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Preisschub oder Stagnation? So unterschiedlich entwickelt sich der Immobilienmarkt 2026

Lesezeit: 2 min Claudia Mühlbauer

Für 2026 erwarten Experten weiter steigende Immobilienpreise – allerdings nicht überall. Lage, Objektart und zunehmend auch der Sanierungsstandard bestimmen die Preisentwicklung.

Mann in Hemd und Sakko stapelt Münzen auf ansteigend hohe Stapel auf einem Tisch

Besonders in den Top-7-Städten, in denen kaum neu gebaut wird und gleichzeitig viele Menschen zuziehen, rechnen Fachleute in diesem Jahr mit deutlichen Preisanstiegen bei Immobilien. Fabian Rausch von der Immobilien-Beratung Freundeskreis-Gruppe erklärte gegenüber der Berliner Morgenpost: „Die Preisrally wird nicht überall stattfinden, aber in gefragten Metropolen dürfte sie sich 2026 beschleunigen.“

Hohe Preisanstiege erwarten Experten auch in Großstädten mit vor allem nationaler oder starker regionaler Bedeutung, sogenannten B-Städten. Hierzu zählen unter anderem Bremen, Hannover, Leipzig und Dresden im Norden und Osten sowie Essen, Duisburg und Münster im Westen und Mannheim im Südwesten Deutschlands.

Grund hierfür seien „vergleichsweise niedrige Einstiegspreise mit prosperierender Wirtschaft, positiver Bevölkerungsentwicklung und moderner Infrastruktur“, so Florian Bauer von der Bauer Immobilien-Unternehmensgruppe. In Städten mit fehlender Wirtschaftskraft, mangelhafter Anbindung und Abwanderungstendenzen könnten sich die Preise laut Marktkennern dagegen rückläufig entwickeln.

Wohnungen bleiben gefragt – Häuser mit Einschränkungen

In Ballungszentren bleiben Wohnungen auch 2026 besonders begehrt. Martin Englert, Geschäftsführer der LBS Immobilien Nordwest, verweist in diesem Zusammenhang auf den schwachen Neubau: In wirtschaftlich stabilen Regionen bestehe ein großer Nachholbedarf an kleinen und mittelgroßen Wohnungen. Gerade junge Familien nähmen bei einem passenden Preis für das Eigenheim auch Sanierungen in Kauf.

Bei Einfamilienhäusern fällt die Prognose der Experten differenzierter aus. Gute Lagen bleiben gefragt, bei Randlagen stagnieren die Preise eher. Ein entscheidender Faktor ist dabei die Energieeffizienz. Immobilien mit veralteter Heiztechnik lassen sich schwerer verkaufen und müssen häufiger mit Preisabschlägen angeboten werden. Für Verkaufswillige bedeutet das: Vor allem abseits der Top-Lagen kann eine energetische Sanierung den Wert über die Kosten hinaus steigern und den Verkauf erleichtern.

Aus Investorensicht hält Bauer vor allem größere Wohnungen in attraktiven B-Lagen für interessant, da sie sich flexibel an unterschiedliche Zielgruppen vermieten lassen. Stephan Gerlach von der Gerlach Immobilien-Gruppe zufolge steigen Wohnungen dabei schneller im Preis als Mehrfamilienhäuser. Günstige Angebote seien oft rasch vom Markt verschwunden, weswegen sich schnelle Kaufentscheidungen derzeit lohnen könnten.

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