Niedrige Energiekosten sind Hauptgrund für Modernisierungen
Die meisten Eigentümer:innen wollen durch eine Modernisierung langfristig Energiekosten einsparen. Dafür planen sie laut einer aktuellen Umfrage Investitionen bis zu 50.000 Euro.
Nicht der Klimaschutz, sondern Einsparungen bei Energiekosten sind der Hauptgrund für Modernisierungen von Wohnhäusern. Das gaben 64 Prozent der Immobilienbesitzer:innen bei einer Umfrage des Finanzdienstleisters Dr. Klein an. Fast zwei Drittel der Befragten sind bereit, bis zu 50.000 Euro in Modernisierungsmaßnahmen zu investieren.
Senkung der Energiekosten als größter Anreiz
Als Hauptmotiv für Modernisierungsvorhaben nannten die meisten Hausbesitzer:innen die Aussicht auf langfristige Kostenersparnisse. Doch auch andere Gründe wurden genannt:
Den klaren Fokus der Eigentümer:innen auf Kostenaspekte sieht Thomas Saar von Dr. Klein als Folge der Inflation und den steigenden Kosten in vielen Bereichen:
„[I]n Zeiten, in denen vieles deutlich teurer geworden ist, schauen die Leute genauer hin, wo sie sparen können. Und je früher sie entsprechende Modernisierungen vornehmen, desto eher amortisieren sich auch die Kosten, die sie dafür aufbringen müssen.“
Eigentümer:innen investieren in unterschiedliche Projekte
Insgesamt nahmen 1.064 Eigentümer:innen an der Umfrage teil. Dabei sind bei Immobilien der schlechteren Energieeffizienzklassen E bis H etwa ein Drittel mehr Modernisierungen geplant als bei Häusern der Energieeffizienzhausstufen A bis D. Welche Maßnahmen Eigentümer:innen bei der Modernisierung in Angriff nehmen wollen, ist unterschiedlich:
Finanzielle Anreize durch neue Förderungen
Für viele Eigentümer:innen sei der Heizungstausch durch das neu verabschiedete Gebäudeenergiegesetz zum Thema geworden, hieß es in der Pressemitteilung zur Umfrage. Saar hält die finanziellen Anreize durch Förderungen für einen Grund, warum sich viele Eigentümer:innen für eine neue Heizung entscheiden:
„Bei wem jetzt die womöglich ohnehin schon ältere Heizung kaputtgeht, der überlegt sich sehr genau, ob eine Reparatur noch sinnvoll ist. Vor dem Hintergrund der aktuellen staatlichen Förderungen, beispielsweise durch die KfW, ist eine neue Anlage hier oft die lohnendere Option.“
Modernisierungsaufwand und -kosten nicht abschreckend
Die wenigsten Eigentümer:innen nehmen Modernisierungsvorhaben auf die leichte Schulter. Fast die Hälfte der Befragten fürchten den Aufwand, mögliche Verteuerungen sowie langwierige Bauarbeiten. Dennoch sind viele bereit, eine Modernisierungsmaßnahme in den nächsten fünf Jahren umzusetzen:
80 Prozent der Befragten wollen dafür einen Handwerksbetrieb beauftragen
63 Prozent wollen selbst mit anpacken
47 Prozent hoffen auf Hilfe aus der Familie
Um das Vorhaben zu realisieren, wollen die meisten Hausbesitzer:innen entweder einen Kredit aufnehmen oder auf Reserven ihres Eigenkapitals zurückgreifen. Aufwand und Kosten würden sich langfristig jedoch lohnen, wie Saar erläutert:
„Die Immobilie erfährt eine Wertsteigerung und die Besitzer können sich darüber freuen, dass alles gut funktioniert und schick aussieht. Und wer energetisch modernisiert hat, spart zukünftig zudem auch noch Energiekosten.“