Zum Hauptinhalt
Erfolgreiche Projekte, echte Geschichten

So haben Kundinnen und Kunden ihre Projekte erfolgreich mit Aroundhome umgesetzt.

Erfahrungsberichte entdecken
Sie sind Handwerker oder Makler und auf Kundensuche?
Jetzt Partner werden
Auf der Suche nach der passenden Fachfirma für Ihr Hausprojekt?
Jetzt Fachfirmen finden
Logo von Aroundhome mit der Tagline "Denn es ist Ihr Zuhause."Aroundhome Logo

Wärmepumpe vs. Gasheizung: Vergleich und Kosten 2026

Brauchen Sie passende Empfehlungen für Fachfirmen?

Wärmepumpe oder Gasheizung? Welche Heizung lohnt sich wirklich? Wir zeigen im direkten Vergleich, welches System sich langfristig rechnet, welche gesetzlichen Vorgaben es gibt und welches System zu welchem Haus passt.

Lina Strauss, Online-Redakteurin
Lina Strauss
Aktualisiert am
Heizung mit Schal und gelbem Haus
Finden Sie die passende Fachfirma für Heizungen aus Ihrer Region
Womit möchten Sie in Zukunft heizen?

Übersicht: Wann ist eine Wärmepumpe besser, wann Gas (noch) sinnvoll?

Für die meisten Gebäude ist eine Wärmepumpe die wirtschaftlichere Wahl, da die laufenden Heizkosten geringer ausfallen als bei einer Gasheizung. Das gilt für Neubauten ebenso wie für sanierte oder unsanierte Häuser. Denn bei fossilem Gas werden die Energiepreise in den kommenden Jahren durch die CO₂-Abgabe und den verpflichtenden Biogasanteil steigen. Eine Gasheizung ist lediglich in denkmalgeschützten Häusern oder wenn kein geeigneter Platz für den Aufstellort vorhanden ist, einer Wärmepumpe vorzuziehen. Auch wenn sich die Vorlauftemperaturen im Haus nicht senken lassen, kann ein zu hoher Stromverbrauch der Wärmepumpe zu sehr hohen Heizkosten führen. In diesem Fall kann eine Gasheizung sinnvoller sein.

Neubau und sanierter Bestand: Wärmepumpe oder Gasheizung?

Für neue oder gut gedämmte Häuser ist die Wärmepumpe die beste Lösung. Kombinieren Sie das Heizsystem mit einer Solaranlage, produzieren Sie einen Teil des benötigten Stroms selbst und senken Ihre Heizkosten zusätzlich.

Unsanierter Altbau: Wärmepumpe oder Gas?

Auch in ungedämmten Gebäuden lässt sich eine Wärmepumpe installieren. Sie haben dafür zwei gängige Lösungswege:

  • Wärmepumpe in Kombination mit Sanierungsmaßnahmen: Um die niedrigen Vorlauftemperaturen einer Wärmepumpe von ca. 30 bis 55 °C zu erreichen, kann es erforderlich sein, alte, kleine Heizkörper gegen großflächige Modelle auszutauschen oder die Wärmedämmung zu verbessern.

  • Einsatz einer Hochtemperatur-Wärmepumpe: Solche Modelle erreichen die benötigten hohen Vorlauftemperaturen ohne vorherige Sanierung am Haus. Rechnen Sie bei dieser Variante jedoch mit einem höheren Stromverbrauch und entsprechenden Mehrkosten.

Sonderfälle: Wann eine Gasheizung noch infrage kommt

  • Denkmalschutz: Wenn strenge Auflagen bauliche Veränderungen an der Fassade oder das Aufstellen einer Außeneinheit verbieten.

  • Platzmangel: Auf dem Grundstück fehlt der nötige Platz für die Außenaufstellung der Wärmepumpe, so dass die Abstandsflächen zu Nachbarn nicht eingehalten werden können.

  • Hohe Vorlauftemperaturen: Das bestehende Heizsystem benötigt dauerhaft hohe Temperaturen, die sich durch einen Heizkörpertausch nicht ausreichend reduzieren lassen.

Person mit gelb-schwarz gestreiften Socken wärmt die Füße an einem eingeschalteten Heizkörper, während sie auf einem Holzfußboden sitzt.
Sie wollen eine neue Heizung einbauen?
Finden Sie schnell und einfach verfügbare Fachfirmen in Ihrer Nähe!

Wärmepumpe vs. Gasheizung im direkten Vergleich

Während die Gasheizung eine bewährte und platzsparende Lösung darstellt, bietet die Wärmepumpe eine zukunftssichere Alternative ohne fossile Brennstoffe. Die folgende Tabelle zeigt Ihnen die wichtigsten Eigenschaften beider Systeme auf einen Blick.

Kriterium

Wärmepumpe

Gasheizung

Anschaffungskosten*

22.000 - 50.000 €

10.000 - 21.000 €

Förderung

30 - 80 % Förderzuschuss (max. 22.400 €)

Keine Förderung

Laufende Kosten (120 m²)*

ca. 1.250 € / Jahr

ca. 1.650 € / Jahr (steigend durch CO₂-Steuer)

Effizienz

Macht aus 1 kWh Strom bis zu 4 kWh Wärme

Nutzt den Brennwert des Gases nahezu vollständig

Platzbedarf

Platz für Außeneinheit (Luftwärmepumpe) oder Bohrungen (Grundwasser-/Erdwärmepumpe) nötig

Geringer Platzbedarf, auch in Wohnräumen möglich

Wartung

Wartungsarm, keine Schornsteinfegerkosten

Jährliche Wartung plus Schornsteinfeger

Aufwand bei Einbau

Austausch von alten Heizkörpern kann erforderlich sein

Gering bei bestehendem Heizsystem, ansonsten Gasanschluss und Schornstein nötig

Umwelt / CO₂

Klimaschonend, nutzt erneuerbare Umweltwärme

Fossiler Brennstoff mit hohem CO₂-Ausstoß

Lärm

Außeneinheit erzeugt im Betrieb Geräusche

Leiser Betrieb im Haus

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung. Stand: September 2026

Wie funktionieren die Systeme?

Eine Gasheizung verbrennt Flüssig- oder Erdgas, um Wärme für Ihre Räume und das Trinkwasser zu erzeugen. Moderne Brennwertgeräte nutzen dabei zusätzlich die Restwärme aus den heißen Abgasen, die sonst ungenutzt durch den Schornstein entweichen würde. Für Erdgas benötigen Sie einen Anschluss an das öffentliche Netz, für Flüssiggas einen Tank im Garten.

Die Wärmepumpe funktioniert nach dem umgekehrten Kühlschrank-Prinzip: Sie entzieht der Umwelt die benötigte Wärmeenergie, um das Hausinnere zu heizen. Dafür nutzt sie die Außenluft, das Erdreich oder das Grundwasser. Mithilfe von Strom wird diese Umweltwärme auf ein höheres Temperaturniveau angehoben und in Ihr Heizsystem eingespeist.

Wärmepumpe oder Gasheizung im Vergleich nebeneinander
Je nach Modell können Wärmepumpen innen oder außen installiert werden, Gasthermen befinden sich oft im Heizungskeller oder in den Wohnräumen.

Gasheizung oder Wärmepumpe? Vor- und Nachteile gegenübergestellt

Gasheizungen und Wärmepumpen unterscheiden sich in ihrer Funktionsweise, ihren Kosten und ihrer Effizienz grundlegend voneinander. In der folgenden Tabelle sehen Sie die Vor- und Nachteile von Wärmepumpen im Vergleich zu Gasheizungen.

Heizsystem

Vorteile

Nachteile

Wärmepumpe

• Im Schnitt niedrige Betriebskosten

• Bis zu 80 % staatliche Förderung

• Zukunftssicher und unabhängig von Gaspreisen

• Klimaschonend ohne direkten CO₂-Ausstoß

• Hohe Anschaffungs- und Installationskosten

• Platzbedarf für Außeneinheit oder Bohrung

• Im Altbau können Sanierungsmaßnahmen erforderlich sein

Gasheizung

• Günstigere Anschaffungskosten

• Platzsparende Installation

• Erreicht hohe Vorlauftemperaturen problemlos

• Keine staatliche Förderung für reine Gasheizungen

• Steigende Betriebskosten durch CO₂-Steuer

• Pflicht zur Beimischung von teurem Biogas ab 2029

Wärmepumpe und Gasheizung im Kostenvergleich

Eine Gasheizung ist in der Anschaffung meist günstiger als eine Wärmepumpe. Die Kosten für eine Gasheizung liegen bei etwa 10.000 bis 21.000 Euro. Die Kosten für eine Wärmepumpe liegen je nach Wärmequelle und Installationsaufwand bei etwa 22.000 bis 50.000 Euro. Mit einer Wärmepumpenförderung können Sie 30 bis 80 Prozent der förderfähigen Kosten senken. Bei den laufenden Energiekosten ist die Wärmepumpe in der Regel deutlich günstiger.

Die folgende Tabelle zeigt mögliche Anschaffungs- und Betriebskosten für ein Einfamilienhaus mit einem Heizwärmebedarf von 15.000 kWh im direkten Vergleich.

Kostenfaktor

Wärmepumpe

Gasheizung

Anschaffung inkl. Einbau (ohne Förderung)

22.000 - 50.000 €

10.000 - 21.000 €

Bundesförderung

30 - 80 % der förderfähigen Kosten, maximal 22.400 €

nicht förderfähig

Preis pro kWh

6 - 9 ct/kWh (mit Netzstrom)

4 - 6 ct/kWh (mit 50 % PV-Strom)

11 - 12,5 ct/kWh

Energiekosten im Jahr

900 - 1.350 € (mit Netzstrom)

600 - 900 € (mit 50 % PV-Strom)

1.650 - 1.875 €

Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung. Stand: September 2026

Anschaffungskosten inkl. Installation: Wärmepumpe oder Gas im Vergleich

Für eine neue Gasheizung zahlen Sie in der Anschaffung 10.000 bis 21.000 Euro, während eine Luft-Wasser-Wärmepumpe zwischen 22.000 und 35.000 Euro kostet. Mit Sanierungsmaßnahmen wie dem Austausch von Heizkörpern kann der Preis weiter steigen.

Diese Tabelle zeigt ein Beispiel für typische Kostenpunkte und mögliche Zusatzbaumaßnahmen:

Kostenpunkt

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Gasheizung

Heizgerät

21.000 €

7.000 €

Montage und Technik

6.150 €

2.000 €

Fundament für Außeneinheit

1.350 €

entfällt

Schornsteinsanierung

entfällt

1.500 €

Hydraulischer Abgleich

1.000 €

1.000 €

Entsorgung alte Heizung

2.500 €

2.500 €

Zwischensumme (vor Förderung)

32.000 €

14.000 €

Grundförderung (30 % auf max. 28.000 €)

- 8.400 €

entfällt

Gesamtsumme (Ihr Eigenanteil)

23.600 €

14.000 €

Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung. Stand: September 2026

In diesem Beispiel zahlen Sie für die Wärmepumpe in der Anschaffung zunächst 9.600 Euro mehr als für die Gasheizung. Diese Differenz gleicht sich über die niedrigeren jährlichen Betriebskosten in der Regel nach einigen Jahren wieder aus.

Betriebskosten: Wärmepumpen-Strom vs. Gas

Der Betrieb einer Wärmepumpe ist mit 6 bis 9 Cent pro erzeugter Kilowattstunde (kWh) Wärme günstiger als das Heizen mit Gas für 11 bis 12,5 Cent pro kWh. Produzieren Sie einen Teil Ihres Stroms mit einer Photovoltaikanlage (PV) selbst, sinken die Wärmekosten weiter auf ca. 4 bis 6 Cent pro kWh.

Heizsystem

Preis pro kWh (Wärme)

Gasheizung

11 - 12,5 ct/kWh

Wärmepumpe (100 % Netzstrom)

6 - 9 ct/kWh

Wärmepumpe (50 % Netzstrom, 50 % PV-Strom)

4 - 6 ct/kWh

Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung. Stand: September 2026

Beispiel: Heizkosten für ein Einfamilienhaus (120 m², 4 Personen, 15.000 kWh Wärmebedarf pro Jahr):

  • Gasheizung: 1.650 bis 1.875 € pro Jahr

  • Wärmepumpe (Netzstrom): 900 bis 1.290 € pro Jahr

  • Wärmepumpe (mit PV): 585 bis 840 € pro Jahr

Laufende Kosten: Wartung, Schornsteinfeger, Reparaturen

Planen Sie für die Wartung beider Systeme etwa 200 bis 350 Euro im Jahr ein. Bei der Gasheizung kommen regelmäßige Gebühren für den Schornsteinfeger sowie ein etwas höheres Reparaturrisiko hinzu.

Kostenpunkt

Wärmepumpe

Gasheizung

Wartung (jährlich)

200 - 350 €

200 - 250 €

Schornsteinfeger

entfällt

50 - 100 €

Reparaturen

geringeres Risiko

höheres Verschleißrisiko durch hohe Verbrennungstemperaturen

Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung. Stand: September 2026

Wärmepumpe vs. Gasheizung: Kosten senken mit Förderungen?

Für den Einbau einer Wärmepumpe im Bestandsgebäude erhalten Sie 30 bis 80 Prozent Förderung vom Staat. Reine Gasheizungen werden hingegen nicht mehr gefördert.

So setzt sich die Heizungsförderung zusammen:

  • Grundförderung: 30 %

  • Klimageschwindigkeits-Bonus: 16 % (sinkt ab Feb. 2027 alle sechs Monate um 4 %)

  • Einkommensbonus: 40 % bei einem maßgeblich zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen bis 30.000 €, 30 % bis 40.000 € und 10 % bis 50.000 €

  • Maximaler Zuschuss: 22.400 € (bei 80 % Höchstsatz)

Gesamtkosten über 20 Jahre: Beispielrechnungen für 3 Szenarien

Ein langfristiger Kostenvergleich zwischen Wärmepumpe und Gasheizung zeigt, welches System sich über die Jahre wirklich rechnet. Die Rechnungen basieren auf unserem 120-m²-Haus mit konstanten Energiepreisen (Gas: 11,5 ct/kWh, Wärmepumpe: 7,5 ct/kWh, PV-Strom anteilig: 5 ct/kWh). Künftige Preissteigerungen durch die CO₂-Steuer sind nicht eingerechnet, wodurch der finanzielle Vorteil der Wärmepumpe in der Praxis höher ausfällt.

Szenario A: Neubau / gut saniert (6.000 kWh Wärmebedarf)

In einem gut gedämmten Haus fällt der Energiebedarf gering aus. Da hier meist kleinere Wärmepumpen ohne aufwendige Umbauarbeiten ausreichen, liegen die Anschaffungskosten niedriger als im Altbau. Die Wärmepumpe ist hier oft ab dem ersten Tag die wirtschaftlichste Lösung.

Kostenfaktor

Wärmepumpe

Gasheizung

Heizwärmebedarf pro Jahr

6.000 kWh

6.000 kWh

Energiekosten pro Jahr

ca. 450 €

ca. 690 €

Anschaffung (Ihr Eigenanteil)

16.000 € (nach Förderung)

12.000 €

Energiekosten in 20 Jahren

9.000 €

13.800 €

Gesamtkosten (20 Jahre)

25.000 €

25.800 €

Szenario B: Durchschnittlicher Bestand (15.000 kWh Wärmebedarf)

Hier nehmen wir zusätzlich die Kombination mit einer Photovoltaikanlage (PV) auf. Eine PV-Anlage erhöht die einmaligen Anschaffungskosten, senkt die laufenden Heizkosten aber deutlich.

Kostenfaktor

Wärmepumpe (Netzstrom)

Gasheizung

Heizwärmebedarf pro Jahr

15.000 kWh

15.000 kWh

Energiekosten pro Jahr

ca. 1.125 €

ca. 1.725 €

Anschaffung (Ihr Eigenanteil)

23.600 €

14.000 €

Energiekosten in 20 Jahren

22.500 €

34.500 €

Gesamtkosten (20 Jahre)

46.100 €

48.500 €

Szenario C: Unsanierter Altbau (30.000 kWh Wärmebedarf)

Ein hoher Energiebedarf treibt die Betriebskosten stark in die Höhe. Gerade in diesem Fall profitieren Sie auf lange Sicht von der Effizienz einer Wärmepumpe.

Kostenfaktor

Wärmepumpe

Gasheizung

Heizwärmebedarf pro Jahr

30.000 kWh

30.000 kWh

Energiekosten pro Jahr

ca. 2.250 €

ca. 3.450 €

Anschaffung (Ihr Eigenanteil)

26.000 €

15.000 €

Energiekosten in 20 Jahren

45.000 €

69.000 €

Gesamtkosten (20 Jahre)

71.000 €

84.000 €

Obwohl die Investition in eine Wärmepumpe im Altbau oft am höchsten ausfällt, sparen Sie im Beispiel über die Laufzeit von 20 Jahren rund 13.000 Euro im Vergleich zur Gasheizung.

Wärmepumpen im Sonnenschein vor einem Einfamilienhaus.
Konkrete Preise für Wärmepumpen?
Erhalten Sie individuelle Angebote von Fachfirmen aus Ihrer Region!

Wärmepumpe oder Gas: Welche Heizart ist für welchen Haushalt geeignet?

Ob eine Wärmepumpe oder Gasheizung besser passt, hängt unter anderem vom Gebäude, der Dämmung, der Vorlauftemperatur und den örtlichen Gegebenheiten ab.

Ausgangslage

Empfohlenes System

Wichtige Voraussetzung

Neubau / Sanierter Bestand

Wärmepumpe

Geeigneter Standort, niedrige Vorlauftemperaturen

Haus mit PV-Anlage

Wärmepumpe

Stromspeicher und Energiemanagementsystem optimieren den Eigenverbrauch

Unsanierter Altbau

Wärmepumpe + Sanierungsmaßnahmen

Ggf. Austausch von Heizkörpern oder Wärmedämmung nötig

Denkmalschutz / Platzmangel

Gasheizung

Gasanschluss und Schornstein müssen vorhanden oder möglich sein

Neubau und gut sanierter Bestand

In gut gedämmten Häusern arbeitet die Wärmepumpe am effizientesten und günstigsten.

  • Empfehlung: Wärmepumpe

  • Darum lohnt es sich: Durch die gute Dämmung und moderne Flächenheizungen (wie eine Fußbodenheizung) kommt das System mit niedrigen Vorlauftemperaturen aus. Das hält den Stromverbrauch gering. Eine neue Gasheizung ist hier wirtschaftlich im Nachteil, da steigende CO₂-Preise und die Pflicht zu teurem Biogas die laufenden Kosten in die Höhe treiben.

Unsanierter Altbau

Auch in unsanierten Gebäuden kann die Umrüstung von einer Gasheizung auf eine Wärmepumpe sinnvoll sein. Dies erfordert jedoch eine genaue Planung.

  • Empfehlung: Wärmepumpe (oft in Kombination mit Sanierungsmaßnahmen)

  • Darum lohnt es sich: Tauschen Sie einzelne alte, kleine Heizkörper gegen großflächige Modelle aus, reicht oft eine Standard-Wärmepumpe. Alternativ greifen Sie zu einem Hochtemperatur-Modell. Kalkulieren Sie hierbei jedoch mit einem etwas höheren Stromverbrauch der Wärmepumpe. Eine neue Gasheizung lässt sich zwar einfach an die alten Rohre anschließen, gilt mit Blick auf gesetzliche Klimaziele aber eher als teure Übergangslösung.

Haus mit Photovoltaikanlage (PV)

Eine Wärmepumpe in Kombination mit Photovoltaik lohnt sich in vielen Fällen.

  • Empfehlung: Wärmepumpe

  • Darum lohnt es sich: Sie nutzen den günstigen Solarstrom vom eigenen Dach direkt für den Antrieb der Wärmepumpe. Das senkt Ihre jährlichen Heizkosten für Ihr Haus und macht Sie unabhängiger von schwankenden Energiepreisen der Netzbetreiber.

Wärmepumpe vor Haus mit Solaranlage auf dem Dach vor einem Lavendelbeet und grünem Rasen. Im Hintergrund steht ein Windrad
Die Kombination einer Wärmepumpe mit einer Solaranlage ist eine der effektivsten Methoden, um die Energiekosten langfristig zu senken.

Denkmalgeschütztes Haus oder enge Bebauung (Platzmangel)

Bauliche und rechtliche Vorgaben können den Einbau einer Wärmepumpe erschweren oder verbieten.

  • Empfehlung: Gasheizung

  • Darum lohnt es sich: Eine Gasheizung ist eine gute Alternative, wenn eine Wärmepumpe aus Platzgründen oder aufgrund gesetzlicher Auflagen nicht infrage kommt. Bei einer außen aufgestellten Wärmepumpe müssen Sie die Abstände zum Nachbarn sowie die Schallschutzgrenzwerte einhalten. Bei denkmalgeschützten Fassaden können die Behörden zudem die Installation sichtbarer Außeneinheiten verbieten. Wenn auch keine Erdwärmebohrung möglich ist, bleibt die platzsparende Gasheizung im Haus oft die einzige sinnvolle Lösung.

Gesetzliche Rahmenbedingungen für Gasheizungen und Wärmepumpen im Vergleich

Seit dem neuen Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) vom Juli 2026 gelten angepasste Regeln: Der Einbau von Gasheizungen im Bestand ist weiterhin erlaubt, bringt aber künftig strenge Pflichten für den Brennstoff mit sich. Mit einer Wärmepumpe erfüllen Sie hingegen alle gesetzlichen Vorgaben automatisch.

Neue Gasheizungen: Die Pflicht zur „Biotreppe“

Wenn Sie heute eine neue Gasheizung einbauen, müssen Sie dem fossilen Erdgas ab 2029 stufenweise klimafreundliche Brennstoffe (z. B. Biomethan, biogenes Flüssiggas oder grünen Wasserstoff) beimischen. Diese Brennstoffe sind in der Regel teurer und nicht uneingeschränkt verfügbar. Die Quoten der „Biotreppe“ steigen wie folgt an:

  • ab 2029: mindestens 10 %

  • ab 2030: mindestens 15 %

  • ab 2035: mindestens 30 %

  • ab 2040: mindestens 60 %

  • ab 2045: 100 %

Bestehende Gasheizungen sind von dieser Pflicht ausgenommen. Sie dürfen Ihre alte Anlage weiterhin reparieren und ohne diese Beimischung betreiben.

Wann ist eine Hybridheizung (Gas mit Wärmepumpe) sinnvoll?

Eine Gas-Hybridheizung mit einer Wärmepumpe lohnt sich meist nur, wenn Ihre bestehende Gasheizung neuwertig ist oder Sie teure Sanierungsmaßnahmen am Haus vorerst aufschieben möchten. Langfristig ist der Komplettumstieg auf eine reine Wärmepumpe in vielen Fällen jedoch wirtschaftlicher.

Bei der Hybridheizung übernimmt die Wärmepumpe die Grundlast beim Heizen. Nur bei einem sehr hohen Bedarf, z. B. an sehr kalten Tagen, schaltet sich die Gasheizung dazu.

Kosten einer Hybridheizung

Für eine neue Hybridheizung aus Gas und Luft-Wasser-Wärmepumpe zahlen Sie zwischen 32.000 und 56.000 Euro, während die Nachrüstung einer Wärmepumpe an ein bestehendes System ca. 26.000 bis 55.000 Euro kostet. Beachten Sie bei der Finanzierung, dass der Staat ausschließlich den Wärmepumpen-Anteil mit 30 bis 80 Prozent fördert – für die Gasheizung gibt es keine Zuschüsse mehr.

Kostenpunkt

Anschaffungskosten inkl. Installation

Kosten nach 30 % Grundförderung*

Luft-Wasser-Wärmepumpe an bestehende Gasheizung

ca. 22.000 - 35.000 €

ca. 15.400 - 26.600 €

Kombination: Neue Gasheizung + neue Wärmepumpe

ca. 32.000 - 56.000 €

ca. 23.600 - 47.600 €

* Die 30 % Grundförderung gelten nur für die Wärmepumpe. Der maximale Zuschuss ist gesetzlich auf 8.400 Euro gedeckelt. Die neue Gasheizung erhält keine Förderung.

Entscheidungshilfe Wärmepumpe oder Gas: Welche Heizung passt zu Ihrem Haus?

Ob eine Wärmepumpe oder Gasheizung langfristig die wirtschaftlichste Wahl ist, hängt vor allem vom energetischen Zustand Ihres Gebäudes und den Platzverhältnissen ab. Während gut gedämmte Häuser ideale Bedingungen für Wärmepumpen bieten, sind bei unsanierten Gebäuden oft kleine Anpassungen oder Hybridlösungen gefragt. Allerdings sollten auch gesetzliche Vorgaben, Förderbeiträge und die Entwicklung der Energiepreise in die Entscheidung einbezogen werden.

Ausgangssituation

Empfohlene Lösung*

Darum lohnt sich das System in diesem Fall

Neubau oder saniertes Haus

(Hoher Dämmstandard, meist Fußbodenheizung)

Wärmepumpe (+ PV-Anlage)

Niedrige Vorlauftemperaturen sorgen für maximale Effizienz, vor allem mit eigenem PV-Strom.

Vorhandene Gasheizung im teilsanierten Altbau

(z. B. gedämmtes Dach und neue Heizkörper)

Umrüstung auf reine Wärmepumpe

Wenn die Vorlauftemperatur durch Sanierungsmaßnahmen gesenkt wurde, kann die Wärmepumpe eigenständig heizen.

Vorhandene Gasheizung im unsanierten Altbau

(Alte Fenster, ungedämmte Fassade, kleine Heizkörper)

1. Wärmepumpe + Sanierung

2. Hybridheizung (Wärmepumpe an altem Gaskessel)

Zu 1: Tausch einzelner Heizkörper senkt die Vorlauftemperatur für einen sparsamen Betrieb.

Zu 2: Wärmepumpe deckt Grundlast, Gasheizung springt nur bei sehr hohem Bedarf ein.

Denkmalgeschütztes Haus oder enge Bebauung

(Außenaufstellung nicht möglich, kein Platz für Erdwärme, keine Genehmigung für Grundwasser-Wärmepumpe)

1. Innenaufgestellte Wärmepumpe

2. Moderne Gas-Brennwertheizung

Zu 1: Falls im Keller Platz ist, arbeitet das Gerät ohne Außeneinheit.

Zu 2: Ist baulich keine Wärmepumpe umsetzbar, bleibt die Gasheizung die platzsparende Alternative.

*Es handelt sich um Beispielszenarien. Welches System für Ihr Gebäude optimal ist, sollte individuell durch eine Fachfirma oder Energieberatung ermittelt werden.

Das ist Aroundhome

Wir von Aroundhome unterstützen Sie dabei, Ihre Hausprojekte erfolgreich und stressfrei umzusetzen – durch individuelle Beratung und die Vermittlung passender Fachfirmen. Unser Service ist für Sie komplett kostenfrei und unverbindlich, wir finanzieren uns über die Zusammenarbeit mit den Fachfirmen.

Jetzt Fachfirma finden
  • > 500.000

    erfolgreich an Fachfirmen vermittelte Aufträge pro Jahr

  • 15

    Jahre Markterfahrung in verschiedensten Branchen

  • > 40

    Produkte und Dienstleistungen rund ums Eigenheim

Häufig gestellte Fragen

Kann ich eine Gasheizung später auf eine Wärmepumpe umrüsten?

Ja, die Umrüstung ist problemlos möglich. Bei einer bestehenden Gasheizung sind Rohre und Heizkörper bereits im Haus vorhanden, sodass der Gaskessel einfach demontiert und durch eine Wärmepumpe ersetzt wird. Der alte Kessel wird entsorgt. Der Netzbetreiber legt die Gasleitung still und baut den Gaszähler ab, womit auch die Grundgebühren entfallen. Reichen die alten Heizkörper für die niedrigere Vorlauftemperatur der Wärmepumpe nicht aus, können z. B. einzelne Modelle gegen größere Heizkörper getauscht werden.

Welche Heizung ist besser: Gas oder Wärmepumpe?

Die Wärmepumpe ist heute meist die bessere Wahl, da sie als zukunftssichere und umweltfreundliche Lösung alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt und langfristig die Betriebskosten senkt. Der Einbau einer neuen Gasheizung ist zwar in der Anschaffung günstiger und im Altbau oft einfacher umzusetzen. Langfristig wird das Heizen mit Gas jedoch kostspieliger, da steigende CO₂-Preise, höhere Netzentgelte und die Beimischung teurer Bio-Brennstoffe die laufenden Kosten in die Höhe treiben werden.

Was ist günstiger, Heizen mit Gas oder Wärmepumpe?

Im Vergleich zu Gas ist das Heizen mit einer Wärmepumpe in vielen Fällen günstiger. Eine Kilowattstunde Wärme kostet mit Netzstrom derzeit etwa 6 bis 9 Cent, mit eigener Photovoltaik-Anlage sinkt der Preis auf ca. 4 bis 6 Cent. Beim Heizen mit Erdgas zahlen Sie hingegen rund 11 bis 12,5 Cent pro Kilowattstunde. Diese Tendenz kann durch die CO₂-Abgabe und künftige Biogasanteile noch steigen.

Was ist sparsamer, Gasheizung oder Wärmepumpe?

Die Wärmepumpe ist deutlich sparsamer, weil sie die Wärme nicht selbst verbrennen muss. Eine Gasheizung wandelt das eingekaufte Gas fast 1 zu 1 in Wärme um. Die Wärmepumpe dagegen nutzt Strom nur als Antrieb: Sie holt sich den Großteil der Wärme aus der Luft oder dem Erdreich. Sie macht so aus einem Teil Strom drei bis fünf Teile Wärme.

Warum Wärmepumpe statt Gas?

Eine Wärmepumpe heizt im Durchschnitt günstiger als andere Heizungsarten. Sie nutzt zu einem großen Teil die kostenlose Umweltwärme aus Luft, Erde oder Grundwasser und heizt direkt vor Ort ohne CO₂-Emissionen. Betrieben mit Grünstrom oder Photovoltaik arbeitet sie klimaneutral. Eine Gasheizung verbrennt dagegen fossile Rohstoffe mit hohem CO₂-Ausstoß. Zudem steigen die Betriebskosten von Gasanlagen künftig durch steigende CO₂-Preise, Netzentgelte und Biogas-Quoten.

Lina Strauss, Online-Redakteurin
Lina Strauss
Lina Strauss ist seit über drei Jahren bei Aroundhome und hilft unseren Leser:innen mit ihren Artikeln dabei, die wichtigsten Infos zu allen Themen rund ums Haus auf einen Blick zu finden. Ihr Interesse liegt vor allem bei zukunftsweisenden Themen aus dem Energie- und Immobiliensektor.

Weiterführende Artikel

© Adobe Stock - New Africa | © iStock - Evgen Prozhyrko | © AdobeStock - Nancy Pauwels | © GettyImages - michal-rojek | © Adobe Stock - Stokkete | © AdobeStock - Africa_Studio | © iStock - AndreyPopov | © adobestock - R2H_Photography | © iStock - undefined undefined | © iStock - Fouque