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Von Pulverschnee bis Eisplatten: So bleibt Ihr Dach im Winter sicher

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Schnee in großen Mengen kann Dächer stark belasten und im schlimmsten Fall zu Schäden am Gebäude oder sogar zu einem Einsturz führen. Eigenheimbesitzer:innen sollten daher warnende Anzeichen erkennen und wissen, wie sie ihr Dach rechtzeitig schützen, bevor Schnee oder Eis zur echten Gefahr werden.

Schnee und Eiszapfen auf dem Dach über einem Fenster

Warum eine hohe Schneelast auf dem Dach gefährlich ist

Winterliche Schneemassen wirken oft idyllisch, doch auf Dächern können sie schnell zu einer ernsthaften Gefahr werden. Dabei spielt nicht nur die Menge, sondern auch die Art des Schnees eine entscheidende Rolle. Pulverschnee ist leicht und locker, nasser Schnee dagegen deutlich schwerer und Eisplatten können die Last auf dem Dach enorm erhöhen. Schon wenige Zentimeter nasser oder gefrorener Schnee können die Statik eines Daches stark belasten. Hausbesitzer:innen sollten daher auf Warnzeichen für überlastete Dächer achten:

  • Sichtbare Verformungen der Dachkonstruktion, z. B. durchhängende Sparren oder gewölbte Dachflächen

  • Risse in Wänden oder Decken, besonders in tragenden Wänden in der Nähe von Dachbalken

  • Knarrende oder knackende Geräusche, die zeigen, dass das Dachholz unter Belastung arbeitet

  • Klemmende Türen und Fenster, die auf Statikprobleme hindeuten können

Stellen Sie solche Anzeichen fest, sollte das Dach dringend von Fachleuten überprüft werden, um größere Schäden am Gebäude oder schlimmstenfalls einen Einsturz zu verhindern.

Auch für Menschen und Fahrzeuge unter dem Dach sind Eis und Schnee eine Gefahrenquelle: Dachlawinen oder herabfallende Eiszapfen können schwere Verletzungen verursachen oder Gegenstände beschädigen. Besonders kritisch sind Bereiche unter schrägen Dächern oder Dachkanten. Deshalb ist es ratsam, gefährdete Zonen abzusperren oder deutlich zu markieren und den Aufenthalt darunter zu vermeiden, wenn sich größere Schneemengen auf dem Dach befinden.

Praktische Maßnahmen für Hausbesitzer:innen

Damit Ihr Dach den Winter sicher übersteht und Menschen in der Umgebung geschützt bleiben, sollten Hausbesitzer:innen rechtzeitig aktiv werden:

  • Vorbeugende bauliche Maßnahmen: Schneefanggitter, -leisten oder ähnliche Systeme verhindern das unkontrollierte Abrutschen von Schnee und Eis.

  • Dachrinnen freihalten: Schmelzwasser kann ungehindert ablaufen und es bilden sich keine zusätzlichen Lasten durch Eis.

  • Regelmäßige Kontrolle: Besonders nach starkem Schneefall oder Eisbildung sollten Dächer auf sichtbare Schäden oder ungewöhnliche Geräusche überprüft werden.

Wenn sich Schnee und Eis auf dem Dach sammeln, sollte das Räumen unbedingt Profis überlassen werden. Erste Ansprechpartner sind Dachdeckerbetriebe oder im Notfall die Feuerwehr – sie wissen genau, welche Vorgehensweise sicher ist, und haben die passende Ausrüstung zur Hand. Der Schnee wird streifenweise abgetragen, um einseitige Belastungen der Dachstatik zu vermeiden. Eine dünne Schneeschicht bleibt dabei oft erhalten, um die Dachabdichtung vor Kratzern oder Beschädigungen zu schützen. Wer dagegen selbst aufs Dach steigt, riskiert schnell einen Absturz oder schwere Unfälle.

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Bei Neubau oder Dachsanierung vorbeugen

Schon beim Neubau oder bei einer Dachsanierung lohnt es sich, die Schneelast im Blick zu behalten. Bei Altbauten kann es sinnvoll sein, die Dachkonstruktion gezielt zu verstärken, um die Stabilität zu erhöhen. Ein wichtiger Faktor ist außerdem die Dachneigung: Steildächer ab 40° lassen Schnee natürlicher abrutschen, bevor er zu einer kritischen Last wird, und verringern das Risiko dadurch. Niedrigere Neigungen und Flachdächer sind kritischer, da sich Schnee und Eis hier eher ansammeln. Solche Dächer erfordern höhere Statiklasten und werden daher zum Beispiel mit verstärkten Trägern geplant.

Doch auch bei steilen Dächern können Wind und Verwehungen dazu führen, dass sich Schnee in Dachmulden, Gauben oder an Dachrändern ansammelt. Bei der Planung lässt sich dieses Problem verringern, indem beispielsweise asymmetrische oder einseitige Konstruktionen vermieden und Dachgauben schlank und mit geneigten Flächen gestaltet werden. Höhere Traufen oder integrierte Abläufe verhindern Randstaus. Hilfreich kann zudem der Einsatz von Dachrinnenheizungen sein, die die Eisbildung durch einen langsamen Abfluss verhindern.

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