Habeck rechnet für 2023 mit über 50 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien
In Deutschland könnten in diesem Jahr zum ersten Mal mehr als 50 Prozent des produzierten Stroms aus erneuerbaren Energien stammen. Das sagte Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Bündnis 90 /Die Grünen) in der Talkshow „Maischberger“ im Ersten.
Im letzten Jahr lag der Anteil der erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung bei 44 Prozent. Dieses Jahr bestehe die Chance, zum ersten Mal über 50 Prozent des Stroms erneuerbar zu produzieren, sagte Habeck in der TV-Show von Sandra Maischberger. Das Ziel der Bundesregierung ist, dass bis zum Jahr 2030 mindestens 80 Prozent des Bruttostroms in Deutschland grün ist.
Erstes Halbjahr 2023 bereits über 50 Prozent
Im ersten Halbjahr 2023 kamen 53,4 Prozent des produzierten Stroms aus erneuerbaren Energiequellen wie Windkraft, Photovoltaik oder Biomasse. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2022 lag der Anteil regenerativer Energien zum gleichen Zeitpunkt noch bei 48,4 Prozent. Das zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts. Ob die 50-Prozent-Marke im Gesamtjahr 2023 erstmals geknackt wird, hängt vom Wetter im Herbst und Winter ab. Je mehr windige und sonnige Tage es geben wird, desto mehr grünen Strom können Windkraft- und Solaranlagen produzieren.
Der Anteil erneuerbarer Energien in Deutschland steigt
In den letzten Jahren hat sich der Anteil der erneuerbaren Energien bei der Stromproduktion in Deutschland stetig erhöht. Waren es im Jahr 2000 noch 6 Prozent regenerative Energiequellen, können nun über 50 Prozent erreicht werden. Um die Energieversorgung in Deutschland klimaneutraler zu gestalten, hat die Bundesregierung zahlreiche Maßnahmen durchgesetzt. So wurden im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zum Beispiel Vergütungssätze für Photovoltaikanlagen erhöht und die Bürokratie für Wind- und Solarprojekte vereinfacht.