Die Immobilienpreise in München sind landesweit außer Konkurrenz: Keine andere deutsche Stadt hat ein so hohes Preisniveau bei Wohnimmobilien. Doch wie wirkt sich die Situation im Land auf die Preise in der Hauptstadt Bayerns aus? Wir zeigen Ihnen, wie hoch die aktuellen Quadratmeterpreise in München sind und welche Prognosen Expert:innen zum Immobilienmarkt abgeben.
Im Vergleich zum Vorquartal sind die Angebotspreise für Häuser im vierten Quartal 2025 mit einer Veränderung von -3,2 Prozent recht deutlich zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gab es dagegen einen geringfügigen Preisanstieg von 0,7 Prozent. Münchner Häuser wurden im Mittel für einen Preis von 8.442 Euro/m² angeboten.
Die Wohnungspreise konnten im Jahresvergleich einen Zuwachs von etwa 1,9 Prozent verzeichnen. Verglichen mit dem Vorquartal war das Plus mit 1,1 Prozent etwas geringer. Im Mittel wurden Eigentumswohnungen in München für 8.659 Euro/m² angeboten.
* Quelle: PriceHubble (Stand 02/2026)
Wie hoch sind die Quadratmeterpreise in den Münchner Stadtteilen?
Wohnen in München ist im Vergleich zu anderen deutschen Städten durchgehend kostenintensiv. Allerdings gibt es zwischen den einzelnen Bezirken und Stadtteilen bei den Immobilienpreisen erhebliche Unterschiede:
In welchen Bezirken kosten die Häuser und Wohnungen besonders viel?
Aktuell ist der Bezirk Altstadt-Lehel der teuerste bei Häusern und Wohnungen. Pro Quadratmeter zahlen Sie hier im Schnitt 11.086 Euro bei Häusern und 10.622 Euro bei Eigentumswohnungen. Ebenfalls hohe Preise gibt es unter anderem in Maxvorstadt und Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt.
In welchen Bezirken sind die Immobilienpreise vergleichsweise gering?
Am günstigsten lebt es sich im Münchner Bezirk Feldmoching-Hasenbergl, wo derzeit im Schnitt Quadratmeterpreise von 7.622 Euro für Häuser und 7.303 Euro für Wohnungen anfallen. Auch in Moosach und Aubing-Lochhausen-Langwied sind die Preise vergleichsweise gering.
* Quelle: McMakler (Stand 02/2026)
Wie hat sich der Immobilienmarkt in München in den letzten Jahren entwickelt?
München bleibt mit rund 1,6 Millionen Einwohner:innen ein begehrter Wohnstandort. Besonders junge Familien und Studierende aus dem In- und Ausland zieht es in die bayerische Landeshauptstadt. Internationale Unternehmen wie BMW und Siemens tragen zusätzlich zur Zuwanderung von Fachkräften bei.
Mit der hohen Zuwanderung stieg auch die Nachfrage nach Wohnraum, was die Immobilienpreise in München in die Höhe schnellen ließ. Die Preise für Münchner Eigentumswohnungen haben sich in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt. Dadurch ist es für viele Eigennutzer:innen schwierig geworden, bezahlbaren Wohnraum zu finden.
Doch der Ukrainekrieg, steigende Energiepreise und hohe Finanzierungszinsen sorgten ab Mitte 2022 für eine Trendwende: Angebotene Immobilien blieben länger auf dem Markt, die Preise für Wohnungen stagnierten oder sanken. Im Vergleich zu den Höchstständen im ersten Quartal 2022 sind die Angebotspreise für Wohnungen heute 12,5 Prozent niedriger. Die Häuserpreise hatten ihr Maximum im vierten Quartal 2021 und sind seitdem sogar um 18,4 Prozent gesunken.
Wie ist die Prognose für die Immobilienpreisentwicklung in München für die kommenden Jahre?
München hält weiterhin die Spitzenposition bei den Preisen am Immobilienmarkt. In den kommenden Jahren ist weiter von moderaten Zuwächsen auszugehen. Die hohe Nachfrage bei begrenztem Angebot dürfte die Preise stützen. Wie sich der Markt entwickelt, hängt allerdings von zahlreichen Faktoren wie der aktuellen Zinspolitik, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und geopolitischen Einflüssen ab.
Für Käufer:innen ist das Finanzierungsumfeld mit Bauzinsen von im Schnitt 3,7 Prozent und einer Inflationsrate von +2,1 Prozent im Januar derzeit vergleichsweise günstig. Mittel- bis langfristig gehen die meisten Expert:innen von Interhyp allerdings von einem Anstieg der Zinsen auf bis zu 4 Prozent oder mehr aus, was die Kaufbereitschaft mindern könnte. In den begehrten Lagen Münchens dürften steigende Bauzinsen die Nachfrage jedoch nur geringfügig beeinflussen. Um die individuelle Situation am besten einschätzen zu können, sollten Verkäufer:innen die Marktlage genau beobachten und sich professionell beraten lassen.
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