Notrufhandy: Der zuverlässige Begleiter für unterwegs
Mit einem Notrufhandy können Sie bei Gefahr mit nur einem Tastendruck einen Notruf absetzen. Erfahren Sie mehr über Funktionsweise, Modelle und Preise von Notfallhandys, damit Sie das ideale Modell für sich oder Ihre Angehörigen finden.
Wie ist ein Notrufhandy?
Ein Notrufhandy ist ein Mobiltelefon, das im Ernstfall schnelle Hilfe auf Knopfdruck bietet. Durch das Drücken eines Notrufknopfs löst das Gerät eine Kette von Anrufen an hinterlegte Kontakte oder Rettungsdienste aus, bis jemand abhebt. Zeitgleich versendet das Notrufhandy oft Ihre GPS-Position per SMS. Es hat eine Freisprechfunktion, damit Sie auch dann kommunizieren können, wenn Sie das Gerät nicht direkt am Ohr halten.
Wie funktioniert die Notruftaste bei einem Seniorenhandy?
Ein Seniorenhandy hat einen gut sichtbaren Notruftknopf, häufig auf der Rückseite. Indem Sie die Notruftaste gedrückt halten, wählt das Handy nacheinander die hinterlegten Vertrauenspersonen oder Notrufnummer an. Es schaltet auf Freisprechen, falls Sie gestürzt sind. Zusätzlich wird eine SMS mit Ihrem Standort verschickt.
SOS-Knopf
einfache Bedienbarkeit
Freisprechfunktion
lang haltender Akku
große Tasten beim Seniorenhandy
große Symbole beim Senioren-Smartphone
hohe Lautstärke
Klassische Variante: Seniorenhandy mit Notruftaste
Das klassische Notfallhandy ähnelt einem älteren Handymodell mit einem SOS-Knopf auf der Rückseite. Es hat größere Tasten und ein Display. Für Senior:innen und körperlich eingeschränkte Menschen ist es praktisch, weil sich der Tastenblock einfacher zu bedienen und verstehen lässt als ein Touchscreen. Es verfügt daher lediglich über die klassischen Handyfunktionen sowie Kurzwahltasten. Oft läuft das Seniorenhandy ohne Vertrag, sondern mit Prepaid-Karte.
Diese Variante des Notrufknopf-Handys ist besonders für Senior:innen und Menschen mit Behinderung geeignet, die wenig telefonieren und nicht im Internet surfen wollen. Denn es gibt Seniorenhandys oft mit Prepaid-Karte, die ganz ohne Mobilfunk-Vertrag laufen.
Moderne Variante: Smartphone für Senior:innen
Senioren-Smartphones beweisen, dass sich neueste Technik auch mit einfacher Bedienung umsetzen lässt. Der große, kontrastreiche Display und das vereinfachte, auf das Wesentliche reduzierte Betriebssystem sind besonders nützlich. Große Symbole navigieren die Nutzer:innen intuitiv durch Telefon- oder Nachrichtendienste und den Fotoordner. Als Sicherheitsextra gibt es einen SOS-Knopf auf der Rückseite der Senioren-Smartphones.
Dieses Notrufhandy-Modell ist zwar einfacher zu bedienen als herkömmliche Smartphones, dennoch sollte ein gewisses Technikverständnis für die Nutzung vorhanden sein – oder die Lust, dies zu lernen. In dem Fall ist das Smartphone für Senior:innen wunderbar in ein altersgerechtes Smart-Home-System integrierbar.
Einfache Variante: Mobiler Notrufknopf
Bei diesem Modell des Notfallhandys handelt es sich um ein kleines Gerät, das oft nur einen Notrufknopf, manchmal auch noch ein kleines Display und ein paar Kurzwahltasten besitzt. Die Hauptfunktion ist speziell auf Notrufe begrenzt. Damit ist es besonders leicht zu bedienen und auch für Menschen mit starken Einschränkungen geeignet. Der mobile Notrufknopf verfügt über eine Freisprechfunktion. Sie können Sicherheitszonen zur Absicherung bei Demenz einstellen. Wird diese Zone überschritten, wird per GPS-Funktion die exakte Position der Person geortet und automatisch an Verwandte, Pflegedienst oder Rettungsstelle verschickt.
Welche Notrufhandy-Anbieter gibt es?
Führende Anbieter von Notrufhandys sind Doro, Emporia, Nemo und Tiptel. Die Hersteller haben sich oft auf die Bedürfnisse von Senior:innen spezialisiert. Bei Design und Technik eines Seniorenhandys werden Einschränkungen von Sehkraft, Gehör oder Motorik berücksichtigt. Das kann auch für Menschen, die durch Erkrankungen eingeschränkt sind, praktisch sein.
Der große Unterschied von Senioren-Notrufhandys zu anderen Modellen ist die SOS-Taste. Zwar lässt sich auch auf herkömmlichen Smartphones von zum Beispiel Apple oder Samsung eine Notfall-App installieren. Es ist jedoch trotzdem nötig, das Handy zu bedienen und die App zu öffnen, um einen Notruf abzusetzen. Beim Notrufhandy geht dies mit einem Tastenklick.
Wie viel kostet ein Notrufhandy?
Ein Seniorenhandy mit SOS-Taste gibt es in der Basis-Ausstattung bereits ab 30 Euro, mit erweiterten Funktionen ab 60 Euro. Dazu kommt das Guthaben der Prepaid-Karte (zum Beispiel 20 Euro). Ein Notfallhandy mit Funktionen wie programmierbaren Sicherheitszonen bewegt sich preislich etwa bei 100 bis 400 Euro. Für ein Smartphone für Senior:innen müssen Sie mit Preisen zwischen 100 und 400 Euro rechnen. Ein mobiler Notrufknopf in Kombination mit einem Hausnotrufsystem kostet ca. 30 bis 50 Euro im Monat.
* Preise sind Richtwerte und dienen der Orientierung. Stand: Februar 2026
Gibt es Zuschüsse von der Pflegekasse für Seniorenhandys?
Seniorenhandys werden nicht bezuschusst, da sie nicht als Hilfsmittel gelten. Einen Zuschuss der Pflegekasse erhalten Sie für einen Hausnotruf. Entscheiden Sie sich für einen Hausnotruf in Kombination mit einem mobilen Notruf, Können Sie einen Teil der Kosten erstattet bekommen. Gelistete Notrufsysteme werden mit bis zu 25,50 Euro im Monat bezuschusst. Voraussetzung ist ein Pflegegrad zwischen 1 und 5 und dass Sie überwiegend allein leben.
Wenn Sie sich für einen mobilen Notruf in Kombination mit einem Hausnotrufsystem entscheiden, können Sie bei der Pflegekasse einen Zuschuss in Höhe von 25,50 Euro im Monat erhalten. Voraussetzung ist ein Pflegegrad zwischen 1 und 5 und dass Sie überwiegend allein leben.
Welches ist das beste Seniorenhandy?
2021 hat Stiftung Warentest 15 Seniorenhandys getestet. Folgende Testsieger gab es unter den Notfallhandys:
Senioren-Klapphandy Doro 6040 (Testurteil „gut“)
Tiptel Ergophone 6420 (Testurteil „gut“)
Smartphone Doro 8050 (Testurteil „gut“)
Emporia Smart 4 (Testurteil „gut“)
Der Fokus lag beim Test auf der sicheren und einfachen Absetzung eines Notrufs. Insgesamt wurde geprüft, wie nutzungsfreundlich die unterschiedlichen Handymodelle trotz Einschränkungen bei Sehkraft, Gehör und Motorik waren. So wurden die Größe des Displays und der Tasten, die Klingeltonlautstärke und die Sprachqualität beim Telefonieren bewertet. Auch Akkukapazität und Haltbarkeit des Geräts spielten beim Seniorenhandy-Test eine Rolle.
Welche Alternativen zum Notrufhandy gibt es?
Es gibt mehrere mobile Notrufe als Alternativen für ein Notrufhandy:
Mobiles Notrufarmband: Dieses wird dezent am Handgelenk getragen und löst per Knopfdruck oder automatischer Sturzerkennung einen Alarm aus.
Mobiler Notrufanhänger: Der kompakte Anhänger lässt sich einfach um den Hals tragen und verfügt meist über ein integriertes Mikrofon sowie GPS-Ortung.
Notrufuhr: Diese sieht aus wie eine klassische Armbanduhr, bietet Ihnen aber zusätzlich eine direkte Sprechverbindung und Sicherheit durch Ortungsfunktionen.
Notruf-Apps für Smartphones: Über eine installierte Anwendung können Sie im Notfall schnell Ihren Standort und einen Hilferuf an hinterlegte Kontakte senden.
Wir von Aroundhome unterstützen Sie dabei, Ihre Hausprojekte erfolgreich und stressfrei umzusetzen – durch individuelle Beratung und die Vermittlung passender Fachfirmen. Unser Service ist für Sie komplett kostenfrei und unverbindlich, wir finanzieren uns über die Zusammenarbeit mit den Fachfirmen.
Jetzt Anbieter finden- > 500.000
erfolgreich an Fachfirmen vermittelte Aufträge pro Jahr
- 15
Jahre Markterfahrung in verschiedensten Branchen
- > 40
Produkte und Dienstleistungen rund ums Eigenheim
Häufig gestellte Fragen
Welches Handy ist am einfachsten zu bedienen?
Ein mobiler Notrufknopf hat nur eine Taste zur Absetzung des Notrufs. Es gibt auch Modelle mit drei Tasten, zum Beispiel das Seniortel von Mobi-Click. Damit können auch Menschen mit schweren Einschränkungen mit nur einem Tastenklick Angehörige, ihren Pflegedienst oder den Notruf anrufen.
Welches Smartphone ist für ältere Menschen geeignet?
Es gibt spezielle Senioren-Smartphones, zum Beispiel von Emporia oder Doro. Sie sind genau auf die Bedürfnisse von älteren Menschen ausgerichtet. Das heißt, dass sie Einschränkungen der Sehkraft, des Gehörs oder der Motorik berücksichtigen. Das kann auch für Menschen, die durch Erkrankungen beeinträchtigt sind, praktisch sein.
Was kann ein Notrufhandy?
Mit einem Notfallhandy können Sie mit einem Tastendruck auf den SOS-Knopf schnell und einfach einen Notruf absetzen. Das Gerät verfügt über eine Freisprechanlage, so dass Sie mit Angehörigen oder der Notrufzentrale sprechen können. Seniorenhandys können darüber hinaus auch SMS verschicken und wie ein gewöhnliches Handy genutzt werden. Viele Seniorenhandys und -Smartphones haben einen Internetzugang und können alles, was ein Standard-Handy kann.