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15 einfache Tipps:

So senken Sie Ihre Heizkosten dauerhaft

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Wer sich aktuell mit den steigenden Energiekosten beschäftigt, kann schnell verzweifeln. Dabei ist die Preisentwicklung auch ein guter Anlass, sich mit Energiesparpotenzialen im eigenen Haushalt auseinanderzusetzen. Mit diesen 15 Tipps lassen sich die Heizkosten senken und der CO2-Ausstoß reduzieren.

Unsere Autorin Christina Tobias ist als Senior Editor Expertin für die Bereiche Küche und Heizung.
Christina Tobias
Aktualisiert am
Mutter, Vater und zwei Kinder sitzen zu Hause auf dem Sofa und stecken fröhlich eine Münze ins Sparschwein.
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Auf einen Blick: 15 Tipps zum Heizkosten sparen

  1. Stellen Sie die richtige Temperatur für jeden Raum ein. Jedes Grad weniger spart Energie.

  2. Nutzen Sie Zeitschaltuhren oder smarte Thermostate. Sie senken die Temperatur automatisch, wenn Sie schlafen oder nicht zu Hause sind.

  3. Reinigen Sie Ihre Heizkörper. Staub blockiert die Wärmeabgabe in den Raum.

  4. Stellen Sie die Heizkörper nicht zu. So kann die warme Luft ungehindert zirkulieren.

  5. Drehen Sie die Heizung beim Stoßlüften herunter. Sonst bringt die einströmende kalte Luft den Thermostat dazu, unnötig hochzuheizen.

  6. Entlüften Sie die Heizkörper, um die volle Heizkraft wiederherzustellen.

  7. Behalten Sie die Heizkostenabrechnung im Blick. So entdecken Sie Einsparpotenziale.

  8. Schließen Sie Ihre Türen. So bleibt die Wärme in den beheizten Räumen.

  9. Dämmen Sie die Heizkörpernischen. So stoppen Sie den hohen Wärmeverlust durch die oft sehr dünnen Außenwände hinter der Heizung.

  10. Dichten Sie Fenster und Türen ab, um störende Zugluft und Kälte auszusperren.

  11. Dämmen Sie auch die Rollladenkästen. Denn durch diese oft vergessenen Schwachstellen kann Kaltluft eindringen.

  12. Nutzen Sie Wohntextilien clever. Gemütliche Teppiche sorgen für wärmere Füße.

  13. Lassen Sie die Heizung regelmäßig warten, damit sie stets reibungslos und energieeffizient arbeitet.

  14. Nutzen Sie eine Energieberatung, um individuelle Spar- und Sanierungspotenziale zu prüfen.

  15. Nutzen Sie Solarthermie. Die Kraft der Sonne entlastet die Heizung auf umweltfreundliche Weise.

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1. Tipp: Die richtige Temperatur für jeden Raum einstellen

Wissen Sie, welche Raumtemperatur in jedem Ihrer Räume vorherrscht? Wenn nicht, lohnt es sich definitiv, die Gradzahl zu überprüfen. Ist der Thermostat höher eingestellt als empfohlen, wird unnötig viel Energie verbraucht. Die richtige Einstellung birgt ein enormes Einsparpotenzial, um die Heizkosten zu senken: Jedes Grad weniger senkt Ihren Verbrauch um circa sechs Prozent.

Doch welche Temperatur haben Sie genau eingestellt? Um das festzustellen, hilft es, sich mit der Skala auf Ihrem Thermostat auseinanderzusetzen:

  • Stufe 1 bedeutet 12 Grad Celsius.

  • Stufe 2 bedeutet 16 Grad Celsius.

  • Stufe 3 bedeutet 20 Grad Celsius.

  • Stufe 4 bedeutet 24 Grad Celsius.

  • Stufe 5 bedeutet 28 Grad Celsius.

Der wärmste Ort im Haus sollte das Badezimmer mit circa 22 bis 24 Grad Celsius sein. Für Schlafzimmer und Flur reichen in der Regel 16 bis 18 Grad Celsius aus. Für Küche und Wohnzimmer werden 18 bis 20 Grad empfohlen und wer über ein Kinderzimmer verfügt, sollte das Thermostat auf 20 bis 22 Grad Celsius stellen.

Einsparpotenzial einer vierköpfigen Familie:
  • Kosten gespart: ca. 125 Euro im Jahr*

  • CO2-Ausstoß gesenkt um: 255 kg*

* Gilt wenn Sie die Temperatur in einem Raum um ein Grad Celsius senken. Berechnungen von co2online

Grafik zeigt die empfohlenen Raumtemperaturen, um richtig zu heizen.

2. Tipp: Zeitschaltuhr oder smarte Thermostate nutzen

Mit einer Zeitschaltuhr können Sie die Temperaturen in Ihrem Zuhause an Ihre Bedürfnisse anpassen und langfristig Heizkosten sparen. Wenn Sie das Haus verlassen, wird die Temperatur automatisch gesenkt und passend zu Ihrer Rückkehr wieder hochgefahren. Sie können auch spezielle Zeitpläne für Tages- und Nachtzeiten oder für das Wochenende einstellen. Besonders komfortabel sind hierfür programmierbare Thermostate. Diese lassen sich auch per App steuern. Der große Vorteil dieser smarten Steuerung ist, dass Sie nicht immer selbst daran denken müssen, die Heizung herunterzudrehen.

Einsparpotenzial im Einfamilienhaus:
  • Heizkosten gespart: ca. 205 Euro im Jahr*

  • CO2-Ausstoß gesenkt um: 420 kg*

* Berechnungen von co2online

3. Tipp: Heizkörper reinigen

Wann haben Sie Ihre Heizkörper das letzte Mal innen und außen gereinigt? Eine ausgiebige Reinigung der Heizkörper wird einmal jährlich empfohlen. Da Verschmutzungen auch dazu führen können, dass die Heizleistung nachlässt, ist dies eine sinnvolle Maßnahme, um Energie zu sparen. Sie können die Reinigung ganz einfach selbst mit Lappen und Staubsauger durchführen.

Hand mit Gummihandschuh wischt Heizkörper ab
Die Heizung sollte jährlich von innen und außen gereinigt werden.

4. Tipp: Heizkörper nicht zustellen

Damit die Wärme im Raum gut zirkulieren kann, sollten Heizkörper nicht zugestellt werden. Das bedeutet, dass Sie keine Möbel direkt vor der Heizung platzieren sollten. Als Faustregel sollten Sie bei Möbelstücken einen Abstand von circa 30 Zentimetern zum Heizkörper einhalten. Auch schwere oder bodenlange Vorhänge vor Heizkörpern können die Wärmeverteilung beeinträchtigen. Verzichten Sie außerdem auf Heizkörperverkleidungen, um Energie einzusparen und Ihre Heizkosten zu senken.

5. Heizung beim Stoßlüften herunterdrehen

Richtiges Lüften und Heizen ist wichtig, um Heizenergie einzusparen. Für einen effektiven Luftaustausch ist es besser, das Fenster für kurze Zeit weit zu öffnen und zu stoßlüften, als es längere Zeit gekippt zu lassen. Ein dauerhaft gekipptes Fenster kann die Schimmelbildung begünstigen, da Wärme entweicht und das Mauerwerk rund um das Fenster auskühlt. Wenn Sie das Fenster zum Stoßlüften öffnen, sollten Sie die Heizung für diese Zeit entsprechend herunterdrehen. Andernfalls reagieren die Temperaturfühler auf die einströmende kalte Luft. In der Folge beginnt die Heizung hochzufahren und verbraucht mehr Energie.

Einsparpotenzial im Einfamilienhaus:
  • Heizkosten gespart: ca. 215 Euro im Jahr*

  • CO2-Ausstoß gesenkt um: 530 kg*

* Berechnungen von co2online

6. Tipp: Heizkörper entlüften

Macht Ihre Heizung Geräusche oder wird die Heizung nicht richtig warm? Dann prüfen Sie am besten, ob sich Luft im System befindet, indem Sie die Heizung entlüften. Dafür benötigen Sie nur einen Vierkantschlüssel, einen Becher und einen Lappen. Unsere Grafik verrät Ihnen, wie Sie Schritt für Schritt vorgehen:

Heizung entlüften
Die Heizung entlüften: So funktioniert es
Unser Tipp:

Wenn das Entlüften der Heizung nicht den gewünschten Effekt bringt, kann es sinnvoll sein, einen hydraulischen Abgleich durchführen zu lassen. Lassen Sie sich hierzu von einem Heizungsfachbetrieb beraten.

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7. Tipp: Die Heizkostenabrechnung im Blick behalten

Wer seinen Energieverbrauch nicht kennt, kann sein Heizverhalten auch nicht gezielt ändern. Um eine Übersicht zu gewinnen, sollten Sie Ihre Heizkostenabrechnung prüfen und vergleichen. Bemerken Sie überdurchschnittlich hohe Zahlen oder Steigerungen, können Sie gezielte Maßnahmen ergreifen, um den Energieverbrauch zu senken.

Das herkömmliche Haushaltsbuch, in dem alle Kosten handschriftlich festgehalten werden, hat mittlerweile eine praktische digitale Alternative. Mit dem kostenfreien Energiesparkonto und der EnergieCheck-App können Sie Ihre Zählerstände von Heizung, Strom und Wasser eintragen und sich mit anderen deutschen Haushalten vergleichen. So sehen Sie, wo in Ihrem Zuhause noch Energie eingespart werden kann, und können beobachten, ob getroffene Maßnahmen den Verbrauch senken konnten.

8. Tipp: Türen schließen

Lassen sich mit einer geöffneten Tür weitere Räume direkt mitheizen? Leider ist es nicht ganz so einfach. Vielmehr kühlt durch die geöffnete Tür der Raum aus, der eigentlich warm bleiben soll. Zudem steigt das Risiko der Kondenswasserbildung an den Außenwänden des kühleren Zimmers, wenn warme Luft aus dem Nachbarzimmer einströmt. In der Regel ist es deshalb sinnvoller, die Türen geschlossen zu halten, um Heizkosten zu sparen.

9. Tipp: Heizkörpernischen dämmen

Heizkörpernischen in Außenwänden sind häufig in Gebäuden anzutreffen, die zwischen den 1960er- und 1970er-Jahren gebaut wurden. Aufgrund der oft dünnen und ungedämmten Wände droht ein Wärmeverlust von ca. 15 Euro pro Quadratmeter und Jahr in der Heizkörpernische.

Mit Polyurethanplatten oder Aerogelmatten können Sie Abhilfe schaffen. Achten Sie insbesondere darauf, dass die Dämmung an allen Seiten luftdicht mit der Wand verbunden wird. Andernfalls riskieren Sie Schimmelbildung. Auf der Dämmung empfiehlt es sich, eine Aluminiumkaschierung anzubringen, die die Wärmestrahlung zur Raumseite reflektiert. Die Kosten hierfür liegen zwischen 50 und 80 Euro pro Quadratmeter. Alternativ können Sie den Heizkörper auch komplett versetzen und die Heizkörpernische mit einem mineralischen Dämmstoff auffüllen oder mit Porenbeton ausmauern. Zusätzlich ist eine Dämmung der Außenwand sinnvoll.

10. Tipp: Fenster und Türen abdichten

Zieht es bei Ihnen zu Hause manchmal unangenehm? Dann sollten Sie Ihre Fenster und Türen dringend auf Zugluft überprüfen. Klemmen Sie hierzu einfach ein Stück Papier zwischen Fensterrahmen und Fensterflügel. Wenn sich das Papier nicht herausziehen lässt, während das Fenster geschlossen ist, ist das Fenster an der getesteten Stelle dicht. Testen Sie mehrere Positionen. Zeigt sich eine undichte Stelle, sollten Sie die Dichtungen erneuern oder die Fensterflügel neu justieren. Auch Türen sollten Sie abdichten. Hierfür eignen sich beispielsweise Schaumstoffstreifen zum Aufkleben oder Bürstendichtungen. Alternativ oder zusätzlich können Zugluftstopper verwendet werden.

Einsparpotenzial bei einem Einfamilienhaus:
  • Heizkosten gespart: ca. 135 Euro im Jahr*

  • CO2-Ausstoß gesenkt um: 270 kg*

* Berechnungen von co2online

11. Tipp: Rollladenkästen dämmen

Rollladenkästen werden bei der Dämmung oft vergessen, sind aber gerade in Altbauten oft eine Schwachstelle, durch die Kaltluft eindringen kann. Besonders gut zur Isolierung der Rollladenkästen sind weiche Dämmmatten geeignet, die an die Innenseite des Kastens geklebt werden. Auf diese Weise können Sie mit einfachen Mitteln Heizenergie und -kosten einsparen.

12. Tipp: Wohntextilien clever nutzen, um Energie zu sparen

Fliesen- oder Steinböden sehen zwar schön aus, fühlen sich aber oft kalt an. Wer zu Hause gern auf Socken oder barfuß läuft, neigt bei einem kalten Boden eher dazu, die Heizung höher zu drehen. Mit einem Teppich hingegen schaffen Sie eine gemütliche Atmosphäre und empfinden den Raum in der Regel als weniger kalt. Gleiches gilt für eine kuschelige Decke auf dem Sofa. Dadurch wird die Heizung nicht unnötig hochgedreht und Sie können ganz einfach Energie sparen.

Teppich Auswaehlen Wohnzimmer
Ein gemütlicher Teppich kann ein Blickfang sein und dafür sorgen, dass der Raum wärmer wirkt.

13. Tipp: Heizung regelmäßig warten lassen

Damit Heizungsanlagen korrekt und sparsam arbeiten können, sollten sie regelmäßig gewartet werden. Wie die Wartung genau aussieht und was sie kostet, hängt stark von der Heizungsart ab. Während Elektroheizungen beispielsweise wartungsfrei sind, kostet die Wartung einer Gasheizung oder Wärmepumpe ca. 100 bis 200 Euro. Als Faustregel bietet es sich an, die Heizung jährlich im Sommer prüfen zu lassen, damit Sie im Herbst oder Winter nicht frieren müssen. Im Idealfall schließen Sie direkt beim Kauf Ihrer neuen Heizung einen Wartungsvertrag mit dem Fachbetrieb ab. So werden Sie regelmäßig an die Wartung erinnert und können dank eines effizienteren Heizbetriebs einige Kosten sparen.

14. Tipp: Energieberatung nutzen

Wie energieeffizient schätzen Sie Ihr Zuhause ein? Heizen Sie umweltfreundlich und kostengünstig? Ist Ihre Fassade optimal gedämmt? Ein:e Energieberater:in kann einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) für Sie erstellen. Darin werden die passenden Maßnahmen für Ihre Immobilie empfohlen. Dabei wird sowohl der Ist-Zustand des Gebäudes als auch Ihr Budget berücksichtigt. Sie werden außerdem zu Heizungsförderungen beraten und die Energieberatung selbst wird mit staatlichen Geldern unterstützt. Beim Austausch einer fossilen Heizung gegen ein klimafreundliches Modell werden bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst.

15. Tipp: Solarthermie nutzen

Solarthermieanlagen wandeln Sonnenstrahlen in Wärmeenergie um. Das heißt, sie bereiten Warmwasser auf und unterstützen die herkömmliche Heizungsanlage. Wenn Sie Ihr Heizsystem um eine Solarthermieanlage ergänzen, können Sie Ihren Gesamtwärmebedarf um ca. 10 bis 20 Prozent senken. Wie viel Sie an Heizkosten einsparen, hängt unter anderem von der Anlagenart (nur Trinkwassererwärmung oder Trinkwassererwärmung plus Heizungsunterstützung), der Dachausrichtung und der Verschattung ab. Informieren Sie sich im Voraus, um von attraktiven staatlichen Förderungen für Solarthermie zu profitieren.

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Wir von Aroundhome unterstützen Sie dabei, Ihre Hausprojekte erfolgreich und stressfrei umzusetzen – durch individuelle Beratung und die Vermittlung passender Fachfirmen. Unser Service ist für Sie komplett kostenfrei und unverbindlich, wir finanzieren uns über die Zusammenarbeit mit den Fachfirmen.

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Unsere Autorin Christina Tobias ist als Senior Editor Expertin für die Bereiche Küche und Heizung.
Christina Tobias
Christina Tobias ist seit 2019 bei Aroundhome als Autorin tätig und spezialisiert auf die Themengebiete Heizung und Küche. Mit ihrer langjährigen Erfahrung als Redakteurin bringt Christina ein fundiertes Wissen in diesen Kategorien mit und hat eine Vielzahl an PDF-Ratgebern und Artikeln dazu veröffentlicht.

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