Solaranlage 2026 - Kosten, Planung und aktuelle Entwicklungen
Im Jahr 2026 kosten Solaranlagen durchschnittlich 1.015 Euro pro kWp. Sie rechnen sich vor allem durch einen hohen Eigenverbrauch. Erfahren Sie, mit welchen Kosten, Förderungen und Ertragschancen Sie 2026 rechnen können und welche Möglichkeiten es für eine eigene Solaranlage gibt.
Was ändert sich 2026 bei Solaranlagen?
Auch 2026 bleibt Photovoltaik für Privatpersonen attraktiv. Folgende weitere Neuerungen des Solarstromgesetzes sollten Sie kennen:
Einspeisevergütung: Aktuell sinkt die Einspeisevergütung alle sechs Monate um ein Prozent. Für Anlagen bis 10 kWp erhalten Sie bei Inbetriebnahme ab Februar 2026 7,78 ct/kWh bei einer Teileinspeisung (Überschusseinspeisung) und 12,35 ct/kWh bei einer Volleinspeisung.
Smart-Meter-Pflicht: PV-Anlagen ab 7 kWp müssen mit einem Smart Meter und einer Steuerbox ausgestattet sein. Bei Anlagen, die ungesteuert ins Netz einspeisen, wird die Einspeiseleistung auf 60 Prozent reduziert.
Solarpflicht: In fast allen Bundesländern ist Photovoltaik bei Dachsanierungen oder Neubauten mittlerweile Standard.
Steuern: Auch im Jahr 2026 müssen Betreiber:innen privater Photovoltaikanlagen auf die Vergütung für eingespeisten Strom keine Umsatzsteuer entrichten. Zudem bleiben Erwerb und Installation von Solaranlagen mit einer Leistung von bis zu 30 kWp von der Mehrwertsteuer befreit.
Erleichterte Direktvermarktung: Die Direktvermarktung von Solarstrom wird für kleinere Anlagen unter 100 kWp vereinfacht, was neue Vermarktungsmöglichkeiten eröffnet.
Energy Sharing: Ab Juli 2026 wird es möglich sein, selbst erzeugten Solarstrom mit Personen in der direkten Umgebung zu teilen. Eigentümer:innen einer Photovoltaikanlage dürfen dafür eine lokale Energiegemeinschaft ins Leben rufen und überschüssige Strommengen an Nachbarn weitergeben.
Wie funktioniert eine Solaranlage?
Die Funktionsweise einer Solaranlage ist einfach erklärt: Photovoltaik wandelt Sonnenlicht mithilfe von Solarmodulen direkt in elektrischen Strom um. Trifft das Licht auf eine Solarzelle, versetzt es Elektronen in Bewegung – dadurch entsteht Strom. Dieser Vorgang wird als photovoltaischer Effekt bezeichnet.
Der entstehende Gleichstrom (DC) wird vom Wechselrichter in haushaltsüblichen Wechselstrom (AC) umgewandelt. Dieser kann direkt im Haus genutzt, ins öffentliche Netz eingespeist oder in einem Batteriespeicher zwischengespeichert werden. Komponenten wie der Generatoranschlusskasten (GAK) bündeln die Leitungen der Solarmodule und schützen die Anlage. Ein Energiemanager sorgt dafür, dass der erzeugte Strom optimal genutzt wird.
Nicht zu verwechseln: Wer Sonnenenergie für Warmwasser oder Heizung nutzen will, setzt auf Solarthermie statt auf Photovoltaik.
Welche Typen einer Solaranlage gibt es?
Solaranlagen lassen sich flexibel an unterschiedlichste Gebäude und Bedürfnisse anpassen. Je nach Standort, Energiebedarf und baulicher Situation kommen unterschiedliche Systeme zum Einsatz wie beispielsweise:
Aufdach-Anlagen sind der Standard für Einfamilienhäuser
Solardachziegel integrieren sich optisch in die Dacheindeckung
Flachdach-Systeme eignen sich für Garagen und Carports
Balkonkraftwerke bieten eine günstige Einstiegslösung für Mieter:innen ohne eigenes Dach
Balkonkraftwerke als günstigere Alternative?
Balkonkraftwerke sind ideal für Mieter:innen und alle, die über keine geeignete Dachfläche verfügen. Sie kosten zwischen 500 und 1.500 Euro, lassen sich einfach per Steckdose anschließen und können bis zu 20 Prozent des jährlichen Strombedarfs decken. Sie sind eine unkomplizierte und kostengünstige Möglichkeit, um sofort Stromkosten zu sparen.
Welche Komponenten hat eine Solaranlage?
Eine Solaranlage für Einfamilienhäuser besteht aus mehreren, aufeinander abgestimmten Bauteilen. Jede Komponente übernimmt eine spezifische Funktion im System:
Solarmodule: Wandeln Sonnenlicht auf dem Dach in elektrische Energie um. Als Alternative gibt es Solardachziegel, die Module und Dacheindeckung in einem Bauteil vereinen.
Verkabelung: Leitet den erzeugten Strom vom Dach zum Generatoranschlusskasten.
Generatoranschlusskasten (GAK): Bündelt alle Leitungen und gibt sie gebündelt an den Wechselrichter weiter.
Wechselrichter: Wandelt den erzeugten Gleichstrom in haushaltsüblichen Wechselstrom um.
Einspeisezähler: Misst die Strommenge, die ins öffentliche Netz eingespeist wird.
Stromspeicher (optional): Speichert überschüssige Energie für die spätere Nutzung, z. B. in den Abendstunden.
Damit sich die Investition lohnt, müssen die einzelnen Bestandteile für die Montage einer Solaranlage perfekt aufeinander abgestimmt werden. Sie können entweder ein Solar-Komplett-Paket inklusive Speicher kaufen – dann bekommen Sie alle Komponenten aus einer Hand. Alternativ kann eine Fachfirma die einzelnen PV-Komponenten optimal auf das jeweilige Dach abstimmen und eine individuelle Photovoltaikanlage zusammenstellen.
Lohnt sich eine Solaranlage?
Ja, eine Solaranlage lohnt sich vor allem dann, wenn Sie den erzeugten Strom größtenteils selbst verbrauchen. Je höher Ihr Eigenverbrauch, desto schneller amortisiert sich die Investition:
Eigenverbrauch statt Einspeisung: Die größte Ersparnis entsteht, wenn Sie den Solarstrom selbst nutzen und dadurch teure Netzstromkosten vermeiden.
Stromspeicher erhöht Autarkie: Mit einem Speicher können Sie überschüssigen Strom für die Abend- und Nachtstunden aufbewahren und Ihre Eigenverbrauchsquote deutlich steigern.
E-Mobilität als Renditefaktor: Das Laden des E-Autos mit dem selbst erzeugten Solarstrom macht die Anlage besonders wirtschaftlich und senkt die Kosten.
Unabhängigkeit von Strompreisen: Sie schützen sich langfristig vor steigenden Energiekosten und machen sich unabhängiger von Energieversorgern.
Ertrag und Moduleffizienz entscheidend: Der jährliche Stromertrag hängt von der Leistung der verbauten Solarmodule, der Anlagenleistung, dem Standort und der Modulqualität ab. Hocheffiziente Module nutzen das verfügbare Dachpotenzial optimal aus.
Einspeisevergütung zweitrangig: Die Rendite einer PV-Anlage ergibt sich heute weniger aus der Einspeisung, sondern primär aus dem selbst verbrauchten Strom.
Unser Video zeigt eine Kundenerfahrung mit Aroundhome für ein gelungenes Solaranlagen-Projekt:
Was kostet eine Solaranlage?
Eine Solaranlage kostet aktuell durchschnittlich 1.015 Euro pro kWp. Für eine 10-kWp-Anlage bedeutet das etwa 10.000 bis 18.000 Euro je nach Ausstattung. Die einzelnen Komponenten verteilen sich dabei unterschiedlich auf die Gesamtkosten:
• Solarmodule etwa 10-15 Prozent, ca. 100 Euro pro kWp bzw. 0,10 Euro pro Wp
• Wechselrichter etwa 8-10 Prozent, aktuell ca. 81 Euro pro kWp
• Montage und Installation etwa 20-25 Prozent der Kosten für Unterkonstruktion, Verkabelung und Arbeit
• Stromspeicher (optional) etwa 30-50 Prozent, ca. 325 Euro pro kWh Speicherkapazität
• Zusätzliche Komponenten: Generatoranschlusskasten, Verkabelung, Einspeisezähler und Planung
• Jährliche Betriebskosten etwa 1 Prozent für Wartung, Versicherung und Zählergebühren
* Kosten sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung.
Welche Förderungen für Solaranlagen gibt es 2026?
Im Jahr 2026 gibt es in Deutschland verschiedene Förderprogramme für Solaranlagen.
EEG-Vergütung: 7,78 ct/kWh für Teileinspeisung bis 10 kWp.
KfW-Kredit 270: Zinsgünstige Finanzierung für Solarsysteme.
Regionale Zuschüsse: Viele Städte fördern Speicher oder innovative Fassaden-PV zusätzlich.
Fachfirmen können Sie zu den passenden, regionalen Förderungen beraten.
Können Sie eine Solaranlage mieten?
Ja, Sie können eine Solaranlage mieten oder leasen. Beides sind Alternativen zum Direktkauf, die unterschiedliche Vorteile bieten:
Mietmodell: Sie zahlen eine feste monatliche Rate ohne hohe Anfangsinvestition. Der Vorteil: Wartung, Reparaturen und Versicherung sind bereits enthalten. Sie haben keine unerwarteten Zusatzkosten und können Ihre Energiekosten präzise kalkulieren.
Leasingmodell: Sie nutzen die Anlage für eine vereinbarte Laufzeit und können sie am Ende zu einem festgelegten Preis kaufen. Beim Leasen einer Solaranlage profitieren Sie sofort von günstigem Solarstrom und entscheiden später, ob Sie Eigentümer:in werden möchten.
Keine Anfangsinvestition: Beide Modelle ermöglichen Ihnen den sofortigen Einstieg in die Solarenergie ohne Eigenkapital oder Kreditaufnahme. Ideal, wenn Sie Ihre Liquidität schonen möchten
Rundum-sorglos-Paket: Betrieb, Wartung und Instandhaltung übernimmt der Anbieter komplett. Sie müssen sich um nichts kümmern und haben stets eine optimal funktionierende Anlage
Langfristige Kostenbetrachtung: Über die gesamte Vertragslaufzeit zahlen Sie meist mehr als beim Direktkauf, genießen aber volle Planungssicherheit ohne Risiko bei Defekten oder Leistungseinbußen
Was müssen Sie bei der Planung Ihrer Solaranlage beachten?
Bei der Planung einer Solaranlage sind einige Aspekte zu berücksichtigen. Diese 8-Punkte-Checkliste fasst die wichtigsten Schritte vor der Installation zusammen.
Ziele und Erwartungen klären: Möchten Sie möglichst viel Strom selbst nutzen, Ihren Eigenverbrauch erhöhen oder vor allem wirtschaftlich einspeisen? Klare Ziele helfen bei der Einschätzung der Wirtschaftlichkeit der Solaranlage und der Angebotsbewertung.
Energiebedarf und Anlagengröße abstimmen: Prüfen Sie Ihre Stromrechnungen der letzten Jahre und überlegen Sie, ob Ihr Bedarf künftig steigt – z. B. durch ein E-Auto oder eine Wärmepumpe. Auf dieser Basis kann die Fachfirma die passende Größe Ihrer Solaranlage planen – inklusive Anzahl und Art der Solarmodule sowie der Dimensionierung eines Batteriespeichers.
Dachverhältnisse prüfen lassen: Lassen Sie von einer Fachfirma klären, ob Ihr Dach geeignet ist – also ausreichend Fläche, gute Ausrichtung und möglichst wenig Verschattung bietet.
Förderungen und Finanzierung klären: Informieren Sie sich, ob Sie für Ihre Solaranlage eine Förderung in Anspruch nehmen können. Viele Fachbetriebe helfen Ihnen dabei.
Genehmigungen und rechtliche Anforderungen für PV-Anlagen klären: Prüfen Sie, ob für Ihre Solaranlage baurechtliche Vorgaben einzuhalten oder Genehmigungen nötig sind. Vor Installationsbeginn müssen Sie beim Netzbetreiber einen Antrag zur Netzverträglichkeitsprüfung stellen. Nach der Inbetriebnahme haben Sie 30 Tage Zeit, die PV-Anlage und den Stromspeicher bei der Bundesnetzagentur über das Marktstammdatenregister anzumelden. Außerdem ist eine Anmeldung der PV-Anlage beim Netzbetreiber nötig.
Angebote vergleichen: Holen Sie mehrere Angebote für die fachgerechte Montage und den Anschluss der Photovoltaikanlage ein. Vergleichen Sie nicht nur den Preis, sondern auch die vorgeschlagene Technik, Garantien und Referenzen der Anbieter.
Vertrag mit der Fachfirma abschließen: Achten Sie beim Vertrag mit der ausführenden Fachfirma auf transparente Inhalte, realistische Ertragsprognosen und Garantiezeiten für PV-Module, Wechselrichter und Installation. Klären Sie auch, wer die Anmeldung beim Netzbetreiber übernimmt.
Wir von Aroundhome unterstützen Sie dabei, Ihre Hausprojekte erfolgreich und stressfrei umzusetzen – durch individuelle Beratung und die Vermittlung passender Fachfirmen. Unser Service ist für Sie komplett kostenfrei und unverbindlich, wir finanzieren uns über die Zusammenarbeit mit den Fachfirmen.
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