So viel sparen Hausbesitzer jetzt bei PV-Anlagen und Speichern
Die Preise für Solaranlagen, insbesondere in Kombination mit Batteriespeichern, sind Ende 2025 wieder gesunken.
Ende letzten Jahres sind die Preise für Photovoltaikanlagen deutlich zurückgegangen. Im vierten Quartal 2025 kostete eine Anlage ohne Speicher im Schnitt 11.050 Euro – etwa 9 Prozent weniger als im Vorjahr. Deutlich stärker fiel der Rückgang bei Systemen mit Batteriespeicher aus: Hier lag der Durchschnittspreis bei 14.231 Euro, was einem Minus von 17,5 Prozent entspricht. Branchenexpert:innen machen vor allem das hohe Angebot an Anlagen und den intensiven Wettbewerb unter den Installationsbetrieben für die sinkenden Kosten verantwortlich.
Starke regionale Preisunterschiede
Auch wenn die Preise für Photovoltaikanlagen bundesweit gefallen sind, zeigen sich erhebliche Unterschiede zwischen den Regionen:
Im Saarland lag der Durchschnittspreis für eine Anlage mit Speicher bei rund 20.437 Euro und veränderte sich damit kaum im Vergleich zum Vorjahr.
Nordrhein-Westfalen verzeichnete dagegen einen deutlich stärkeren Rückgang: Dort kosteten Anlagen im Schnitt 12.490 Euro – über 20 Prozent weniger als im Vorjahr.
Die Spannweite hängt nicht nur mit unterschiedlichen Material- und Lohnkosten zusammen, sondern spiegelt auch die jeweilige Nachfrage und den Wettbewerb vor Ort wider.
Weitere Kostensenkungen erwartet
Auf lange Sicht könnten Photovoltaikanlagen noch günstiger werden. Die Kosten für Solarmodule und Batteriespeicher sind in den vergangenen Jahren bereits deutlich gesunken, und zahlreiche Expert:innen erwarten, dass die Preise bis 2030 weiter zurückgehen. Gleichzeitig bleiben steuerliche Vorteile bestehen: Viele Anlagen bis 30 kWp Leistung sind nach wie vor von der Mehrwertsteuer befreit, was die Investition zusätzlich attraktiver macht.
Mehr Eigenverbrauch dank Speicher
Stromspeicher spielen eine immer größere Rolle, weil sie es ermöglichen, den selbst erzeugten Solarstrom effektiver zu nutzen. Mit einem Speicher können Hausbesitzer:innen 60 bis 80 Prozent des Stroms selbst verbrauchen, was die Wirtschaftlichkeit der Anlage deutlich erhöht. Besonders Haushalte mit Wärmepumpen oder E‑Autos profitieren, da der tagsüber erzeugte Strom gespeichert und abends genutzt werden kann.