PV-Förderung sinkt erneut – Ist Solarstrom noch attraktiv?
Die Einspeisevergütung für neue PV-Anlagen ist erneut gesunken. Wie wirtschaftlich Solar immer noch ist, hängt aber auch von anderen Faktoren ab.
Seit dem 1. August 2026 erhalten Betreiber:innen neuer Solaranlagen weniger Geld für den Strom, den sie ins öffentliche Netz einspeisen. Die Einspeisevergütung sinkt planmäßig um ein weiteres Prozent und liegt für die meisten kleinen Anlagen bis 10 kWp Leistung nun bei 7,7 Cent pro Kilowattstunde.
Kürzung fällt nur gering ins Gewicht
Die regelmäßige Absenkung der Einspeisevergütung ist im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegt. Alle sechs Monate wird die Vergütung für neue Anlagen um ein Prozent reduziert. Damit soll die Förderung an die gesunkenen Kosten für Photovoltaikanlagen angepasst werden.
Für bestehende Anlagen ändert sich dagegen nichts: Wer die PV-Anlage bereits vor dem 1. August 2026 in Betrieb genommen hat, erhält die bisher geltende Vergütung für die gesetzlich garantierte Laufzeit von 20 Jahren.
Die Auswirkungen der aktuellen Kürzung sind für viele Betreiber:innen überschaubar. Bei einer typischen 10-kWp-Anlage mit einem Eigenverbrauch von rund 60 Prozent bedeutet die niedrigere Einspeisevergütung geringere Einnahmen von wenigen Euro pro Jahr.
Eigenverbrauch entscheidet über Rentabilität
Ob sich eine Photovoltaikanlage lohnt, hängt weniger von der Einspeisevergütung ab, sondern vor allem vom Eigenverbrauch. Wer den selbst erzeugten Solarstrom direkt im eigenen Haushalt nutzt, spart deutlich mehr Geld, als er durch die Einspeisung ins Netz einnehmen würde. Denn Haushaltsstrom aus dem Netz kostet heute etwa 30 Cent oder mehr. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde reduziert somit den Bedarf an teurerem Netzstrom.
Besonders wirtschaftlich kann eine PV-Anlage werden, wenn der Solarstrom auch für eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto genutzt wird. Ein Batteriespeicher kann dabei helfen, deutlich mehr vom selbst erzeugten Strom zu verbrauchen. Die Wirtschaftlichkeit erhöht sich entsprechend.