Ziergarten anlegen – Ideen, Pflanzen & Tipps für Ihr Gartenparadies
In einem Ziergarten stehen Schönheit und Erholung im Mittelpunkt. Blumen, Sträucher, Stauden und dekorative Elemente schaffen eine Wohlfühloase. Klare Strukturen, Blickachsen und eine durchdachte Pflanzenauswahl sorgen für eine Blütenpracht das ganze Jahr über. Erfahren Sie, wie Sie einen Ziergarten anlegen, lassen Sie sich von verschiedenen Stilen inspirieren und lernen Sie, typische Planungs- und Pflegefehler zu vermeiden.
Was ist ein Ziergarten?
Ein Ziergarten ist ein Garten, der vor allem der Schönheit und Erholung dient. Im Gegensatz zum Nutzgarten werden hier keine Obst- oder Gemüsepflanzen angebaut. Stattdessen steht die Gestaltung mit Blumen, Sträuchern, Stauden und dekorativen Elementen wie Wasserspielen oder Skulpturen im Mittelpunkt, um eine harmonische Wohlfühloase zu schaffen.
Wie gestalten Sie einen Ziergarten? - Aufbau & Grundriss
Ein Ziergarten zeichnet sich durch seinen dekorativen Charakter aus. Der Grundriss zeigt typischerweise eine zentrale Rasenfläche, die von Beeten umrahmt und durch geschwungene Wege mit verschiedenen Bereichen wie Sitzplätzen oder Rückzugsorten verbunden ist. Blickachsen führen dabei gezielt zu Highlights wie einem Teich, Brunnen, Rosenbogen oder einer Skulptur.
Gestaltungsmerkmale eines Ziergartens
Zierpflanzen statt Nutzpflanzen: Blühende Stauden, Ziersträucher und Gräser sorgen für Farbe und Duft – Obst und Gemüse finden Sie hier nicht.
Strukturierte Beete: Die Bepflanzung folgt einer Höhenstaffelung von niedrigen Bodendeckern bis zu hohen Gehölzen.
Gepflegte Rasenflächen: Kurz gehaltener Rasen bildet eine ruhige Fläche zwischen den Beeten.
Gestalterische Elemente: Gartenwege, Wasserspiele, Skulpturen oder Rosenbögen setzen Akzente und gliedern den Garten.
Ganzjährige Attraktivität: Eine durchdachte Pflanzenauswahl sorgt dafür, dass zu jeder Jahreszeit etwas blüht oder grünt.
Rückzugsorte: Sitzplätze, Terrassen, Bänke oder Sommergärten laden zum Verweilen und Entspannen ein.
Welche Pflanzen für den Ziergarten?
In einem Ziergarten werden keine Nutzpflanzen wie Obst oder Gemüse angebaut, sondern Zierpflanzen, die mit ihren Blüten, Blattformen und Farben überzeugen. Unser Blumen-Jahreskalender hilft Ihnen bei der Auswahl der passenden Pflanzen und sorgt dafür, dass Ihr Ziergarten das ganze Jahr über blüht.
Blühende Stauden: Sonnenhut, Rittersporn, Phlox, Lavendel, Katzenminze, Astilbe, Purpursonnenhut, Sonnenbraut, Fetthenne, Frauenmantel, Glockenblume, Herbst-Anemone, Astern, Dahlien
Bodendecker: Storchschnabel, Immergrün, Waldsteinie, Polsterthymian, Kriechspindel, Teppichphlox, Johanniskraut, Zwergspieren
Ziergräser: Pampasgras, Lampenputzergras, Chinaschilf, Federgras
Ziersträucher: Hortensien, Flieder, Schneeball, Felsenbirne, Forsythie, Weigelie, Zaubernuss, Tulpenmagnolie, Blumen-Hartriegel, Prachtglocke
Zwiebelblumen: Tulpen, Narzissen, Krokusse, Schneeglöckchen, Hyazinthen, Traubenhyazinthen, Blausterne, Winterlinge, Zierlauch, Märzenbecher, Puschkinien
Kletterpflanzen: Kletterrosen, Blauregen, Clematis, Efeu, Kletterhortensie, Waldgeißblatt
Immergrüne Pflanzen: Buchsbaum, Eibe, Rhododendron, Kirschlorbeer, Stechpalme, Aucube
Ideen für den Ziergarten
Je nach persönlichem Geschmack und Grundstück lässt sich ein Ziergarten in verschiedenen Stilen gestalten.
Romantischer Ziergarten
Ein romantischer Ziergarten zeichnet sich durch üppige Blütenbeete, geschwungene Wege und verspielte Elemente wie Rosenbögen, Pergolen oder eine alte Holzbank aus. Setzen Sie auf Stauden in Pastelltönen wie Rosen, Lavendel, Pfingstrosen und Hortensien und kombinieren Sie diese mit Kletterrosen an Rankgittern oder Zäunen.
Klassischer Ziergarten
Der klassische Ziergarten besticht durch Symmetrie, geometrische Beete und klare Linien, inspiriert von historischen Schlossgärten. Legen Sie symmetrische Beete entlang einer Mittelachse an, rahmen Sie diese mit geschnittenen Buchshecken ein und setzen Sie zentrale Blickfänge wie einen Brunnen oder eine Skulptur.
Moderner Ziergarten
Ein moderner Ziergarten wirkt minimalistisch und aufgeräumt mit klaren Formen, reduzierten Farben und markanten Materialien wie Beton, Cortenstahl oder Sichtbeton. Beschränken Sie sich auf wenige, dafür ausdrucksstarke Pflanzen wie Ziergräser oder Kugelformen und integrieren Sie geometrische Wasserbecken oder dezente Bodenbeleuchtung.
Japanischer Ziergarten
Der japanische Ziergarten strahlt Ruhe und Harmonie aus. Typisch sind klare Linien, Kiesflächen, Teiche und Wasserbecken, Trittsteine und sorgfältig platzierte Findlinge. Pflanzen Sie Fächerahorn, Azaleen, Rhododendren und Ziergräser und halten Sie die Gestaltung bewusst reduziert und asymmetrisch.
Naturnaher Ziergarten
Ein naturnaher Ziergarten ist ein insekten- und vogelfreundlicher Garten und orientiert sich an heimischen Wildblumenwiesen. Verwenden Sie einheimische Stauden wie Schafgarbe, Kornblume und Wiesensalbei, lassen Sie einzelne Bereiche bewusst wild wachsen und integrieren Sie Totholzhaufen oder Insektenhotels.
Ziergarten mit Kies
Ein Kiesgarten wirkt modern und pflegeleicht und wird oft mit einem Steingarten kombiniert. Dabei bilden Kiesflächen die Basis, aus denen einzelne Pflanzen wie Skulpturen herausragen. Setzen Sie auf trockenheitsverträgliche Arten wie Lavendel, Fetthenne, Wolfsmilch und Ziergräser und verlegen Sie unter dem Kies ein Wurzelvlies, um Unkrautwuchs zu verhindern.
Mediterraner Ziergarten
Ein mediterraner Ziergarten versprüht südländisches Flair mit warmen Farben, Terrakotta-Töpfen und hellen Kies- oder Splittflächen. Pflanzen Sie trockenheitsverträgliche Arten wie Oleander, Olivenbäumchen, Lavendel und Rosmarin und setzen Sie Akzente mit Natursteinmauern oder einer kleinen Sitzecke im Schatten.
Ziergarten im Frühling, Sommer, Herbst und Winter
Ein Ziergarten verändert sich mit jeder Jahreszeit. Mit einem Gartenkalender behalten Sie die anfallenden Aufgaben im Blick. Im Überblick sehen Sie das Wichtigste für einen Ziergarten im Frühling, Sommer, Herbst und Winter.
Ziergarten im Frühling
Der Frühling bringt Leben zurück in den Garten und ist die ideale Zeit für Neuanlagen.
Was blüht:
Frühblüher wie Krokusse, Narzissen, Tulpen und Hyazinthen setzen erste Farbakzente.
Blühende Sträucher wie Forsythien, Zierkirschen und Magnolien sorgen für frühe Blickfänge.
Gestaltung & Anlegen:
Der frostfreie Boden ist ideal, um neue Kieswege, Beeteinfassungen oder Rasenflächen anzulegen.
Neue Stauden und Sommerblumen können gepflanzt, ältere Stauden geteilt werden.
Wasser & Beleuchtung:
Brunnen und Wasserbecken können nach dem letzten Frost wieder in Betrieb genommen werden.
Wichtige Aufgaben:
Gartenarbeiten im März bereiten die Beete für eine volle Blütenpracht vor.
Winterschutz entfernen, Boden lockern und Kompost einarbeiten.
Ziergräser bodennah zurückschneiden, Rosen und Sommerflieder vor dem Austrieb kürzen.
Ziergarten im Sommer
Im Sommer zeigt sich der Ziergarten von seiner üppigsten Seite. Zu den Gartenarbeiten ab Juni zählt vor allem eines: Zeit zum Genießen.
Was blüht:
Rosen, Lavendel, Phlox, Sonnenhut, Hortensien und Dahlien sorgen für ein farbenfrohes Bild.
Duftpflanzen wie Lavendel, Sommerflieder und Kletterrosen locken Schmetterlinge an.
Gestaltung & Anlegen:
Lange Abende laden dazu ein, Sitzplätze unter Pergolen oder Rosenbögen zu nutzen.
Neue Beeteinfassungen oder Trittsteine können bei trockenem Wetter verlegt werden.
Wird es wärmer, sind viele Schädlinge aktiv, welche im Zuge der Gartenarbeiten im Juli entfernt werden sollten.
Wasser & Beleuchtung:
Brunnen und Teiche bringen Kühlung und beruhigende Geräusche in den Garten.
Solarleuchten oder LED-Spots setzen abends stimmungsvolle Akzente.
Wichtige Aufgaben:
Zu den wichtigsten Gartenarbeiten im August zählt, den Garten nachhaltig zu wässern.
Ziergarten im Herbst
Der Herbst bietet noch einmal ein buntes Farbenspiel. Zu den Gartenarbeiten ab September gehört jedoch auch eine gründliche Vorbereitung kühlere Nächte.
Was blüht:
Astern, Chrysanthemen, Dahlien und Fetthenne leuchten in kräftigen Farben.
Fächerahorn, Felsenbirne und Zaubernuss beeindrucken mit buntem Herbstlaub.
Zierapfel, Feuerdorn und Ilex setzen Akzente mit leuchtenden Beeren.
Gestaltung & Anlegen:
Ideale Zeit, um neue Gehölze und Stauden zu pflanzen. Diese wurzeln noch vor dem Winter gut ein.
Blumenzwiebeln für Tulpen, Narzissen und Krokusse werden jetzt gesetzt.
Wasser & Beleuchtung:
Brunnen und Wasserleitungen leeren und winterfest machen, um Frostschäden zu vermeiden.
Kürzere Tage laden dazu ein, Wegbeleuchtung früher einzuschalten.
Wichtige Aufgaben:
Laub vom Rasen entfernen, unter Hecken als Winterschutz liegen lassen.
Empfindliche Stauden mit Reisig oder Mulch abdecken.
Gartenarbeiten im Oktober zur Vorbereitung auf den Winter.
Ziergarten im Winter
Im Winter ruht der Garten. Doch zu den wichtigen Gartenarbeiten ab Dezember zählt vor allem die Vorbereitung der neuen Saison.
Was blüht:
Winterblüher wie Zaubernuss, Winterjasmin und Christrosen trotzen der Kälte.
Rote Beeren von Ilex und Feuerdorn bringen Farbe in den grauen Garten.
Ziergräser und Samenstände wirken mit Raureif überzogen besonders malerisch.
Gestaltung & Anlegen:
Nutzen Sie die Ruhe, um neue Beetideen zu skizzieren und Pflanzpläne zu erstellen.
Überlegen Sie, wo im Frühjahr neue Wege, Sitzplätze oder Beete entstehen sollen.
Wasser & Beleuchtung:
Wasserspiele bleiben ausgeschaltet; kontrollieren Sie den Winterschutz an Teichen.
Dezente Gartenbeleuchtung setzt auch im Winter stimmungsvolle Akzente.
Wichtige Aufgaben:
Gartenarbeiten ab November: Immergrüne wie Buchsbaum und Rhododendron an frostfreien Tagen gießen.
Schwere Schneelasten vorsichtig von Sträuchern und Hecken schütteln.
Typische Fehler beim Ziergarten anlegen und wie Sie diese vermeiden
Kein Plan/Grundriss
Lösung: Erstellen Sie eine maßstäbliche Skizze mit Wegen, Beeten, Sitzplätzen und klaren Sichtachsen, damit Ablauf und Optik stimmen.Boden ignorieren (pH, Nährstoffe, Drainage)
Lösung: Führen Sie eine Bodenprobe durch und verbessern Sie die Struktur (z. B. mit Kompost und Drainage), sodass Pflanzen standortgerecht gedeihen.Falsche Pflanzenwahl und Abstände
Lösung: Wählen Sie Arten passend zu Licht und Boden, berücksichtigen Sie die Endgröße und halten Sie Pflanzabstände ein für gesunde, ausgewogene Beete.Pflegeaufwand unterschätzen
Lösung: Planen Sie ein realistisches Zeitbudget und setzen Sie auf pflegeleichte, heimische Arten; ein einfacher Pflegeplan sichert die Nachhaltigkeit.Wege unpraktisch (zu eng/ohne Funktion)
Lösung: Legen Sie Hauptwege 80–100 cm breit und geradlinig zu den wichtigen Punkten an; sanfte Kurven nur zur Inszenierung von Sichtachsen.Chaotischer Stil/Überladung
Lösung: Entscheiden Sie sich für einen klaren Gartenstil mit begrenzter Farb- und Materialpalette und wiederholen Sie Leitstauden für Ruhe und Struktur.
Fazit: Der Ziergarten als persönliches Kunstwerk
Ein Ziergarten legt den Fokus auf Optik und Erholung. Seine Besonderheit liegt in der ganzjährigen Attraktivität durch eine geeignete Pflanzenauswahl, Höhenstaffelung und gepflegte Flächen. Er ist für alle geeignet, die einen ästhetischen, repräsentativen Garten mit Sitzplätzen und Ruheinseln wünschen. Wer Gestaltung und Pflege bewusst plant, profitiert dauerhaft von Stilklarheit, passenden Pflanzen und funktionalen Wegen.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter Ziergarten?
Ein Ziergarten ist ein Garten, der vor allem der Schönheit und Erholung dient und keine Nutzpflanzen wie Obst oder Gemüse enthält. Er zeichnet sich durch Zierpflanzen, klare Strukturen, Blickachsen und dekorative Elemente wie Wege, Wasserspiele oder Skulpturen aus.
Wie können Sie einen Nutzgarten mit einem Ziergarten kombinieren?
Trennen Sie Zier- und Nutzbereich sichtbar, z.B. mit einer kleinen Hecke, Pergola oder niedriger Einfassung und verbinden Sie beide mit einheitlichen Wegen und Materialien.
Nutzen Sie Mischbeete: vorne schöne Stauden und Gräser, dahinter Kräuter, Beeren und kompaktes Gemüse.
Wählen Sie Pflanzen, die gut aussehen und Ertrag bringen, z.B. Mangold, Kapuzinerkresse, violette Bohnen oder Schnittsalat in Reihen.
Setzen Sie Rankhilfen ein, die für Zierpflanzen und Gemüse passen (Rosenbogen, Spaliere).
Planen Sie Bewässerung und Pflege in Zonen, damit jede Pflanze optimal versorgt ist.
Was zählt unter Zierpflanzen?
Zierpflanzen sind Pflanzen, die vor allem wegen ihrer Optik gewählt werden – also wegen Blüten, Blattformen, Farben, Wuchsform oder Duft, nicht wegen essbarer Ernte. Dazu zählen z.B.
blühende Stauden (Lavendel, Phlox, Sonnenhut), Zwiebelblumen (Tulpen, Narzissen),
Ziersträucher (Hortensien, Flieder),
Ziergräser (Pampasgras),
Bodendecker (Storchschnabel), Kletterpflanzen (Clematis, Kletterrosen),
und Immergrüne (Buchsbaum, Eibe, Rhododendron).
Wie legt man einen Ziergarten an?
Einen Ziergarten können Sie in fünf einfachen Schritten anlegen:
Ziel und Stil festlegen
Grundriss skizzieren (zentrale Rasenfläche, umrahmte Beete, klare Wege, Sitzplätze, Sichtachsen)
Standort prüfen und Boden verbessern (Licht, pH, Kompost, Drainage)
Bepflanzung planen
Elemente bauen und pflanzen (Wege, Einfassungen, Wasser, Skulpturen, Beleuchtung, Pflanzen usw.)
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