Bürokratieabbau: KfW macht Wohnraumförderung einfacher zugänglich
Für die Förderung von Wohngebäuden soll es künftig nur noch zwei Programme geben. KfW-Fördermittel sollen dadurch schneller und unkomplizierter zu bekommen sein.
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) stellt ihre Wohnraumförderung grundlegend um: Ab 2027 soll es statt bislang mehr als zehn Programmen nur noch zwei zentrale Förderlinien geben – eine für den Neubau und eine für die Modernisierung im Bestand. Ziel ist es, Investitionen schneller und unbürokratischer zu ermöglichen und die Angebote stärker am Bedarf der Kund:innen auszurichten. Bis zur Umstellung sollen die bestehenden Programme weiterhin nutzbar sein und auch anschließend ist keine Änderung der Rahmenbedingungen vorgesehen. Die Neustrukturierung entspricht den Vereinbarungen von Union und SPD im Koalitionsvertrag.
750.000 geförderte Wohnungen im vergangenen Jahr
Für das vergangene Förderjahr zieht KfW-Vorstandschef Stefan Wintels ein positives Fazit: „Wir haben im vergangenen Jahr rund 750.000 Wohneinheiten gefördert.“ Besonders erfolgreich sei die Heizungsförderung gewesen, über die aktuell noch bis zu 70 Prozent der Kosten eines Heizungstauschs bezuschusst werden können. Die künftige Ausgestaltung wird derzeit noch von der Bundesregierung diskutiert.
Daneben unterstützte der Bund den Bau oder Kauf von mehr als 64.500 Wohnungen und Häusern. Den größten Anteil hatte dabei das Programm „Klimafreundlicher Neubau“: Knapp 37.000 Wohnungen wurden hierüber mit zinsgünstigen Krediten gefördert. Die Konditionen wurden zuletzt im September verbessert.
Ebenfalls stark nachgefragt war das Effizienzhaus-55-Programm, mit dessen Unterstützung fast 14.000 Wohnungen entstanden sind. Die Förderstufe „Effizienzhaus 55 – Wohngebäude“ war erst Mitte Dezember vergangenen Jahres befristet wieder eingeführt worden. Über vergünstigte Kredite werden Niedrigenergiehäuser gefördert, sofern sie nicht mit Öl oder Gas beheizt werden.
Nicht in allen Programmen hohe Nachfrage
Deutlich geringer fiel die Nachfrage beim Programm „Jung kauft Alt“ aus, das Familien mit Kindern beim Erwerb sanierungsbedürftiger Bestandsimmobilien unterstützt. Die KfW vergab knapp 700 Zusagen. Ebenfalls nur wenig in Anspruch genommen wurde die Förderung für den Kauf von Genossenschaftsanteilen zur Eigennutzung. Hier hat die Bundesregierung die Konditionen in der vergangenen Woche angepasst.
Insgesamt ging das Fördergeschäft der KfW im Jahresvergleich deutlich zurück. 2024 hatte die Förderbank noch rund 113 Milliarden Euro an neuen Krediten und Zuschüssen vergeben. 2025 lag das Volumen mit 98 Milliarden Euro deutlich darunter.