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Heizkörper berechnen: Welche ist die richtige Größe?

Claudia Mühlbauer
5. September 2022

Brauchen Sie einen neuen Heizkörper, kaufen Sie nicht einfach irgendein Modell von der Stange. Damit er einen Raum bis zur Wohlfühltemperatur erwärmen kann, braucht der Heizkörper die richtige Größe und Heizleistung. Wir zeigen Ihnen, welche Werte für die Berechnung eines Heizkörpers wichtig sind und wie Sie die ungefähr nötige Leistung selbst ermitteln.

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Wie hoch ist die optimale Raumtemperatur?

Bevor Sie die passende Leistung und Größe Ihrer Heizkörper berechnen können, stellt sich die Frage, welche Raumtemperatur bzw. Zimmertemperatur Sie erreichen wollen. So ähnlich sich die Begriffe auch sind, beschreiben sie doch nicht das Gleiche.

Die Zimmertemperatur ist ein festgeschriebener Wert und liegt zwischen 20 und 23 °C. Die Raumtemperatur ist dagegen das, was mit dem Thermometer gemessen wird. Anders als die Zimmertemperatur kann sie sich ändern. Als Normtemperatur gelten laut DIN EN 12831 folgende Werte:

  • Wohn- und Schlafzimmer: 20 °C
  • Badezimmer: 24 °C
  • WC-Räume: 20 °C
  • Beheizte Nebenräume (z. B. Flur, Treppenhaus): 15 °C
Illustration Heizkörper berechnen
Je nach Nutzung eines Raumes eignen sich unterschiedliche Standardtemperaturen.

Was ist bei der Heizkörperberechnung wichtig?

Durch die unterschiedlichen Oberflächen kann sich die Wärmeleistung bei verschiedenen Heizkörpertypen gleicher Größe unterscheiden. Bei der Bestimmung der nötigen Heizleistung sind die Maße des Heizkörpers deswegen nicht der wichtigste Faktor. Trotzdem kann bei der Berechnung der Leistung die Heizkörpergröße nicht völlig vernachlässigt werden, denn meist ist der Platz für den Einbau beschränkt.

In erster Linie ist allerdings die Wattzahl entscheidend. Die nötige Heizkörperleistung müssen Sie nicht selbst berechnen – das übernimmt der Fachbetrieb, der den Heizkörper bei Ihnen einbaut.

Wichtig zu wissen:

In die genaue Berechnung fließen Faktoren wie die Abmessungen und wärmetechnischen Eigenschaften verschiedener Gebäudeteile, Wärmeverluste durch die Lüftung und eine „Norm-Außentemperatur“ zwischen -7 °C und -17 °C ein. Die genaue Heizleistung eines Heizkörpers zu berechnen, ist deswegen für Laien schwierig.

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Heizkörper selbst berechnen

Auch wenn es die Aufgabe der Fachfirma ist, die nötige Leistung Ihrer Heizkörper zu berechnen, können Sie die groben Werte selbst ermitteln. Wollen Sie für einen Wohnraum den passenden Heizkörper berechnen, brauchen Sie die Formel:

Raumgröße (in Quadratmetern) x spezifische Heizleistung (in Watt je Quadratmeter) = Erforderliche Leistung (in Watt)

Die spezifische Heizleistung finden Sie nach Baujahr des Gebäudes und der gewünschten Temperatur in dieser Tabelle:

Beispielrechnung

Sie suchen nach einem neuen Heizkörper für Ihr Wohnzimmer, das auf eine Temperatur von 20 °C aufgeheizt werden soll. Das Zimmer ist 20 Quadratmeter groß und befindet sich in einem Haus, das im Jahr 2000 gebaut wurde.

20 Quadratmeter x 81 Watt/Quadratmeter = 1.620 Watt

Ihr Heizkörper sollte mindestens eine Leistung von 1.620 Watt haben. In der Praxis wird allerdings meist die 1,3- bis 1,5-fache Heizleistung gewählt. In unserem Beispiel wären das 2.106 bzw. 2.430 Watt. Die Heizlast können Sie auch auf mehrere kleine Heizkörper aufteilen.

Richtwerte für die Berechnung der Heizkörperleistung

Neben den Werten in der Tabelle haben sich bestimmte Richtwerte für die Heizleistung etabliert:

  • Unsanierte Altbauten: 120 bis 150 Watt/qm
  • Sanierte, gedämmte Altbauten: 60 bis 100 Watt/qm
  • Neubau nach 1995: 40 bis 60 Watt/qm
  • Neubau nach 2002: 30 bis 50 Watt/qm
  • Badezimmer: 10 % Aufschlag
  • Nebenräume: 10 % Abzug
  • Räume mit Dachschrägen: 20 % Abzug
Wohnzimmer Heizkörper Berechnen
In großen Räumen bietet es sich an, die Heizleistung auf mehrere Heizkörper zu verteilen.

Diese Werte sollen Ihnen vor allem einen Überblick geben, wie sich die nötige Heizlast mit der Dämmung eines Gebäudes verändern kann. Die nötige Wärmeleistung eines Heizkörpers detailliert zu berechnen, ist so nicht möglich. Eben das ist durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) aber vorgeschrieben. Ein vereinfachtes Verfahren für die Heizlastberechnung ist für Neubauten nicht mehr erlaubt.

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