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So viel zahlen Haushalte jede Woche bei Minusgraden drauf

Lesezeit: 2 min Claudia Mühlbauer

Die aktuelle Kälteperiode dürfte in diesem Jahr zu höheren Heizkosten für Haushalte führen. Die Zusatzkosten pro Minusgrad variieren je nach Heizsystem.

Frau sitzt auf dem Fußboden, lehnt sich dabei an einem Sofa an und streckt die Hände in Richtung einer Elektroheizung, die vor ihr steht

Nach mehreren milden Wintern erlebte Deutschland in den vergangenen Wochen eine ungewöhnlich lange Frostperiode. Die Beratungsgesellschaft co2online hat gemeinsam mit der Bild konkrete Zahlen zu den Verbrauchskosten vorgelegt: Für eine 100-Quadratmeter-Wohnung entstehen bei einer Außentemperatur von -1°C pro Woche Zusatzkosten von rund 20 Euro bei einer Gasheizung, 16 Euro bei Ölheizung und 27 Euro bei Fernwärme. Fällt das Thermometer auf -5°C, können die Mehrkosten auf 25 Euro (Öl), 35 Euro (Gas) und 45 Euro (Fernwärme) pro Woche steigen – jeweils im Vergleich zu einem milden Winter mit durchschnittlich +5 °C.

„Sinkt die Außentemperatur über eine Woche um ein Grad, entstehen bei einem typischen Einfamilienhaus Mehrkosten von etwa fünf Euro bei Gas, vier Euro bei Öl und sechs Euro bei Fernwärme“, erklärte Alexander Steinfeldt von co2online die Berechnung. In kleineren Wohnungen mit 45 Quadratmetern Fläche müssten die Bewohner:innen ungefähr die Hälfte dieser Beträge zusätzlich einplanen. Experten raten, für die nächste Heizkostenabrechnung Rücklagen einzuplanen, da mit spürbaren Nachzahlungen zu rechnen sei.

Gaspreise in Europa steigen wieder

Parallel zur Kältewelle leeren sich die deutschen Gasspeicher rapide und sind laut Angaben der Initiative Energien Speichern (INES) nur noch zu knapp 43 Prozent befüllt. Die Füllstände gehen derzeit etwa um ein Prozent pro Tag zurück. Auch die Gaspreise ziehen in Europa wieder an: Der niederländische TTF-Referenzpreis notierte zuletzt bei 31,47 Euro pro Megawattstunde, nachdem er Mitte Dezember noch bei rund 26 Euro lag. Neben den letzten Frosttagen sind laut Experten auch die geopolitischen Unsicherheiten dafür verantwortlich. Patrick Pouyanné, Chef des französischen Energiekonzerns TotalEnergies, hatte bereits Ende letzten Jahres davor gewarnt, dass die wachsende Abhängigkeit Europas von LNG aus den USA die Gaspreise langfristig nach oben treiben könnte.

Steigende Preise am niederländischen TTF-Markt wirken sich indirekt auch auf Endkund:innen in Deutschland aus, denn sie erhöhen langfristig die Beschaffungskosten der Versorger. Diese werden dann häufig in Form von höheren Grundpreisen und Abschlägen an die Verbraucher:innen weitergegeben.

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