Heizspiegel zeigt klare Gewinner und teure Verlierer bei den Heizkosten
Haushalte in Nordrhein-Westfalen, die mit erneuerbaren Energien heizen, sparen laut aktuellem Heizspiegel spürbar. Ein fossiler Brennstoff ist besonders teuer.
Eigenheimbesitzer:innen in Nordrhein-Westfalen haben 2024 für den Betrieb fossiler Heizsysteme deutlich mehr gezahlt als mit einer Wärmepumpe. Bei Ölheizungen lagen die Heizkosten im Schnitt 945 Euro über denen vergleichbarer Haushalte mit Wärmepumpe. Bei Gasheizungen fielen Mehrkosten von 505 Euro an. Das zeigt der neue Heizspiegel für NRW, der erstmals von co2online gemeinsam mit dem Öko-Zentrum NRW veröffentlicht wurde.
Klare Kostenunterschiede im Einfamilienhaus
Für ein typisches Einfamilienhaus mit 130 m² Wohnfläche ergaben sich laut Heizspiegel folgende Werte für das Jahr 2024:
Damit verursachte die Ölheizung mit deutlichem Abstand die höchsten jährlichen Kosten unter den betrachteten Systemen, gefolgt von Fernwärme und Gas. Wesentlich günstiger schnitten Heizsysteme auf Basis erneuerbarer Energien ab: Pelletheizungen sowie Wärmepumpen lagen am unteren Ende der Kostenskala.
Fossile Heizsysteme unter zunehmendem Preisdruck
Die Kostenunterschiede zwischen fossilen und erneuerbaren Heizsystemen könnten in den kommenden Jahren weiter wachsen. Treiber sind unter anderem steigende CO₂-Preise und höhere Netzentgelte. Zusätzlich wirken sich geopolitische Entwicklungen, wie aktuell die angespannte Lage im Nahen Osten, auf die Preise konventioneller Brennstoffe aus.
Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien sind dagegen weniger direkt an internationale Öl- und Gaspreise gekoppelt, was ihre Anfälligkeit für Preisschocks im Vergleich zu anderen Heizsystemen reduziert. Zwar sind die Betriebskosten von Wärmepumpen weiterhin vom Strommarkt abhängig, doch in Kombination mit Photovoltaik lassen sich oftmals deutliche Einsparungen erzielen. Pelletpreise wiederum sind vor allem saisonal getrieben und können je nach Region stark variieren. In der Vergangenheit fielen Preisanstiege hier jedoch häufig weniger stark aus als bei anderen Brennstoffen.