Preise & Kosten einer Fassadendämmung
Eine gute Fassadendämmung sorgt für eine optimale Wärmeisolierung Ihres Gebäudes. Je nach Verfahren, Dämmstoff und Ausführung liegen die Kosten für eine Fassadendämmung grob zwischen 20 und 350 Euro pro Quadratmeter. Wir informieren Sie über die verschiedenen Dämmsysteme und die jeweiligen Kosten, die dafür anfallen.
Was kostet eine Fassadendämmung?
Die Kosten für eine Fassadendämmung liegen je nach Verfahren, Dämmstoff und Ausführung grob zwischen 20 und 350 Euro pro Quadratmeter. Eine Einblas- beziehungsweise Kerndämmung ist meist deutlich günstiger als ein Wärmedämmverbundsystem oder eine vorgehängte hinterlüftete Fassade. Unsere Preistabelle verschafft Ihnen einen ersten Einblick in die Kosten:
* Kosten sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung.
Wie hoch sind die Nebenkosten bei Fassadendämmungen?
Zusätzlich zur eigentlichen Dämmung können für Gerüst, Entsorgung, Fensterbänke, Anpassungen an Dachüberständen, Baustelleneinrichtung und Schutzmaßnahmen mehrere tausend Euro anfallen. Für übliche Zusatzpositionen sind grob 2.000 bis 3.000 Euro ein möglicher Orientierungswert; bei aufwendigeren Gebäuden oder umfangreichen Rückbauarbeiten können die Kosten deutlich höher liegen. Für das Gerüst können Sie bei einer Standzeit von vier Wochen und einer Fassadengröße von 115 Quadratmetern beispielsweise etwa 1.400 Euro einkalkulieren. Müssen alte Dämmmaterialien entsorgt werden, sollten Sie etwa mit 400 Euro pro Tonne rechnen. Da Glas- oder Steinwolle außerdem nicht ungetrennt und unverpackt entsorgt werden darf, sind spezielle Säcke nötig. Schutzmasken und -anzüge schlagen mit ungefähr 25 Euro zu Buche.
* Kosten sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung.
Förderung sichern und Kosten sparen
Erhöhen Sie durch die Fassadendämmung die Energieeffizienz Ihres Gebäudes, kann eine Förderung über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) infrage kommen. Für die Dämmung der Gebäudehülle als Einzelmaßnahme ist grundsätzlich das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zuständig. Eine umfassende Sanierung zum Effizienzhaus wird über die KfW, insbesondere das Förderprodukt „Wohngebäude – Kredit (261)“, unterstützt. Fördervoraussetzungen, förderfähige Kosten, Höchstbeträge und Konditionen müssen vor Beginn der Maßnahme geprüft werden. Der Förderantrag ist rechtzeitig vor dem Vorhabenbeginn zu stellen.
Zwangsläufig ist nach einer Fassadendämmung auch ein neuer Anstrich fällig - außer bei einer Einblasdämmung. Der Preis für einen neuen Fassadenanstrich liegt meist zwischen 25 Euro und 38 Euro pro Quadratmeter. Diese Kosten sind in der Regel nicht förderfähig, außer Sie streichen Ihre Fassade im Zuge einer energetischen Hausdämmung. In diesem Fall können Sie die damit verbundenen Kosten und damit auch einen Anstrich der Fassade förderfähig machen.
Vorteile einer Fassadendämmung
Wer ein Haus baut oder saniert, sollte auch immer eine gute Fassadendämmung miteinplanen. Eine hochwertige Dämmung schützt Ihr Eigenheim in den kalten Monaten vor eindringender Kälte und im Sommer vor der Hitze von außen. Durchschnittlich können Sie mit einer Fassadendämmung etwa 20 Prozent Ihrer Heizkosten sparen. Eine gute Wärmeisolierung verringert außerdem Ihren CO2-Ausstoß, weil sie Ihren Energieverbrauch senkt.
Eigenschaften verschiedener Dämmsysteme
Jedes Dämmsystem ist unterschiedlich aufgebaut und eignet sich für verschiedene Ausgangssituationen. Grundlegend werden drei Arten von Fassadendämmungen unterschieden:
Häufig gestellte Fragen
Wie lange hält eine Fassadendämmung?
Je nachdem, für welches Dämmsystem Sie sich entscheiden, beträgt die Lebensdauer einer Fassadendämmung zwischen 40 und 50 Jahren. Auch eine fachgerechte Montage ist für die Lebensdauer Ihrer Hausdämmung und die Dichtigkeit ausschlaggebend.
Was ist besser: Holzfaser oder Mineralwolle?
Natürliche Dämmstoffe aus Holzfasern sind oftmals teurer als synthetisch hergestellte. Dafür sind sie umweltfreundlicher, nachwachsend und benötigen in der Herstellung deutlich weniger Energie. Die Dämmeigenschaften sind mittlerweile auf einem vergleichbaren Stand.
Welche Fassadendämmung eignet sich für den Altbau am besten?
Altbauten verfügen in der Regel über zweischaliges Mauerwerk. Deshalb wird bei der Sanierung historischer Gebäude häufig auf die Einblasdämmung (auch Kerndämmung genannt) zurückgegriffen. Dabei werden Löcher in die Fassade gebohrt und Faserdämmstoffe oder rieselfähige Granulate in den Hohlraum geblasen. Eine Alternative ist, dass der Dämmstoff als Schaum in den Hohlraum gespritzt wird. Der Vorteil der Kerndämmung: Die Optik der Fassade bleibt erhalten und das Verfahren ist vergleichsweise kostengünstig.
Lohnt es sich, ein Haus zu dämmen?
Die Wirtschaftlichkeit des Dämmens kann am besten im konkreten Einzelfall beurteilt werden. Generell lässt sich jedoch sagen, dass in nicht ausreichend gedämmten Gebäuden bis zu 20 Prozent der Wärme ungenutzt verloren geht. Außerdem kann sich im Innenbereich Kondenswasser bilden, das langfristig einen Schimmelbefall verursacht. Mit einer Außendämmung sparen Sie dauerhaft Energiekosten und schützen Ihr Zuhause vor Schimmel.