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Gasheizung auf Wärmepumpe umrüsten – Kosten, Vorteile und Fördermöglichkeiten

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Eine Gasheizung auf eine Wärmepumpe umzurüsten ist eine sinnvolle Lösung, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Da das Heizen mit fossilen Brennstoffen wie Gas immer teurer und ab dem Jahr 2045 verboten wird, lohnt sich der Wechsel in den meisten Fällen. Die Kosten für die Umrüstung der Gasheizung liegen bei ca. 20.000 bis 60.000 Euro im Altbau. Für die Wärmepumpe können Sie 30 bis 70 Prozent Förderung erhalten.

Lina Strauss, Online-Redakteurin
Lina Strauss
Aktualisiert am
Bauarbeiter montiert Wärmepumpe an eine Häuserwand
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Gasheizung auf Wärmepumpe umrüsten: Wann lohnt es sich?

Die Umrüstung einer Gasheizung auf eine Wärmepumpe lohnt sich in vielen Fällen:

  • Defekte Heizung: Wenn Ihre Gasheizung kaputt ist oder eine teure Reparatur erfordert, lohnt sich jetzt der Wechsel zur Wärmepumpe mehr als der Einbau einer neuen Gasheizung, da Sie langfristig Energiekosten sparen.

  • Grundförderung: Aktuell gibt es noch eine Grundförderung von 30 Prozent für alle, die ihre Gasheizung auf eine Wärmepumpe umrüsten wollen.

  • Alte Heizung: Wenn Ihre Gasheizung älter als 20 Jahre ist, profitieren Sie von 20 Prozent mehr Förderung durch den Klimageschwindigkeitsbonus.

  • Einkommensbonus: Wenn Sie ein Haushaltsjahreseinkommen von bis zu 40.000 Euro haben, erhalten Sie zusätzlich 20 Prozent Förderung durch den Einkommensbonus.

  • Steigende CO2-Steuer: Durch den steigenden CO2-Preis können laut Berechnungen des Forschungsinstituts für Wärmeschutz e.V. München bis 2027 Mehrkosten von knapp 160 bis 800 Euro für eine Gasheizung anfallen. Langfristig müssen Sie damit rechnen, bis zu 3.000 Euro zusätzlich im Jahr für CO2-Emmissionen zu zahlen.

Die Umrüstung lohnt sich fast immer, da Gasheizungen ein Auslaufmodell sind und der Betrieb immer teurer wird. Daher rät der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) dringend davon ab, sich eine neue Gasheizung einzubauen. Empfohlen wird, eine Wärmepumpe nachzurüsten, da sie klimafreundlich und effizient ist und für viele Häuser geeignet ist.

Welche langfristigen Vorteile hat die Umrüstung auf eine Wärmepumpe?

Es bietet langfristige Vorteile, von Gas auf eine Wärmepumpe zu wechseln, die über reine Kosteneinsparungen hinausgehen. Die Umrüstung steigert den Wert Ihrer Immobilie, da klimafreundliche und energieeffiziente Technologien bei Käufer:innen immer gefragter werden. Zudem ist die Wärmepumpe eine zukunftssichere Lösung, die unabhängig von fossilen Brennstoffen ist und zur Erreichung der Klimaziele beiträgt.

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Kosten für die Umrüstung von Gasheizung auf Wärmepumpe

Wenn Sie von Gas auf eine Wärmepumpe umrüsten, liegen die Kosten bei ca. 20.000 bis 60.000 Euro – ohne Förderung.

Kostenstelle

Kosten*

Anschaffungskosten Wärmepumpe

ca. 11.000 - 20.000 €

Installationskosten

ca. 5.000 - 19.000 €

Entsorgung der alten Gasheizung

ca. 2.000 - 3.000 €

Hydraulischer Abgleich

ca. 700 - 1.000 €

Austausch der Heizpumpe

ca. 300 - 500 €

Erneuerung des Heizsystems

ca. 1.000 - 14.500 €

Umrüstungskosten insgesamt

ca. 20.000 - 58.000 €

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung.

Entscheidend dafür, wie viel die Umrüstung Ihrer Gasheizung kostet, sind die Kosten für die Wärmepumpe. Sie unterscheiden sich je nach Wärmepumpenart.

Wärmepumpenart

Anschaffungskosten*

Installationskosten*

Luft-Wasser-Wärmepumpe

11.000 - 20.000 €

5.000 - 9.000 €

Erdwärmepumpe

13.000 - 20.000 €

10.000 - 19.000 €

Wasser-Wasser-Wärmepumpe

13.000 - 20.000 €

10.000 - 19.000 €

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung.

Umrüstung einer Gasheizung auf eine Wärmepumpe zur Innenaufstellung.
Bei der Umrüstung wird der alte Gaskessel ausgebaut und entsorgt, bevor die neue Wärmepumpe eingebaut wird.

Wie hoch sind die laufenden Kosten und Einsparungen nach der Umrüstung?

Durch die hohe Effizienz der Wärmepumpe und der Einsparung der CO2-Steuer können Sie mehrere Hundert bis Tausend Euro im Jahr sparen. Der große Vorteil, wenn Sie Ihre Gasheizung auf eine Wärmepumpe umrüsten, liegt in den geringen laufenden Kosten.

Die folgende Tabelle zeigt einen Vergleich von Gasheizung und Wärmepumpe in Hinblick auf die jährlichen Betriebskosten für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit einem Wärmebedarf von 20.000 kWh:

Kostenfaktor

Gasheizung

Wärmepumpe

Energieverbrauch

20.000 kWh

5.000 kWh Strom (JAZ von 4)

Energiepreise*

10 ct/kWh

25 ct/kWh

Wartungskosten

ca. 130 €

ca. 140 €

Gesamtkosten jährlich

2.130 €

1.390 €

* Gaspreis für Bestandskund:innen und Strompreis mit Wärmepumpentarif. (Stand: Februar 2026)

Insgesamt ergibt sich im Beispiel eine jährliche Einsparung von etwa 740 Euro, wenn Sie Ihre Gasheizung durch eine Wärmepumpe ersetzen.

Wärmepumpe statt Gas: Bis zu 100.000 Euro Ersparnis möglich

Der Umstieg von einer Gasheizung auf eine Wärmepumpe zahlt sich langfristig aus. Expert:innen prognostizieren drastisch steigende Kosten für fossile Brennstoffe: In den nächsten 20 Jahren könnten sich die Heizkosten für Gas und Öl in einem Altbau etwa verdreifachen.

Laut co2online werden Gasheizungen aufgrund der Energiepreisentwicklungen zur Kostenfalle:

  • Mit Gasheizung: ca. 120.000 Euro Heizkosten in 20 Jahren

  • Mit Wärmepumpe und energetischer Sanierung: ca. 16.000 Euro in 20 Jahren

  • Ersparnis: über 100.000 Euro

Warum ist die Wärmepumpe im Betrieb so viel günstiger als eine Gasheizung?

Eine Gasheizung nutzt nur die Energie, die im Gas steckt. Dagegen gewinnen Wärmepumpen aus einer Einheit Strom drei- bis fünfmal so viel Wärme aus der Umwelt. Daher muss der Wärmebedarf durch die Jahresarbeitszahl (JAZ) der Wärmepumpe geteilt werden.

Die Kosten für den jährlichen Stromverbrauch Ihrer Wärmepumpe berechnen Sie mit folgender Formel:

Stromkosten im Jahr berechnen

(Wärmebedarf Gebäude in kWh / Jahresarbeitszahl) x Strompreis = Stromkosten der Wärmepumpe

Beispiel: (20.000 kWh / 4) x 0,25 Euro = 1.250 Euro

Gasheizung umrüsten auf Wärmepumpe: Beispiel für ein 130 m² großes Haus

  • Luft-Wasser-Wärmepumpe (ohne Förderung): 15.000 Euro

  • Installation: 7.000 Euro

  • Entsorgung Gasheizung: ca. 2.000 Euro

  • Austausch von 10 Heizkörpern: 4.000 Euro

  • Hydraulischer Abgleich: ca. 1.000 Euro

  • Wärmedämmung (100 Euro pro m²): 13.000 Euro

Sie kaufen eine Luft-Wasser-Wärmepumpe für 22.000 Euro inklusive Installation. Für die Entsorgung Ihrer alten Gasheizung zahlen Sie 2.000 Euro. Außerdem müssen Sie vier Heizkörper für je 400 Euro austauschen und einen hydraulischen Abgleich für 1.000 Euro durchführen lassen. Der Dämmzustand Ihres Hauses ist nicht gut, weswegen Sie für die Wärmedämmung 13.000 Euro für 130 m² ausgeben. Insgesamt würde die Umrüstung und Sanierung ohne Förderung 42.000 Euro kosten.

Welche Förderung gibt es, wenn Sie von Gas auf Wärmepumpe umrüsten?

Förderung für den Heizungstausch

Eine der attraktivsten Förderungen für die Umrüstung von Gas auf eine Wärmepumpe ist die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Sie bietet:

  • 30 Prozent Basisförderung

  • 20 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus: Wenn Umrüstung bis zum Jahr 2028 erfolgt.

  • 30 Prozent Einkommensbonus: Wenn Haushaltseinkommen unter 40.000 Euro liegt.

  • 5 Prozent Effizienzbonus: Wenn Wärmepumpe ein natürliches Kältemittel nutzt oder Wärme aus Wasser, Abwasser oder dem Erdreich gewinnt.

  • Maximaler Fördersatz: 70 Prozent

  • Förderfähige Kosten: Maximal 30.000 Euro für die erste Wohneinheit

Wenn Sie die Förderung für Wärmepumpen nutzen, können Sie die Kosten für die Umrüstung Ihrer Gasheizung um 30 bis 70 Prozent der förderfähigen Kosten senken. Statt beispielsweise 30.000 Euro müssten Sie mit Förderung lediglich zwischen 9.000 und 21.000 Euro für die Wärmepumpe zahlen.

Die BEG-Förderung ist mit regionalen Förderprogrammen kombinierbar. Erkundigen Sie sich dazu am besten bei ihrer regionalen Fachfirma.

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Förderung für Heizungsoptimierung und Sanierungsmaßnahmen

Förderung für Heizungsoptimierung und Sanierungsmaßnahmen

Nicht nur die Anschaffung und Installation der Wärmepumpe, sondern auch viele weitere Arbeiten rund um die Umrüstung der Gasheizung sind förderfähig:

BAFA-Zuschuss für Heizungsoptimierung

  • Fördersatz: 15 Prozent der förderfähigen Ausgaben (plus 5 Prozent iSFP-Bonus)

  • Förderfähige Maßnahmen: Hydraulischer Abgleich, Austausch der Heizungspumpe, Dämmung von Rohrleitungen, Einbau von Flächenheizungen, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik

BAFA-Zuschuss für energetische Einzelmaßnahmen

  • Fördersatz: 15 Prozent der förderfähigen Ausgaben (plus 5 Prozent iSFP-Bonus)

  • Förderfähige Maßnahmen: Wärmedämmung, Austausch von Fenstern und Türen

BAFA-Förderung für Fachplanung und Baubegleitung

  • Fördersatz: 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben

  • Förderfähig: Energieberatung, Planung und professionelle Baubegleitung

Welche Voraussetzungen gibt es, um von Gasheizung zur Wärmepumpe umzurüsten?

Damit die Betriebskosten der Wärmepumpe gering bleiben, ist es ideal, wenn das Haus und die Heizsysteme bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Gebäudeeigenschaften

Grundsätzlich ist der Wechsel von Gas zur Wärmepumpe in fast jedem Haus möglich. Auch die Umrüstung einer Wärmepumpe im Altbau ist in den meisten Fällen kein Problem. Je besser das Haus allerdings gedämmt ist, desto geringer sind die Energiekosten. Bei sehr schlechten Dämmwerten ist eine energetische Sanierung daher sinnvoll. Ein Heizstab kann die Wärmepumpe bei sehr niedrigen Außentemperaturen unterstützen und für ausreichend Wärme im Haus sorgen.

Heizsysteme und Vorlauftemperaturen

Einer der wichtigsten Punkte bei der Umrüstung der Gasheizung auf eine Wärmepumpe ist die Einstellung der richtigen Vorlauftemperatur. Gasheizungen laufen in unsanierten Altbau oft mit Vorlauftemperaturen von 75 bis 90 °C, moderne Brennwertkessel mit ca. 55 bis 60 °C. Die Wärmepumpe arbeitet jedoch am effizientesten mit niedrigen Vorlauftemperaturen von 30 bis 35 °C. Empfohlen werden Vorlauftemperaturen bis zu 55 Grad, damit die Stromkosten noch im Rahmen bleiben.

Für einen effizienten Betrieb nach der Umrüstung muss die Fachfirma die Vorlauftemperatur gegebenenfalls senken. Das gelingt mit folgenden Maßnahmen:

  • Heizkurve anpassen

  • hydraulischer Abgleich

  • Einbau einer Hocheffizienzpumpe

  • Thermostatventile richtig einstellen

  • Dämmung der Heizkörper und -rohre

  • Einbau von Flächenheizungen, wie eine Fußbodenheizung oder Niedertemperatur-Heizkörper

  • Gebäudedämmung verbessern

Als Alternative für unsanierte Altbauten können auch Hochtemperatur-Wärmepumpen infrage kommen. Sie arbeiten auch mit hohen Vorlauftemperaturen von z. B. 80 °C. Aus Kostensicht ist es jedoch meist sinnvoller, die Vorlauftemperatur durch Sanierungsmaßnahmen zu senken.

Installation der Heizkörper
Wenn Sie eine Gasheizung auf eine Wärmepumpe umrüsten, werden häufig einige Heizkörper ausgetauscht.
Tipp: Wärmepumpen-Ampel nutzen

Mit der Wärmepumpen-Ampel der Forschungsstelle für Energiewirtschaft e. V. (FfE) können Sie mit einem Rechner herausfinden, ob Ihr Haus für eine Wärmepumpe geeignet ist und welche Wärmepumpe zu Ihrem Haus passt.

Wann amortisiert sich die Umrüstung von Gasheizung auf Wärmepumpe?

Die Umrüstung auf eine Wärmepumpe lohnt sich bereits nach wenigen Jahren. Bei der Berechnung spielen die Investitionskosten, der Fördersatz und die laufenden Kosten eine entscheidende Rolle.

Kostenfaktor

Wärmepumpe

Gasheizung

Anschaffungskosten

20.000 €

10.000 €

Installation

9.000 €

2.000 €

Entsorgung der alten Heizung

2.000 €

2.000 €

Hydraulischer Abgleich

1.000 €

1.000 €

Schornsteinsanierung

-

1.500 €

Austausch von 4 Heizkörpern

4.000 Euro

-

Investitionskosten gesamt

36.000 €

16.500 €

Förderung (55 % von 30.000 €)

-16.500 €

-

Netto-Investitionskosten

19.500 €

16.500 €

Laufende Kosten im Jahr

1.390 €

2.130 €

Laufende Kosten (10 Jahre)

13.900 €

21.300 €

Gesamtkosten (10 Jahre)

33.400 €

37.800 €

  • Einsparung durch Förderung: Durch die Förderung sinken die tatsächlichen Investitionskosten der Wärmepumpe auf 19.500 Euro und liegen damit nur 3.000 Euro über den Kosten einer Gasheizung.

  • Amortisationszeit: Amortisationszeit: Die Wärmepumpe hat sich bereits nach etwa vier Jahren amortisiert – im Vergleich zur Gasheizung. Die höheren Anschaffungskosten werden durch die jährliche Ersparnis bei den Betriebskosten von 740 Euro schnell ausgeglichen.

  • Gesamtkosten nach 10 Jahren: Bei der Gasheizung betragen die Gesamtkosten 37.800 Euro, bei der Wärmepumpe 33.400 Euro. Die Wärmepumpe ist somit 4.400 Euro günstiger.

In dieser Rechnung ist der steigende CO₂-Preis noch nicht berücksichtigt. Dieser kann für eine Gasheizung zusätzliche Mehrkosten von mehreren hundert bis tausend Euro pro Jahr bedeuten. Die tatsächliche Ersparnis mit der Wärmepumpe dürfte also noch höher ausfallen.

Wärmepumpe vor Haus mit Solaranlage auf dem Dach vor einem Lavendelbeet und grünem Rasen. Im Hintergrund steht ein Windrad
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Heizungsgesetz: Das gilt für Gasheizungen 2025
  • Neubauten: Neue Heizungen müssen zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden.

  • Bestehende Gebäude: Für den Austausch alter Heizungen gibt es längere Übergangsfristen – in Großstädten bis 2026, in Kleinstädten bis 2028.

  • Ohne Wärmeplan: Gasheizungen dürfen weiter genutzt und repariert werden, müssen aber ab 2029 schrittweise mehr erneuerbare Energien einbinden.

  • Verbot: Ab 2045 ist das Heizen mit fossilen Brennstoffen wie Gas verboten (Ausnahmen für Härtefälle).

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) soll so den CO₂-Ausstoß deutlich senken.

Gasheizung zur Wärmepumpe oder Hybridheizung umrüsten – Was ist besser?

Eine Hybridheizung sollte nur dann infrage kommen, wenn Ihre Gasheizung neu ist oder wenn Ihr Haus für den Betrieb mit einer Wärmepumpe gedämmt werden müsste und Sie die Sanierungskosten aufschieben möchten. In den meisten anderen Fällen ist eine vollständige Umrüstung auf eine Wärmepumpe die bessere Lösung.

Gasheizung umrüsten auf Wärmepumpe

Vor allem bei gut gedämmten Häusern oder wenn Sie ohnehin eine Sanierung planen, sollten Sie komplett von Gas auf eine Wärmepumpe umsteigen. So optimieren Sie den Energieverbrauch Ihres Hauses und sind für die Zukunft gut aufgestellt. Sie können Förderungen sowohl für die Wärmepumpe als auch für eine Wärmedämmung oder den Austausch einer mindestens 20 Jahre alten Gasheizung erhalten.

Vorteile der kompletten Umrüstung

Nachteile der kompletten Umrüstung

Zukunftsfähige und klimafreundliche Lösung

Eventuell zusätzliche Kosten für Sanierung

Geringerer Energieverbrauch und weniger Energiekosten

Förderungen für Wärmepumpe und Dämmmaßnahmen

Heizungstauschbonus bei Gasheizungen älter als 20 Jahre

Gasheizung umrüsten zur Hybridheizung

Eine Hybridheizung, die eine alte Gasheizung und einen Teil erneuerbarer Energien kombiniert, kann in Bestandsgebäuden mit knappem Budget sinnvoll sein. Denn für die komplette Umrüstung auf eine Wärmepumpe können zusätzliche Sanierungskosten anfallen. Bei der Kombilösung übernimmt beispielsweise eine Wärmepumpe die Grundlast des Heizens und die Warmwasserbereitung. Wenn die Heizlast zu groß wird, schaltet sich die Gasheizung zu.

Vorteile der Gas-Hybridlösung

Nachteile der Gas-Hybridlösung

Weniger CO₂-Emissionen

Übergangslösung

Geringere Energiekosten

Keine staatliche Förderung

Sanierungskosten aufgeschoben

Energieverbrauch ist nicht optimal

Wichtig bei Gas-Hybridlösungen

Wenn Sie Ihre Gas-Hybridheizungen mit einer Wärmepumpe kombinieren, darf diese nur mit Ökogas oder Biogas laufen. Für diese sogenannten bivalenten Systeme muss ein Pufferspeicher installiert werden. Manche Gasheizungen sind bereits „renewable ready“ – also für die Einbindung erneuerbarer Energien vorbereitet. Ansonsten muss die Steuerungs- und Anschlusstechnik nachgerüstet werden.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Umrüstung auf eine Wärmepumpe

Bevor Sie Ihre Gasheizung mit einer Wärmepumpe nachrüsten oder komplett zur Wärmepumpe wechseln, sollten Sie folgende Schritte durchlaufen:

1. Energieberatung und individueller Sanierungsfahrplan

Eine Energieberatung hilft Ihnen, den aktuellen energetischen Zustand Ihres Hauses zu bewerten und Einsparpotenziale zu erkennen. Im individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) werden Ihnen konkrete Maßnahmen aufgezeigt, wie Sie Ihr Haus optimal z. B. für den Betrieb einer Wärmepumpe vorbereiten können – etwa durch Dämmung oder den Austausch ineffizienter Heizkörper.

2. Heizkörper prüfen

Wärmepumpen laufen optimal mit Vorlauftemperaturen bis etwa 55 Grad. In Neubauten werden dafür Flächenheizungen wie Fußbodenheizungen eingebaut. Prüfen Sie, ob Ihre Heizkörper auch bei niedrigen Vorlauftemperaturen funktionieren. Ansonsten können spezielle Wärmepumpen-Heizkörper eingebaut werden.

3. Heizlast berechnen lassen

Um zu entscheiden, ob eine Wärmepumpe allein effizient heizen kann, ist die Heizlast ausschlaggebend. In Altbauten sollte die Berechnung ein Fachbetrieb übernehmen. Eine Heizlast über 15 Kilowatt gilt als hoch, sodass sich eine Wärmepumpe allein kaum rentiert. Dann wären eine Gas-Hybridheizung oder energetische Sanierung sinnvoll.

4. Wärmeverluste minimieren

Eine gute Dämmung ist keine grundsätzliche Voraussetzung dafür, dass eine Wärmepumpe effizient heizt. Doch je besser das Haus isoliert ist, desto weniger Heizleistung ist nötig und desto weniger Betriebskosten fallen an. Daher lohnt sich eine energetische Sanierung, wie zum Beispiel die Dämmung der Wände, Türen und Fenster, langfristig.

5. Passende Wärmepumpe wählen

Welche Wärmepumpe für Ihr Haus die richtige ist, sollten Sie mit einem Fachbetrieb absprechen. Denn je nachdem, ob Sie eine Luft-, Wasser- oder Erdwärmepumpe wählen, sind unterschiedliche Voraussetzungen erforderlich. Wichtig ist, dass Sie sich für ein Modell aus der Liste der förderfähigen Wärmepumpen entscheiden.

Das ist Aroundhome

Wir von Aroundhome unterstützen Sie dabei, Ihre Hausprojekte erfolgreich und stressfrei umzusetzen – durch individuelle Beratung und die Vermittlung passender Fachfirmen. Unser Service ist für Sie komplett kostenfrei und unverbindlich, wir finanzieren uns über die Zusammenarbeit mit den Fachfirmen.

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Häufig gestellte Fragen

Welche Vorteile bietet die Umrüstung von einer Gasheizung auf eine Wärmepumpe?

Die Umrüstung von einer Gasheizung auf eine Wärmepumpe bietet langfristig niedrigere Betriebskosten, macht unabhängig von fossilen Brennstoffen und steigert den Wert der Immobilie, da Wärmepumpen klimafreundlich, effizient und zukunftssicher sind. Zudem profitieren Sie von attraktiven Förderungen, die die Investitionskosten deutlich senken. Sie leisten einen Beitrag zum Umweltschutz und müssen keine steigenden CO2-Preise zahlen.

Lässt sich jede Gasheizung auf eine Wärmepumpe umrüsten?

Viele Gasheizungen lassen sich auf eine Wärmepumpe umrüsten. Ob eine Umrüstung möglich und sinnvoll ist, hängt von verschiedenen Faktoren wie dem Gebäudetyp, der Heizlast und den örtlichen Gegebenheiten ab. Hierzu sollten Sie sich von einer Fachfirma beraten lassen.

Welche Fehler sollte ich beim Umrüsten einer Gasheizung auf eine Wärmepumpe vermeiden?

Vermeiden Sie den häufigen Fehler, die Gasheizung ohne gründliche Planung und Beratung auf die Wärmepumpe umzurüsten. Die Installation der Wärmepumpe in ein bestehendes Heizsystem ist komplexer als bei einer Gasheizung. Die Fachfirma sollte daher auf die Umrüstung spezialisiert sein und die Vorlauftemperatur richtig einstellen. Sonst drohen Effizienzverluste und hohe Betriebskosten.

Was kostet die Umrüstung von Gas auf eine Wärmepumpe?

Die Umrüstung von Gas auf eine Wärmepumpe kostet je nach Größe und Ausstattung etwa 20.000 bis 60.000 Euro ohne Förderung, wobei bis zu 70 Prozent der Kosten durch Förderprogramme übernommen werden können.

Eignet sich eine Wärmepumpe für Altbauten?

Ja, eine Wärmepumpe eignet sich auch für die meisten Altbauten. Zusätzliche Maßnahmen, wie ein hydraulischer Abgleich, der Einbau einer neuen Heizpumpe oder Heizkörper können den Betrieb effizienter gestalten. Ideal ist es, wenn die Wärmedämmung des Altbaus durch Sanierungsmaßnahmen verbessert wird.

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