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PV-Anlage finanzieren - Kredite für Solaranlagen

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Haben Sie nicht ausreichend Eigenkapital, können Sie sich eine Solaranlage finanzieren lassen. Dafür gibt es spezielle Photovoltaik- und Solarkredite. In manchen Fällen kann auch ein Immobilien- oder Modernisierungskredit interessant für Sie sein. Erhalten Sie jetzt einen Überblick zu den aktuellen Finanzierungsmöglichkeiten für Photovoltaik.

Unsere Autorin Undine Tackmann  ist Senior Editor bei Aroundhome und Expertin auf dem Gebiet Energieeffizienz und für Solaranlagen
Undine Tackmann
Aktualisiert am
Hausdach mit großer Solaranlage, daneben ein Dachfenster aus dem eine Mann sieht
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Können Sie eine Solaranlage über eine Solar-Fachfirma finanzieren?

Ja, die Finanzierung über eine Fachfirma ist möglich und oft günstiger als ein direkter Bankkredit. Fachfirmen arbeiten mit Partnerbanken zusammen und bieten dadurch bessere Konditionen.

Vorteile:

  • Günstigere Zinsen durch Sonderkonditionen der Partnerbanken

  • Rundum-Service; Fachfirmen übernehmen Beratung, Installation und oft auch Wartung

  • Flexible Konditionen z.B. keine Anzahlung, kostenlose Sondertilgung, keine Schufa-Eintragung

  • Bequeme Abwicklung, da alle Schritte aus einer Hand, spart Zeit und Aufwand

  • Zusätzliche Optionen wie Zwischentilgungen, Übernahme bei Hausverkauf möglich

PV-Anlage finanzieren mit der KfW

Staatliche Kredite für Solaranlagen werden im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) vergeben. Anträge für die Kredite stellen Sie je nach Kredit direkt bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder Ihrer Hausbank. Der Vorteil: Die Photovoltaik-Kredite der KfW sind bundesweit nutzbar. Zudem bieten einige Bundesländer spezielle Solarkredite mit vergünstigten Konditionen an.

KfW-Kredit 270 für Solaranlagen

Das Programm Erneuerbare Energien - Standard (270) fördert Photovoltaikanlagen auf Dächern, Fassaden oder Freiflächen sowie Erweiterungen bestehender Anlagen. Auch Planung, Projektierung und Installation einer Solaranlage werden unterstützt. Der Kredit kann zudem ausschließlich oder zusätzlich für den Kauf und die Installation eines Batteriespeichers genutzt werden.

Ebenso werden auch gebrauchte PV-Anlagen durch den KfW-Kredit unterstützt.

KfW-Kredit 297/298 für Klimafreundlichen Neubau mit Photovoltaik

Mit dem Programm „Klimafreundlicher Neubau – Wohngebäude (297, 298)“ können Sie bei der KfW einen Kredit für den Neubau oder Erstkauf eines klimafreundlichen Gebäudes beantragen.

Der Kredit finanziert das gesamte Bauvorhaben oder den Kaufpreis. Eine Solaranlage wird dabei nicht separat gefördert, sondern ist Teil der Gesamtfinanzierung. Voraussetzung ist, dass das Wohngebäude die Effizienzhaus-Stufe 40 erreicht, die Anforderungen an Treibhausgasemissionen des „Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude Plus" erfüllt und nicht mit Öl, Gas oder Biomasse beheizt wird.

Befristete Förderung der Effizienzhausklasse 55 Plus

Aktuell gibt es eine zeitlich befristete Förderung von der KfW für das Effizienzhaus 55 Plus. Förderfähig sind Neubauten und der Ersterwerb im Standard Effizienzhaus 55 Plus. Der zinsgünstige Kredit liegt bei bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit. Voraussetzung ist, dass das Haus zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien beheizt wird. Sobald das Budget ausgeschöpft ist, endet auch die Förderung.

Welche Banken finanzieren PV-Anlagen?

Einige Banken bieten spezielle Photovoltaik- oder Solarkredite an. Üblich sind Laufzeiten zwischen 2 und 15 Jahren. Die Zinsbindung variiert meist zwischen 5 und 10 Jahren. Nur wenige Banken bieten eine Zinsfestschreibung über die gesamte Laufzeit an. Solar-Finanzierungen werden unter anderem von folgenden Institutionen angeboten:

Finanziert werden größere Aufdachanlagen zwischen 50.000 und 500.000 Euro und setzt einen Eigenkapitalanteil von 20 Prozent voraus. Die Kredite zur Finanzierung größerer PV-Anlagen haben eine Laufzeit von maximal 17 Jahren.

PV-Kredit

Details

UmweltWunschkredit der UmweltBank

Darlehenssumme: 10.000 - 100.000 Euro

Laufzeit: 1 - 10 Jahre

Zinssatz: Variiert je nach Vorhaben und Rückzahlungsdauer

Besonderheit: Spezialkredit für ökologische Projekte

Ökokredit der SWK-Bank

Kreditbetrag: 7.500 - 100.000 Euro

Laufzeit: 24 - 120 Monate (2 - 10 Jahre)

Effektiver Jahreszins: ab 5,29%

Besonderheit: Online-Sofortzusage, keine Grundbucheintragung nötig

ÖkoKredit der Ethikbank

Darlehenssumme: 10.000 - 50.000 Euro

Laufzeit: 1 - 12 Jahre

Zinssatz: Nicht bonitätsabhängig, gilt über gesamte Laufzeit

Besonderheit: Festzins, ohne Grundschuld, Kreditzusage in 24 Stunden

Photovoltaik Finanzierung der GLS-Bank

Investitionssumme: ab 10.000 bis 500.000 Euro

Laufzeit: 3 - 20 Jahre

Zinsbindung: bis zu 10 Jahre

Eigenkapital: 10 - 25% empfohlen

Besonderheit: Flexible Finanzierung, nicht vollständige Finanzierung

Stand: 12.02.2026

Können Sie einen Baukredit für eine Solaranlagen nutzen?

Ja, in bestimmten Fällen ist ein Baukredit für eine Solaranlage möglich. Da Banken Baukredite meist erst ab 50.000 Euro vergeben, kommen vor allem zwei Szenarien infrage:

Möglichkeiten:

  • Kombination mehrerer Maßnahmen: Wenn Sie die PV-Anlage mit weiteren Investitionen verbinden (z. B. energetische Sanierung, Heizungstausch), erreichen Sie schneller die Mindestdarlehenssumme von 50.000 Euro

  • Freie Grundschuld beleihen: Haben Sie einen alten Baukredit bereits teilweise oder vollständig getilgt, können Sie die freie Grundschuld erneut für die Solaranlage nutzen – ohne erneute Kosten für Notar und Grundbuchamt. Sprechen Sie Ihre Bank auf günstige Bauzinsen für diese Lösung an

Können Sie einen Bausparvertrag zur Finanzierung einer PV-Anlage nutzen?

Ja, ein zuteilungsreifer Bausparvertrag kann zur Finanzierung einer Solaranlage genutzt werden. Prüfen Sie zunächst, ob Ihr Vertrag bereits ausgezahlt werden kann und welche Konditionen gelten.

So nutzen Sie Ihren Bausparvertrag:

  • Zuteilungsreife prüfen: Klären Sie bei Ihrer Bausparkasse, ob der Vertrag bereits zur Auszahlung bereitsteht und welche Zinsen gelten

  • Guthaben plus Darlehen: Sie können sowohl das angesparte Guthaben als auch das Bauspardarlehen für die Finanzierung Ihrer Solaranlage oder kombiniert mit einem Eigenheim nutzen

  • Flexible Rückzahlung: Ein großer Vorteil von Bauspardarlehen ist die flexible Tilgung, die Ihnen mehr Spielraum bei der Rückzahlung gibt

Können Sie einen Immobilienkredit oder Modernisierungskredit für eine PV-Anlage nutzen?

Ja, beide Kreditarten können für die Finanzierung einer Solaranlage genutzt werden. Je nach Investitionshöhe und persönlicher Situation sind unterschiedliche Varianten sinnvoll.

Ihre Optionen:

  • Modernisierungskredit: Ideal für kleinere bis mittlere PV-Projekte (meist 10.000 - 50.000 Euro), oft ohne Grundbucheintrag, schnelle Bearbeitung und flexible Rückzahlung möglich

  • Immobilienkredit: Geeignet für größere Anlagen oder Kombination mit weiteren Baumaßnahmen, erfordert in der Regel einen Grundbucheintrag, attraktive Zinsen durch dingliche Sicherheit

  • Voraussetzungen: Sie sind Immobilieneigentümer:in und weitgehend schuldenfrei, erste Anlaufstelle ist Ihre Hausbank

  • Tipp: Bei Modernisierungskrediten ist oft keine Grundbucheintragung nötig, was Notar- und Grundbuchkosten spart

Welche weiteren Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für Solaranlagen?

Neben speziellen Solarkrediten können Sie auch herkömmliche Ratenkredite oder Rahmenkredite nutzen. Ein Konditionsvergleich lohnt sich, da diese unter Umständen günstiger sein können als KfW-Kredite.

Ratenkredit

  • Geeignet für: Kleinere PV-Projekte, bei denen Baukredite nicht infrage kommen

  • Zinssatz: Bonitätsabhängig, individuell durch die Bank ermittelt

  • Nachteil: Meist teurer als Baukredite, da keine dingliche Sicherheit (Immobilie) erforderlich

  • Vorteil: Schnelle Verfügbarkeit, keine Grundbucheintragung nötig

Rahmenkredit

  • Geeignet für: Flexible Finanzierung mit variabler Rückzahlung

  • Zinssatz: Variabel

  • Ideal wenn: Sie bald größere Beträge erwarten (z.B. Bonuszahlung, Prämie)

  • Vorteil: Sie finanzieren die PV-Anlage zunächst vor und tilgen zeitnah nach Geldeingang, Restbetrag aus laufendem Einkommen möglich

  • Flexibilität: Nur Zinsen auf tatsächlich genutzten Betrag

Was sollten Sie bei der Finanzierung von Solaranlagen beachten?

Bei der Finanzierung von Solaranlagen ist es wichtig, dass die Finanzierungskosten nicht Ihre Ersparnisse durch den erzeugten Solarstrom auffressen. Als Kund:in sollten Sie darauf achten, dass die monatlichen Finanzierungsraten tragbar sind und die Laufzeit gut zu Ihrem finanziellen Plan passt.

Einige wichtige Aspekte, die Sie bei der Finanzierung berücksichtigen sollten:

  • Wartung durch den Solarteur: Solange die Anlage finanziert wird, sollte der Solarteur die Wartung übernehmen. Dies gewährleistet, dass Ihre Anlage in optimalem Zustand bleibt, ohne zusätzliche Kosten für Sie.

  • Geringe Zinsen: Achten Sie auf niedrige Zinssätze, um die Gesamtfinanzierungskosten zu minimieren. Gegebenenfalls ist auch eine Zinsbindung sinnvoll, um vor steigenden Zinsen geschützt zu sein.

  • Kleine oder keine Endrate: Eine geringe oder keine Rate am Ende der Finanzierung sorgt dafür, dass keine großen Beträge auf einmal fällig werden, was die Planungssicherheit erhöht.

  • Möglichkeit einer Anzahlung: Eine Anzahlung kann die monatlichen Raten verringern und die Gesamtkosten der Finanzierung reduzieren.

  • Zwischentilgung: Die Möglichkeit, Zwischentilgungen vorzunehmen, bietet Flexibilität, um die Finanzierung schneller abzubezahlen, wenn finanzielle Mittel zur Verfügung stehen.

  • Finanzierungsübernahme bei Hausverkauf: Klären Sie, ob neue Käufer:innen Ihres Hauses die Finanzierung der Solaranlage übernehmen kann. Dies kann den Verkaufsprozess erleichtern und erhöht den Wert Ihrer Immobilie.

  • Laufzeit nicht länger als Gerätegarantie: Insbesondere bei Komponenten wie Solarspeichern sollte die Laufzeit der Finanzierung nicht länger als die Gerätegarantie sein, um das Risiko von unerwarteten Kosten zu minimieren.

Lohnt es sich, eine Solaranlage zu finanzieren?

Die Finanzierung einer Solaranlage kann sich wirtschaftlich lohnen, besonders wenn Sie von günstigen Konditionen und Zusatzleistungen profitieren. So schonen Sie Ihre Ersparnisse und investieren gleichzeitig in die Wertsteigerung Ihrer Immobilie.

Vorteile der Finanzierung:

  • Wartung inklusive: Bei vielen Finanzierungsmodellen von Solarteur:innen ist die Wartung während der Laufzeit bereits enthalten, keine zusätzlichen Kosten

  • Bessere Konditionen: Solar-Fachfirmen haben oft Sonderverträge mit Banken ausgehandelt, die niedrigere Zinsen und günstigere Konditionen bieten

  • Flexible Rückzahlung: Möglichkeiten wie Zwischentilgungen oder kostenlose Sondertilgungen geben Ihnen finanzielle Flexibilität

  • Übertragbar beim Verkauf: Bei manchen Modellen kann die Finanzierung von neuen Käufer:innen übernommen werden

  • Wertsteigerung: Eine Solaranlage trägt zur langfristigen Aufwertung Ihrer Immobilie bei

  • Ersparnisse schonen: Sie müssen nicht Ihr gesamtes Eigenkapital einsetzen und bleiben liquide

Das ist Aroundhome

Wir von Aroundhome unterstützen Sie dabei, Ihre Hausprojekte erfolgreich und stressfrei umzusetzen – durch individuelle Beratung und die Vermittlung passender Fachfirmen. Unser Service ist für Sie komplett kostenfrei und unverbindlich, wir finanzieren uns über die Zusammenarbeit mit den Fachfirmen.

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Häufig gestellte Fragen

Wie finanziert man am besten eine Photovoltaikanlage?

Die Anschaffung einer PV-Anlage kann durch Eigenkapital, Ersparnisse, Bankkredite, Privatkredite, Förderungen oder Leasing finanziert werden. Die beste Option ist die Solaranlage direkt über ihre Fachfirma finanzieren zu lassen.

Wie hoch sind die Zinsen für Photovoltaikanlagen?

Die Zinssätze variieren stark je nach Anbieter, Bonität und Laufzeit und liegen aktuell zwischen etwa 3,5% und 11% effektivem Jahreszins. Der KfW-Kredit 270 bietet 3,48% - 10,78% (Stand: Januar 2026), spezialisierte Ökokredite meist 4,5% - 6,5%, während allgemeine Ratenkredite oft teurer sind. Vergleichen Sie mehrere Angebote. Solar-Fachfirmen haben häufig Sonderkonditionen mit günstigeren Zinsen als herkömmliche Bankkredite.

Ist es möglich, eine Photovoltaikanlage ohne Eigenkapital zu finanzieren?

Eine Vollfinanzierung (100 %) ist bei vielen Banken und Solar-Fachfirmen grundsätzlich möglich, allerdings ist diese meist mit höheren Zinsen verbunden. Solar-Fachfirmen bieten häufig Finanzierungsmodelle ohne Anzahlung an, da sie mit ihren Partnerbanken Sonderkonditionen ausgehandelt haben. Achten Sie jedoch darauf, dass die höheren Zinsen die Wirtschaftlichkeit der Anlage nicht gefährden. Vergleichen Sie mehrere Angebote.

Welche Förderung gibt es für Solaranlagen?

Bundesweite Photovoltaik-Förderungen werden von der KfW vergeben. Infrage kommt vor allem das Förderprodukt „Erneuerbare Energien - Standard (270)“. Dabei handelt es sich um einen zinsgünstigen Kredit, der auch für Stromspeicher genutzt werden kann. Daneben gibt es verschiedene regionale Förderungen, die sich je nach Bundesland und Kommune unterscheiden.

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