Interesse an Förderprogrammen 2023 stark gesunken
Die Nachfrage nach staatlichen Förderungen hat 2023 stark abgenommen. Betroffen sind die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) und Energieberatungen.
Besonders drastisch ist der Rückgang bei den Einzelmaßnahmen: Nur etwa 280.000 Anträge wurden dieses Jahr über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gestellt. 2022 gab es noch 740.000 Förderanträge für Einzelmaßnahmen wie die Erneuerung von Fenstern, Wärmedämmungen und den Heizungstausch. Das zeigt der Jahresrückblick des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).
Förderanträge für Wärmepumpen gab es bis einschließlich Oktober 2023 etwa 76.500 - von Januar bis Oktober vergangenen Jahres waren bereits annähernd 316.000 Wärmepumpen-Anträge beim BAFA eingegangen. Zur Begründung des immensen Unterschieds zwischen den beiden Jahren äußerte sich das Bundesamt auf seiner Internetseite:
„Der Überfall Russlands auf die Ukraine, die Energiekrise und eine Änderung der Förderkonditionen führten 2022 zu einem enormen Anstieg der Antragszahlen – die das BAFA bis in die erste Jahreshälfte 2023 beschäftigt hatte. Das zweite Jahr infolge hat das BAFA im Jahr 2023 Fördermittel in Höhe von 9,8 Mrd. Euro bewilligt.“
Auch Energieberatungen weniger gefragt
Weniger deutlich ist der Antragsrückgang bei den Energieberatungen für Wohngebäude: Gab es 2022 noch etwa 130.000 Anträge, so haben in diesem Jahr nur noch knapp 120.000 Personen eine Förderung für eine Energieberatung beantragt. Allerdings: In Folge der Haushaltssperre für den Klima- und Transformationsfonds (KTF) wurde die Annahme neuer Anträge für die Bundesförderung „Energieberatung für Wohngebäude“ pausiert.