Immobilien: Bis zu 25 Prozent Preisaufschlag für gute Energiebilanz
Zwischen bester und schlechtester Energieeffizienzklasse liegen die Preisunterschiede von Häusern bei 25,4 Prozent. Bei Wohnungen sind es 16,6 Prozent.
Häuser mit der Energieeffizienzklasse A+ werden im Schnitt 25,4 Prozent teurer angeboten als Häuser mit dem niedrigsten Energiestandard der Klasse H. Bei Eigentumswohnungen ist der Preisunterschied zwischen der besten und schlechtesten Energieeffizienzklasse immerhin noch 16,6 Prozent.
Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Analyse des Immobilienportals Immowelt. Betrachtet wurden dabei die Angebotspreise auf dem Portal aus den vergangenen zwölf Monaten. Gegenstand der Untersuchung waren die Preisabweichungen gegenüber Immobilien mit mittlerem Energiestandard der Klasse D.
Häuser: +11,8 Prozent gegenüber Klasse D
Die Energieeffizienzklasse wirkt sich besonders stark auf die Preise von Häusern aus. Untersucht wurden von Immowelt die Angebotspreise von freistehenden Einfamilienhäusern, Doppelhaushälften und Reihenendhäusern. Je stärker der Energiestandard von der Referenzklasse D abweicht, desto größer sind die durchschnittlichen prozentualen Preiszuschläge und -abschläge.
Häuser mit Energieeffizienzklasse A+ werden im Schnitt 11,8 Prozent teurer angeboten als vergleichbare Immobilien mit Klasse D. Bei schlechteren Energiestandards ist die Differenz sogar noch größer: Eigenheime der Energieeffizienzklasse H verzeichnen durchschnittlich 13,6 Prozent niedrigere Angebotspreise als Häuser mit mittlerem energetischem Zustand.
Wohnungen: -5,9 Prozent bei niedrigstem Energiestandard
Gegenüber der mittleren Energieklasse D sind die Preisaufschläge für Eigentumswohnungen der Klassen A bis C höher als bei den Häusern. Anders ist das Verhältnis nur in der höchsten Klasse A+: Waren es bei Häusern im Schnitt 11,8 Prozent, werden Wohnungen mit dem höchsten energetischen Standard durchschnittlich 10,7 Prozent teurer angeboten als vergleichbare Immobilien mit mittlerer Energieklasse.
Bei Wohnungen mit schlechterem Energiestandard sind die Abweichungen zum Mittel deutlich geringer: Zwischen den Angebotspreisen von Klasse-D-Wohnungen und Klasse-H-Wohnungen liegen nur 5,9 Prozent. „Das dürfte auch an den begehrten Altbauwohnungen in den attraktiven Großstädten liegen, die trotz oftmals dürftiger Energiebilanz zu hohen Preisen inseriert werden. Zudem müssen Käufer die Sanierungskosten im Gegensatz zu Einfamilienhäusern zumeist nicht alleine stemmen, sondern teilen sich diese mit der Eigentümergemeinschaft“, so die Pressemitteilung von Immowelt.