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Wie läuft die Installation einer Solaranlage ab?

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Erhalten Sie einen realistischen Einblick in die Installation einer Solaranlage – vom ersten Termin bis zur Inbetriebnahme. Schritt für Schritt zeigen wir Ihnen den typischen Ablauf, die erforderliche Zeit und die Vorbereitungen, die Sie als Hausbesitzer:in treffen können. Ergänzend fließen die Erfahrungen eines PV-Anlagenbesitzers ein, sodass Sie wissen, was an den Installationstagen konkret passiert und worauf es wirklich ankommt.

Unsere Autorin Undine Tackmann  ist Senior Editor bei Aroundhome und Expertin auf dem Gebiet Energieeffizienz und für Solaranlagen
Undine Tackmann
Aktualisiert am
Einfamilienhaus mit einer Solaranlage auf dem Dach
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Installation einer Solaranlage Schritt für Schritt erklärt - mit Praxis-Erfahrungen

Die Solaranlage ist beauftragt, der Liefertermin steht – und jetzt geht es an die Installation. Viele Eigenheimbesitzer:innen fragen sich an dieser Stelle:

  • Wie läuft das konkret ab?

  • Wie lange dauert das wirklich?

  • Was muss ich vorbereiten?

Dafür haben wir die Erfahrungen des PV-Anlagenbesitzers Steffen M. einbezogen. Steffen hat sich vor zwei Jahren eine PV-Anlage mit 9 kWp und einem 10-kWh-Speicher für sein Einfamilienhaus installieren lassen.

Steffen: „Wir haben uns im Rahmen einer Energieberatung für die Kombination aus Wärmepumpe und Solaranlage entschieden. Unterm Strich war für uns klar: Uns bringt's am meisten, wenn wir die Heizung auf Wärmepumpe umstellen und das Ganze mit PV kombinieren – sonst hätten wir kostenseitig nicht wirklich viel gewonnen.“

Christopher Döring erklärt im Interview mit Aroundhome, was ein Energiemanagement leistet. Er trägt Hemd und Sakko, dunkle Haare und lächelt in die Kamera.
Video: Solaranlage planen in 7 Schritten
MIT TIPPS VON CHRISTOPHER DÖRING
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Vorbereitung auf den Installationstag

Eine gute Vorbereitung ist die Grundlage für eine zügige und reibungslose Installation. Damit die Fachleute ungestört arbeiten können, gibt es einige Dinge, die Sie vorbereiten können:

  • Zugänge freihalten: Dachboden, Keller, Hausanschlussraum, Gartenweg

  • Parkplatz/Abstellfläche: für Transporter, Material, ggf. Container

  • Zählerschrank zugänglich: Schlüssel bereithalten, nichts davor stapeln

  • Haustiere sichern: gerade bei offen stehenden Türen und viel Trubel

  • Wetter im Blick behalten: Bei Sturm, starkem Regen oder Glätte kann es zu Verschiebungen kommen

Tipp von Steffen

Ein paar Ersatz-Dachziegel bereithalten, falls bei der Montage doch mal ein Ziegel beschädigt wird.

Damit Sie nichts vergessen, können Sie Ihre Fragen auch schon im Voraus sammeln und notieren.

Mögliche Fragen:

  • Einspeisung & Abrechnung: Wie läuft das praktisch?

  • App/Monitoring: Welche Funktionen gibt’s, wie wird es eingerichtet?

  • Speicher: Ja/nein, Größe, Nachrüstbarkeit?

  • Wallbox: Einbindung jetzt oder später?

  • Notstrom/Ersatzstrom: Was ist möglich, was kostet es extra?

Steffen: „Da ich am Tag der Installation von zu Hause gearbeitet habe, war für mich beispielsweise wichtig zu wissen, wie lange ich ohne Strom sein werde. Das war zum Glück nur ganz kurz – vielleicht 30 Minuten.“

Die Installationstage – Schritt für Schritt

Die Installation und Inbetriebnahme einer Solaranlage dauern etwa 4 Tage. An den Installationstagen laufen die Arbeiten in einer festen Reihenfolge ab.

Es kann sein, dass verschiedene Arbeiten durch unterschiedliche Subunternehmer übernommen werden. Falls dies unklar ist, fragen Sie vorher nach, welche Firma wann bei Ihnen sein wird.

An den Installationstagen haben Sie nicht so viel zu tun, außer vor Ort und für die Handwerker ansprechbar zu sein.

Was passiert wann? Typischer Praxis-Ablauf

Tag 1: Anlieferung durch die Spedition

  • Module und Komponenten werden häufig per Spedition am Vortag der eigentlichen Installation geliefert

  • Material wird so abgestellt, dass Montageteams am nächsten Tag direkt starten können (nahe am Haus, möglichst wettergeschützt/abgedeckt, Wege freihalten)

Tag 2: Gerüst & Sicherheit

  • Gerüst wird gestellt (falls nicht bereits erfolgt); ggf. durch eine separate Gerüstfirma

  • Arbeitsbereich wird abgesichert (Zugänge, Wege, Dachschutz)

  • Material wird so platziert, dass Wege kurz und sicher sind

Tag 2–3: Dachmontage durch Montagefirma

  • Unterkonstruktion wird montiert (Dachhaken/Schienen)

  • Ausrichtung, Abstände und Befestigungen werden geprüft

  • Solarmodule werden montiert und befestigt

  • DC-Verkabelung/Strings werden aufgebaut

  • DC-Leitungen werden vom Dach ins Haus geführt (Vorbereitung)

  • Kabelwege werden vorbereitet, z. B. Durchführungen, Leitungen bis innen

  • Dachdurchführungen werden fachgerecht abgedichtet

  • Wechselrichter und ggf. Batteriespeicher werden montiert/platziert (noch ohne finalen Anschluss)

Tag 4: Elektroinstallationen im Haus durch Elektrikerfirma 

  • Kabel werden im Haus sauber verlegt, z. B. über Kabelkanäle und final angeschlossen

  • Wechselrichter und ggf. Solarspeicher werden vollständig verkabelt und ans Hausnetz angeschlossen

  • Arbeiten am Zählerschrank und AC-Anschluss ans Hausnetz werden durchgeführt

  • Schutz- und Schaltkomponenten werden installiert (je nach Setup)

  • Monitoring/Kommunikationsmodule werden eingebunden (je nach Anlage)

Prüfung, Inbetriebnahme & ggf. Nacharbeit

  • Funktionscheck und elektrische Prüfungen werden durchgeführt

  • Anlage wird in Betrieb genommen (je nach Prozess/Terminlage)

  • Falls eine Fehlermeldung auftaucht, kommt das Team ggf. noch einmal vorbei, dann verlängert sich der Gesamtprozess etwas

Steffen: „Ich hatte bei der Installation eigentlich wenig zu tun. Die Solaranlage wurde für mich beim Netzbetreiber angemeldet und auch sonstige bürokratische Sachen wurden mir abgenommen. Ich musste nur ein paar Vollmachten unterschreiben – und natürlich die Handwerker mit ausreichend Kaffee versorgen.“

Handwerker montieren zwei Solarpanels auf ein Hausdach
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Wie lange dauert die Installation?

Meist dauert die Installation einer PV-Anlage etwa 2 bis 4 Tage, je nach Anlagengröße, Speicher und Dachkomplexität.

Steffen: „Bei mir hat die Installation effektiv drei Tage gedauert und der Strom floss dann auch direkt.“

Zur reinen Montage- und Elektroanschlusszeit kommt häufig zusätzlich:

  • Vorlauf für die Koordination (Termine zwischen Gewerken, Materialbestellung, Gerüstaufbau)

  • Anmeldung/Abstimmung mit dem Netzbetreiber

  • ggf. Wartezeit nach der Montage, z. B. bis Zählertausch, Netzfreigabe und Einspeisung final abgeschlossen sind

Projekttyp

Typische Dauer*

Beschreibung

Kleine Dachanlage (5–10 kWp, ohne Speicher)

ca. 2–4 Tage

Standardprojekt, geübtes Montageteam

Mittlere Anlage mit Speicher

ca. 3–6 Tage

Zusätzlicher Aufwand für Batterie & Datenkommunikation

Größere/komplexe Anlage

ca. 1 Woche oder mehr

Mehr Fläche, mehrere Dachseiten, längere Wege

Vorbereitung & Koordination

1–3 Wochen Vorlaufzeit

Anmeldung, Materiallieferung, Zeitplanung zwischen Gewerken

* Angaben sind Richtwerte und können abweichen.

Anschluss & Inbetriebnahme

Der Anschluss und die Inbetriebnahme passieren direkt im Rahmen der Installation – meist am Tag der Elektroarbeiten, wenn der Elektriker alles im Haus final verkabelt und anschließt.

Was dann typischerweise gemacht wird:

  • Finaler Anschluss von Wechselrichter und ggf. Speicher an das Hausnetz (AC-Seite)

  • Prüfungen & Messungen wie elektrische Messungen, Sicherheitschecks, Dokumentation

  • Einrichtung/Check der Kommunikation, z. B. Datenverbindung für Monitoring, ggf. Energiemanagement

  • Erstes Einschalten & Testlauf: Erzeugung wird geprüft, Fehlermeldungen werden ausgelesen, grundlegende Funktionen werden getestet

  • Einweisung in App/Monitoring: Ertrag, Verbrauch, Speicherstatus, Alarme/Fehlerhinweise

Steffen: „Bei mir kam nach dem Einschalten eine Fehlermeldung und die Elektriker konnten nicht sofort herausfinden, woran es lag. Sie sind dann eine Woche später nochmal gekommen – danach lief alles.“

Wichtig

Je nach Region und Prozess kann der Zählertausch bzw. der Einbau eines passenden Zählers separat und oft über/mit dem Netzbetreiber erfolgen. Dadurch kann es sein, dass zwar technisch schon alles installiert und getestet ist, aber einzelne Formalitäten (z. B. finale Netzfreigabe/Einspeisung) noch etwas dauern.

Solaranlage auf Hausdach eines Einfamilienhauses.
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Nach der Installation: Unterlagen, Registrierung, Freigabe

Nach dem handwerklichen Teil sollte die Übergabe sauber und vollständig sein. Das gibt Ihnen Sicherheit, falls später Fragen auftauchen oder Sie Ansprüche geltend machen müssen.

Steffen: „Scheuen Sie sich nicht, direkt Fragen zu klären, sollten Sie etwas nicht verstanden haben oder wenn etwas unklar ist.

Das sollten Sie am Ende bekommen/prüfen

  • Übergabeprotokoll und feste Ansprechpartner:innen

  • Dokumentation: technische Datenblätter, Schalt-/Stromlaufpläne, ggf. Stringplan

  • Protokolle: Mess-/Funktionsprüfung z. B. Wechselrichter, ggf. Speicher/Wallbox; idealerweise dokumentiert

  • Garantien für Module, Wechselrichter, Speicher und Hinweise, was genau abgedeckt ist

  • Gewährleistung der Fachfirma: Welche Laufzeit gilt und wie Mängel bearbeitet werden?

  • Infos zur Registrierung (Marktstammdatenregister) und zur Netzbetreiber-Freigabe/Zählertausch

Wundern Sie sich nicht, wenn es danach noch „Wartezeit“ gibt: Nach der Anmeldung Ihrer PV-Anlage können, je nach Netzbetreiber und Terminlage, Tage bis Wochen vergehen, bis die finale Freigabe erfolgt und Strom eingespeist werden kann.

Pflege & die nächsten Schritte

PV-Anlagen sind grundsätzlich wartungsarm. Ein bisschen Aufmerksamkeit lohnt sich aber, um dauerhaft gute Erträge zu sichern.

Steffen: Wir haben unsere Anlage jetzt seit zwei Jahren. Bisher brauchte keiner vorbeikommen. Alles läuft störungsfrei.

Praktische Empfehlungen

  • Regelmäßige Sichtprüfung z. B. nach Stürmen: Module, Dachziegel, sichtbare Kabel

  • Monitoring nutzen: Ertrag und Auffälligkeiten über die App im Blick behalten

  • Reinigung: meist nur bei starker Verschmutzung sinnvoll, z. B. bei Pollen, Vogelkot, Industrie-/Landwirtschaftsnähe

  • Wartungscheck (optional) alle 3–5 Jahre, je nach Hersteller/Anbieter

Mögliche nächste Themen

  • Gebäudeversicherung über die neue PV-Anlage informieren

  • Batteriespeicher nachrüsten oder optimieren

  • Optimierung des Eigenverbrauch z. B. Wärmepumpe, Wallbox, Energiemanagement

Steffen: „Vergessen Sie nicht, die PV‑Anlage bei Ihrer Gebäudeversicherung zu melden. Oft reicht schon eine kurze E‑Mail mit den wichtigsten Eckdaten wie z. B. Leistung in kWp, ggf. Speichergröße (kWh), Montageort und Inbetriebnahmedatum.“

Mini-Checkliste von Steffen: So sind Sie gut vorbereitet

  • Unterlagen parat halten (oft bereits fürs Angebot): Jahresstromverbrauch (Jahresabrechnung), Baupläne/Dachskizze, Fotos vom Dach & Zählerschrank

  • Fragenliste erstellen: Speicher / Wallbox / Notstrom, Einspeisung, App/Monitoring, Garantie & Gewährleistung

  • Installationstermin(e) + Zuständigkeiten schriftlich bestätigt

  • Ggf. Subunternehmer erfragen für z. B. Gerüst, Montage, Elektrik, damit klar ist, wer an welchem Tag kommt

  • Zugang zu Zählerschrank, Technikraum, Dachboden freimachen

  • Parkplatz/Materialfläche organisieren (ggf. für Gerüst/Container)

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Unsere Autorin Undine Tackmann  ist Senior Editor bei Aroundhome und Expertin auf dem Gebiet Energieeffizienz und für Solaranlagen
Undine Tackmann
Undine Tackmann hat sich bei Aroundhome auf den Energiebereich spezialisiert. Mit ihrer Expertise verfasst sie Artikel, die komplexe Energiethemen verständlich aufbereiten. Sie konzentriert sich auf nachhaltige Energielösungen und innovative Trends, um Leser:innen bei der Entscheidungsfindung für eine grünere Zukunft zu unterstützen.

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