen unangenehm ist, lassen Sie ein bisschen Musik laufen.

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