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Wenn das Haus mitdenkt: So hilft Smart Home im Alter

Lesezeit: 2 minClaudia Mühlbauer

Smart-Home-Technik kann älteren Menschen helfen, länger selbstständig im eigenen Zuhause zu leben. KI soll die Vernetzung und Bedienung einfacher machen.

Ältere Person hält ein Tablet mit Smart-Home-Anwendung

Intelligente Technik kann älteren Menschen dabei helfen, länger selbstständig im eigenen Zuhause zu leben. Gerade bei einem Umbau können Eigenheimbesitzer:innen bereits Voraussetzungen schaffen, um das Haus später leichter an veränderte Bedürfnisse anzupassen. Die technischen Möglichkeiten reichen dabei von einzelnen Geräten bis hin zu vernetzten Smart-Home-Systemen.

So können etwa Bewegungsmelder nachts automatisch das Licht einschalten, Sensoren Stürze erkennen und Herdabschaltungen Brände verhindern. Manche Anwendungen informieren bei einem Notfall Angehörige oder Rettungsdienste. Solche technischen Assistenzsysteme werden auch als „Ambient Assisted Living“ (AAL) bezeichnet. Künstliche Intelligenz soll künftig zusätzlich dabei helfen, verschiedene Smart-Home-Anwendungen einfacher miteinander zu verknüpfen.

Smart Home und KI werden wichtiger

Mehr als 6 Millionen Menschen in Deutschland sind auf Pflege angewiesen. Dass die Zahlen steigen, zeigen die Auswertungen des Statistischen Bundesamtes: 2023 gab es noch 5,7 Millionen Pflegebedürftige, von denen 86 Prozent zu Hause versorgt wurden. Damit wächst auch die Bedeutung von Lösungen, die Menschen dabei unterstützen können, möglichst lange selbstständig in den eigenen vier Wänden zu bleiben.

Laut einer Bitkom-Befragung verwenden 30 Prozent der 65- bis 74-Jährigen mindestens eine Smart-Home-Technologie. Bei Personen ab 75 Jahren liegt der Anteil mit nur 6 Prozent allerdings deutlich niedriger. 

Der Trend geht dabei zu praktischen Anwendungen statt möglichst vieler vernetzter Geräte. So kann ein Fenstersensor beispielsweise erkennen, dass gelüftet wird, und die Heizung ausschalten. Gleichzeitig kann er vor einem möglichen Einbruch warnen. Künstliche Intelligenz soll die Einrichtung solcher Abläufe vereinfachen. Nutzer:innen können Regeln für vernetzte Geräte teilweise bereits über wenige Sprachbefehle festlegen, ohne selbst programmieren zu müssen.

Datenschutz beim Smart Home beachten

Mit zunehmender Vernetzung werden allerdings auch mehr Daten erfasst und übertragen. Viele Systeme benötigen eine Internetverbindung und können Informationen etwa an Angehörige, Pflegedienste oder Anbieter weitergeben. Dadurch erhalten auch die Anbieter Zugriff auf die geteilten Daten.

Wer Smart-Home-Technik nachrüsten möchte, sollte deshalb prüfen, welche Daten übertragen werden. Wo möglich, empfehlen Expert:innen lokale Systeme, die ohne Internetverbindung auskommen.

Pflegekasse kann technische Hilfsmittel fördern

Bestimmte Maßnahmen müssen Pflegebedürftige nicht vollständig selbst bezahlen. Bei Pflegegrad eins bis fünf kann die Pflegekasse auf Antrag bis zu 4.180 Euro für Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfelds übernehmen, wenn diese die häusliche Pflege erleichtern.

Dazu zählen beispielsweise Türverbreiterungen, fest installierte Rampen und Treppenlifte. Unter bestimmten Voraussetzungen können auch technische Hilfsmittel wie Sturzmatten oder Herdabsicherungen gefördert werden. Welche Geräte im Einzelfall anerkannt werden, sollte deshalb vor dem Kauf geklärt werden.

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