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Welche Immobilie möchten Sie verkaufen?

Das sollten Sie beim Immobilienverkauf beachten

Sie denken darüber nach, Ihre Immobilie zu verkaufen? Um Haus, Wohnung oder Grundstück gewinnbringend zu verkaufen, ist der richtige Zeitpunkt maßgeblich. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie beim Immobilienverkauf achten sollten.

Claudia Mühlbauer, Online-Redakteurin
Claudia Mühlbauer
Aktualisiert am
Immobilienverkauf Tipps

Verkaufen oder abwarten: Wie finde ich den richtigen Zeitpunkt für den Verkauf?

Ein Verkauf Ihrer Immobilie lohnt sich vor allem in folgenden Situationen:

  • Wenn die Mietrendite geringer ausfällt als die Rendite einer alternativen Geldanlage.

  • Wenn Sie Kapital freisetzen möchten, um größere Anschaffungen zu tätigen.

  • Wenn Sie nicht die Zeit und das Geld für die Verwaltung der Immobilie aufbringen möchten.

  • Wenn der Verkauf steuerlich günstig möglich ist, etwa weil die Spekulationsfrist abgelaufen ist.

Sollte ich jetzt verkaufen? Das rät ein Experte

Viele Eigentümer:innen stellen sich die Frage, ob sie mit dem Verkauf Ihrer Immobilie noch warten sollten, um einen besseren Preis zu erzielen. „Grundsätzlich muss man nach den Motiven des Verkaufs entscheiden“, verrät uns der Immobilienexperte Jan Bauer von Postbank Immobilien. „Steht ein Haus leer, gibt es keinen Grund zu warten. Wenn man in dem Haus selbst wohnt und überlegt, in eine Wohnung umzuziehen, ist es nicht verkehrt, langfristiger zu denken.“ Aktuell sind die Kaufpreise für Häuser erstmals seit zwölf Jahren rückläufig, während gleichzeitig die Kosten für Finanzierungen steigen. Das heißt, dass es länger dauern kann, potenzielle Käufer:innen zu finden, und Sie Ihre Preisvorstellungen dem Markt anpassen müssen.

Wie läuft der Verkauf ab?

Vorbereitungsphase
  • Dokumente heraussuchen

  • Schönheitsreparaturen

  • Wertermittlung

  • Exposé / Inserat aufsetzen

Verkaufsphase
  • Besichtigungen

  • Preisverhandlungen

  • Bonitätsprüfung

  • Kaufvertrag erstellen

Übergabe
  • Notariat beauftragen

  • Grundbucheintrag

  • Zahlung

  • Schlüsselübergabe

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Privat verkaufen oder mit Makler:in?

Bei einem privaten Hausverkauf fällt zwar keine Provision an, dafür müssen Sie den ganzen Immobilienverkauf allein stemmen. Dabei sollten Sie nicht den hohen Arbeits- und Zeitaufwand unterschätzen. Die Vorteile beim Verkauf mit Makler:in sind etwa folgende:

  • professionelle Vermarktung, da Makler:innen hochwertige Exposés erstellen

  • große Zeitersparnis, da Makler:innen alle Aktivitäten von der Anzeigenschaltung bis zur Übergabe übernehmen

  • unter Umständen höherer Verkaufspreis, da Makler:innen genau über die regionale Marktlage informiert sind, die Immobilie dementsprechend realistisch bewerten und ihre Erfahrung bei den Preisverhandlungen einsetzen

  • mehr Interessent:innen für Ihre Immobilie, da Makler:innen über ein großes Netzwerk verfügen

  • mehr Sicherheit, da Makler:innen die Bonität der Käufer:innen prüfen und auf rechtliche Sicherheit bei der Vertragsgestaltung achten

Wann können Sie ohne Makler:in verkaufen?

Nicht bei jedem Immobiliengeschäft ist unbedingt ein:e Makler:in nötig. Der Selbstverkauf ist sinnvoll, wenn Sie bereits Kaufinteressent:innen für Ihr Objekt haben. Dringend erforderlich sind dabei Kenntnisse in Bau- und Vertragsrecht. Auch die nötigen Fertigkeiten, um Ihre Immobilie professionell im Internet zu vermarkten, sind empfehlenswert, sollte Ihr:e Kaufinteressent:in plötzlich umschwenken. Wer über die notwendige Erfahrung und Zeit verfügt und wem der Umgang mit potenziellen Käufer:innen liegt, für den eignet sich der Hausverkauf ohne Makler:in.

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Welche Kosten kommen auf Sie zu?

Typischerweise fallen für die Verkäufer:innen folgende Kosten beim Immobilienverkauf an:

  • Maklerprovision: beim Verkauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern meist 5,95 bis 7,14 Prozent des Kaufpreises, in der Regel je zur Hälfte von Käufer:in und Verkäufer:in getragen; bei Grundstücksverkäufen meist zwischen 3 und 6 Prozent, die Aufteilung wird zwischen Käufer:innen und Verkäufer:innen vereinbart

  • Energieausweis: ca. 50 bis 150 Euro für einen Verbrauchsausweis, ca. 300 bis 600 Euro für einen Bedarfsausweis

  • Wertermittlung: in der Maklerprovision enthalten, wenn Sie einen Maklervertrag abschließen; sonst ca. 500 Euro für ein Kurzgutachten von Makler:innen

  • Vermarktungskosten: beim Verkauf mit Makler:in in der Provision enthalten; sonst bis zu 1.000 Euro für Fotos, Exposé und Anzeigenschaltung

  • Löschung der Grundschuld: ca. 0,2 bis 0,4 Prozent des im Grundbuch eingetragenen Grundschuldbetrags

  • Steuern: Spekulationssteuer abhängig vom erzielten Gewinn und dem persönlichen Einkommensteuersatz

  • ggf. Kosten für Renovierungen: unterschiedlich, je nach Aufwand

  • ggf. Vorfälligkeitsentschädigung: Kosten für die vorzeitige Rückzahlung eines Darlehens mit Zinsbindung; abhängig von Restlaufzeit, Restschuld, aktuellem Zinsniveau und vereinbartem Zinssatz

Diese Besonderheiten gibt es je nach Immobilientyp

Im Prinzip läuft jeder Immobilienverkauf gleich ab, egal ob Sie ein Grundstück, ein Haus oder eine Wohnung verkaufen. Doch es gibt einige Besonderheiten für die verschiedenen Objekttypen zu beachten.

Grundstück verkaufen

  • Maß und Art der baulichen Nutzung entscheidend

  • Grundstücksbewertung von Gutachter:in mit Orientierung am Bodenrichtwert

Haus verkaufen

  • Pflicht, alle bekannten Mängel offenzulegen

  • Bewertung je nach Nutzung mit Vergleichswert-, Sachwert- oder Ertragswertverfahren

Wohnung verkaufen

  • bezugsfreie Wohnungen verkaufen sich oft besser als vermietete Objekte

  • erforderliche Dokumente: Teilungserklärung und Teilungsplan, Jahreswirtschaftspläne, Wohngeldabrechnungen, Protokolle vorheriger Eigentümerversammlungen, Aufstellung aller durchgeführten Sanierungen und Modernisierungen

Gewerbe verkaufen

  • Anforderungen der Nutzer:innen oft spezieller

  • vermietete Gewerbeobjekte mit langer Vertragslaufzeit bei Investor:innen beliebter als leer stehende Immobilien

  • voraussichtlich erzielbare Erträge als Faktor bei der Immobilienbewertung

Immobilienrente als Alternative zum Verkauf

Es gibt verschiedene Modelle der Immobilienverrentung, die sich vor allem darin unterscheiden, wer Eigentümer:in bleibt und wie das weitere Wohnen geregelt wird.

  • Bei der klassischen Immobilienverrentung (Leibrente), verkaufen Sie Ihr Haus oder Ihre Eigentumswohnung und erhalten dafür regelmäßige Zahlungen. Ihr Recht, weiterhin in der Immobilie zu wohnen, kann dabei beispielsweise durch ein Wohnrecht oder einen Nießbrauch abgesichert und im Grundbuch eingetragen werden.

  • Beim Teilverkauf verkaufen Sie dagegen nur einen Teil Ihrer Immobilie und bleiben Miteigentümer:in. Für die weitere Nutzung fällt in der Regel ein monatliches Nutzungsentgelt an.

  • Bei einer Umkehrhypothek bleiben Sie Eigentümer:in und erhalten Geld auf Basis eines Darlehens, für das die Immobilie als Sicherheit dient.

  • Beim Rückmietkauf verkaufen Sie die Immobilie und mieten sie anschließend vom neuen Eigentümer zurück.

Das ist Aroundhome

Wir von Aroundhome unterstützen Sie dabei, Ihre Hausprojekte erfolgreich und stressfrei umzusetzen – durch individuelle Beratung und die Vermittlung passender Fachfirmen. Unser Service ist für Sie komplett kostenfrei und unverbindlich, wir finanzieren uns über die Zusammenarbeit mit den Fachfirmen.

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Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert ein Immobilienverkauf?

Die Dauer eines Immobilienverkaufs beläuft sich im Schnitt auf sechs Monate. Wie lange es bis zur Eigentumsumschreibung im Grundbuch in Ihrem konkreten Fall dauert, hängt unter anderem von der Immobilie, der Nachfrage, der Finanzierung und der Bearbeitungszeit des zuständigen Grundbuchamts ab. In weniger gefragten Lagen kann sich der Verkauf deutlich länger hinziehen.

Sollte man eine Immobilie vor dem Verkauf noch sanieren?

Ob Sie die Immobilie vor dem Verkauf modernisieren, sollten Sie genau abwägen. Eine gute Energieeffizienz kann für Kaufinteressent:innen attraktiv sein und sich positiv auf den Verkaufspreis auswirken. Rein geschmackliche Modernisierungen, etwa eine neue Küche oder neue Böden, lohnen sich dagegen meist nicht, wenn die vorhandene Ausstattung noch in Ordnung ist. Notwendige Reparaturen und die Beseitigung sichtbarer Mängel können hingegen sinnvoll sein.

Wann lohnt es sich, die Immobilie zu vermieten statt zu verkaufen?

Die Vermietung einer Immobilie kann sinnvoll sein, wenn Sie langfristig Mieteinnahmen erzielen möchten und die erwartete Rendite zu Ihren Zielen passt. Dabei sollten Sie neben den Einnahmen auch laufende Kosten, Instandhaltung, Verwaltung und mögliche Mietausfälle berücksichtigen.

Was ist die Spekulationssteuer?

Als Spekulationssteuer wird umgangssprachlich die Einkommensteuer auf einen steuerpflichtigen privaten Veräußerungsgewinn bezeichnet. Bei vermieteten Immobilien kann ein Verkauf innerhalb von zehn Jahren nach dem Erwerb steuerpflichtig sein. Für selbst genutzte Immobilien gibt es eine wichtige Ausnahme: Der Verkauf kann steuerfrei sein, wenn die Immobilie im Verkaufsjahr und in den beiden vorangegangenen Kalenderjahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde. Auch eine ausschließliche Eigennutzung im gesamten Zeitraum zwischen Anschaffung und Verkauf kann zur Steuerfreiheit führen.


Was änderte sich 2023 bei der Erbschaftsteuer?

Mit dem Jahressteuergesetz 2022 wurden die Regeln zur Bewertung von Immobilien für die Erbschaft- und Schenkungsteuer angepasst. Die Änderungen gelten für Bewertungsstichtage seit dem 1. Januar 2023 und sind damit auch 2026 noch relevant. Unter anderem wurden die Bewertungsverfahren für Immobilien an die aktuellen Regelungen zur Verkehrswertermittlung angepasst. Dadurch kann der für die Erbschaftsteuer angesetzte Immobilienwert höher ausfallen als nach den früheren Bewertungsregeln. Die Höhe der Erbschaftsteuer hängt jedoch weiterhin unter anderem vom Wert der Immobilie, dem Verwandtschaftsgrad und den persönlichen Freibeträgen ab.

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