Schluss mit Schwitzen!

Die Klimaanlage als ganzjähriges Temperaturwunder

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Claudia Mühlbauer
6. Juli 2021

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei mobilen Klimaanlagen mit Abluftschlauch ist eine Fensterabdichtung nötig, die das Rückströmen warmer Luft verhindert.
  • Echte Klimaanlagen bestehen aus Außen- und Innenteilen, die an die Wände montiert werden müssen.
  • Der Einbau von Klima-Splitgeräten muss durch ein zertifiziertes Fachunternehmen erfolgen, weil nur diese mit Kältemitteln arbeiten dürfen.

Klettert das Thermometer in den Sommermonaten in die Höhe, wird der Aufenthalt in Innenräumen schnell zur Qual. Bei der Arbeit fällt die Konzentration schwer und am Abend stellt sich der Schlaf nur schwer ein. Eine Klimaanlage ist dann Gold wert, denn sie kühlt die Innenräume auf die optimale Temperatur und macht dem Schwitzen ein Ende. Wir erklären Ihnen, worin Klimaanlagen sich unterscheiden und wie sie sogar ganzjährig sinnvoll einzusetzen sind.

Verschiedene Klimaanlagen-Typen im Vergleich

Möchten Sie eine Klimaanlage zu Hause einbauen, stehen verschiedene Varianten zur Auswahl. Ihr Einbau ist jeweils mit mehr oder weniger großem Aufwand verbunden. Dieser sollte sie jedoch nicht abschrecken, wenn Sie eine wirklich gute Raumkühlung erreichen möchten.

  Monoblock-Klimagerät

Eine Klimaanlage, die mobil verwendbar ist, muss nicht groß sein, aber sie verbraucht meist viel Strom. 

Mobile Klimaanlagen finden reißenden Absatz, sobald das Thermometer die 30-Grad-Marke übersteigt. Sie scheinen auf den ersten Blick eine praktische und vor allem unkomplizierte Lösung zu sein, doch sie sind oft wenig sinnvoll. Bei diesem Klimagerät, das Sie einfach ins Zimmer stellen, muss die im Kondensator entstehende Wärme über einen Schlauch nach außen abgegeben werden. Sie müssen also ständig ein Fenster oder die Balkontür offen stehen lassen. Dadurch kommt die heiße Luft von außen ins Zimmer, sodass der Kühleffekt gen Null geht. Abhilfe schafft eine Fensterabdichtung für die Klimaanlage. Sie besteht meist aus Textil oder Plexiglas. Trotz ihrer Größe verbrauchen die kleinen Monoblock-Klimaanlagen allerdings viel Strom und arbeiten meist nicht gerade leise.

  Mono-Split-Klimagerät

Die beste und bekannteste Klimaanlage ist das sogenannte Mono-Split-Klimagerät. Dabei wird das Innenteil der Anlage an der Innenwand des zu kühlenden Raums montiert und das Außenteil an der Außenwand des Hauses. Eine durch die Wand führende Leitung verbindet beide Teile miteinander. Ein Vorteil dieser Klimageräte ist, dass Sie den Kältekreislauf „umdrehen“ können. So funktioniert die Anlage auch als Heizung. Sie saugt dann im Winter die kalte Luft außen an, wandelt sie in Wärme um und gibt die Warmluft nach innen ins Zimmer ab. Weil sie jeden Raum individuell kühlt, wird diese Bauart auch als dezentrale Klimaanlage bezeichnet.

  Multi-Split-Klimaanlage

Mit dieser fortgeschrittenen Variante der Mono-Split-Klimaanlage kaufen Sie mehrere Innenteile, die Sie in verschiedenen Räumen befestigen, und verbinden diese mit nur einem einzigen Außenteil. Sie wird auch als zentrale Klimaanlage bezeichnet. So ein Gerät ist bei einem Neubau empfehlenswert, wenn die Leitungen in den neu zu errichtenden Wänden direkt eingebaut werden können. Bei einer Bestandsimmobilie ist der Umbauaufwand hingegen sehr groß.

Die Klimaanlage ganzjährig betreiben?

Beim Neubau oder bei einer grundlegenden Renovierung, bei der Sie auch Ihre Heizung erneuern, sollten Sie die Anschaffung einer modernen, energiearmen Wärmepumpe erwägen. Im Sommer dient sie als Klimaanlage, die von außen warme Luft ansaugt und als kalte Luft ins Zimmer abgibt. Im Winter drehen Sie den Kühlkreislauf um, sodass das Gerät als Heizung dient: Die kalte Luft von außen wird erwärmt und in die Innenräume geleitet. Renovieren oder bauen Sie nicht, können Sie auch einfach ein Mono-Split-Klimagerät nachrüsten. Dieses funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie die Wärmepumpe.

  Unser Tipp:
Sie brauchen für den Einbau Ihrer Klimaanlage noch passende Beratung? Aroundhome unterstützt Sie bei der Wahl der richtigen Fachfirma. Geben Sie einfach Ihre Wünsche in unserem Online-Fragebogen ein. Anschließend suchen wir für Sie bis zu drei von uns geprüfte Fachunternehmen aus Ihrer Umgebung, die Ihnen für Ihre Klimaanlage jeweils ein Angebot ausstellen. Dieser Service ist für Sie unverbindlich.*

Das sollten Sie noch über Klimaanlagen wissen

  Einbau

Ein mobiles Klimagerät dürfen Sie selbst ohne Weiteres aufstellen. Soll es jedoch eine echte Klimaanlage sein, muss ein Fachunternehmen herangezogen werden. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass nur zertifizierte Fachleute mit Kältemitteln umgehen dürfen.

Eine Klimaanlage für die Wohnung oder das Haus muss von einer Fachkraft eingebaut werden.

  Smarte Klimaanlagen

Es lohnt sich, in eine smarte Klimaanlage zu investieren, die Sie per App über das Smartphone steuern können. Tagsüber sparen Sie Energie, indem die Klimaanlage auch bei Hitze ausgeschaltet bleibt. Abends aktivieren Sie das Gerät per App, wenn Sie den Arbeitsplatz verlassen, und kehren in ein herrlich gekühltes Heim zurück.

  Gesundheitliche Risiken?

Gesundheitliche Gefahren bestehen durch die Nutzung einer Klimaanlage nicht. Im Gegenteil: bei sommerlicher Hitze wird Ihr Körper von der angenehmen Kühle profitieren und Sie schlafen besser. Achten Sie aber darauf, Ihr Klimagerät regelmäßig warten und reinigen zu lassen, sodass sich keine Bakterien und andere Mikroorganismen darin ansiedeln können.

Klimaanlage handwerker cta
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7 Tipps für den effektiven Einsatz der Klimaanlage

Damit Ihr Klimagerät seine Arbeit möglichst effektiv und kostensparend erledigen kann, sollten Sie einige wichtige Aspekte beachten:

  1. Achten Sie beim Kauf auf die Effizienzklasse: Mit A ausgezeichnete Geräte arbeiten besonders energiesparsam und schonen Ihren Geldbeutel. Die Energieeffizienzklasse A sollte es mindestens sein.
  2. Aktivieren Sie die Klimaanlage nur bei Bedarf, wenn Sie zu Hause sind. In Ihrer Abwesenheit verbraucht sie nur unnötigen Strom.
  3. Halten Sie Räume tagsüber kühl, indem Sie die Fenster geschlossen halten und Jalousien oder Rollläden herunterlassen.
  4. Lüften Sie erst in den kühleren Abendstunden.
  5. Beachten Sie die Wärmespeicherfähigkeit der Innenräume – je höher diese liegt, desto mehr Arbeit muss die Klimaanlage leisten.
  6. Verwenden Sie einen Inverter, um den Energieverbrauch zu senken. Angeschaltete Anlagen ohne Inverter laufen immer auf Höchstleistung. Mit einem Inverter gleicht sich die Leistung dem Kühlbedarf an.
  7. Richten Sie die Leistungskraft der Klimaanlage an der Wärmelast des Zimmers aus und kaufen Sie kein überdimensioniertes Klimagerät. In einem Schlafzimmer mit nur einem kleinen Fenster hat die Klimaanlage weniger zu tun, denn hier wird es nicht so warm wie in einem Wohnzimmer mit mehreren großen Fenstern, in dem sich ständig Personen aufhalten und/oder viele Elektrogeräte Wärme erzeugen.

So viel kostet eine Klimaanlage

Die Kosten fallen je nach Art der Klimaanlage sehr unterschiedlich aus. Auch die unterschiedlichen Preise der Stromkonzerne und der Fachfirmen sind Faktoren, die Sie beachten müssen. Grob können Sie mit folgenden Kosten rechnen:

Gerät Anschaffungspreis* Stromverbrauch Einbau durch Fachpersonal*
Monoblock ab 100 Euro 25 Cent/Stunde nicht erforderlich
Mono-Split ab 2.000 Euro 15-18 Cent/Stunde rund 300 bis 400 Euro
Multi-Split ab 2.000 Euro + 1.000 Euro für jedes weitere Zimmer 15-18 Cent/Stunde pro Zimmer rund 500 bis 1000 Euro (je nach Anzahl der Zimmer)
* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung.

Dazu kommen noch regelmäßige Wartungskosten. Eine echte Klimaanlage muss - bei Gebrauch nur im Sommer - etwa alle zwei Jahre von einem Fachunternehmen gewartet werden. Dabei überprüft das Personal den Zustand der Leitungen und des Kältemittels. Einmal pro Jahr muss der Filter getauscht werden. Dies können Sie bei den meisten Mono-Split-Klimaanlagen selbst erledigen. Muss das Kältemittel allerdings aufgefüllt oder getauscht werden, überlassen Sie dies unbedingt einer Fachfirma, da es sich um eine hochgiftige Flüssigkeit handelt.

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