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Propan-Wärmepumpe (R290): Vorteile, Nachteile, Preise und Hersteller im Überblick

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Eine Propan-Wärmepumpe nutzt das natürliche und besonders klimafreundliche Kältemittel R290. Da sie die strengen EU-Vorgaben für Kältemittel problemlos erfüllt, gilt sie als zukunftssichere Heizlösung. Erfahren Sie, welche Vorteile natürliche Kältemittel bieten, worauf Sie bei der Installation und Wartung achten müssen und was Propan-Wärmepumpen kosten.

Lina Strauss, Online-Redakteurin
Lina Strauss
Monteur arbeitet im Freien an einer schwarzen Propan-Wärmepumpe
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Womit möchten Sie in Zukunft heizen?

Was ist eine Propan-Wärmepumpe (R290)?

Eine Propan-Wärmepumpe ist eine Wärmepumpe, die mit dem natürlichen Kältemittel Propan (R290) betrieben wird. Grundsätzlich kann jede Art von Wärmepumpe mit Propan arbeiten, egal, ob es sich um eine Luft-, Erd- oder Wasserwärmepumpe handelt. Es gibt auch umkehrbar nutzbare Modelle, die sowohl heizen als auch kühlen können.

Auch viele Hochtemperatur-Wärmepumpen nutzen Propan als Kältemittel. Sie können auch mit hohen Vorlauftemperaturen effizient arbeiten. Propan ist sehr umweltfreundlich und zukunftssicher, da es die aktuellen sowie die kommenden gesetzlichen Anforderungen an Kältemittel erfüllt.

Kältemittel nicht einfach austauschen

Eine Propan-Wärmepumpe muss technisch für R290 ausgelegt sein. Sie können nicht einfach Propan in eine herkömmliche Wärmepumpe nachfüllen lassen. Da Propan im Gegensatz zu synthetischen Kältemitteln entflammbar ist, muss die Wärmepumpe bestimmte Sicherheitsstandards erfüllen.

Wie funktioniert das natürliche Kältemittel Propan?

Propan befindet sich in den Kältemittelleitungen innerhalb eines luftdicht geschlossenen Kreislaufs in der Wärmepumpe. Das Kältemittel ist für die Funktionsweise einer Wärmepumpe entscheidend: Propan nimmt Wärme aus der Umgebung auf, verdampft und wird im Kompressor verdichtet. Die dabei entstehende Wärme wird im Kondensator an den Heizkreislauf abgegeben. Danach verflüssigt sich Propan wieder und der Kreislauf beginnt von vorne.

Funktionsweise einer Wärmepumpe erklärt am Kältemittelkreislauf.
Im Kältemittelkreislauf hat Propan den Vorteil, dass es sehr wärmeleitfähig ist.

Propan ist ein farbloses, geruchsneutrales und ungiftiges Gas, das sich sehr gut als Kältemittel für eine Wärmepumpe eignet. Das Kältemittel muss bei niedrigen Temperaturen verdampfen und bei höheren Temperaturen wieder eindampfen. Propan hat einen Siedepunkt von ca. -42 °C und wird bei ca. 70 °C und 26 bar flüssig. Das sind sehr gute thermodynamische Eigenschaften, da Propan auch bei frostigen Außentemperaturen verdampfen kann.

Warum setzen immer mehr Hersteller auf R290?

Langfristig werden nur noch natürliche Kältemittel wie Propan erlaubt und förderfähig sein. Um der steigenden Nachfrage nachzukommen, stellen viele Hersteller auf Propan-Wärmepumpen um.

R290 (Propan) gilt als das Kältemittel der Zukunft, da es hocheffektiv, umweltschonend und quasi unbegrenzt verfügbar ist. Propan ist nicht ozonschädlich und hat ein sehr niedriges Treibhauspotenzial. Gemessen wird dies am Global Warming Potential (GWP). Der GWP-Wert zeigt an, wie stark ein Gas zur Erderwärmung beiträgt. Der GWP-Wert von Propan beträgt nach aktuellem Stand 0,02 (zuvor 3). Propan ist also sehr klimafreundlich.

In herkömmlichen Wärmepumpen werden hingegen fluorierte Treibhausgase (F-Gase) eingesetzt. Diese synthetischen Kältemittel haben einen hohen Treibhauseffekt mit GWP-Werten im dreistelligen oder vierstelligen Bereich. Die EU hat mit der novellierten F-Gas-Verordnung daher ein schrittweises Verbot für klimaschädliche Kältemittel eingeführt.

Nahaufnahme einer schwarzen Wärmepumpe im Garten, in der Nähe eines hölzernen Poolhauses an einem sonnigen Tag
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Vorteile einer Propan-Wärmepumpe

  • Klimafreundlich (GWP-Wert 0,02 und ODP-Wert 0)

  • Hohe natürliche Verfügbarkeit

  • Zukunftssicher, da konform mit F-Gas-Verordnung

  • Höhere Förderung durch Effizienzbonus mit natürlichem Kältemittel

  • Auch in Zukunft förderfähig (ab 2028 Wärmepumpen-Förderung nur noch für natürliche Kältemittel)

  • Hohe Effizienz und Wärmeleitfähigkeit

  • Auch mit alten Heizkörpern kombinierbar (Vorlauftemperaturen bis zu 75 °C)

  • Auch bei sehr niedrigen Außentemperaturen voll funktionsfähig (Siedepunkt bei ca. -42 °C)

Sehr niedriger GWP-Wert und hohe Klimafreundlichkeit

Propan hat einen niedrigen GWP-Wert von 0,02 und gilt damit als nahezu klimaneutral. Der GWP-Wert gibt an, wie stark ein Treibhausgas im Vergleich zu Kohlendioxid (CO₂) zur Erderwärmung beiträgt. CO₂ dient dabei als Referenz mit einem GWP von 1. Je niedriger der GWP-Wert ist, desto klimafreundlicher ist das Kältemittel.

Auch das Ozonabbaupotenzial (ODP, Ozone Depletion Potential) von Propan ist sehr gering: Der ODP-Wert liegt bei 0. Das heißt, Propan schädigt die Ozonschicht nicht. Propan fällt bei der Erdöl- und Erdgasförderung als Nebenprodukt an und muss nicht synthetisch hergestellt werden.

Zukunftssichere Lösung durch F-Gas-Regulierung

Propan als Kältemittel in Wärmepumpen gilt als zukunftssicher, da es nahezu unbegrenzt in der Natur vorkommt. Als natürliches Kältemittel ist es nicht von gesetzlichen Einschränkungen betroffen.

Seit dem 11. März 2024 gilt in der EU die neue F-Gas-Verordnung (2024/573). Diese schränkt den Einsatz und Verkauf fluorierter Treibhausgase (F-Gase) in synthetischen Kältemitteln schrittweise ein.

Jahr

Wärmepumpen-Typ (bis 12 kW)

Was ist verboten?

ab 2025

Mono-Splitsysteme mit weniger als 3 kg Kältemittel-Füllmenge

F-Gase mit GWP ≥ 750

ab 2027

Monoblock, Splitsysteme (Luft-Wasser)

Kältemittel mit GWP ≥ 150

ab 2029

Splitsysteme (Luft-Luft)

Kältemittel mit GWP ≥ 150

ab 2032

Monoblock

Alle F-Gase verboten

ab 2035

Splitsysteme

Alle F-Gase verboten

ab 2050

Alle Geräte

Alle F-Gase verboten

Seit 2025 ist der Vertrieb von Kältemitteln mit einem GWP-Wert über 750 unzulässig. Ab 2027 ist der Verkauf von Monoblock- und Luft-Wasser-Wärmepumpen in Split-Bauweise untersagt, sofern die Geräte F-Gase mit einem GWP über 150 enthalten. Ab 2029 gilt das Verbot auch für Luft-Luft-Wärmepumpen. Ab 2032 sind alle F-Gase bei Monoblock- und ab 2035 bei Split-Wärmepumpen nicht erlaubt. Bis 2050 soll die Verwendung von Geräten mit F-Gasen vollständig verboten sein.

Während Wärmepumpen mit synthetischen Kältemitteln also nicht zukunftsfähig sind, bleiben Wärmepumpen mit Propan langfristig einsetzbar.

Hohe Effizienz und gute thermodynamische Eigenschaften

R290 verfügt über sehr gute thermodynamische Eigenschaften, es kann Wärme also sehr gut aufnehmen und wieder abgeben. Dadurch arbeiten Propan-Wärmepumpen äußerst effizient. Sie erreichen Energieeffizienzklassen bis A+++ sowie Jahresarbeitszahlen (JAZ) von 4 und mehr. Das bedeutet, dass sie aus einer Kilowattstunde Strom circa vier Kilowattstunden Wärme gewinnen. Propan-Wärmepumpen haben somit einen Wirkungsgrad von 400 Prozent oder mehr.

R290 ermöglicht auch bei eisigen Außentemperaturen einen effizienten Betrieb. Es sind hohe Vorlauftemperaturen von bis zu 75 °C möglich. Daher müssen die klassischen Heizkörpern nicht unbedingt gegen eine Flächenheizung eingetauscht werden. Propan-Wärmepumpe eignen sich somit sowohl für den Neubau als auch für den Altbau.

Wärmepumpen-Förderung für natürliche Kältemittel

Sie erhalten eine höhere Wärmepumpen-Förderung, wenn Sie ein natürliches Kältemittel wie R290 wählen. Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) profitieren Sie beim Heizungstausch vom Effizienzbonus: Es gibt 5 Prozent zusätzlich zur Grundförderung von 30 Prozent. In Kombination mit weiteren Boni können Sie bis zu 70 Prozent Förderung für Ihre Propan Wärmepumpe bekommen.

Nachteile und Risiken einer Propan-Wärmepumpe

Brennbarkeit des Kältemittels R290 – was bedeutet das für die Sicherheit?

Propan ist ein ungiftiges, aber brennbares Gas. Das Kältemittel R290 gehört zur Sicherheitsklasse A3 (leicht entflammbar). Wenn es austritt und mit einer Zündquelle in Kontakt kommt, kann es zu einem Brand oder einer Explosion kommen. Dieses Risiko ist aber sehr gering.

Eine Propan-Wärmepumpe ist so gebaut, dass im Normalfall kein Kältemittel austreten kann. Das Kältemittel befindet sich in einem hermetisch, also luftdicht, abgeschlossenen Kreislauf.

Dennoch ist Vorsicht im Umgang mit der Wärmepumpe gefragt. Die Sicherheitshinweise des Herstellers müssen beachtet werden. Sie sollten beispielsweise nicht in die Wärmepumpe bohren oder in das Gehäuse einstechen. Die Installation, Inbetriebnahme und Wartung einer Wärmepumpe mit dem Kältemittel Propan müssen zertifizierte Fachleute durchführen. Die richtige Fachfirma finden Sie z. B. über ein Vermittlungsportal wie Aroundhome.

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Anforderungen an Aufstellung und Abstand einer Propan-Wärmepumpe

  • Schutzbereich: Bei außen aufgestellten Wärmepumpen muss gewährleistet sein, dass im Falle einer Undichtigkeit (Leckage) kein Kältemittel in das Gebäude gelangen kann. Daher wird ein Schutzbereich rund um die Wärmepumpe empfohlen. Je nach Herstellerangaben beträgt dieser beispielsweise 1 Meter seitlich und 0,5 Meter nach oben.

  • Keine Zündquellen: Während des Betriebs der Propan-Wärmepumpe dürfen sich innerhalb des Schutzbereichs keine Zündquellen befinden. Verboten sind beispielsweise offene Flammen, Steckdosen, Lampen, Lichtschalter, elektrische Anlagen, elektrische Hausanschlüsse, funkenbildende Werkzeuge und Gegenstände mit einer Oberflächentemperatur von über 360 °C.

  • Abstand zu Gebäudeöffnungen: Innerhalb des Schutzbereichs einer Wärmepumpe mit natürlichem Kältemittel sind Türen, Fenster, Flachdachfenster, Lichtschächte, Öffnungen von lüftungstechnischen Anlagen sowie andere Gebäudeöffnungen verboten.

  • Abstand zu Nachbarn: Innerhalb der Schutzbereiche einer R290-Wärmepumpe dürfen keine Grundstücksgrenzen, Geh- und Fahrwege liegen

  • Nicht in Senkungen aufstellen: Da Propan schwerer ist als Luft, könnte es sich bei einer Leckage in einer Senkung sammeln. Daher darf eine Propan-Wärmepumpe nicht in Bodenvertiefungen oder in der Nähe von Kellern, Schächten oder Einläufen in die Kanalisation aufgestellt werden.

  • Kondensatablauf sicherstellen: Bei einer Außenaufstellung der Wärmepumpe kondensieren 10 bis 50 l Wasser aus der Luft täglich. Das Kondensat muss sicher über ein Abwasser-, Regenwasser- oder Drainage-System abgeführt werden. Um keinen Austritt von Propan durch Frostschäden zu riskieren, müssen auch die Leitungen frostsicher verlegt werden.

Häufig empfohlene Schutzbereiche für Luft-Wasser-Wärmepumpen mit Propan. Sie können je nach Hersteller variieren.

Ist die Innenaufstellung einer Propan-Wärmepumpe sicher?

Die Innenaufstellung einer Propan-Wärmepumpe ist sicher, da Sie zusätzliche Sicherheitsvorschriften einhalten müssen. Durch strenge Normen wie die EN 378 über Kälteanlagen und Wärmepumpen wird sichergestellt, dass die Anlage im Innenbereich auch bei einem Kältemittelaustritt sicher bleibt. So muss das Gehäuse beispielsweise hermetisch abgedichtet sein und Gassensoren sowie eine Abluftführung müssen nach außen installiert werden.

Weniger strenge Sicherheitsvorkehrungen gibt es bei der Außenaufstellung. Bei Propan-Wärmepumpen wird die Monoblock-Bauweise bevorzugt. Anders als bei der Split-Bauweise befinden sich dabei alle Komponenten des Kältekreislaufs in einem Gehäuse. Das hat den Vorteil, dass sich kein leicht entflammbares Kältemittel im Haus befindet. Ein Nachteil sind allerdings die längeren Leitungen, die mit Effizienzverlusten einhergehen können.

Wie sicher sind Propan-Wärmepumpen wirklich?

Wärmepumpen mit Propan sind aufgrund der hohen Sicherheitsstandards sehr sicher. Propan ist ein gängiger und erprobter Energieträger im Haushalt. Er wird zum Beispiel als Brennstoff zum Heizen in Gasheizungen, zum Kochen oder Grillen benutzt. Wenn Sie eine Gasflasche zum Grillen nutzen, beinhaltet diese beispielsweise mehr Propan als Ihre Wärmepumpe.

Moderne Sicherheitskonzepte von Wärmepumpen mit Propan

Innerhalb der EU müssen nicht nur Wärmepumpen mit Propan eine CE-Kennzeichnung aufweisen. Mit dieser Zertifizierung bestätigt der Hersteller, dass er alle relevanten Vorschriften einhält. Er muss vor der Auslieferung außerdem die Druckfestigkeit, Dichtheit und die Sicherheitsfunktionen jeder Wärmepumpe überprüfen.

Damit ein entflammbares Kältemittel wie Propan nicht austreten kann, gibt es luftdicht abgeschlossene Wärmepumpen. Sie verhindern, dass das Kältemittel ins Heizungswasser gelangen kann. Manche Modelle sind zusätzlich mit einem eigenen Gasleck-Detektor ausgestattet.

Außerdem gibt es strenge Sicherheitsvorschriften für propanhaltige Kältemittel in Innenräumen ab einer Füllmenge von mehr als 150 g. Laut Einschätzung des Bundesverbands Wärmepumpe e. V. ist davon auszugehen, dass Wärmepumpen in Zukunft durch technischen Fortschritt mit immer weniger Propan auskommen werden. Wenn die Füllmengenbegrenzung unterschritten wird, könnten Propan-Wärmepumpen auch ohne zusätzliche Auflagen im Innenbereich aufgestellt werden.

Vorschriften, Normen und Schutzbereiche für propanhaltige Wärmepumpen

  • DIN EN 378: Nach den sicherheitstechnischen und umweltrelevanten Anforderungen der DIN EN 378 wird Propan der Sicherheitsstufe A3 (leicht entflammbar) zugeordnet. Als brennbares Kältemittel unterliegt es erhöhten Sicherheitsanforderungen.

  • DIN EN 60335‑2‑40: Nach den Produktsicherheitsstandard DIN EN 60335-2-40 darf Propan im Innenbereich nur in geringen Füllmengen eingesetzt werden. Bei Füllmengen über 150 g, wie es aktuelle Wärmepumpen erfordern, müssen Sie zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen treffen. Um den Eintritt vom Kältemittel in den Heizwasserkreis zu verhindern, ist z.B. eine Entlüftung oder ein Gassensor erforderlich.

  • F-Gase-Verordnung 2024/573: Arbeiten, die einen Eingriff am Kältekreis erfordern, dürfen nur durch zertifizierte Fachleute ausgeführt werden.

  • Schutzbereiche: Bei propanhaltigen Wärmepumpen müssen die von den Herstellern ausgewiesenen Schutzbereiche eingehalten werden.

  • Typenschilder: In Deutschland muss jede Wärmepumpe mit einem Typenschild versehen werden. Das Typenschild muss gut lesbar sein und darf nicht entfernt oder verdeckt werden. Es muss Angaben zum Kältemittel, zur Füllmenge, zum maximal zulässigen Druck, zum Hersteller und Herstellungsjahr enthalten.

Graue Außeneinheit einer Wärmepumpe an der Ecke eines Wohngebäudes mit weißer Fassade im Winter
Auf den Typenschildern einer Propan-Wärmepumpe finden Sie genaue Angaben zum Kältemittel und zum Hersteller.

Kosten und Preisbeispiele für Propan-Wärmepumpen

Anschaffungskosten im Vergleich zu anderen Wärmepumpenarten

Propan-Wärmepumpen kosten in der Anschaffung zwischen 9.000 und 20.000 Euro und sind damit etwas teurer als Wärmepumpen mit herkömmlichen Kältemitteln. Die Gesamtkosten einer Wärmepumpe können bis zu 40.000 Euro betragen.

Aktuell kann es zu sinkenden Preisen bei Wärmepumpen mit synthetischen Kältemitteln kommen, da sie langfristig zum Auslaufmodell werden. Dagegen steigt die Nachfrage z. B. nach Luft-Wasser-Wärmepumpen mit Propan, weswegen auch die Preise steigen können. Bei den Gesamtkosten sind weniger die Kältemittel als vielmehr die Wärmepumpen-Art, die technischen Details und der Installationsaufwand entscheidend.

Beispiele für Kosten einer Wärmepumpe mit Propan und mit herkömmlichen Kältemitteln:

Merkmal

Propan-Wärmepumpe

Wärmepumpe mit herkömmlichen Kältemittel

Kältemittel

R 290 (Propan)

R32 (Difluormethan)

GWP-Wert

0,02

675

Leistung

12 kW

12 kW

Bauart

Monoblock

Monoblock

Schallleistungspegel

31 dB(A)

57 dB(A)

Energieeffizienzklasse

A+++

A+++

Kosten*

14.500 €

10.500 €

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung.

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Betriebskosten und Effizienzfaktoren

Wärmepumpen mit Propan sind besonders leistungsfähig und effizient. Deswegen können Sie langfristig bei den Betriebskosten sparen. Mit Propan ist ein effizienter Betrieb auch bei niedrigen Vorlauftemperaturen möglich. Dadurch sinkt der Stromverbrauch der Wärmepumpe sowie Ihre Heizkosten.

Wärmepumpe

Jährliche Betriebskosten*

mit dem Kältemittel Propan

ca. 700 bis 1.300 €

mit herkömmlichen Kältemittel

ca. 800 bis 1.600 €

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung.

Fördermöglichkeiten und Bonus für Propan-Wärmepumpen

Neben der Grundförderung von 30 Prozent erhalten Sie einen Effizienzbonus von 5 Prozent, wenn Sie ein natürliches Kältemittel wie Propan bei der Wärmepumpe wählen. Zusammen mit einem Einkommens- und Klimageschwindigkeits-Bonus ist ein Zuschuss bis zu 21.000 Euro bei 30.000 Euro förderfähigen Kosten möglich.

Beispiel: Sie tauschen Ihre alte Ölheizung gegen eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Propan aus.

Gesamtkosten Wärmepumpe mit Propan

25.000 €

Grundförderung (30 %)

7.500 €

Klimageschwindigkeits-Bonus (20 %)

5.000 €

Effizienzbonus Propan (5 %)

1.250 €

Fördersumme gesamt (55 %)

13.750 €

Ihr Eigenanteil

11.250 €

Die Gesamtkosten für die Wärmepumpe betragen im Beispiel 25.000 Euro. Durch einen Fördersatz von 55 Prozent würden sich Ihre Kosten jedoch auf 11.250 Euro reduzieren.

Propan-Wärmepumpe Hersteller – Marktüberblick

Große Marken und R290-Modelle

Die großen deutschen Marken für Propan-Wärmepumpen sind:

  • Bosch

  • Buderus

  • Viessmann

  • Vaillant

  • Stiebel Eltron

  • Weishaupt

  • Wolf

Bekannte internationale Hersteller sind Alpha Innotec (Nibe Group), Daikin, ELCO, Mitsubishi Electric und Ochsner.

Stiftung Warentest hat im Jahr 2025 fünf Luft-Wasser-Wärmepumpen mit Propan getestet. Die Ergebnisse zeigten, dass alle getesteten R290-Modelle ein Einfamilienhaus effizient beheizen können. Auch in einem Altbau ohne Dämmung oder Fußbodenheizung konnten die Wärmepumpen überzeugen.

Getestete Luft-Wasser-Wärmepumpe mit R 290

Preis*

Alpha-Innotec Hybrox 11

18.558 €

Mitsubishi Electric Wärmepumpen-Set 13.10; PUZ-WZ100YAA ERPX-YM9E

14.500 €

Stiebel Eltron WPL-A 10.2 Plus HK 400

19.038 €

Vaillant aroTHERM plus VWL 105/8.1 A 400V und VWZ MEH 97/7

19.729 €

Viessmann Vitocal 250-A AWO-E-AC 251.A10

20.354 €

* Stand: 17.07.2025

Wichtige Kriterien beim Vergleich von Propan-Wärmepumpen

  • Effizienzkennzahlen: Der SCOP (Seasonal Coefficient of Performance) zeigt die Jahreseffizienz unter Normwerten, die JAZ (Jahresarbeitszahl) das Verhältnis zwischen erzeugter Wärme und eingesetztem Strom unter realen Bedingungen.

  • Vorlauftemperatur: Wärmepumpen sind umso effizienter, je niedriger die Vorlauftemperatur ist. Bei Altbauten kann es sinnvoll sein, die Vorlauftemperatur durch Wärmedämmung oder neue Heizkörper zu senken. Als Alternative für unsanierte Altbauten gibt es Hochtemperatur-Wärmepumpen mit Propan, die auch mit hoher Vorlauftemperatur arbeiten.

  • Lautstärke: Bei Wärmepumpen mit Außengerät müssen Sie die Lärmgrenzwerte für Wohngebiete einhalten. Wenn die Wärmepumpe in der Nähe zum Nachbargrundstück oder Schlafzimmerfenstern aufgestellt werden muss, vergleichen Sie den Schallleistungspegel. Besonders leise Propan-Wärmepumpen haben einen Schallleistungspegel von nur 35 Dezibel oder weniger.

  • Aufstellmöglichkeiten: Die Wahl der Wärmepumpenart hängt vom verfügbaren Platz ab. Erdwärmepumpen benötigen Fläche für Bohrungen oder Kollektoren, Wasserwärmepumpen erfordern behördliche Genehmigungen, und Luftwärmepumpen müssen die örtliche Lärmschutzverordnung einhalten.

Welche Wärmepumpe für welches Haus am besten wäre, können Fachfirma vor Ort einschätzen. Die Expert:innen haben mehrere Modelle im Angebot und beraten Sie zu Ihren Möglichkeiten für Ihr Zuhause.

Zwei Männer betrachten eine Wärmepumpe vor einem Haus.
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Propan-Wärmepumpe vs. andere Wärmepumpenarten

Eine Wärmepumpe mit Propan hat einige Nachteile durch höhere Anforderungen bei der Installation. Doch warum entscheiden sich dann so viele Hausbesitzer:innen für eine Wärmepumpe mit Propan und nicht für herkömmliche Kältemittel?

Vergleich zu synthetischen Kältemitteln wie R32 und R410A

Der größte Unterschied zwischen natürlichen und synthetischen Kältemitteln liegt in ihrer Umweltwirkung. Mit einem GWP-Wert von nur 0,02 ist Propan nahezu klimaneutral. Im Vergleich dazu sind synthetische Kältemittel wie R410A oder R32 deutlich klimaschädlicher. So hat R410A einen GWP von 2088. Das bedeutet, es wirkt über einen Zeitraum von 100 Jahren rund 2088-mal so stark auf das Klima wie ein Kilogramm CO₂. Selbst R32, das als klimafreundlichere Alternative eingeführt wurde, hat einen GWP von 675.

Kältemittel

Typ

GWP-Wert

Klimawirkung im Vergleich zu CO₂

R744 (CO₂)

Natürlich

1

Referenzwert

R290 (Propan)

Natürlich

0,02

0,02× so stark wie CO₂

R32 (Difluormethan)

Synthetisch

675

675× so stark wie CO₂

R410A (Gemisch aus R32 und R125)

Synthetisch

2088

2088× so stark wie CO₂

R125 (Pentafluorethan)

Synthetisch

3500

3500× so stark wie CO₂

Umwelt- und Zukunftseffekte im Vergleich

Propan ist das Wärmepumpen-Kältemittel der Zukunft. Es unterliegt keinen gesetzlichen Verboten und hat eine hohe Verfügbarkeit. Dagegen wird der Verkauf von Wärmepumpen mit synthetischen Kältemitteln aufgrund der neuen EU-F-Gase-Verordnung nach und nach verboten. Seit 2025 ist R410A bereits vom Markt. R32 ist ab 2027 in Monoblock-Wärmepumpen und ab 2029 in Split-Wärmepumpen verboten. Da eine Wärmepumpe eine Lebensdauer von bis zu 30 Jahre hat, in der das Kältemittel nicht gewechselt wird, sollten Sie langfristig planen.

Unterschiede bei Effizienz und Vorlauftemperaturen

Propan-Wärmepumpen arbeiten oft effizienter als Geräte mit synthetischen Kältemitteln. Sie erreichen höhere SCOP-Werte und bleiben auch bei niedrigen Außentemperaturen im Winter leistungsstark. Propan bietet auch Vorteile bei den Vorlauftemperaturen. Das synthetische Kältemittel R32 schafft typischerweise Vorlauftemperaturen zwischen 60 und 65 °C. Bei Wärmepumpen mit Propan sind auch Vorlauftemperaturen bis zu 75 °C möglich.

Für wen eignet sich eine Propan-Wärmepumpe?

Wärmepumpen mit Propan sind vielseitig einsetzbar und eignen sich für:

  • gut gedämmte Neubauten

  • durchschnittliche Bestandsgebäude

  • unsanierte Altbauten

  • dicht bebaute Mehrfamilienhäuser

Neubau

Propan-Wärmepumpen eignen sich besonders gut für Neubauten. Grundsätzlich haben sich Wärmepumpen bereits als Standardheizung im Neubau etabliert. Dabei spricht vieles für ein natürliches Kältemittel. Im Neubau können Sie die Sicherheitsvorschriften für die Propan-Wärmepumpe frühzeitig einplanen. Langfristig profitieren Sie in einem gut gedämmten Neubau von der hohen Energieeffizienz und den besonders niedrigen Betriebskosten mit R290.

Bestandsgebäude

Propan-Wärmepumpen eignen sich sehr gut für Bestandsgebäude, wie die Testergebnisse der Stiftung Warentest belegen. Dank der hohen Vorlauftemperaturen können Sie auch mit dem alten Heizsystem effizient heizen. Wenn Sie eine Wärmepumpe nachrüsten, stellt eher die Planung der Sicherheitsauflagen für Propan eine Herausforderung dar. Bei einer Innenaufstellung sind z. B. zwei Durchbrüche mit einem ausreichend großen Abstand für die Luftkanäle erforderlich. Bei Außengeräten müssen die Schutzbereiche zu Fenstern, Türen und Kelleröffnungen eingehalten werden. Mit einer erfahrenen Fachfirma lässt sich aber für fast alle Gegebenheiten eine Lösung finden.

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Hohe Vorlauftemperaturen und Radiatorenbestände

Da Propan-Wärmepumpen hohe Vorlauftemperaturen von bis zu 75 °C ermöglichen, können Sie in vielen Fällen Ihr bestehendes Heizsystem weiterverwenden. Wenn Sie beispielsweise eine Ölheizung mit einer Wärmepumpe nachrüsten, müssen Sie lediglich die Kosten für die Entsorgung der alten Heizung und den Einbau der neuen tragen. Aufwendige Dämmmaßnahmen oder der Austausch der Radiatoren sind nicht zwingend notwendig.

Allerdings gilt: Je niedriger die Vorlauftemperatur ist, desto weniger Strom verbraucht die Wärmepumpe. Mit einer energetischen Sanierung können Sie also die Vorlauftemperaturen senken und langfristig Heizkosten sparen.

Installation und Aufstellung einer Propan-Wärmepumpe

Außenaufstellung und Mindestabstände

  • Standortwahl: Für den optimalen Standort einer Wärmepumpe mit dem Kältemittel Propan sollten Sie Innenecken, zu windige Bereiche und Bodensenkungen vermeiden.

  • Schutzbereich: Halten Sie den vom Hersteller empfohlenen Schutzbereich ein – in der Regel mindestens 1 Meter rund um eine Propan-Wärmepumpe.

  • Fundament und Leitungen: Zur Standsicherheit benötigen Sie ein stabiles, frostsicheres Wärmepumpen-Fundament. Die Leitungen sollten gedämmt, unterhalb der Frostgrenze und speziell auf das Kältemittel R290 ausgelegt sein.

  • Schneeschutz: Platzieren Sie das Gerät auf einem mindestens 20 cm hohen Sockel als Schutz vor Schnee.

  • Mindestabstände zur Grundstücksgrenze: Die Regelungen sind bundeslandabhängig – manche Länder schreiben 3 Meter Abstand vor, andere haben Abstufungen nach Wärmepumpengröße, wieder andere keine Vorgaben. Ihre Fachfirma kennt sich mit den Ortsvorschriften aus.

Anforderungen an Stromanschluss und Schallschutz

Da Propan-Wärmepumpen elektrisch laufen, benötigen Sie einen Stromanschluss. Bei Außengeräten müssen außerdem die gesetzlichen Immissionsrichtwerte für Lärmschutz eingehalten werden. In reinen Wohngebieten sind tagsüber maximal 50 dB und nachts maximal 35 dB erlaubt. Ein stabiles Fundament hilft zusätzlich, den Körperschall der Wärmepumpe zu minimieren.

Warum die Installation nur durch Fachbetriebe erfolgen sollte

Um den sicheren Betrieb einer Wärmepumpe mit dem entflammbaren Kältemittel Propan sicherzustellen, dürfen ausschließlich zertifizierte Fachleute bestimmte Installationsarbeiten übernehmen. Dazu gehören alle Arbeiten rund um den Kältekreislauf, wie:

  • das Öffnen der Wärmepumpe

  • das Entleeren und Befüllen des Kältemittels

  • Dichtheitskontrollen

  • der Austausch von Bauteilen

Sowohl für die Installation als auch für die Wartung einer Propan-Wärmepumpe ist die Zertifizierung „Sachkunde Kategorie I“ nach ChemKlimaschutzV sowie eine Qualifizierung für brennbare Kältemittel erforderlich. Nach der aktuellen F-Gase-Verordnung 2024/573 ist für den Umgang mit allen Kältemitteln eine Zertifizierung nachzuweisen. Für Arbeiten außerhalb des Kältekreises sind keine Zertifikationen erforderlich.

Fazit: Lohnt sich eine Propan-Wärmepumpe?

Propan-Wärmepumpen sind eine zukunftssichere und umweltfreundliche Heizlösung. Sie überzeugen durch hohe Effizienz und ihre Klimafreundlichkeit. Sowohl für Neubauten als auch für Bestandsgebäude sind sie eine ausgezeichnete Wahl. Die etwas höheren Anschaffungskosten werden durch Förderungen und niedrigere Betriebskosten ausgeglichen.

Wichtig zu beachten sind die besonderen Sicherheitsvorkehrungen bei der Installation. Für die Montage einer Wärmepumpe mit entflammbaren Kältemitteln wie Propan ist eine zertifizierte Fachfirma erforderlich. Um schnell und einfach die passende Fachfirma für Ihre Propan-Wärmepumpen zu finden, nutzen Sie den kostenlosen Anbietervergleich von Aroundhome.

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Häufig gestellte Fragen

Ist eine Propan-Wärmepumpe gefährlich?

Propan ist ein leicht entflammbares Gas, aber eine Propan-Wärmepumpe ist bei fachgerechter Installation und dank strenger Sicherheitsstandards nicht gefährlich.

Warum nutzen nicht alle Wärmepumpen Propan?

Nicht alle Wärmepumpen nutzen Propan, weil es spezielle Sicherheitsanforderungen sowie technische Anpassungen erfordert, die nicht in jedem Gebäude oder Anwendungsfall einfach umzusetzen sind. Erst ab 2035 ist der Verkauf von Wärmepumpen mit synthetischen Kältemittel vollständig verboten.

Wie lange hält eine Propan-Wärmepumpe?

Eine Propan-Wärmepumpe hält in der Regel 15 bis 30 Jahre, bei guter Wartung oft sogar noch länger. Das Kältemittel muss in dieser Zeit in der Regel nicht ausgetauscht oder nachgefüllt werden.

Welcher Abstand muss bei einer Propan-Wärmepumpe eingehalten werden?

Bei einer Propan-Wärmepumpe sollte in der Regel rundherum mindestens 1 Meter seitlicher Abstand und 0,5 Meter nach oben zu anderen Objekten, Wänden und potenziellen Zündquellen eingehalten werden, wobei die exakten Vorgaben vom Hersteller und den örtlichen Vorschriften abhängen.

Ist eine Propan-Wärmepumpe teurer als eine herkömmliche Wärmepumpe?

Ja, eine Propan-Wärmepumpe kann in der Anschaffung etwas teurer sein als eine herkömmliche Wärmepumpe mit synthetischem Kältemittel, bietet dafür aber langfristig Vorteile bei Effizienz und Fördermöglichkeiten.

Gibt es ein Verbot oder Pflichten für R290?

Für R290 (Propan) gibt es kein Verkaufsverbot, aber es bestehen besondere Pflichten bezüglich Sicherheitsvorschriften und Installation. Arbeiten am Kältekreis dürfen grundsätzlich nur von zertifizierten Fachkräften durchgeführt werden. Die erlaubte Propanmenge bei der Innenaufstellung ist gesetzlich begrenzt: Übersteigt die Füllmenge 150 g, müssen zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wie Gassensoren und Belüftung getroffen werden.

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