Pelletheizung unter Druck: So stark ziehen die Preise an
Nach zwei Jahren mit rückläufigen Preisen stiegen die Preise für Holzpellets 2025 wieder an. Allerdings gibt es regionale Unterschiede.
Seit Beginn der Energiekrise haben die Pelletpreise deutlich zugelegt. Nach zwei Jahren mit rückläufigen Preisen erreichten sie 2025 im Schnitt 343 Euro pro Tonne. 2021 betrug der Durchschnittspreis für eine Tonne Holzpellets noch 241 Euro.
Im Februar 2026 lagen die Preise für Pellets bei durchschnittlich 8,45 Cent/kWh und damit etwa 4,3 Prozent höher als im Vorjahr.
Im Vergleich dazu kostet Gas derzeit etwa 10,3 Cent/kWh, mit tendenziell fallender Preisentwicklung.
Der Preisvorteil von Pelletheizungen gegenüber Erdgas liegt entsprechend bei rund 18 Prozent.
Laut dem Deutschen Pelletinstitut (DEPI) kostet eine Tonne Holzpellets aktuell etwa 423 Euro – im Dezember letzten Jahres lag der Preis noch bei rund 398 Euro. Wie viele Pellets ein Haushalt über den Winter benötigt, hängt neben der Wohnfläche vor allem vom energetischen Zustand des Hauses ab. Typischerweise verbraucht ein Einfamilienhaus pro Heizperiode zwischen 3 und 6 Tonnen Holzpellets, bei schlecht gedämmten Gebäuden können es sogar bis zu 8 Tonnen werden.
Preisentwicklung regional unterschiedlich
Wie hoch die Kosten für Holzpellets genau ausfallen, hängt auch von der Region in Deutschland ab. Denn nicht überall kostet die Tonne gleich viel und nicht überall waren die Preissteigerungen die gleichen:
* Quelle: DEPI
Fehlkalkulation und knappes Angebot als Preistreiber
Der anhaltend hohe Heizbedarf durch niedrige Temperaturen treibt die Pelletpreise seit Monaten nach oben. „Der Anstieg liegt jedoch im Rahmen dessen, was für einen ausgeprägten Winter typisch ist“, erklärt DEPI-Geschäftsführer Martin Bentele. Besitzer:innen einer Pelletheizung sollten generell die Sommermonate nutzen, um ihre Vorräte rechtzeitig und zu günstigeren Preisen aufzufüllen.
Andere Expert:innen sehen den jüngsten Preisanstieg auch als Folge von Fehleinschätzungen vieler Haushalte. Demnach sind viele von einem milden Winter ausgegangen und haben ihre Brennstoffvorräte aus diesem Grund nur knapp aufgefüllt. Weil jetzt vermehrt nachbestellt werden muss – häufig nur in kleineren Mengen bis zu drei Tonnen – steigen die Preise zusätzlich.
Ein weiterer Faktor liegt in der Holzindustrie selbst: Hohe Rundholzpreise und ein knappes Angebot sorgen dafür, dass Sägewerke weniger produzieren. Dadurch fallen auch weniger Nebenprodukte an, die für die Herstellung von Pellets benötigt werden. Ob und wann die Preise wieder deutlich sinken, ist unklar. Eigenheimbesitzer:innen sollten die Entwicklung deshalb genau im Blick behalten und ihre Vorräte vorausschauend planen.