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Alarmierende Studie: Wohnkosten überlasten jeden dritten Mieterhaushalt

Lesezeit: 2 min Lina Strauss

Laut einer aktuellen Studie ist jeder dritte Mieterhaushalt in Deutschland von Kaltmiete und Heizkosten überlastet. Der Mieterbund fordert schnelle Maßnahmen.

Neubaugegend mit Wohnungen und grünem Innenhof

Jeder dritte Mieterhaushalt in Deutschland ist von den Wohnkosten finanziell überlastet. Eine aktuelle Studie des Instituts Wohnen und Umwelt (IWU), die im Auftrag des Deutschen Mieterbunds erstellt wurde, zeigt:

  • Rund 6,6 Millionen der knapp 20 Millionen Mieterhaushalte geben mehr als 30 Prozent ihres Nettoeinkommens für das Wohnen aus.

  • Davon zahlen 3,4 Millionen Haushalte (19 Prozent) zwischen 30 und 40 Prozent ihres Einkommens für Miete und Heizung. 

  • 3,2 Millionen Haushalte (18 Prozent) müssen sogar über 40 Prozent ihres Einkommens für das Wohnen aufwenden.

Neuvermietungen sind dabei die Hauptpreistreiber. Verträge ab 2020 sind im Schnitt gut ein Fünftel teurer als ältere Bestandsverträge. In Großstädten ist die Lücke besonders groß: Neue Verträge liegen in Berlin 29 Prozent und in München 26 Prozent über dem städtischen Schnitt.

Mieterbund fordert hartes Durchgreifen

Die Präsidentin des Deutschen Mieterbunds, Melanie Weber-Moritz, spricht von „alarmierenden Zahlen“. Um Mieter:innen vor weiteren Belastungen zu schützen, fordert der Verband scharfe Eingriffe in den Mietmarkt. Die aktuelle Mietpreisbremse soll entfristet werden und künftig bundesweit gelten. Zudem verlangt der Mieterbund, dass Verstöße und illegale Mietüberhöhungen konsequent geahndet werden. Parallel müsse der Bestand an Sozialwohnungen bis 2030 von 1,1 Millionen auf mindestens zwei Millionen Einheiten steigen.

Eigentümerverband warnt vor weiteren Pflichten für Vermieter:innen 

Dagegen lehnt der Eigentümerverband Haus & Grund eine weitere Verschärfung des Mietrechts ab und warnt vor einer Überregulierung. In einer aktuellen Pressemitteilung bezeichnete der Verbandspräsident Kai Warnecke den Wohnungsmangel vielmehr als Ergebnis „politischer Fehlanreize“. Statt neuer Pflichten und Risiken für private Vermieter:innen fordert Warnecke bessere Investitions- und Bauimpulse von der Bundesregierung: „Wer privaten Vermietern ständig neue Pflichten, Risiken und Kosten auferlegt, darf sich nicht wundern, wenn weniger gebaut, modernisiert und vermietet wird.“

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