Solarzellen dank neuer Technologien immer wirkungsstärker
Neue Solartechnik macht einen Wirkungsgrad von über 30 Prozent möglich – bisher lag die Effizienzgrenze von Solarzellen bei etwa 20 bis 25 Prozent. Für ihre innovative Forschung zu den sogenannten Tandem-Solarzellen erhielt eine Arbeitsgruppe vom Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) und dem Forschungszentrum Jülich (FZJ) nun den High Impact Award.
Bisher bleibt ein Großteil des Sonnenlichts, das auf Solaranlagen fällt, ungenutzt. Um das Potenzial von Photovoltaik in Zukunft besser ausschöpfen zu können, gibt es weltweit Forschungen zu innovativer Solartechnik. Neuartige Tandem-Solarzellen erreichen bereits Wirkungsgrade über 30 Prozent im Labor. Die Arbeitsgruppe Perowskit Tandem-Solarzellen unter der Leitung von Steve Albrecht wurde nun für ihre Forschung ausgezeichnet.
Zukunftsweisende Technik als Game-Changer
„Die heute gängigen Silizium-Solarzellen nähern sich dem Ende ihres Entwicklungspotenzials“, sagt Steve Albrecht. Sie können höchsten 20 bis 25 Prozent des einfallenden Sonnenlichts in Solarstrom umwandeln. Solarzellen aus dem Mineral Perowskit weisen dagegen eine höhere Effizienz auf, vor allem, wenn sie mit Silizium zu Tandem-Solarzellen kombiniert werden. Ihr Vorteil ist, dass sie dünner und faltbar sind und sich daher auch für Autos oder Gebäudefassaden eignen. Für die Produktion der neuen Solarzellen sind günstige Materialien und nur wenig Energie erforderlich.
Noch nicht für den breiten Markt geeignet
Bevor die innovativen Solarzellen jedoch in den Handel kommen können, müsse die Langlebigkeit erhöht werden. Bisher sei die Technologie noch nicht hitze- oder feuchtigkeitsbeständig genug für die Nutzung auf den Dächern. Zudem soll eine klimafreundliche Alternative zum bisher enthaltenen Blei gefunden werden.